Großfeldbeobachtung für unterwegs

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Christian U

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Hallo zusammen,

ich habe nach einem Jahr Erfahrung mit dem 5" SC meiner Frau nun selbst auch Lust auf ein Beobachtungsgerät.

Wie der Titel schon sagt, soll es möglichst mobil sein , bedeutet es sollte, wenn es auf eine Montierung kommt, 5 bis 10 KG nicht überschreiten. Da wir Kleinwagen fahren, sollte es auch nicht länger als 1m sein.
Ich möchte gern ein Beobachtungsgerät mit f/4 - 7 und auf jeden Fall die Möglichkeit haben 2" Okulare zu verwenden.

Ich schreibe Beobachtungsgerät, weil ich auch ein Fernglas auf Stativ nicht ausschließen möchte. Was das Geld betrifft, ja... lieber einmal mehr ausgeben, als zweimal wenig und nicht das Gelbe vom Ei.

Nun zu meinen konkreten Fragen:

Ich habe mir die FH Refraktoren von Skywatchers Startravel Reihe angeschaut und daneben die Bresser Messier mit den zusätzlichen Petzvallinsen. Hat jemand damit Erfahrung, ob sich das Mehrgewicht lohnt?
Vom Farbfehler der Bauart weiß ich und hier im Forum hatte jemand auch ein Bild reingestellt aus so einem Startravel. Danke dafür. Ich denke, damit kann ich leben. Reizvoll wäre da die 150 mm Öffnung bei 7KG Gewicht.

Da ich ja 2" Okulare verwenden möchte und die Weitwinkel schon mal ein Pfund oder mehr wiegen können, würde ich auch gerne wissen, ob die OAZ sowas mitmachen.

Als nächstes mache ich darum auch einen preislichen Sprung zu einem TS ED Apo 102 f/7 mit R&P OAZ


Ich will definitiv keine Astrofotos machen. Aber hier müsste ich doch ein auch visuell gutes Teleskop bekommen und der OAZ (da hab ich null Ahnung) kriegt noch n gescheiten Zenitspiegel und das trägt er dann auch? Und brauche ich sowas für fast ausschließlich visuelle Nutzung?

Bis jetzt habe ich Newtons ausgeschlossen, aber ich würde doch nochmal drüber nachdenken, weil Dobson schon viel Optik für den Preis bietet. Allerdings weiß ich nicht, ob meine Bedenken nicht doch stimmen. Wir sind häufig auf Wiesen oder nem Acker, die alles andere als flach sind. Ich befürchte, dass so eine Box sich da nicht wirklich gut bewegen lässt. Was für Erfahrungen habt ihr da?

Sonst fände ich so einen Skywatcher Flextube oder ein Gitterrohr Tubus schon ne echte Überlegung. Da könnte ich sogar 10" ins Auto bekommen.

Letzte Idee: 150mm f/5 Newton auf eine AZ Twin Montierung. Die hat die Möglichkeit zwei Geräte aufzunehmen und dann könnte noch ein Bino mit dran. Aber ist Newton auf AZ eine gute Idee?

Ich danke für eure Erfahrungen

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

die CA von den StarTravel Teleskopen macht sich hauptsächlich bei Planeten und Mond bemerkbar. Und die Sternabbildung ist halt nich so schön. Da macht sich ein Apo besser.

Ich hatte mal einen ST120. Das Gerät ist als Fraunhofer sehr kompakt für die Öffnung und bei dunklem Himmel für Nebel und Galaxien schon gut geeignet. Meine beste visuelle Beobachtung von M31 bisher hatte ich mit dem ST120.

Das Handling von einem Refraktor ist deutlich einfacher als bei einem Newton. Letzterer bietet aber für relativ wenig Geld viel Öffnung. Für DeepSky eigentlich die Schlüsselgröße.

Aber letztendlich ist das Teleskop das beste, was man auch benutzt. Und da hat halt jeder seine Vorlieben. Der eine liebt sein Bino, der nächste findet den Aufbau eines 20" Truss Newton überhaupt nicht schlimm, weil ihm das Gerät so viel Spaß macht. Bei mir ist es zuhause das C8 an der Evolution Montierung auf Polhöhenwiege. Im Moment jedenfalls. Und unterwegs ein älteres 100/600 Triplett.

Herauszufinden, was einem das am meisten liegt, kommt mit der Praxis über die Jahre.

CS.Oli
 
Hallo Christian, das sind jede Menge Ideen die du hast und offensichtlich weißt du noch nicht wohin die Reise geht. Was beobachtet ihr denn hauptsächlich mit dem C5? Den könnt ihr ja gut für Mond und Planetenbeobachtung nehmen.

So ein 6 Zoll Startravel F5 Achromat wie Du liebäugelst ist ganz schön groß und schwer, würde aber gut zu Deiner Idee mit der Twinmaster AZ Montierung passen die wirklich stabil ist und auch schwere Teleskope trägt. Zusätzlich passt da auch euer C5 drauf. Diesen könntet Ihr mit 2 Zoll Okularen bestücken und hättet einen tollen Richfielder für weite Felder. H&Chi darin z.B. sind ein Genuss. Auch mit UHC und OIII Filter ist der Klasse da ihr wegen dem F5 und 2 Zoll Okularen auf eine große Austrittspupille kommt. Allerdings ist dieser natürlich nicht für Planeten geeignet wegen dem Farbfehler.

Es gibt noch den Skywatcher 120/600 der viel leichter ist und mit dem ihr noch ein größeres Gesichtsfeld bekommt mit 2 Zoll Okularen, gut z.b. für die Plejaden. Der 150 er ist dagegen wirklich schon zu groß und schwer, gerade da du ja mobil bleiben willst wie du schreibst.

Denkt aber auch an gute Okulare die ganz schön ins Geld gehen. Falls Euch so ein Achromat zusagt ist es möglich den OAZ auszutauschen um schwere Okulare zu halten wie z.b. eine 31mm Nagler, aber auch um den billigen OAZ aufzuwerten.

So ein TS ED Apo 102 f/7 ist auch schön, allerding lichtschwach um in Richtung DeepSky zu gehen. Ich denke mal der geht zu sehr in Richtung euren C5.

Ich persönlich würde mir den 10 Zoll Skywatcher Flextube holen der dann auch in euer Auto passt weil er einschiebbar ist. Der ist wenigstens universell und ihr könnt alles mit dem machen. Vor allem Kugelsternhaufen die in eurem C5 oder in einem TS ED Apo 102 f/7 nur Wattebausch sind, habt ihr im 10 Zöller aufgelöst und die sind es alleine schon wert einen Dobson zu holen. Dieser hat auch F5 b.z.w. F4,7 und mit dem könnt ihr auch problemlos Filter einsetzten und die 2 Zoll Okulare passen auch. Noch ein höhenverstellbares Stühlchen nebendran zum sitzen und ihr habt ein perfektes Teleskop. Ich finde das wäre ein gelungenes Update zu euren C5.

Eure letzte Idee: ein 150mm f/5 Newton auf eine AZ Twin Montierung sind eben auch nur 6 Zoll!

Das waren einige Gedanken dazu, vielleicht helfen sie ein wenig. Wichtig ist auch mal einen dunklen Ort aufzusuchen, das wirkt wahre Wunder mit jedem Teleskop und auch mit bloßen Auge.

lg Stefan
 
Oh danke für eure Antworten.

Kurz zu dem, was wir vorhaben mit dem C5
Den könnt ihr ja gut für Mond und Planetenbeobachtung nehmen.

Ja! Genau das machen wir. Aber es gehen auch andere Objekte. Wir hatten natürlich schon M31 eingestellt und das war schon mehr als ein Matschfleck (wird oft so beschrieben - wenn man mit dem Fokus sehr vorsichtig spielt und lange guckt, kriegt man aber auch mehr). Aber M31 passte halt nicht in das 32er 1,25" Okular. Wir haben dann auch den Nordamerikanebel versucht. Man konnte auch irgendwas milchiges irgendwie erahnen, aber das könnte auch Einbildung gewesen sein. Trotzdem war der Anblick schön und man kriegt mit den Baader Ortho Okularen an den Planeten wirklich tolle Beobachtungen hin.

Darum wollen wir uns an den Teleskopen in Zukunft abwechseln. Darum wird es auch eine weitere Montierung geben, damit wir völlig unterschiedliche Objekte einstellen können, ohne uns gegenseitig zu stören. Für den Weitfelder (vielleicht auch für das C5) wollte ich auch einen Astronomik? UHC Filter haben, um die Nebel besser sehen zu können. Dann ist mir die Farbe sowieso egal, weil der Filter die ja eh wegnimmt.

So ein 6 Zoll Startravel F5 Achromat wie Du liebäugelst ist ganz schön groß und schwer, würde aber gut zu Deiner Idee mit der Twinmaster AZ Montierung passen die wirklich stabil ist und auch schwere Teleskope trägt. Zusätzlich passt da auch euer C5 drauf. Diesen könntet Ihr mit 2 Zoll Okularen bestücken und hättet einen tollen Richfielder für weite Felder. H&Chi darin z.B. sind ein Genuss. Auch mit UHC und OIII Filter ist der Klasse da ihr wegen dem F5 und 2 Zoll Okularen auf eine große Austrittspupille kommt. Allerdings ist dieser natürlich nicht für Planeten geeignet wegen dem Farbfehler.
Jaaaa, so hab ich mir das vorgestellt, allerdings mit nem Newton, weil ich mir das Handling eines Refraktors an einer AZ Montierung nicht so vorstellen kann. Jetzt haben wir eine CG-4 und das C5 ist ja sehr kurz. Bis auf wenige Positionen kommen wir immer gut ans Okular. Das wäre auch bei der AZ so, aber wenn das Teleskop länger ist, hängt das Okular dann nicht öfter mal sehr tief? Bei einer parallaktischen Montierung erscheint mir das vom Winkel und Abstand her irgendwie günstiger zu sein. Aber wenn dem nicht so ist, dann würde ich sehr stark zur AZ tendieren.
Ich habe aus der Art, wie man das Teleskop an den Montierungen aufhängt und bewegt folgende Schlüsse gezogen:
1. AZ Montierung ist gut für kurze Teleskope und Newtons (weil der OAZ sich nicht so verdreht - bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege)
2. Parallaktisch und Newton ist etwas unbequemer, weil durch den Winkel der Achsen zueinander der OAZ sich gewissermaßen wegdreht. Zumindest drehen wir beim C5 den Zenithspiegel recht häufig. Wenn der OAZ vorne ist, kann ich den aber nicht so einfach drehen, sondern muss das ganze Teleskop drehen.
3. Parallaktisch und längere Refraktoren ist auch nicht immer bequem, aber bequemer als an AZ
4. Dobson ist auch eine Art von AZ Montierung?

So ein TS ED Apo 102 f/7 ist auch schön, allerding lichtschwach um in Richtung DeepSky zu gehen. Ich denke mal der geht zu sehr in Richtung euren C5.
Okay, danke :) Die Apos sind bei gleicher Öffnung und vor allem bei f/ kleiner 7 sehr viel teurer. Darüber denke ich vielleicht in Zukunft nach.

Ich persönlich würde mir den 10 Zoll Skywatcher Flextube holen der dann auch in euer Auto passt weil er einschiebbar ist. Der ist wenigstens universell und ihr könnt alles mit dem machen.

Ja - das wäre die preisgünstigste Lösung für die Öffnung. Aber wie uneben darf der Boden, auf dem es steht sein? Denn wir haben einfach noch keinen Ort in der Nähe gefunden, wo man alle Bedingungen erfüllt hat.

- Wenig oder am besten gar kein direktes Licht
- Keine Bäume oder zumindest weit genug weg
- Ebener und halbwegs harter Boden

Als Beispiel: Tremoniapark in Dortmund. Im Sommer ginge es, aber da sind halt auch relativ viele Leute. Da haben wir kein Bock drauf, wenn die angetrunken ankommen, erstmal mit Handytaschenlampe leuchten und am Ende noch was kaputt machen. Im Winter haben die Bäume keine Blätter und dann leuchtet Thyssen Krupp Rothe Erde einfach so hell, das geht gar nicht. In Dortmund sind gefühlt überall irgendwelche Industrie- oder andere Anlagen oder auch Straßenlaternen, die nachts einfach stören, obwohl da ein toller Platz zum Beobachten wäre (Halde Deusenberg. Erhöhter Platz, keine Bäume, flacher Boden - Ikea Zentrallager mit Flughafenflutlicht ... man könnte schreien.

Ebberg in Schwerte-Westhofen: Wenig direktes Licht, an einigen Stellen wenige Bäume in direkter Nähe aber da sind nur richtig buckelige Wiesen und Acker. Mit den Stativbeinen kann ich das ausgleichen, aber die Dobson Plattform?

Das würde mich noch sehr interessieren. Kriegt man so ein Dobson da locker unter Kontrolle? Falls ja wird das natürlich seeeehhhr interessant.

Ich weiß natürlich, dass auch die genannten Orte alle nicht wirklich ideal sind, weil die Lichtverschmutzung des Ruhrgebiets einfach enorm ist. Darum weichen wir, wenn wir Urlaub haben, auch auf Orte aus, die davon weiter weg sind. Campingplätze im Sauerland, der Eifel oder auch im Münster- und Tecklenburgerland. Aber das sind Fahrten, die wir am Wochenende nicht mal eben spontan hinbekommen. Aber 30 Minuten Fahrt auf ne alte Halde, kein Problem - aber dann hat man buckligen und unebenen Boden.

Also schon mal vielen Dank, ich bin gespannt auf weitere Antworten

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

wenn es im Familienbestand schon ein C5 gibt, würde ich mir an deiner Stelle wirklich einen Richfielder anschaffen und dabei auf allen technischen Schnickschnack , der Strom braucht, verzichten. Ich habe geraume Zeit hierfür einen 100/500 Achromaten (gibt es baugleich von SW und Celstron) auf einer AZ 3 Montierung benutzt. Das ist eine gute und leicht zu transportierende Kombination. Mit dem 26mm Okular in 2 Zoll komme ich auf 19 fache Vergrößerung, gut 5mm Austrittspupille und 3,5° Gesichtsfeld. Da sind Objekte wie Plejaden, der Doppelsternhaufen im Perseus, Praesepe und M31 einfach schön anzusehen.
Natürlich kann man, wenn man zu faul für etwas anderes ist, damit auch mal nach dem Mond oder Jupiter schauen. Wenn ich das tue, blende ich mit dem kleinen Objektivdeckel auf 5 cm Öffnung ab. Dann hält sich der Farbfehler so bis 80fach in Grenzen.

Inzwischen habe ich auch ein 120/600. Das bringt natürlich mehr Licht. Die AZ3 kommt da aber schon an ihre Grenzen, auf einer Giro 2 geht das aber ganz problemlos. Zum schnell mal nach draußen tragen oder im Auto spazieren fahren würde ich aber nichts größeres nehmen.

CS Gerhard
 
1. AZ Montierung ist gut für kurze Teleskope und Newtons (weil der OAZ sich nicht so verdreht - bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege)
Du liegst falsch, ich korrigiere Dich. ;)
AZ kann alles, nur würde ich bei langen Teleskopen eine Kurbelsäule nehmen, damit man nicht bei höheren Objekten am Boden sitzt. Visuell. Für Fotografie ist eine Kurbelsäule eventuell problematisch, da durch die Kurbelsäule nicht so steif.

2. Parallaktisch und Newton ist etwas unbequemer, weil durch den Winkel der Achsen zueinander der OAZ sich gewissermaßen wegdreht. Zumindest drehen wir beim C5 den Zenithspiegel recht häufig. Wenn der OAZ vorne ist, kann ich den aber nicht so einfach drehen, sondern muss das ganze Teleskop drehen.
yepp.

3. Parallaktisch und längere Refraktoren ist auch nicht immer bequem, aber bequemer als an AZ
Nein. Visuell und ohne Goto ist das Hinsteuern mit Motoren bei einer Parallaktischen gewöhnungsbedürftig. Die Frage ist, wovon wir hier reden. Visuell oder/und Fotografisch? Motorisiert oder manuell? Mit GoTo oder ohne? ...

4. Dobson ist auch eine Art von AZ Montierung?
Ja. Klar. Steht nur am Boden.

lg
Niki
 
Hallo Gerhard, hallo Niki,

Inzwischen habe ich auch ein 120/600. Das bringt natürlich mehr Licht. Die AZ3 kommt da aber schon an ihre Grenzen, auf einer Giro 2 geht das aber ganz problemlos. Zum schnell mal nach draußen tragen oder im Auto spazieren fahren würde ich aber nichts größeres nehmen.

Du klingst wie meine Frau ;) - Ja das ist wahrscheinlich die vernünftigere Wahl. Aber der 150er ST könnte doch auf die CG-4 und meine Frau kriegt ne EQ3-2 für ihr C5. Aber das sind noch mehr Ideen... Ich hatte das Gewicht des 150er ST etwas mh, ignoriert. Knappe 7 KG vs. 4 KG beim 120er.

Nein. Visuell und ohne Goto ist das Hinsteuern mit Motoren bei einer Parallaktischen gewöhnungsbedürftig. Die Frage ist, wovon wir hier reden. Visuell oder/und Fotografisch? Motorisiert oder manuell? Mit GoTo oder ohne? ...

Nur visuell. Ich liebe Astrofotos, aber ich möchte das Geld, die Zeit und den Frust durch Nichtgelingen nicht aufbringen. Mein Respekt an alle, die daran Spaß haben und so schöne Bilder online stellen!

Der Tipp mit der Kurbelsäule ist aber notiert. Danke dafür :)

Viele Grüße
Christian
 
Hi Christian,
das klingt nach meiner Schnellspechtelkonfiguration: Stahlrohrstativ mit Giro XXL und Skywatcher PDS 130/650.
Damit ist ein wahres Feld im Bereich mittelgroßer Ferngläser möglich, aber wenn man Lust hat auch mal 200fach am Planet.
Es ist kompakt und mit etwa 5/6 Kilo auch leicht.
Kann man auch mit dem 150/750 machen, dann wäre aber eine kleine Erhöhung oder ein andere Montierung, z.B. die Skytee besser um nicht mit dem Stativ zu kollidieren.
CS
 
Dobsons haben unten drei kleine Fussstummeln. das reicht in den meisten Fällen daß das Gerät gerade steht. Ideal ist natürlich eine Kiesfläche. Direkt ins Feld stellen ist schon wegen dem Dreck nicht so gut, weil der auf die Lauffläche kommen kann. Also warum nicht einfach einen 8 - Zoll Dobson? Mehr Fernrohr fürs Geld gibt es kaum und passt normalerweise noch auf die Sitzbank.
Mit F 6 nicht so Okularkritisch und mit zB 36 er Hyperion hast Du 33 Fache Vergrößerung und ungefähr 2 ° Feld.
Felix
 
Hallo Antares, hallo Felix.

Was Felix schreibt, ist für mich das K.O. für jeden Dobson. Egal wie klein oder groß. Darum danke für diese Info! So gern ich auch 8" oder 10" Öffnung hätte, die Box schränkt die eh schon wenigen guten Beobachtungsorte in der Nähe auf keinen ein.

@Antares: Auf die Skywatcher hatte ich es auch schon abgesehen und ich komme jetzt auf zwei Setups:

Skywatcher 120/600 FH oder 150/750 FH auf einer entsprechenden paralaktischen Montierung (EQ3-2 oder Luxus Vixen AP)
Skywatcher N130/650 oder N150/750 auf TS-Optics AZ5 auf nem Berlebach Report (hoffentlich geht das überhaupt)

Und weil ich das besser nicht entscheide:
Meine Frau darf entscheiden, ob sie die CG-4 noch mag, dann nehm ich die CG-4 und sie eine leichtere nach Wahl. Wenn sie die CG-4 behalten will, dann frag ich euch nochmal :)
Viele Grüße
Christian
 
Ganz so hab ich das auch nicht gemeint. Mit den Knubbeln unten dran ist der Drehteller noch leicht 8 bis 10 cm über Boden. Es sollte halt ein harter Untergrund sein - Magerrasen mit sichtbaren Schotter reicht völlig.
Unter Acker versteh ich was mit 30 cm hohen Erdschollen die der Bauer mit seinem 15 Scharer Pflug und 200 Ps Bulldog vorher umgelegt hat
Normalerweise ist man ja nie weit weg von einer befahrbaren Straße, schon wegen der Anlieferung.
Felix
 
Hi Christian
den 150iger FH auf EQ 3-2 wird keine Freude. Das wäre EQ5 besser oder azimutal die Skytee unter welchem Label auch immer.
Beim FH hat man einen Farbfehler, der bei Großfeld zwar nicht so auffällt wie am Mond, aber deswegen ist er trotzdem da und kostet Performance.
Farbfehler ist ja nichts anderes als nicht im Fokus befindliche Teile des Lichts. Daher plädiere ich bei der Auswahl immer für den Newton, weil er viel universeller ist und wenn man zum FH noch den Zenitspiegel als Ausgabe rechnet auch preiswerter.
CS
 
Hallo Christian,

Was Felix schreibt, ist für mich das K.O. für jeden Dobson. Egal wie klein oder groß. Darum danke für diese Info! So gern ich auch 8" oder 10" Öffnung hätte, die Box schränkt die eh schon wenigen guten Beobachtungsorte in der Nähe auf keinen ein.
Felix meint mit "Feld" vielleicht nur einen Acker. Für mich bedeutet "Feld" einfach nur draußen, außerhalb der Stadt. In einem Feld gibt es verschiedene Untergründe, wie z.B. Gras, einen betonierten Weg usw. Hier müsste man zunächst wissen, welche Untergründe Dir zur Verfügung stehen, um wirklich ganz sicher zu sein.
@Antares: Auf die Skywatcher hatte ich es auch schon abgesehen und ich komme jetzt auf zwei Setups:

Skywatcher 120/600 FH oder 150/750 FH auf einer entsprechenden paralaktischen Montierung (EQ3-2 oder Luxus Vixen AP)
Skywatcher N130/650 oder N150/750 auf TS-Optics AZ5 auf nem Berlebach Report (hoffentlich geht das überhaupt)
Ich habe sowohl einen 130/650 Newton als auch einen 102/714er Apo. Beide Teleskope setze ich auf eine TS AZ5 und auf ein Berlebach Report 172 oder Uni 18. Die Kombi Newton mit AZ5 finde ich sehr angenehm. Beim Apo sitze ich etwas tief, da ich meine Stative nach Gewicht und nicht nach Höhe ausgewählt habe. Es ist aber okay. Allerdings habe ich am zweiten Arm noch einen Hebel angebracht, weil ich das etwas eleganter finde.
Am Apo verwende ich ein TS WA 32 als Übersichtsokular. Am 130er Newton das ES 30, 82 Grad.

Gruß
Ronald
 
Es ist hier im Ruhrgebiet echt nicht so einfach. In Dortmund gibt es wirklich sehr wenige Orte. Außerhalb der Stadt bedeutet wenigstens eine Dreiviertel oder auch Stunde Fahrt. Die paar Orte, die es dann gibt, sehen so aus, dass die Straßen zu 80% beleuchtet sind. Man muss also bereit sein, auch mal 500 Meter zu gehen. Und dann hat man öfter:
Unter Acker versteh ich was mit 30 cm hohen Erdschollen die der Bauer mit seinem 15 Scharer Pflug und 200 Ps Bulldog vorher umgelegt hat
Normalerweise ist man ja nie weit weg von einer befahrbaren Straße, schon wegen der Anlieferung.
Ganz so schlimm ist es nicht, aber nahe dran. Mit buckeligen Wiesen oder dem nächsten Kaninchenbau muss man rechnen. Dobson ist wirklich ne tolle Sache. Aber trotz Flextube, immer noch zu groß und sperrig. Ich habe bei dem Skywatcher Flextube Dobson auch das Gewicht wiedermal ignoriert Die Box wiegt ja auch noch mal 4-8 Kilo (je nach Größe). Je nach Größe ist das sogar blöder zu tragen, als ein Teleskop mit Montierung und Stativ. Die Dobson Box ist ein halber (je nach Größe auch ganzer) Umzugskarton.

Bei der CG-4 meiner Frau kann ich den Kopf abnehmen und in einen Rucksack packen. Wir hatten vorher eine alte Vixen SP oder GP (kann ich nicht mehr sagen) auf einem Holzstativ, der Kopf war dicker als der der CG-4, hat mit ihr aber in den selben Rucksack gepasst. Etwas Polsterung dazwischen, damit nix drankommt und ab. Das kann ich mit nem Dobson vergessen. Leider haben wir die SP oder GP zusammen mit dem C8 nur leihweise ausprobieren dürfen.

Darum:
Die Kombi Newton mit AZ5 finde ich sehr angenehm.

... oder der ST120/600 wird es wohl werden.

Beim FH hat man einen Farbfehler, der bei Großfeld zwar nicht so auffällt wie am Mond, aber deswegen ist er trotzdem da und kostet Performance.
Farbfehler ist ja nichts anderes als nicht im Fokus befindliche Teile des Lichts. Daher plädiere ich bei der Auswahl immer für den Newton, weil er viel universeller ist und wenn man zum FH noch den Zenitspiegel als Ausgabe rechnet auch preiswerter.

Ja, ist was dran.

Viele Grüße
Christian
 
Hm ich dachte die EQ3-2 ist etwas kleiner als die CG4, aber egal. Wahrscheinlich werde ich folgendes Setup nehmen:

Newton 150/750 von Omegon, TS-Optics/GSO, Skywatcher - nicht Bresser ODER ST 120/600 Fraunhofer (weil er mehr grab and go ist)
Stativ + Monti: Berlebach Report mit Mittelsäule und Castor 2

Das ist aufrüstbar (also mehr und oder größere Geräte können kommen :D ), Nachführung mach ich manuell. Für die CG-4 gibt's eventuell ein oder zwei Motoren - wobei wir Einnorden gut genug hinbekommen, dass die Dec-Achse eigentlich keinen Motor braucht.

Ich danke allen für eure Tipps. Wenn euch noch etwas auffällt: immer gerne :)

Viele Grüße
Christian
 
Moin Christian,

damit wirst du sicher Spaß haben und das ergänzt den C5 von der Brennweite her auch gut. Für Nebel selbstleuchtende Gasnebel sind noch entsprechende Filter anzuraten, falls noch nicht vorhanden.

VG Klaus
 
Hallo Christian,

gut gemacht, das ist eine Kombination, die du oft benutzen wirst. Auch das C5 passt problemlos an die Porta, wenn es stromlos gehen soll.

Viel Spaß und oft CS Gerhard
 
Love at first Light!

Heute ist meine Kombi aus Porta 2 und St 120/600 angekommen. Das Wetter spielt irgendwie nicht wirklich mit, aber ich musste raus auf den Balkon.

Zunächst einmal ist die Kombination nicht wirklich wackelig. Dafür ist diese Rutsch und Schwenk Sache echt mega gut.
Es ist genau das, was ich haben wollte, nur besser, als ich es mir vorgestellt habe.
Ich kann zur Optik leider nicht mehr viel sagen, weil es halt wirklich nicht dunkel ist und die Wolken... Aber Farbeimer würde ich das gute Stück nicht nennen.
Und der OAZ trägt den Zenithspiegel samt TS 32 70Grad Okular problemlos.

Ich bin froh, dass ich kein größeres Teleskop genommen habe - für Unterwegs ist das wirklich gerade so passend.

Vielen Dank nochmal für eure Mühe
Gruß und cs
Christian
 
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