Kauf eines Doppelrefraktors

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Portunus

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Hallo Ihr Sternenfreunde;

Nachdem ich hier schon auf der Suche nach einem Großfernglas im Markplatz fündig wurde und ich auch bezüglich Okularen ein profunde Beratung erhielt, hätte ich gerne noch einen Hinweis zu Doppelrefraktoren ... und zwar ganz simpel ... wo kann ich ihn kaufen.

In Netz und Foren findet man fantastische Berichte, Fotos und Videos sogar Tak Doppelrefraktoren sind dort zu finden

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Ich selbst konnte jedoch nur zwei Händler ausfindig machen, welche insgesamt drei verschiedene der guten Stücke überhaupt anbieten:

Einmal ein:

152/1200 LZOS/TMB Apo Bino f/8 (6 Zoll Doppel-Refraktor)​

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ein

140/980 mm SD-Apo Bino f/7 (5,5 Zoll Doppel-Refraktor)​

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sowie ein

APM-EMS Bino 152​

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Wo kommen also die anderen Modelle alle her ... Binoptic wird uns ja nun nicht mehr mit weiteren Modellen beglücken.

Sind das andere also alles Eigenbauten - deren stolzen Besitzer alle mit einem intergalaktischen handwerklichen Geschick gesegnet sind ... oder werden Adressen von geheimen Werkstätten, zu denen man mit 2 Teleskopen kommt und nach Einwurf einiger Münzen mit einem Doppelrefraktor geht nur unter der Hand weitergegeben?

Gruß Sebastian

PS Wenn jemand grade mit dem Gedanken spielt, einen solchen zu veräußern, darf er sich auch gerne bei mir melden
 
Hi!

TEC hat auch noch einen, wenn auch ohne Produktfoto (aber auf dem ATT war er zu sehen, gibt's also wirklich):
Ah, hier mit Bild beim Hersteller:

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Sebastian,

Tatsuro selbst baut immer noch welche:

http://ems-bino.com/category/bino/

AOK Swiss hat sie auch:

http://www.aokswiss.ch/d/tel/bino/uebersicht_bino.html#uebersicht

Auch CFF hat was leckeres im Angebot:

https://cfftelescopes.eu/product/bino-refractors

Williams bietet das Pegasus aber soweit ich weiss nicht mehr an:

https://williamoptics.com/pegasus-binocular

Aber Selbstbau ist wohl der Beste Weg zum Ziel, ich habe es vor einigen Jahren auch gemacht.
Die Frage ist nur, ob sich der Aufwand lohnt und ein Doppelrefraktor Vorteile gegenüber einem Großfernglas hat.
Ich hatte und kenne beides und bevorzuge das Großfernglas.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen und Alex;

danke ... das vergrößert die Optionen doch beträchtlich :)

da sind ja abgefahrene professionelle Kreationen bei ...

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Man stelle sich das mal als Ausführung mit 2 Zeis Victory Harpia 95 vor ... da wird einem ja ganz warm ums Herz :)

Wenn man ein wenig extrovertiert ist, kommt man wohl hieran nicht vorbei ...

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Wobei mich die AOKSwiss Seite grade in Bezug auf das Zubehör (Integration in Meade GoTo Staive) usw. am meisten begeisterte.

Danke euch Beiden

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

die AOKSwiss Kreationen mit den Borg Fluorit Refraktoren sind in der Tat sehr verlockend.
Ich habe selbst mal intensiv darüber nachgedacht mir sowas zu bauen.

Auch das 95er Swaro Bino ist extrem lecker, leider hat es eine sehr knappe Fokuslage, das 17mm Ethos funktioniert darin nicht :-(

Der Grund weshalb ich es dann doch nicht gemacht habe liegt im schlechten Kosten / Öffnungsverhältnis.
Die EMS kosten immer ungefähr gleich viel, egal ob man daraus ein 70mm oder 150mm Bino baut.
Und so sehr mich mein 125MM Borg ED Binoscope mit EMS auch begeistert hat, ich wollte ans Limit.
Und das Limit sind meiner Meinung nach nunmal zwei 150mm Refraktoren möglichst bester Qualität mit möglichst wenig Brennweite.
Das ermöglicht einem weite Felder und relativ hohe Vergrößerungen bai maximaler Lichtsammelleistung.

Der Gewinn beim Sprung von 125mm auf 150mm war dann sogar größer als ich es erwartet hätte.

Ob man GoTo am Bino wirklich braucht liesse sich diskutieren.
Ich mag das puristische Beobachten ohne Akkus, Kabel und Motoren und zum Aufsuchen der Objekte gibt es inzwischen ja sehr gute Alternativen.

Das Problem bei den Binos ist die Auswahl der Refraktoren.
Die meisten haben für meinen Geschmack zuviel Brennweite.
Aber der bald erscheinende APM 6" f/6 ist diesbezüglich recht vielversprechend ...

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sebastian,

interessant, die kannte ich noch nicht.

115mm Öffnung bei 800mm Brennweite finde ich halt nicht so spannend.
Die Brennweite ist schon OK, aber die zugehörige Öffnung halt nicht.
Mein 150mm Bino hat 840mm Brennweite,

Das ist genau das Problem, das ich schon angesprochen habe, man benötigt schnelle APOs mit viel Öffnung, aber die gibt es auf dem Markt einfach nicht.
Die lange Brennweite sorgt nicht nur für engere Felder, auch der Schwenkwinkel des Binos wird immer größer.
Hubsäulen mit so viel Hub, als dass man damit alle Beobachtungswinkel erreichen könnte gibt es leider auch nicht.
1000mm oder mehr werden da schwierig, sie sind auch unhandlich und die Windlast steigt natürlich auch.

Von Gabelmontierungen halte ich generell nichts, zu schwer und zu massiv / ausladend.
Dazu ein schlechtes Schwingungsverhalten, ob Holz da viel retten kann weiss ich leider nicht.
Aber immerhin hat die Holzgabel große Achsdurchmesser, das ermöglicht dann flüssige und ruckfreie Bewegungen.

Die Konstruktion der Alutuben sieht sehr massiv und damit schwer aus.
Mein 125mm Borg Doppelrefraktor hat mit zentraler Gabelmontierung gerade mal 12,5 Kilo gewogen.
Wenn schon Eigenbau oder Sonderanfertigung, dann sollte man die Möglichkeiten Nutzen um das Gewicht gering zu halten, machbar ist das nämlich.
Mein 150er APM wiegt 22 Kilo ohne Montierung, das ist schon sehr grenzwertig ...

Wie schon gesagt halte ich den angekündigten APM 150 f/6 für den interessantesten Kandidaten zum Bau eines Doppelrefraktors seit sehr langer Zeit!
Ich denke damit wäre ein Bino mit Zentralmontierung um 15 Kilo realisierbar.
Mich juckt es da schon etwas in den Fingern :)

Grüße Jochen
 
hallo,
ich hätte hier noch ein neues unbenutztes EMS mit Helicals aus einem nicht realisierten Bauprojekt, falls du interessiert bist kannst du mir gerne eine PM schicken….
vG Alex
 
So ganz trivial ist die Verwendung der EMS leider nicht.
Klar kann man irgendwelche hinter seine Tuben pappen und wird dann auch irgendetwas sehen, aber perfekt ist das nicht.

Nicht ohne Grund gibt es verschiedene Varianten und vor Allem verschiedene Spiegelgrößen.
Für ganz spezielle Fälle schleift Tatsuro die Spiegel sogar von Had zurecht, um noch mehr Spiegelfläche in die Gehäuse zu bringen:

http://ems-bino.com/ems-product-line-english/

Das Schlüsselwort ist die Ausleuchtung der Okulare.
Bei langen Brennweiten der Objektive und kurzbrennweitigen 50° Okularen ist alles easy :)
Aber je kurzbrennweitiger die Objektive werden und je langbrennweitiger und weitwinkliger die Okulare werden desto mehr Hirnschmalz muss man investieren, wenn man seine Okulare auch schön ausgeleuchtet haben will.
Idealerweise gibt man Tatsuro vor der Bestellung die Daten der Objektive und der langbrennweitigen Weitwinkelokulare, dann berechnet er die passenden EMS.
Man kann das auch selbst machen, am Einfachsten ist es zeichnerisch die Lichtkonen von Objektiv und Okular maßstabsgetreu aufzuzeichnen und dann mit den Spiegelgrößen zu variieren.

Grüße Jochen
 
Bei Tak finde ich keinen Händler der das macht. Schon mal auf CloudyNight gefragt?
Was man im Netz findet sieht für mich alles nach Eigenbau aus. TSA-120er Binos gibt es ein paar.

Hier gabs was als nicht kommerzieller Service: "I made it by request of my friend" : BigBino‚̃z[ƒ€ƒy[ƒW

Schön.

CS
Dirk
 
hallo Jochen ,
meine waren von Tatsuro für ein 152/1200mm gerechnet, hätten aber auch am TSA120 gepasst.
So kompliziert ist das nun auch wieder nicht…
CS Alex
 
Hi Alex,

wie gesagt sind 1200mm Brennweite unkritisch, da hat man viel Spielraum da die Lichtkegel okularseitig recht dünn sind.
Bei 800 oder 750mm wird es dann enger und es kommt halt auch auf die Okulare an.
Wer nicht weiter geht als das 22er Nagler hat auch nichts zu befürchten, mit dem 32mm Kasai oder Masuyami sieht es schon wieder anders aus.

Ich wollte das zuerst auch nicht glauben, aber wenn man es sich mal aufzeichnet wird es schnell klar.
Man erkennt dann auch, wie schlecht die Dreispiegellösungen tatsächlich sind, damit ist eigentlich gar keine gescheite Ausleuchtung schon moderater Okulare möglich.

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
CFF baut auch 8" F/6.5 Refraktoren. Damit ließe sich ein Traumbino bauen wer es nicht mobil braucht und das notwendige Kleingeld investieren möchte.
 
CFF baut auch 8" F/6.5 Refraktoren. Damit ließe sich ein Traumbino bauen wer es nicht mobil braucht und das notwendige Kleingeld investieren möchte.
Ich habe ein 8" Bino mit sehr guten FH-Linsen von APM. Allerdings mit f/8.9. Die kurzbrennweitigen schränken die Okularwahl sehr ein. Es sei denn man mag unscharfe Sterne am Rand. Vor 15 Jahren hatte ich kurzbrennweitige Doppelrefraktoren, aber mit der Zeit bin ich auf langbrennweitige umgestiegen. Die bieten alle ein besseres und stabileres Bild. Vor 20 Jahren hatte ich noch die sogenannten kurzbrennweitigen Großferngläser. Gegen ordentliche Doppelrefraktoren haben die keinen Stich.
 
ist bestimmt ein feiner Doppelrefraktor, aber warum sollte ein moderner 3-Linser F6,5 mit z.b. Ethos-Okularen keine scharfen Bilder liefern?
 
Die schnellen Refraktoren bedeuten "Stress" für viele Okulare. Nur wenige sind bei diesen Öffnungsverhältnissen noch randscharf. Mich persönlich stört das, andere vielleicht weniger. Z. B. die wunderbaren Nagler 22mm, ideal für die Binobeobachtung, fallen bei schnellen Öffnungsverhältnissen wegen starker Bildfeldwölbung stark ab im Randbereich. Da spielt es keine Rolle ob Apo oder nicht Apo. Langbrennweitige Refraktoren sind da wesentlich entspannter.
 
Der Radius der Bildfeldwölbung skaliert mit der Brennweite f der Optik und beträgt für typische Refraktorobjektive ca. f/3. Für fotografische Anwendungen kann man dann Flattener einsetzen, aber visuell haben die kaum einen merklichen Effekt.

Die Abnahme der Randschärfe bei schnellen Offnungsverhältnissen geht eher auf das Konto von Astigmatismus.
 
da ich zur Zeit durch ein120er 2-Linser-Bino mit F5.5 beobachte und sich der Himmel sehr schön darstellt hätte ich wenig Bedenken das es bei z.b. einem Cff 8" F6.5 visuell zu störenden Beeinträchtigungen käme, aber dies liegt wohl im Auge des Betrachters.
 
Es kommt halt auch immer darauf an, was man will.
Will man weite Felder braucht man kurze Brennweiten.
Will man eher Planeten oder PN kann man auch mit langen Brennweiten leben, dann werden Doppelrefraktoren aber auch schnell unhandlich.
PN und Planeten gehen generell auch mit einem Monotubus und Binoansatz, nicht zwingend schlechter.

Ich denke die kurbrennweitigen modernen ED und SD kann man nicht mehr mit dem Krempel von vor 10 Jahren vergleichen.

Ich persönlich wollte der eierlegenden Wollmilchsau so nah wie möglich kommen, weil ich nur ein einziges Instrument haben mag.
Deshalb das 150 f/5,6 SD Bino, das zeigt weite Felder und verträgt auch einiges an Vergrößerung ...
Andere würden dazu sagen, es kann nichts richtig gut :)

Jochen
 
Wer es komplett randscharf haben will, baut sich einfach ein Bino aus zwei TAK FSQ 130 und nutzt die passenden UW Okulare von TAK, welche für Teleskope mit integriertem Flattener gerechnet sind. o_O

Dann noch zwei f/8 Extender bei Bedarf. Wäre doch so ziemlich das vielseitigste Bino, das es gibt oder? :unsure:
Ich mein außer den Astrofotografen, die sich ob des Einsatzes dieser wunderbaren APOs in den Schlaf weinen, hat man wenig zu befürchten.

Nur so ein Gedanke! Ich kenn mich mit Bino Bau nicht aus.

Edit: Sehe grad im Systemchart dass man den Super Reducer (2500€/Stück) auch mit Okularen verwenden könnte. Also ein 130 f/3 Bino. Mit flachem Bildfeld…

Man hat also f/5 f/8 und f/3 in einem Bino mit 130 mm Öffnung, dazu ein kompletter Satz TAK Okulare macht… Moment…
Ich glaub deutlich über 30.000€
:ROFLMAO::ROFLMAO::D:p
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ah sorry, bei den Japanern kenne ich mich nicht so gut aus, für mich ist Tak gleich Tak ...

Grüße Jochen
 
Wer es komplett randscharf haben will, baut sich einfach ein Bino aus zwei TAK FSQ 130 und nutzt die passenden UW Okulare von TAK, welche für Teleskope mit integriertem Flattener gerechnet sind. o_O

Dann noch zwei f/8 Extender bei Bedarf. Wäre doch so ziemlich das vielseitigste Bino, das es gibt oder? :unsure:
Ich mein außer den Astrofotografen, die sich ob des Einsatzes dieser wunderbaren APOs in den Schlaf weinen, hat man wenig zu befürchten.

Nur so ein Gedanke! Ich kenn mich mit Bino Bau nicht aus.

Edit: Sehe grad im Systemchart dass man den Super Reducer (2500€/Stück) auch mit Okularen verwenden könnte. Also ein 130 f/3 Bino. Mit flachem Bildfeld…

Man hat also f/5 f/8 und f/3 in einem Bino mit 130 mm Öffnung, dazu ein kompletter Satz TAK Okulare macht… Moment…
Ich glaub deutlich über 30.000€
:ROFLMAO::ROFLMAO::D:p
Also ich kenne nur Flatterner für die Astrofotografie. Wäre mir neu, dass sie für den visuellen Einsatz geeignet sind.
Sorry, Dein Vorschlag ist technischer Nonsens. ;)
 
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Will man eher Planeten oder PN kann man auch mit langen Brennweiten leben, dann werden Doppelrefraktoren aber auch schnell unhandlich.


Ich persönlich wollte der eierlegenden Wollmilchsau so nah wie möglich kommen, weil ich nur ein einziges Instrument haben mag.
Deshalb das 150 f/5,6 SD Bino, das zeigt weite Felder und verträgt auch einiges an Vergrößerung ...
Andere würden dazu sagen, es kann nichts richtig gut :)
Man muss nicht unbedingt nur Planeten mit langbrennweitigen Doppelrefraktoren beobachten. Es gibt unzählige kleine Deep Sky Objekte, die mit kleinen Geräten immer schlecht zu sehen sind. Meist nur ein milchiges lichtschwaches Fleckchen ohne Struktur. Da braucht es deutlich mehr Licht und Vergrößerung.

f/5,6 ist grenzwertig für Refraktoren, denn welche Okulare die man binomäßig noch verwenden kann, können unter diesen Bedingungen überhaupt noch vernünftig den Rand abbilden? Nagler T6 und teilweise Ethos, wenn man noch die Nase dazwischen bekommen sollte. :LOL: Ich schaffe das nur mit Ethos 8mm, darüber geht nichts mehr. Und dann auch nur mit abgenommener Augenmuschel. Und vielleicht noch ein paar Panoptic.
 
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