Denkfehler Offset bezogen auf Justage?

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TjMike

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Hallo,
bin gerade in der Finalen Fase bei meinem Bau eines Newton s.
Hab aber theoretisch jetzt einen Knoten im Kopf, bezogen Offset und erster Schritt der Justage wo man ja den Fs zentrisch in OAZ bringen soll.

Man macht ein Offset weg vom OAZ und hin zum HS. Soweit so gut und auch klar und verständlich.
Die Abmessungen stimmen auch mit My Newton überein.

Wenn ich dann aber von oben OAZ Seite drauf schaue geht es ja praktisch und theoretisch nicht das der Fs zentrisch im OAz erscheint sieht Abbildungen.
Wenn ich diesen jetzt zentrisch bringen möchte muss ich wohl oder übel die Zentrale schraube lösen und den Fs nach vorne Richtung Tubus Öffnung bringen.
Dabei gehe ich aber wieder einen Teil des Weges zurück welchen ich beim einstellen des Offsets Richtung HS gegangen bin????

Und da bin ich gerade etwas Verwirrt.
My Newton gibt Hs zu Fs 1039mm an was auch stimmt. Nur wenn ich dann den Fs wieder Öffnung stelle dann stimmt ja dieser Wert nicht mehr und ich stehe jetzt sicher auf der Leitung im Bezug auch diesen Wert.

Ich bin auch mit allen anderen Werten im my Newton konform, also gehe ich davon aus das alles stimmt. Nur das mit dem Fs mittig in OAZ geht irgendwie nicht in meinem Kopf wenn die Werte alle gleich mit my Newton sind.

Darstellung gesammt.PNG

Darstellung Deteil.PNG

Darstellung Persepektive.PNG

Darstellung Draufsicht.PNG

Darstellung Tubusöffnung.PNG

My Newton.PNG

Vielleicht kann der ein oder andere Licht in meine Denkweise bringen. Möchte ungern einen Fehler machen bei der Berechnung und ich dann nicht in den Fokus komme oder der gleichen.

Vielen Dank schon mal!!

Gruß Michael
 
Hallo,
kann es sein das das Problem einfach in der Projektionsmethode der 3D-Software liegt?
Frag jetzt bitte nicht nach den Begriffen, die kannte ich mal und schmeiß sie jetzt bestimmt durcheinander, aber üblicherweise wird bei technischen Zeichnungen ja eine Parallelprojektion? verwendet.
Alle Objekte behalten ihre scheinbare Größe, unabhängig von ihrer Entfernung zur "Kamera"
Dadurch erscheint der Fangspiegel nach unten verschoben, was er ja auch ist.
Schaue ich aber mit dem Auge durch den OAZ, ist die untere Fangspiegelhälfte weiter entfernt als die obere und erscheint somit kleiner.
Durch das Offset wird eben dieser Fehler korrigiert und die beiden Fangspiegelkanten erscheinen unter dem gleichen Winkel auf die optische Achse bezogen, auch wenn der Spiegel geometrisch nach unten versetzt ist.

Gruß
Thomas
 
...Schaue ich aber mit dem Auge durch den OAZ, ist die untere Fangspiegelhälfte weiter entfernt als die obere und erscheint somit kleiner.
Durch das Offset wird eben dieser Fehler korrigiert und die beiden Fangspiegelkanten erscheinen unter dem gleichen Winkel auf die optische Achse bezogen, auch wenn der Spiegel geometrisch nach unten versetzt ist.
Genauso sehe ich das auch!

CS Dietmar
 
Das ist eine tolle Erklärung!
Danke!
Mein Gedanke ging auch schon in diese Richtung aber war mir nicht sicher.

Ich habe meine Gedanken auch im Programm fest gehalten für ein besseres Verständnis, wenn es wieder mal jemanden so geht wir mir in diesem Fall und ich nicht auf die Lösung kommen will.
Ich hab einfach den Strahlengang kommend vom FS in Richtung OAZ hinter dem FS verlängert bis zu einem Punkt wo beide Seiten wieder gleich groß sind und somit erscheinen diese auch wieder rund im OAZ wenn man rein schaut.
Das dürfte genau dem entsprechen wie Du Ihr es beschrieben habt!?

Ich denke die Anhänge spiegeln die Erklärung gut wieder. Bitte berichtigt mich sollte ich falsch liegen damit.

Lg. Michael

8.PNG

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Hi,

ich finde das auch immer schwierig zum Vorstellen. ;)
Die Bilder sind übrigens klasse.

Meine vielleicht hilfreiche Anmerkungen:

1. die durch den FS umgelenkte optische Achse des HS muss unbedingt mit der optischen Achse des OAZ übereinstimmen, sonst gibt es Verkippungen. Das ist die wichtigste und eigentlich einzigste Bedingung.

2. Ob der FS die optische Achse des HS um 90 Grad oder mehr oder weniger umlenkt, ist überraschenderweise egal. Dh. der OAZ muss nicht zwangsläufig senkrecht auf dem Tubus stehen.
Man kann sich das auch in den Bildern sehr einfach dadurch klar machen, dass man sich den Tubus erstmal wegdenkt, dann stimmt weiterhin alles und dann irgendeinen anderen, völlig quer stehenden Tubus vorstellt. Solange der OAZ und der HS an der gleichen Position sind, sind die optischen Bedingungen weiterhin erfüllt und es ist egal was für einen Tubus man sich vorstellt.

3. Im Bild 2 ist die Bedingung der übereinander fallenden Achsen des OAZ und des HS erfüllt. Das muss erhalten bleiben.
Was kann man jetzt noch am FS ändern, ohne dass diese Bedingung zerstört wird?
TaTa: ;)
Man kann den FS nur noch bezüglich seiner Spiegelebene schräg hin und herschieben.
Oder so ein ähnliches Gedankenexperiment wie in Punkt 2, man kann sich in dem Bild den FS erstmal wegdenken und dann irgendeinen gearteten, positionierten Fangspiegel wieder einzeichnen. Solange seine Spiegelebene mit der gezeichneten übereinstimmt ist die optische Bedingung erfüllt.

3. die Positionierung des FS, solange die optische Bedingung der übereinander liegenden Achsen von HS und OAZ, gewährleistet ist, verändert nur die Ausleuchtung des Felds und spielt eigentlich eine geringe Rolle. Aber man will selbstverständlich eine möglichst gleichmäßige und optimale und kein Licht verschenkende Ausleuchtung erreichen.
Um die korrekte Ausleuchtung geometrisch zu bestimmen kann man zB in Bild 2 in der Brennebene im OAZ ein gewünschtes Feld einzeichnen und dann einfach an den Endpunkten dieses Feldes entsprechende Strahlen einzeichnen. Diese Strahlen bestimmen dann die optimale Grösse und Position des FS.

Gruß
Peter

PS: Ich hoffe das war jetzt nicht alles zu offensichtlich und einfach. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, eine Ergänzung:

Punkt 3 geht auch noch einfacher, erstmal ohne eingezeichnete Umlenkung.

Man kann einfach ein gewünschtes Feld in der Brennebene des HS in Verlängerung senkrecht nach oben einzeichnen und dort die Randstrahlen konstruieren.
In dieses Bild kann man jetzt an irgendeiner Stelle auf der Achse des HS einen Spiegelfläche (mit einem beliebigen Um/Auslenkwinkel, aber wahrscheinlich 90 Grad) mit einem gewünschten OAZ einzeichnen.
Das was die Randstrahlen aus dieser Spiegelfläche/ebene herausschneiden ist dann der optimale FS.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,
ja der Punkt 3 ist super zum optimieren.
Hab das gleich mal in meinem Programm fest gehalten zur Ansicht.

Hier kann man sehen das meine 16mm ausgeleuchtetes Feld, eigentlich gar nicht voll genutzt werden können, weil der Korrektor abschattet.
Wenn ich das jetzt optimal auslegen will, wäre ich sogar besser dran einen kleineren FS zu verwenden wo die Strahlen vollständig die Innenseite des Korrektors passieren ohne den Rand zu berühren. Somit weis ich ganz genau wie groß mein Feld ist und dieses wird dann auch nicht mehr abgeschattet und ich hab obendrein noch weniger FS Abschattung.

Gehst du da mit meiner Ansicht konform?

Punkt 3.PNG


Punkt 3 Perspektive.PNG

hier kann man gut sehen wo die Strahlen vom Korrektor an der Außenseite blockiert würden.
 
Hi Michael,
im Prinzip schon.

Aber leider ist es mit Korrektor komplizierter, da man dann nicht mehr von der einfachen geometrischen Konstruktion mit geraden Randstrahlen ausgehen kann. Ich muss gestehen da habe ich keine Erfahrung. Man müsste die interne Konstruktion des Korrektor mit all seinen Linsenebenen/gruppen berücksichtigen.

Aber wenn natürlich gleich schon am Anfang eine Abschattung nur durch das Rohr passiert bei angenommener "normaler" Brennebene, dann sollte das wohl vermieden werden.

Ah, ich habe eine Idee:
Der Korrektor verschiebt ja die Brennebene. Wenn man jetzt die Konstruktion mit den Randstrahlen einfach mit der verschobenen Brennebene macht, dann sollte das besser passen. Ist jetzt aber nur eine Vermutung.

Gruß
Peter
 
Ich hab mir das mal angesehen mit nen 75mm FS. Der ist schon weit innerhalb des Gehäuses vom Korrektor und bringt auch nur noch ~ 7,5mm Ausleuchtung. Das will ich dann doch nicht in kauf nehmen und der 80 mm FS macht das Kraut auch nicht mehr fett. Außerdem hab ich ja auch noch 5mm Fokussierweg nach oben womit ich mit den 82 mm fast innerhalb des Randes vom Korrektor bin. Denke der 82 iger ist schon eine gute Lösung.
 
Hallo,

ich blicke da noch nicht richtig durch. Wie funktioniert das mit der 100% Ausleuchtung zb.10mm. Wenn ich mit einem bestimmten Okular XY in den Focus kommen will zb. intrafokal.
Ich beobachte mit dem Okular was in dem Lichtkegel vom Hauptspiegel liegt. Da kann man ja nichts ändern.

Mfg,Kurt
 
Wie sich das 100% ausgeleuchtete Feld bei einem Okular verhält auswirkt kann ich leider nicht beurteilen.
Bin nur auf der Fotografischen Seite unterwegs. Aber vielleicht gibt es jemanden der da mehr Ahnung hat.
 
Hi Kurt,
ich blicke da noch nicht richtig durch. Wie funktioniert das mit der 100% Ausleuchtung zb.10mm. Wenn ich mit einem bestimmten Okular XY in den Focus kommen will zb. intrafokal.
ich bin da jetzt auch nicht der Optik-Fachmann, aber ich denke für Okulare kann man die geometrische Herleitung des ausgeleuchteten Feldes über die Randstrahlen anwenden.

Okulare sind ja eigentlich nur Lupen, die das erzeugte virtuelle Bild des HS in der Brennebene für den Betrachter vergrössern.

Allerdings verstehe ich deinen Hinweis nicht mit dem "in den Fokus kommen" und intrafokal. Das erzeugte virtuelle Bild des HS ist völlig unabhängig vom Okular und in diesem Bild wirkt die korrekte oder nicht ganz korrekte Ausleuchtung.

Gruß
Peter
 
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