Hallo in die Runde,
zur Zeit sind die Beobachtungsmöglichkeiten wetterbedingt bei uns hier (NRW) ja eher mau. Letzte Nacht gab es aber größere halbwegs klare Phasen und so habe ich das Glück mal heraus gefordert.
Leider ist von meiner Gartensternwarte aus der Himmel in Ostrichtung bis auf etwa 30° Höhe durch unser Haus verdeckt. Also wurde gegen 1h30 eine Rollade auf der Ostseite hoch gezogen und erst mal mit dem 8x40 Fernglas vorsondiert. Ich bin mir sicher, dass ich den Kometen im Gesichtsfeld hatte, konnte ihn aber wegen der Lichtverschmutzung in der Richtung nicht erkennen. Deshalb habe ich auf meinen kleinen 70mm/f6 ED-Refraktor hoch gerüstet, aber auch damit war nichts zu sehen :-(.
Also erst mal bis nach 3h gewartet und dann mit dem Feldstecher raus in den Garten. Ich konnte ihn noch immer nicht erkennen, aber von der Position her müsste es jetzt aus der Sternwarte gehen. Also rein ins Haus und die Kamera startklar machen. 15 Minuten später war ich wieder draußen, aber der Himmel dicht :-(
Trotzdem habe ich die Kamera auf die Montierung gesetzt und nach einem Blick auf die IR-Wolken Info im Netz beschlossen auf zu bleiben.
Es hat dann bis 5h30 gedauert bis ich eine passende, aber leider kurze Wolkenlücke geschenkt bekam.
Leider kam ich auf nur 4 Minuten und 15 Sekunden Gesamtbelichtungszeit, die Aufnahme ist also ziemlich verrauscht. Trotzdem bin ich froh es probiert zu haben. Hier das Resultat:
EOS 450D bei 800 ASA, 135mm/3,5 Zeiss Sonnar @ B3,5, auf Vixen SP-DX
17 x 15 Sekunden.
Die Aufnahme ist beschnitten, da ich wegen der kurzen Gesamtbelichtungszeit die Bilder vom Zentrieren des Kometen mit hinzu genommen habe. Außerdem wurde auf 66% verkleinert.
Ansonsten nur Histogramm eingegrenzt, keine Gamma-Manipulation, keine Rauschfilterung.
Kurzum: Kein Foto für den Schönheitswettbewerb aber "im Kasten"

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Viele Grüße & CS,
Reinhard