Erfahrungen mit "Omegon Fernglas Argus 11x70"

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Rhenium

Mitglied
Hallo zusammen. Ich habe ja bereits schon eine Frage bezüglich des "APM 12x50 Magnesium ED Apo" gestellt. Danke an dieser Stelle noch einmal für die vielen hilfreichen Antworten.
Da dies erst mein zweiter Beitrag ist, möchte ich diese Gelegenheit nachholen mich kurz vorzustellen.

Ich bin Tim aus Bonn und von der Natur und all ihren Facetten seit jeher begeistert. Eigentlich habe ich mir seit Jahren immer wieder vorgenommen öfter mal in den Himmel zu schauen. Kürzlich bin ich für die Perseiden erstmal ein Stückchen gefahren um mir das Schauspiel mit etwas mehr Ruhe anzusehen. Was habe ich all die Jahre verpasst. Als ich dann ein sehr beeindruckendes Video bei Youtube gesehen habe war klar, dass ein optisches Gerät zur Himmelsbeobachtung her muss. Die Pferde sind schnell mit mir durchgegangen, als ich dann die fantastischen Bilder von "Astrobiscuit" bestaunt habe. Eine gewisse Lebenserfahrung hat mich dann aber zum Glück ausgebremst. Ganz klar ist hier für den Anfang viel zu viel Frustrationsporential gegeben. Als ich dann über einen großartigen Bericht über die Freude, die ein Fernglas bereiten kann gestolpert bin, war die Sache klar. Ich bin mir sicher, dass ich viel eher mal schnell das Fernglas schnappen werde, wenn sich denn eine Gelegenheit bietet, als mühsam und ohne jegliche Vorerfahrung ein teures Teleskop aufzubauen, dass dann am Ende im Keller verstaubt. Soviel zu meiner Geschichte.

Da ich mir nun ein altes Zeiss-Glas (8x30) aus DDR-Zeiten leihen konnte, sind die ersten Gehversuche, sofern denn die Wolkendecke gnädig ist, in greifbarer Nähe.

Nun zu meiner Frage. Ich habe ein recht preisgünstiges gebrauchtes "Omegon Fernglas Argus 11x70" im Blick. Leider konnte ich dazu noch keine Erfahrungsberichte finden. Nur zu einem Lunt 11x70 konnte ich ein paar positiv gestimmte Sätze lesen. Kann jemand etwas zu dem Glas oder generell zur Qualität von Omegon Argus Gläsern berichten?

Da ich hierfür dann auch ein Stativ bräuchte, besteht die Frage, ob es eine günstige Übergangslösung mit einem Einbeinstativ gäbe. Ein kurzes Beratungsgespräch mit einem Fachhändler lag in der Größenordnung von ca. 350€ mit folgendem Aufbau:
Leofoto 2-Wege-Neiger BV-1R
Omegon Metall-Fernglas-Stativadapter Porro-Version
Manfrotto Aluminium-Einbeinstativ MVMXPROA4

Danke vorab und Grüße aus dem wolkigen Bonn
 
Das Glas kenne ich nicht, aber die 'Daten' lassen schon mal folgendes erkennen: 11x70 hat eine Austrittspupille, wie sie nur in sehr dunklen Gegenden gewinnbringend eingesetzt werden kann. An aufgehellten Orten wird der streubelichtete Himmelshintergrund so stark aufgehellt, dass kontrastbedingt Objekte regelrecht absaufen können. (Ich hab ein Fuji 7x50, das ist mittlerweile auch nicht mehr vot Ort gut einsetzbar.) Weiterhin gibt wie öfters schon gesehen, Omegon die Lage der AP nicht an - das kann dennoch auch für Brillenträger ausreichend sein, muss dann jedoch vorher erfragt werden, oder man orientiert sich am Lunt, welches ja offenbar 'vom gleichen Band fällt'. Das angegebene scheinbare Gesichtsfeld ist mit 52° ehr noch im Bereich Tunnel, muss man wissen ob man das mag; so ab 60° wäre es für mich schon angenehmer. Die Randschärfe, welche bei Sternbeobachtung m.E. wichtiger ist als bei Tagbeobachtungen, muss man eben von anderen erfragen, so ab 80% richtig scharf ist's schon gut - mehr ist immer besser. Ohne fundierte Vergleichstests ist es immer schwierig, vllt. gibt es ja Berichte auf Cloudy Nights für das entsprechende Lunt. In der Preisklasse kann man schon was erwarten, vllt. hat ja APM auch noch sowas, dann eher mal an 10x50 denken, wg. der universelleren AP von 5mm.
Hab jetzt auch die Specs gefunden: 4,8° ist natürlich für ein 11x nicht toll, aber es hat ja auch nur ein sGF von 52°. Die Lage der AP mit 23mm ist ähnlich meinem FMT, das ist eigentlich schon zu weit, da müssen die Augenmuscheln schon stabil sein und gut abstehen, dass man da noch Kontakt bekommt. Ist aber individuell verrschiden, geht das Glas weit in die Augenhöhle, dann passt das wieder.

cs Manfred
 
Danke Manfred! Das hilft weiter. Da sind natürlich viele "abers" auf die du mich aufmerksam gemacht hast. Interessant ist eben der relativ niedrige Preis von 360 €, da es gebraucht und dennoch mit Gewährleistung angeboten wird. Es würde also eher für Ausflüge oder Urlaube in Frage kommen.
Das 8x30er kann ich immerhin recht gut halten, wie sich gestern herausgestellt hat. Sind natürlich ganz andere Größenordnungen als bei einem 11x70 mit 2,3 kg. Auch fragen wie die Lage der AP hatte ich gar nicht richtig auf dem Schirm. Gut zu wissen. Ich schau mal, ob ich was bei Cloudy Nights finde.

Gruß
Tim
 
Hallo Tim,
von einem Einbeinstativ für Astro würde ich eher Abraten. Um wirklich etwas sehen zu können, muss das Glas stabil gehalten werden. Für Tagbeobachtungen mag das funktionieren, zumal man da im Normalfall nicht so weit nach oben schaut, aber für den Nachthimmel ist das eher suboptimal. Ich habe allerdings keine Erfahrung mit solchen Einbeinstativen... ;)
Die Wahl des Neigers ist eine Frage der persönlichen Vorliebe. Ich selbst habe einen Getriebeneiger fürs Fernglas, damit kann ich besser Nachführen als mit einem Fluidneiger.
Grüße Rainer
 
Hallo Tim,
von einem Einbeinstativ für Astro würde ich eher Abraten. Um wirklich etwas sehen zu können, muss das Glas stabil gehalten werden. Für Tagbeobachtungen mag das funktionieren, zumal man da im Normalfall nicht so weit nach oben schaut, aber für den Nachthimmel ist das eher suboptimal. Ich habe allerdings keine Erfahrung mit solchen Einbeinstativen... ;)
Moin Rainer,

dass funktioniert schon, ich hatte jahrelang ein Fuji 16x70 auf dem Einbein und der Gewinn gegenüber freihand ist enorm.

Der Unterschied, bei freihand zittern die Sterne, mit Einbein gibt es höchstenfalls ein leichtes Schwanken, mit der richtigen Technik kann man es aber auch fast nahezu ruhig halten!
Was stimmt ist die Zenitbeobachtung, aber da verrenkt man sich mit einem Stativ auch den Hals, Videoneiger kann man auch beim Einbein verwenden.

Der Vorteil ist halt man ist flexibler, ein Einbein ist auch günstiger als ein Stativ, die Beobachtung bis ca. 15x ist durchaus noch sinnvoll, im Zweifel müsste man es halt ausprobieren ob man mit so einem Teil klarkommt, ich verwende es sehr oft.

Andreas
 
Hallo,

bei Ferngläsern habe ich etliche Versuche mit Stativen, Einbeinstativen, amerikanische Krücken als Ersatz gemacht. Inzwischen nutze ich öfter einen Zweibein Selbstbau. Das ist deutlich stabiler als das Einbein und hat fast nichts gekostet.
Jetzt muss ich gleich wieder arbeiten; ich versuche morgen mal ein aussagekräftiges Foto einzustellen.

CS Gerhard
 
Hallo Andreas,
wenn sich das in der Praxis bewährt hat, ist ja alles gutdann nehme ich alles zurück und Behaupte das Gegenteil :) - ich habe halt nur ein "normales" Stativ und kome damit gut zurecht...
Einen Fluidneiger hatte ich mal, aber mit dem Getriebeneiger komme ich besser klar. Allerdings sitzt da auch ein 25x100 drauf...

Grüße Rainer
 
Hallo Andreas,
wenn sich das in der Praxis bewährt hat, ist ja alles gutdann nehme ich alles zurück und Behaupte das Gegenteil :)
Hallo Rainer,

ist halt individuell unterschiedlich, man sollte es selber ausprobieren!
Ein "normales" Stativ ist natürlich nochmal stabiler, für längere Beobachtungen sicher das Mittel der Wahl, aber mit Einbein bekommt man das Fernglas schon relativ wackelfrei, hoch im Zenit ist halt immer etwas suboptimal.
Allerdings sitzt da auch ein 25x100 drauf...
O.K. dass wäre dann mit Einbein eine echte Herausforderung...:giggle:

Andreas
 
Moin Rainer,

dass funktioniert schon, ich hatte jahrelang ein Fuji 16x70 auf dem Einbein und der Gewinn gegenüber freihand ist enorm.

Der Unterschied, bei freihand zittern die Sterne, mit Einbein gibt es höchstenfalls ein leichtes Schwanken, mit der richtigen Technik kann man es aber auch fast nahezu ruhig halten!
Was stimmt ist die Zenitbeobachtung, aber da verrenkt man sich mit einem Stativ auch den Hals, Videoneiger kann man auch beim Einbein verwenden.

Der Vorteil ist halt man ist flexibler, ein Einbein ist auch günstiger als ein Stativ, die Beobachtung bis ca. 15x ist durchaus noch sinnvoll, im Zweifel müsste man es halt ausprobieren ob man mit so einem Teil klarkommt, ich verwende es sehr oft.

Andreas
Danke Andreas, das stimmt mich hoffnungsvoll. Das wäre also auch eine Option ohne 2-Wege-Neiger? Dann könnte ich etwas Stabilität finanzieren :)
 
Hallo,

bei Ferngläsern habe ich etliche Versuche mit Stativen, Einbeinstativen, amerikanische Krücken als Ersatz gemacht. Inzwischen nutze ich öfter einen Zweibein Selbstbau. Das ist deutlich stabiler als das Einbein und hat fast nichts gekostet.
Jetzt muss ich gleich wieder arbeiten; ich versuche morgen mal ein aussagekräftiges Foto einzustellen.

CS Gerhard
Das klingt sehr spannend. Freu mich auf ein Bild!
 
Hallo,

jetzt habe ich mich nach Reparaturarbeiten aufgerafft und mein Bipod fotografiert und bei den Bildern noch ein altes in Anwendung gefunden.

Damit man die Größenverhältnisse abschätzen kann, sieht man das Ding zusammen mit einem meiner Wartestühle für die Praxis und einem neuzeitlichen Fernglas (Serviervorschlag, nicht im Angebot enthalten, so heißt das immer in den Discounter Prospekten). Im Anwendungsbild beobachte ich die Sonne mit einem Zeiss 6x30.

Als Beine dienen 2 Stativbeine von einem alten 60/700 Billigrefraktor (Schrottkiste). Die Fernglasauflage ist ein Stück Dachlatte durch Heizungsrohr Isolation hand- und Fernglasfreundlich gestaltet. Stabilisiert wird der Rahmen durch eine weiter waagrechte Latte (ehemals Teil eines Lattenrostes).

Der Rahmen wurde mit Absicht so breit gestaltet, dass der Stuhl (auch ein schmaler Klappstuhl mit verstellbarer Lehne) dazwischen passt. Verschiedene Beobachtungshöhen werden erreicht, indem die Füße näher oder etwas weiter weg gerückt werden. Die seitliche Stabilität ist deutlich besser als beim Einbeinstativ, bei dem man das Stativbein durch einklemmen zwischen den Beinen zu stabilisieren versucht. Wenn die Augenmuscheln des Fernglases an die Augen angelehnt werden und die Rückenlehne genutzt wird, lässt sich auch das vertikale Zittern weitgehend unterdrücken. Auf dem Anwendungsbild habe ich die Ellenbogen seitlich; noch stabiler wird das ganze, wenn man die Arme innerhalb des kleinen Rahmens aus Stativbeinen und Lattenrost Leiste aufspannt. Das ist aber weniger gemütlich.
Durch Auflegen des Fernglaskörpers auf der gepolsterten oberen Leiste ist dessen Gewicht weitgehend von den Armen genommen. Selbst mit meinem M17 Fernglas aus dem 2. Weltkrieg, das knapp 2,5 kg auf die Waage bringt, werden die Arme nicht müde.

Das ganze Konstrukt ist sehr leicht. Stuhl und Gestell lassen sich wesentlich leichter verrücken als dies bei der Benutzung eines 3 Bein Statives möglich ist. Bei geschickter Auswahl des Materials lässt sich so was locker unter € 10,- realisieren.

CS und viel Spaß beim Basteln Gerhard
 

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Hallo Gerhard,

das ist ja fast schon ein Dreibeinstativ. Das 3. " Bein " ist die Stuhllehne, daß die Kombi gut ist, glaube ich sofort.

Von Einbeinstativen rate ich generell ab. Zu Zeiten der anlogen Fotografie, als noch die Regel galt, längste Belichtungszeit = 1/ Brennweite habe ich mir eines gekauft. Ich wollte mein Dreibein nicht immer mitnehmen. Das Einbein hat mir genau eine Verdopplung der Belichtungszeit gebracht, also beim 500er Tele eine 1/250 Sekunde, längere Zeiten waren verwackelt. Mein Einbein liegt seit 30Jahren unbenutzt im Schrank.

Der Sinn von Einbeinstativen liegt meiner Meinung nach darin, Dir das Tragen abzunehmen. Z.B., wenn du am Sportfeld stehst und dauernd die Spieler im Visier hast, gegen verwackeln hilft es nur bedingt.

Zur Zenitbeobachtung wurde schon alles gesagt. Große Einbeinstative , also hohe, sind selten und teuer.

Es gibt aber auch Zwitter : PS | sirui . Sehr teuer

Gruß Uwe
 
Von Einbeinstativen rate ich generell ab. Zu Zeiten der anlogen Fotografie, als noch die Regel galt, längste Belichtungszeit = 1/ Brennweite habe ich mir eines gekauft. Ich wollte mein Dreibein nicht immer mitnehmen. Das Einbein hat mir genau eine Verdopplung der Belichtungszeit gebracht, also beim 500er Tele eine 1/250 Sekunde, längere Zeiten waren verwackelt. Mein Einbein liegt seit 30Jahren unbenutzt im Schrank.
Hallo Uwe,

so apodiktisch würde ich es nicht ausschließen, vielleicht hattest du ja auch die falsche Haltung?

Ich habe mit meinem 300mm Tele und 1,4x Konverter durchaus brauchbare Ergebnisse erzielt, allerdings Digital da hat man ja auch mehr Fehlversuche!;)

Grundsätzlich ist ein normales Stativ natürlich stabiler und wer über längere Zeit komplett wackelfrei beobachten möchte dem würde ich das auch empfehlen, dennoch stabilisiert ein Einbein Ferngläser mit höherer Vergrößerung schon ungemein.
Mein SLC 15x56 ist freihand nicht zu gebrauchen, zumal bei Sternenbeobachtung, mit Einbein geht das ganz gut, wenn auch nicht komplett schwankungsfrei, aber ein Fernglas ist ja auch keine Knipse.

Ich denke man muss es selbst probieren, die Einen kommen mit klar, die Anderen nicht, es ist immer auch eine Frage wie flexibel man sein möchte oder muss, ein Einbein hat schon seine Berechtigung, kann ein Dreibein aber nicht komplett ersetzen.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

jetzt habe ich mich nach Reparaturarbeiten aufgerafft und mein Bipod fotografiert und bei den Bildern noch ein altes in Anwendung gefunden.

Damit man die Größenverhältnisse abschätzen kann, sieht man das Ding zusammen mit einem meiner Wartestühle für die Praxis und einem neuzeitlichen Fernglas (Serviervorschlag, nicht im Angebot enthalten, so heißt das immer in den Discounter Prospekten). Im Anwendungsbild beobachte ich die Sonne mit einem Zeiss 6x30.

Als Beine dienen 2 Stativbeine von einem alten 60/700 Billigrefraktor (Schrottkiste). Die Fernglasauflage ist ein Stück Dachlatte durch Heizungsrohr Isolation hand- und Fernglasfreundlich gestaltet. Stabilisiert wird der Rahmen durch eine weiter waagrechte Latte (ehemals Teil eines Lattenrostes).

Der Rahmen wurde mit Absicht so breit gestaltet, dass der Stuhl (auch ein schmaler Klappstuhl mit verstellbarer Lehne) dazwischen passt. Verschiedene Beobachtungshöhen werden erreicht, indem die Füße näher oder etwas weiter weg gerückt werden. Die seitliche Stabilität ist deutlich besser als beim Einbeinstativ, bei dem man das Stativbein durch einklemmen zwischen den Beinen zu stabilisieren versucht. Wenn die Augenmuscheln des Fernglases an die Augen angelehnt werden und die Rückenlehne genutzt wird, lässt sich auch das vertikale Zittern weitgehend unterdrücken. Auf dem Anwendungsbild habe ich die Ellenbogen seitlich; noch stabiler wird das ganze, wenn man die Arme innerhalb des kleinen Rahmens aus Stativbeinen und Lattenrost Leiste aufspannt. Das ist aber weniger gemütlich.
Durch Auflegen des Fernglaskörpers auf der gepolsterten oberen Leiste ist dessen Gewicht weitgehend von den Armen genommen. Selbst mit meinem M17 Fernglas aus dem 2. Weltkrieg, das knapp 2,5 kg auf die Waage bringt, werden die Arme nicht müde.

Das ganze Konstrukt ist sehr leicht. Stuhl und Gestell lassen sich wesentlich leichter verrücken als dies bei der Benutzung eines 3 Bein Statives möglich ist. Bei geschickter Auswahl des Materials lässt sich so was locker unter € 10,- realisieren.

CS und viel Spaß beim Basteln Gerhard
Danke Gerhard! Das ist mal eine kreative Lösung die umsetzbar und praktikabel erscheint. Top! :-)
 
Also einen Neiger würde ich schon empfehlen, ansonsten wird es Richtig Zenit echt ungemütlich...;)

Andreas
die Hoffnung stirbt zuletzt und es gibt ja auch noch die Alternativvariante von Gerhard :) Ich habe mir das Omegon Argus bestellt und es heute Abend mal getestet. Scheint tatsächlich eine weile machbar zu sein. Ich habe keinen guten Vergleich mit zeitgenössischen Gläsern, aber ich von vom Bild beeindruckt.
 
Hallo Tim,
Das Lunt 11 x 70 Fernglas habe ich gegen das Celestron 10 x 70 Echelon getestet. Das Lunt wiegt 1,968 kg. Das Celetron 1,85 kg. Das Omegon wiegt 2,3 kg.
Wer sich für diese Gewichtsliga entscheidet, sollte sich ein 3 Bein Stativ zulegen. Es hat den Vorteil, dass das von Dir anvisierte Objekt immer im Focus bleibt,
auch, wenn Du die Position nicht mehr halten kannst ( niesen oder...) . Die Arme werden auch nicht mehr lahm, weil man ja auch immer etwas ausgleichen muss.
Ich habe mich für das Celestron entschieden, weil hier ein klares Bild bis zum Rand ist. Wie es bei dem Omegon ist, weiss ich nicht. Ich, habe mir ein Stativ gekauft, was für meine Körpergröße passend ist. So kann man entspannt in den Himmel sehen und braucht nichts zu korrigieren, selbst wenn man mal niesen muss. Danach brauchst Du dein Objekt nicht wieder "suchen" . Das ist bei einem Einbeinstativ eben anders. Deshalb ist es aus meiner Sicht auf Dauer nicht der Knaller . Habe den Beitrag erst jetzt gelesen und hoffe, er hilft Dir bei einer Entscheidung. Sollte es zu spät sein, so hilft es vielleicht anderen.
Gruß Rainer
 
Hallo,
warum sich nicht mal auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Ich habe für unter 200 Euro ein gebrauchtes GITZO-Stativ mir Kurbelsäule erstanden.
Zusammen mit einem vernünftigen Fluidneiger komme ich zwar so auch auf etwa 350 Euro, erhalte so aber eine wirklich stabile Kombination.
Ein Stativ mit Kurbelsäule ist zudem besonders im Astro-Bereich extrem Komfortabel.
Über gebrauchte Stative gibt es doch hier im Forum auch schon sehr gute Beiträge.
Gruß Ralf
 
Hallo Ralf,
Ob es jetzt schon angebracht ist, bei einem Fernglasgewicht von 2,3 kg ein Stativ mit Kurbelgehäuse zu empfehlen, weiss ich nicht. Denn das Gewicht , geht ja
schon in Richtung vom Gewicht des Fernglases. Bei einem Teleskope ist es ja was anderes. Vielleicht meldet sich ja Tim nochmal :).
Gruß Rainer
 
Hallo Rainer,
das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Aber bevor ich 350,- für ein Einbeinstativ mit Fluidkopf ausgeben würde, würde ich eher zu so etwas greifen.
Ob man nun ein Stativ mit oder ohne Kurbel verwendet ist natürlich ebenfalls Geschmackssache. Ich persönlich möchte es nicht mehr missen!
Zudem wäre da noch Luft nach oben (größeres Fernglas, kleines Teleskop, Bino) und das für einen vertretbaren, und im Falle des Falles bei einem Verkauf wieder erzielbarem Preis. Für mich ist (und hier werden mir sicher viele zustimmen) der Unterbau ebenso wichtig, wie die Optik.
Wer die Wahl hat hat die Qual, wie so oft! :oops:

Gruß Ralf
 
Hallo zusammen!

Mittlerweile hat sich meine Frage geklärt.
Besten Dank für die vielen hilfreichen Rückmeldungen!

Gruß
Tim
 
Hallo Ralf,
Ob es jetzt schon angebracht ist, bei einem Fernglasgewicht von 2,3 kg ein Stativ mit Kurbelgehäuse zu empfehlen, weiss ich nicht. Denn das Gewicht , geht ja
schon in Richtung vom Gewicht des Fernglases. Bei einem Teleskope ist es ja was anderes. Vielleicht meldet sich ja Tim nochmal :).
Gruß Rainer
Doch, eine Kurbel erhöht den Beobachtungskomfort enorm. Die Verschiebung über eine Mittelsäule ohne Kurbel ist dahingegen suboptimal, auch wenn das Stativ mit gut dimensionierter MS das Gewicht locker trägt. Ich hab für Orni ein 85er DiaScope, welches etwa dem Gewicht des genannten FG entspricht, auf einem 3er Gitzo mit Mittelsäule (3530). Natürlich hat das Stativ die richtige Höhe für das Vogelgucken (d.h. für mich, Okular in Augenhöhe bei voll ausgezogenen Beinen). Die MS ist halt für nicht oft vorkommende Überflüge (z.B. von Greifvögeln), da ist die MS auch ganz praktisch. (Ein für's kleine Spektiv (Opticron 60) angeschaffte 2er Gitzo Systematic (ohne MS) hat diesbezüglich merkliche Einschränkungen, ist aber sonst sehr gut nutzbar.)
Was jedoch die MS des 3er mit dem Spektiv betrifft, nervt das Geschiebe schon - ist aber unabdingbar, nicht häufig, und muss v.a. nicht exakt positionierbar sein; ein Zentimeter mehr oder weniger ist bei der per se unkomfortablen Beobachtungshaltung ohne Belang. Bei Sternen sehe ich das ganz anders: auch mit Neiger ist es für das Beobachten ungemein angenehm, die Höhe nach den eigenen Bedürfnissen genau einzustellen. Wer einmal mit Kurbelsäuke gearbeitet hat, kennt das. Dass Kurbelkonstruktionen schwerer und aufwändiger (vulgo: teurer) sind, liegt in der Konstruktion. Und bei mehr als einem 2kg-Glas sind sie m.E. eh nicht mehr wegzudenken. Mein APM100 ohne Kurbel - no way.
Welche Kurbeln da was taugen, oder was man bereit ist auszugeben, muss man selbst entscheiden. Ich würde es mal mit dem Berlebach Report mit der 25mm-KS probieren.

cs Manfred
 
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