APM 12x50 Magnesium ED Apo für Anfänger Ohne Stativ

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Rhenium

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Hallo zusammen,
mein erster Beitrag. Ich bedanke mich für die Aufnahme und freue mich erste Gehversuche in diesem faszinierenden Hobby zu machen. Ich habe immer wieder daran gedacht mir ein Teleskop oder Fernglas zuzulegen, aber mich nie mit dem Thema eingehender auseinander gesetzt. Nun steht der Entschluss, dass es ein Fernglas werden soll und zwar eines, was recht solide ist und mich ein paar jahre begleiten soll.

Leider habe ich nicht die Möglichkeit zeitnah verschiedene Gläser zu testen und nun will ich mir vor dem heiß ersehnten Urlaub endlich ein Fernglas gönnen. Mein Budget liegt bei knapp unter 400€.

Nach meinen bisherigen Recherchen schien mir ein 10x50er ideal zu sein. 15x70er sollen ja ohne Stativ definitiv zu unruhig sein. Um überhaupt einen brauchbaren Eindruck zu bekommen werde ich mir zunächt ein paar 8x30 DDR Zeiss Gläser leihen - etwas anderes bekomme ich leider nicht.

Ich habe gesehen, dass es bei APM 12x50 Magnesium ED Apo für ca. 359,00 € gibt. 7x50 wäre mir definitif zu wenig. Leider sind die 10x50 dort ausverkauft und sonst deutlich teurer. Nun sagte man mir, dass 12x50 ohne Stativ noch gut machbar wäre.

Was meint ihr? Sind diese Gläser sinnvoll oder gibt es bessere Alternativen?

Viele Grüße

Tim
 
Hallo Tim, herzlich Willkommen!

Ich denke das 12x50 ED ist ne wirklich gute Basis.

Mir persönlich sind 10x schon zu wackelig, vor allem wenn das Glas ein gewisses Gewicht hat.
Man kann sich mit anlehnen oder aufstützen etwas helfen.
Aber ich denke ein günstiges Stativ sollte sich für kleines Geld finden lassen, es muss ja nicht gleich sein.

Grüße Jochen
 
Hallo Tim,

du könntest auch erst mal das Budget etwas schonen und ein Nikon Action Ex 10x50 nehmen. Das ist lieferbar und wird an vielen Stellen hoch gelobt (findest du leicht über die Suchfunktion).
Ich selbst bin vor gar nicht allzu langer Zeit in die Fernglas-Astronomie auch mit einem 10x50 eingestiegen. Ich habe ein sehr gut erhaltenes Zeiss (Jena) Dekarem bei Ebay-Kleinanzeigen entdeckt. Das ist auf jeden Fall auch super und auch deutlich unter 400€.

CS, Sebastian
 
Hi Tim,

erstmal Willkommen hier...:)

Ein 12x50 ist freihändig schon arg viel, m.E. zu viel.
Als Alternative zu einem Stativ würde ich ein Einbeinstativ empfehlen, ist flexibler und funktioniert bei 12x noch sehr gut.
Aber vielleicht solltest du grundsätzlich eher Richtung 8-10x gehen, größeres Gesichtsfeld, mehr Schärfentiefe und vor allem weniger Gewackel.

Übrigens, wenn du auch Naturbeobachtungen machen möchtest sind die APM weniger geeignet, es fehlt der Mitteltrieb.

Andreas
 
Ich halte auch 12x für entschieden zuviel f+r Freihand, selbst mit anlehnen wird das nach kurzer Zeit zittern, und das auch wg. des Gewichtes. Der Tremor ist bei den Menschen unterschiedlich, ich würde sogar ein 6x30 auf's Stativ packen und smooth durch die Felder schwelgen. Bin jeodhc auch ein Tatterich, und hab' 2009 mein 10x42 Trinovid vom seitdem tadellos funktionierenden Canon 10x42 IS die Viecher finden lassen (Orni). Bei kurzen Naturbeobachtungen kommen Vogelleute auch mit 12x klar, weil ja zumeist kurz nach der Art geschaut wird. Bei Sternbeobachtungen mit feinen Pünktchen stört m.E. jede Instabilität - Einbein mag noch gehen, wenn's nicht allzu hoch in den Zenit geht, ansonsten gehört das auf einen Videoneiger incl. Anschlussplatte. Da muss dann das Stativ auch weit ausfahrbar sein, sonst geht Zenit echt schwer bis gar nicht im Sitzen. Weit ausfahrbar heißt dann zumindest Augenhöhe im Stehen. Sowas isr nicht auf die Schnelle besorgt, und sollte gut ausgewählt sein, sowie der preisöiche Rahmen beachtet werden. Dann hat man aber auch viel länger Freude dran, als nur den Urlaub.
Naturbeobachtung ohne Mitteltrieb ist natürlich ausschließlich bei unbeweglichen Zielen möglich, z.B. Berge gucken. Der Hinweis mit dem Feld ist auch nicht zu unterschätzen, kein Vergleich mit 8x, geht aber irgendwie noch. Den Zugewinn an Grenzgröße erkauft man sich eben mit gleichzeitiger wahrer Feldeinbuße. Ein scheinbares Feld ist ab 60° angenehm zum Schauen, und kein Tunnel. Ich würde es mir auch wg. der Montierungsfrage also nochmal überlegen, und nichts überstürzen. Es konnen offenbar 8x geliehen werden, die würde ich mitnehmen, und dann in Ruhe entscheiden.

cs Manfred
 
Hallo Rhenium,

deine Wahl klingt ganz vernünftig. Hast du überhaupt schon mal mit einem Fernglas in den Himmel gesehen? Der Vergrößerungswahn wird von Anfängern völlig überschätzt (Ach, woher weiß ich das nur...). Mit meiner einjährigen Erfahrung würde ich nach dem Fernglaskauf gleich noch einen Klappstuhl mit Armlehne kaufen. Erst dann macht ein Fernglas wirklich sinn. Mit einem Stativ bist du nur am herumverstellen.
 
Beim genannten Klappstuhl begrenzt natürlich die Länge der Unterarme den erreichbaren Höhenbereich. Ist ok, wenn Sie ein Stativ nicht mögen, ich komme prima damit klar, weil es eine fast absolut ruhige Beobachtung ermöglicht. Ich nehme mir dann eben die (geschätzten) zwei Sekunden, um ggf. noch die Mittelsäule entsprechend zu verstellen, den Rest macht der Videoneiger. Im Prinzip 'herumverstelle' ich das Stativ überhaupt nicht.
 
Erstmal ein herzliches Dankeschön für die vielen detaillierten Hinweise und Ratschläge. Ich melde mich dazu noch ausführlicher aber der Konsens scheint ja schon klar weg zu gehen, von Vergrößerungen >10 ohne Stativ. Schade, irgendwie war ich drauf und dran zuzugreifen - aber noch reicht die Disziplin.

Ein paar Tage habe ich noch zum Überlegen, vielleicht tut sich ja derweil etwas Gebrauchtes auf. Bisher habe ich bei Ebay und co wirklich nichts Verlockendes gesehen - das mag aber auch an meiner Unkenntnis liegen. Die offensichtlich guten Geräte mit akzeptablem Zustand waren alle recht nah am Neupreis. Ohne Garantie und ohne Ahnung ist mir das leider zu riskant. Wenn aber jemand jemanden kennt, der was anständiges guten Gewissens für einen fairen Preis loswerden mag, gerne melden.

Sonst wäre ein Einbein tatsächlich noch ein ganz eleganter Ansatz.
 
Hallo Rhenium, auf Ebay Kleinanzeigen werden momentan zweimal das Canon 12x36 IS angeboten. Einmal für 399 - genau Dein Budget! - einmal 450. Beide Angebote beschreiben das Glas gut und zutreffend, lies die mal durch.

Ich kenne die Verkäufer jetzt nicht und will keine Haftung dafür übernehmen, dass eine solche Transaktion gut läuft. Aber ich kenne die Canon IS-Gläser und halte sie für freihändig unschlagbar am Nachthimmel für einen Anfänger, und tagsüber sehr beeindruckend. Mit interner Bildstabilisierung ist 12x eine gute Wahl - alles ist spürbar näher dran als mit 10x, das Feld von 5 Grad ist noch ordentlich. Bei 15x geht das Feld unter 5 Grad und fängt an, etwas einschränkend zu sein.

Du wirst total platt sein, was so ein Glas alles zeigt, und lange beschäftigt, bis Du alles am Nachthimmel gesehen hast, was damit geht.

Die ganze Stativfrage entfällt. Einziger Caveat: Der Sprung vom blossen Auge ist so gross, dass ich mir persönlich in Ergänzung ein 6x-Glas mit 10 Grad Feld für die Orientierung wünschen würde. Sowas wie das Kowa BDII 6,5x32. Dafür wären nochmal 350 EUR fällig. Doch wenn Dich die Sache packt und zu einer langfristigen Beschäftigung wird, hast Du mit diesen beiden Gläsern ein solides Fundament das Dir lange Freude machen kann.

Und vielleicht noch 20 EUR ist das neue "Big Binoscout" im Oculum Verlag investieren - ein sehr guter Führer für die Himmelsbeobachtung mit Fernglas. Und trotz Stabilisierung den erwähnten Klappstuhl, eigentlich das Wichtigste, auch mit IS, da hat Astromax total recht :)

Gruss, Christopher
 
Wer bisschen zittriger ist (wie ich), der hat auch mit IS keine rechte Freude an den Sternen. Ganz ruhig bekommt man das vllt. mit den neuen Canonen, die haben ja noch ne zweite Stufe zum Stabilisieren. Ich sprech hier mit 12 Jahren Erfahrung mit dem 10x42, welches ich am Tage wunderbar zur Vogelbeobachtung nutzen kann, und welches das Trinovid gleicher Abmessung damals abgelöst hat. Die L-Optik (zumindest bei den Objektiven) sorgt für sehr präzise und zudem randscharfe Bilder mit gutem Feld bei Tagbeobachtungen (ich brauche kein weiteres Vogel-Glas mehr), aber nachts bin ich mit der Sternabbildung nicht zufrieden, und auch der Kontrast (nachts am Himmel) ist mit dem Leica BN besser. Ich denke auch, dass ein rein für den Nachteinsatz konzipiertes Glas (wie das APM), zumindest was die Sternabbildung angeht, geeigneter ist. Beim 10x-Canon bekomme ich die Sterne auch nicht ganz ruhig, da muss ich mich auch anlehnen oder setzen. Aber die reine Nicht-Punktabbildung stört mich mehr; als Vergleich hab' ich ein 7x FMTSX, das ist piekfein - aber nur auf Stativ.
Für 6x gibt es ja für etwas mehr als die Hälfte das APM 6x30, welches eigentlich überall bei Kritiken gut weg kommt - natürlich nicht ganz randscharf bei 9°. Aber wenn ich ein 12er führen müsste, hätte ich ein 6x noch zusätzlich dabei.

cs Manfred
 
Hallo Tim, herzlich Willkommen!

Ich denke das 12x50 ED ist ne wirklich gute Basis.

Mir persönlich sind 10x schon zu wackelig, vor allem wenn das Glas ein gewisses Gewicht hat.
Man kann sich mit anlehnen oder aufstützen etwas helfen.
Aber ich denke ein günstiges Stativ sollte sich für kleines Geld finden lassen, es muss ja nicht gleich sein.

Grüße Jochen
Hi Jochen, danke für deine Einschätzung. Beim Stativ bin ich jetzt nach einer Beratung bei "astroshop.de" insgesamt mit Montage bei ca 350€ gelandet.
Leofoto 2-Wege-Neiger BV-1R
Omegon Metall-Fernglas-Stativadapter Porro-Version
Manfrotto Aluminium-Einbeinstativ MVMXPROA4

Ich hatte mir da ganz andere Größenordnungen vorgestellt, kenne mich da noch gar nicht aus. Bei einem Einbeinstativ dachte ich auch eher an eine Art Teleskopstab mit einzelnem Gummifuß. So ist jedenfalls budgettechnisch erstmal nur Aufstützen möglich. Oder eben eine kleinere Vergrößerung.
 
Hallo Tim,

du könntest auch erst mal das Budget etwas schonen und ein Nikon Action Ex 10x50 nehmen. Das ist lieferbar und wird an vielen Stellen hoch gelobt (findest du leicht über die Suchfunktion).
Ich selbst bin vor gar nicht allzu langer Zeit in die Fernglas-Astronomie auch mit einem 10x50 eingestiegen. Ich habe ein sehr gut erhaltenes Zeiss (Jena) Dekarem bei Ebay-Kleinanzeigen entdeckt. Das ist auf jeden Fall auch super und auch deutlich unter 400€.

CS, Sebastian
Danke Sebastian, ich werfe mal einen Blick auf das Glas. Günstiger ist natürlich immer verlockend, ich möchte es allerdings dann auch ein paar Jahre behalten.
 
Hi Tim,

erstmal Willkommen hier...:)

Ein 12x50 ist freihändig schon arg viel, m.E. zu viel.
Als Alternative zu einem Stativ würde ich ein Einbeinstativ empfehlen, ist flexibler und funktioniert bei 12x noch sehr gut.
Aber vielleicht solltest du grundsätzlich eher Richtung 8-10x gehen, größeres Gesichtsfeld, mehr Schärfentiefe und vor allem weniger Gewackel.

Übrigens, wenn du auch Naturbeobachtungen machen möchtest sind die APM weniger geeignet, es fehlt der Mitteltrieb.

Andreas
Hey Andreas. Danke auch für deine Einschätzung. Die scheint ja vorzuherrschen. Aber man muss ja leider realistisch bleiben ... Wenn du eine Idee für ein günstiges Einbeinstativ hast, gerne Bescheid geben. :-)
 
Ich halte auch 12x für entschieden zuviel f+r Freihand, selbst mit anlehnen wird das nach kurzer Zeit zittern, und das auch wg. des Gewichtes. Der Tremor ist bei den Menschen unterschiedlich, ich würde sogar ein 6x30 auf's Stativ packen und smooth durch die Felder schwelgen. Bin jeodhc auch ein Tatterich, und hab' 2009 mein 10x42 Trinovid vom seitdem tadellos funktionierenden Canon 10x42 IS die Viecher finden lassen (Orni). Bei kurzen Naturbeobachtungen kommen Vogelleute auch mit 12x klar, weil ja zumeist kurz nach der Art geschaut wird. Bei Sternbeobachtungen mit feinen Pünktchen stört m.E. jede Instabilität - Einbein mag noch gehen, wenn's nicht allzu hoch in den Zenit geht, ansonsten gehört das auf einen Videoneiger incl. Anschlussplatte. Da muss dann das Stativ auch weit ausfahrbar sein, sonst geht Zenit echt schwer bis gar nicht im Sitzen. Weit ausfahrbar heißt dann zumindest Augenhöhe im Stehen. Sowas isr nicht auf die Schnelle besorgt, und sollte gut ausgewählt sein, sowie der preisöiche Rahmen beachtet werden. Dann hat man aber auch viel länger Freude dran, als nur den Urlaub.
Naturbeobachtung ohne Mitteltrieb ist natürlich ausschließlich bei unbeweglichen Zielen möglich, z.B. Berge gucken. Der Hinweis mit dem Feld ist auch nicht zu unterschätzen, kein Vergleich mit 8x, geht aber irgendwie noch. Den Zugewinn an Grenzgröße erkauft man sich eben mit gleichzeitiger wahrer Feldeinbuße. Ein scheinbares Feld ist ab 60° angenehm zum Schauen, und kein Tunnel. Ich würde es mir auch wg. der Montierungsfrage also nochmal überlegen, und nichts überstürzen. Es konnen offenbar 8x geliehen werden, die würde ich mitnehmen, und dann in Ruhe entscheiden.

cs Manfred
Hallo Manfred, danke für die ausführliche Antwort. Ich fürchte auch, dass ich nicht die ruhigsten Hände habe. Wenn es Spass macht, werde ich mir sicher zeitnah ein gutes Stativ holen. Vielleicht gibt es ja eine günstige Übergangslösung, sodass man die Montierungsfrage in Ruhe angehen kann. Leihen ist eine gute Option, allerdings habe ich mir jetzt auch einen 8x30er Zeiss-Oldtimer leihen können, mit dem ich (sofern der Himmel es mal zulässt) erstmal reinschnuppern kann.
 
Hallo Rhenium,

deine Wahl klingt ganz vernünftig. Hast du überhaupt schon mal mit einem Fernglas in den Himmel gesehen? Der Vergrößerungswahn wird von Anfängern völlig überschätzt (Ach, woher weiß ich das nur...). Mit meiner einjährigen Erfahrung würde ich nach dem Fernglaskauf gleich noch einen Klappstuhl mit Armlehne kaufen. Erst dann macht ein Fernglas wirklich sinn. Mit einem Stativ bist du nur am herumverstellen.
Hallo Astromax, sehr gute Idee mit dem Klappstuhl. ggf. habe ich da sogar etwas passendes. :-)
 
Hallo Rhenium, auf Ebay Kleinanzeigen werden momentan zweimal das Canon 12x36 IS angeboten. Einmal für 399 - genau Dein Budget! - einmal 450. Beide Angebote beschreiben das Glas gut und zutreffend, lies die mal durch.

Ich kenne die Verkäufer jetzt nicht und will keine Haftung dafür übernehmen, dass eine solche Transaktion gut läuft. Aber ich kenne die Canon IS-Gläser und halte sie für freihändig unschlagbar am Nachthimmel für einen Anfänger, und tagsüber sehr beeindruckend. Mit interner Bildstabilisierung ist 12x eine gute Wahl - alles ist spürbar näher dran als mit 10x, das Feld von 5 Grad ist noch ordentlich. Bei 15x geht das Feld unter 5 Grad und fängt an, etwas einschränkend zu sein.

Du wirst total platt sein, was so ein Glas alles zeigt, und lange beschäftigt, bis Du alles am Nachthimmel gesehen hast, was damit geht.

Die ganze Stativfrage entfällt. Einziger Caveat: Der Sprung vom blossen Auge ist so gross, dass ich mir persönlich in Ergänzung ein 6x-Glas mit 10 Grad Feld für die Orientierung wünschen würde. Sowas wie das Kowa BDII 6,5x32. Dafür wären nochmal 350 EUR fällig. Doch wenn Dich die Sache packt und zu einer langfristigen Beschäftigung wird, hast Du mit diesen beiden Gläsern ein solides Fundament das Dir lange Freude machen kann.

Und vielleicht noch 20 EUR ist das neue "Big Binoscout" im Oculum Verlag investieren - ein sehr guter Führer für die Himmelsbeobachtung mit Fernglas. Und trotz Stabilisierung den erwähnten Klappstuhl, eigentlich das Wichtigste, auch mit IS, da hat Astromax total recht :)

Gruss, Christopher
Hallo Christopher, interessanter Vorschlag! Allerdings ist das schon ein echt abgefahrenes Teil. Ich bin ja schon ein ziemlicher Fan von mechanischen Geräten und vermeide Batterien, wenn es irgendwie geht. Was ich zu der Canon gesehen habe, ist allerdings sehr beeindruckend. So wie ich mich kenne, ist das aber dann eher das zweite oder dritte Fernglas, wenn es wirklich Spass machen sollte. Auf jeden Fall eine interessante Idee und natürlich spannend so ein Gerät mal zu testen. Der "Big Binoscout" ist ein guter Tipp!
 
Wer bisschen zittriger ist (wie ich), der hat auch mit IS keine rechte Freude an den Sternen. Ganz ruhig bekommt man das vllt. mit den neuen Canonen, die haben ja noch ne zweite Stufe zum Stabilisieren. Ich sprech hier mit 12 Jahren Erfahrung mit dem 10x42, welches ich am Tage wunderbar zur Vogelbeobachtung nutzen kann, und welches das Trinovid gleicher Abmessung damals abgelöst hat. Die L-Optik (zumindest bei den Objektiven) sorgt für sehr präzise und zudem randscharfe Bilder mit gutem Feld bei Tagbeobachtungen (ich brauche kein weiteres Vogel-Glas mehr), aber nachts bin ich mit der Sternabbildung nicht zufrieden, und auch der Kontrast (nachts am Himmel) ist mit dem Leica BN besser. Ich denke auch, dass ein rein für den Nachteinsatz konzipiertes Glas (wie das APM), zumindest was die Sternabbildung angeht, geeigneter ist. Beim 10x-Canon bekomme ich die Sterne auch nicht ganz ruhig, da muss ich mich auch anlehnen oder setzen. Aber die reine Nicht-Punktabbildung stört mich mehr; als Vergleich hab' ich ein 7x FMTSX, das ist piekfein - aber nur auf Stativ.
Für 6x gibt es ja für etwas mehr als die Hälfte das APM 6x30, welches eigentlich überall bei Kritiken gut weg kommt - natürlich nicht ganz randscharf bei 9°. Aber wenn ich ein 12er führen müsste, hätte ich ein 6x noch zusätzlich dabei.

cs Manfred
6x30 klingt natürlich schon sehr wenig. Die nächste Frage wäre, wieviel sich technisch getan hat, wenn man jetzt ein altes Zeiss Glas aus der DDR dagegen stellt. Sofern da nicht so viel passiert ist, kann ich mir das 8x30 ab und an leihen. Preislich ist das 6x30 natürlich schon sehr reizvoll.
 
Hallo Tim,
konntest du dich in der Zwischenzeit schon zu einer Entscheidung durchringen?
Die APM Gläser werden auf cloudynights ja immer wieder sehr gelobt und das aktuelle Angebot ist wirklich verlockend.. ich bin heute morgen schwach geworden :)
Den Big Binoscout habe ich hier und wollte ihn eigentlich zu Weihnachten meinem Vater schenken. Er wird wohl doch nur eine Flasche Wein bekommen :D

Insofern Danke an alle Beteiligten in diesem Thread!

Vele Grüße
Christoph
 
6x30 klingt natürlich schon sehr wenig. Die nächste Frage wäre, wieviel sich technisch getan hat, wenn man jetzt ein altes Zeiss Glas aus der DDR dagegen stellt. Sofern da nicht so viel passiert ist, kann ich mir das 8x30 ab und an leihen. Preislich ist das 6x30 natürlich schon sehr reizvoll.
Ich schrieb ja auch, dass ich ein 6x30 reizvoll fände, wenn das Hauptgerät ein 12x wäre. Für mich wäre genanntes Glas 'reizvoller', als ein 2,1x-Gucki, es wäre für mich eben das 'Großfeld-Handgerät'. Natürlich hat sich im Vergleich zu älteren Zeiss-Jena-Gläser v.a. in der Vergütungstechnologie eine menge getan. Ob der technische Vorsprung für ein Übersichtsglas nötig ist, muss jeder selbst entscheiden. Zudem muss das ältliche Glas dann auch noch kollimationsmäßig i.O. sein, sowie die Linsen frei von Kratzern etc. - eine pflegliche Behandlung oder gar ein Vitrinengerät ist da natürlich von Vorteil; dann spricht auch nichts gegen ein CZJ. Die Frage ist dann natürlch auch, welches Feld ich mit einem ÜG haben möchte, möglichst randscharf. Alternativen zum APM wären noch die FG von Kowa, Meopta und Opticron (alle 6x oder 6,5x).
 
Hallo Tim,
konntest du dich in der Zwischenzeit schon zu einer Entscheidung durchringen?
Die APM Gläser werden auf cloudynights ja immer wieder sehr gelobt und das aktuelle Angebot ist wirklich verlockend.. ich bin heute morgen schwach geworden :)
Den Big Binoscout habe ich hier und wollte ihn eigentlich zu Weihnachten meinem Vater schenken. Er wird wohl doch nur eine Flasche Wein bekommen :D

Insofern Danke an alle Beteiligten in diesem Thread!

Vele Grüße
Christoph
Hallo Christoph. Ich habe jetzt ein gebrauchtes omegon argus 11x70 erstanden. Mir fehlt der Vergleich, da ich bisher nur alte oder relativ günstige kleinere Ferngläser getestet habe. Allerdings ist es natürlich eine ganz andere Welt. Hast du das APM 12x50 mittlerweile getestet?

Gruß
Tim
 
Ich schrieb ja auch, dass ich ein 6x30 reizvoll fände, wenn das Hauptgerät ein 12x wäre. Für mich wäre genanntes Glas 'reizvoller', als ein 2,1x-Gucki, es wäre für mich eben das 'Großfeld-Handgerät'. Natürlich hat sich im Vergleich zu älteren Zeiss-Jena-Gläser v.a. in der Vergütungstechnologie eine menge getan. Ob der technische Vorsprung für ein Übersichtsglas nötig ist, muss jeder selbst entscheiden. Zudem muss das ältliche Glas dann auch noch kollimationsmäßig i.O. sein, sowie die Linsen frei von Kratzern etc. - eine pflegliche Behandlung oder gar ein Vitrinengerät ist da natürlich von Vorteil; dann spricht auch nichts gegen ein CZJ. Die Frage ist dann natürlch auch, welches Feld ich mit einem ÜG haben möchte, möglichst randscharf. Alternativen zum APM wären noch die FG von Kowa, Meopta und Opticron (alle 6x oder 6,5x).
Danke für den Input. Wahrscheinlich wird noch ein 6xX dazukommen - sofern das Budget sich wieder etwas erholt hat.
 
Hallo Christoph. Ich habe jetzt ein gebrauchtes omegon argus 11x70 erstanden. Mir fehlt der Vergleich, da ich bisher nur alte oder relativ günstige kleinere Ferngläser getestet habe. Allerdings ist es natürlich eine ganz andere Welt. Hast du das APM 12x50 mittlerweile getestet?

Gruß
Tim
Hallo Tim,
das APM 12x50 (Mg ED Apo) ist gestern bei mir angekommen und hat mich total begeistert. Allerdings fehlt auch mir der Vergleich zu Ferngläsern dieser Klasse. Ich wollte ein Glas "fürs Leben" haben und mich nicht nach einigen Jahren über klebrige Gummischichten ärgern müssen. Das APM fasst sich sehr gut an und liegt angenehm in der Hand. Mir gefällt es haptisch richtig gut.
In der Mittagspause musste ich direkt einen Spaziergang machen und war ganz begeistert von dem klaren und knackscharfen Bild. Allerdings habe ich auch da schon gemerkt, dass sich die 12-fache Vergrößerung freihändig nicht lange nutzen lässt. Für einen schnellen Blick ist es gar kein Problem, will man aber eine Stelle länger beobachten, wird es wackelig. Und die Fokussierung ist natürlich - wie zu erwarten - für die Tagbeobachtung auch eher umständlich.
Dann gegen 17 Uhr konnte ich die Venus aus dem Arbeitszimmer heraus sehen und habe direkt das neue Fernglas testen müssen. Schon durch die Fensterscheibe war ganz klar eine Sichel zu erkennen. Also habe ich Feierabend gemacht und mich ans Dachfenster gestellt. Mit aufgestützen Ellenbogen auf dem Fensterrahmen und später auf einem Fotostativ montiert konnte ich Venus, Jupiter, M42, M31 und Plejaden beobachten und natürlich den Mond. Kein Vergleich zu allem was ich bisher durch ein Fernglas gesehen habe und gleichzeitig viel angenehmer als durch meinen kleinen Refraktor. Ich bin begeistert von dem Glas und wünsche dir, dass du auch mit dem 11x70 tolle Beobachtungen machen kannst!

Viele Grüße
Christoph
 
Danke Christoph, für diesen ausführlichen Bericht. Klingt super - noch viel Spaß mit der Neuanschaffung!

Gruß
Tim
 
Hallo Cristoph,

Ich bin leider erst sehr spät auf deinen Beitrag aufmerksam geworden, daher kommt mein Tip bezüglich 12x50 Fernglas u.U. zu spät.
Ich persönlich habe seit etwa 2 Jahren das 12x50 LUX - HR ED von DD Optics in meinem Besitz. Gewichtsprobleme sind für mich von Anfang an kein Problem gewesen.

Das Glas hat eine Länge von 14,5 cm und eine Breite von 14cm . Es ist ein APO - Glas mit dem hellsten Durchblick den ich jemals bei einem Fernglas gesehen habe. Und das bei einem Gewicht von 875 Gramm. U.a. ist es mit sogenannten Field - Flattener Okularen ausgestattet. Diese unterdrücken eine Bildfeldwölbung ganz hervorragend. Die Prismen bestehen aus Barium - Kronglas.

DD Optics ist meiner Meinung nach sowieso einer der am meisten unterschätzten Marken hierzulande.

Preislich liegt das Glas etwa bei 400 Euro ( Preis ist schwankend ). Ich bin bis heute begeistert über die Abmessungen und das Gewicht. Natürlich auch über die optische Qualität, die für mich ausgezeichnet ist.


Gruß Jürgen
 
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