3D gedruckter Mini-Newton mit Komakorrektor

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 31195
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Ehemaliges Mitglied 31195

Hallo,

in dieser diesigen Zeit kommt man auf komische Ideen, um sich die Zeit bis zur nächsten Schönwetterperiode zu verkürzen. Ich habe seit ein paar Wochen auch einen 3D-Drucker und habe ihn natürlich gleich mal eingesetzt, um verschiedene Sachen für's Astrohobby zu drucken. Neben verschiedenen Adaptern und Bathinov-Masken für meine kleinen Teleskope, habe ich auch ein neues Heim für meinen Pinguin-Spiegel gedruckt (Ich habe einen Pinguin geschlachtet und ihm das Herz entrissen! (Firstlight M27)):

P1040119.jpg


Der Hauptspiegel ist vom Skywatcher Infinity (Pinguin) 76/300-Newton, die Spiegelzelle vom 76/700-Newton und der Fangspiegel vom Skywatcher 114/500 (450) Skyhawk -Newton. Alles andere drumrum ist 3D-gedruckt. Das sieht eher aus wie etwas aus dem Rohrleitungsbau (Abwasser/Sanitär). Als besonderes Schmankerl habe ich es geschafft den Baader MPCC III Komakorrektor zu integrieren:
P1040118.jpg


Firstlight hatte ich auch "schon". Gestern konnte ich in einer Wolkenlücke ca. 75 Min. Livestacks mit der ASI183MC (ungekühlt) aufnehmen, um zu schauen was dabei rauskommt. Der Mond war voll, die Luft feucht - aber was soll's, Astrofotografie ist, wenn man's trotzdem macht. Ich konnte ein mäßiges Bild der Andromeda-Galaxie machen:
2021-12-17_M31_MiniN_183MC_AZGTi.jpg


Ok, das ist nicht weltbewegend, aber der Komakorrektor scheint seine Arbeit zu machen. Die Sterne sind über's ganze Feld gleich schlecht:
Sterne.jpg

Hier muß irgendwo noch eine Verspannung sein. Das muß ich noch versuchen zu verbessern. Und wenn nicht, dann war es den Bastelspaß trotzdem wert. Wenn es klar wird, versuche ich es mal mit einer gekühlten ASI294 am 76/280-Spiegel.

Gruß

*entfernt*
 
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Hallo,


da ist so ein Helikalfokusierer dran:

Ich fokussiere zwischen Komakorrektor und Sensor. Da trifft man unter Umständen zwar nicht ganz genau den Arbeitsabstand zwischen K.k. und Sensor, aber das kann man dann genauer mit Unterlegscheiben an der K.k.-befestigung oder mit den Haupspiegelschrauben einstellen. Und bei der Gurke von Minispiegel kommt es darauf auch nicht so an. Das ist nötig, da ich so nah wie möglich mit dem K.k. an den Fangspiegel kommen wollte, sonst bekommt man mit dem zusätzlichen Arbeitsabstand eine Riesenvignettierung. Das Ding zeigt jetzt zwar auch noch eine Vignettierung, aber nach Mynewton ist das Zentrum vom Sensor immerhin noch zu 100% ausgeleuchtet.

Cool - was für einen 3D Drucker hast Du Dir denn gekauft?
Ich habe den Anycubic Mega X. Der hat einen 30x30x30 Druckraum. Da kann ich auch mal was für einen 8-Zöller drucken.

Ich bin gespannt wann Du die ersten Linsen und Spiegel selber druckst
Ja das wär's: Im λ/4-Bereich mit durchsichtigem Filament Spiegel Linsen (geht besser) drucken. Ich fürchte soweit ist die Technik noch nicht. Aber wer weiß, was in den nächsten Jahrzehnten noch kommt.

Gruß

*entfernt*
 
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Wirklich transparent zu drucken, ist wohl noch keinem mit einem Filamentdrucker geglückt. Eventuell geht da mal was mit den Resin-Druckern.
Aber mit transparentem Material kann man auch sonst schöne Sachen drucken....
 

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Das Spiegelsubstrat muss ja nicht durchsichtig sein, da kommt ja noch die Verspiegelung drauf ;)

Grüße Rainer
 
Wenn man den Spiegel näherungsweise formstabil drucken könnte, dann würde das zumindest eine Menge Schleiferei sparen - nur noch das Finish. Und man könnte das aushöhlen und unheimlich leicht machen. Glasfaser-3D-Drucker gibt es anscheinend schon.

*entfernt*
 
Hallo Heiko, hallo Forum,

Gratulation zum gedruckten Mini-Newton. Es ist echt irre was reproduzierbar im 3D Druck geht. Ich habe mir für meine APM 1,5x | 2" Barlow einen zweiteiligen Adapter drucken lassen.

APM-Barlow-Adapter-3D-01.jpg


Das gute Stück hat unten ein Skywatcher OAZ Gewinde zum direkten Einschrauben in den Skywatcher OAZ. Der obere Teil wird auf die APM Barlow geschraubt und mit dem unteren Teil per M64 verschraubt. Am oberen Ende hat es einen Rotator mit Schwalbenschwanz. Das Schwalbenschwanz-Teil hat unten einen M48 Filter Gewinde und oben ein M42 Gewinde für die ZWO ASI Kamera. Alles hat natürlich den Richtigen Abstand für runde Sterne.

Richtig zusammengebaut und im OAZ verschraubt schaut es so aus.

APM-Barlow-Adapter-3D-02.jpg

Vorher aus elend- vielen Einzelteilen zusammengesetzt war es so.

BARLOW-2.jpg

Zugleich habe ich noch einen Adapter zum direkt Einschrauben in den Skywatcher OAZ mit integrierten Baader Komakorrektor und Rotator mit Filtergewinde konstruiert. Ähnlich wie Heiko in seinem Mini-Newton. Der war im Vergleich zu dem APM Barlow Monstrum zierlich.

baader-KK-Adapter-01.jpg

Ich habe allerdings alles bei @Astro Steve alias @Astro Prints - 3D-Druck drucken lassen. Ich habe keinen 3D-Drucker, bin einfach zu blöd 3D zu konstruieren. Da kam es es mir sehr gelegen, dass Steve mit Openoffice Draw Dateien was anfangen konnte.

barlow-oben.jpgbarlow-unten.jpgbaader-04.jpg

3D-Gedruckte Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Danke Ewald,

ja so ein 3D-Drucker ist eine feine Sache und löst so manches Adapterproblem. Ich fand es gar nicht so schwer damit und mit dem 3D-Design zurechtzukommen. Ich bin aber studienmäßig auch etwas vorbelastet - auch wenn es lange her ist.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

tolles und zukunftsweisendes Projekt. Ich mal vor ein paar Jahren mit meinen Kindern einen kleinen DIY 3D Drucker entwickelt. Für kleine Spielfiguren hat es gereicht. Damals war schon abzusehen, dass das gerade auch in der Raumfahrt geniale Möglichkeiten bietet. Hier jetzt zu sehen, wie es auch in der Astronomie genutzt werden kann, ist schon beeindruckend und inspirierend. Gerade auch für die Schlechtwettertage. Habe da gerade auch noch ein Projekt was auf mich wartet. Ich denke so ein 3D-Drucker ist mittlerweile für Tüftler ein Muss.

Clear Sky
Volkmar
 
Hallo Heiko, tolles Projekt!
Korrigiert dieser Korrektor eigentlich nur Koma oder auch sphärische Aberration?

Nur falls ich recht in der Annahme gehe, dass der Pinguin auch innen hinsichtlich HS kugelig ist, so wie mein 76-300er Mini-Newton, für dessen exotische Billigmarke ich hier lieber keine Werbung machen möchte.
Bei dem war es ursprünglich so, dass die nominelle Öffnung durch den kleinen FS sehr stark abgeblendet war, um überhaupt eine irgendwie akzeptable Abbildung zu erreichen. Durch Umbau mit größerem FS wurde der Kugelgestaltfehler offenbar, was ich durch (verkehrtes) Einsetzen einer TS ED-Barlow zu korrigieren versucht hatte. Da dies ziemlich empfindlich auf den richtigen Abstand der als Korrektor zweckentfremdeten Barlow zum Okular ist und nur auf der Achse funktioniert, hab ich das nie als Lösung empfunden. Zufällig experimentierte ich letztes Wochenende mit einer exzentrischen Scheinerblende aus schwarzem Naturpapier, und siehe da - ein Loch von 30mm Durchmesser an der richtigen Stelle gibt ein sehr gutes Bild, und zwar indem der verbleibende Astigmatismus dieses nun Schiefspieglers dann genau den Astigmatismus meines rechten Auges kompensiert!
Für's Fotografieren ist das Prinzip zwar nichts, weil die Kamera ja keinen eigenen Asti hat, aber mich würde interessieren, wie andere Lösungen für die kleinen Kugelspiegel funktionieren können.

Danke für den schönen Beitrag und cs,
Nik
 
Hi,

also ich finde ja auch 3D Drucker total interessant, aber die Teile die ich bisher von einem Drucker in der Hand hatte, haben mich nicht wirklich überzeugt.
Ich bin Metall (Alu Profile) und Holz Hobby Bauer (praktisch unbenutzte Drehmaschine habe ich auch noch rumstehen). Damit kann man mit Sägen, Bohren, Kleben und Schrauben haltbare Dinge konstruieren.

Natürlich kommt es auch darauf an, was man druckt.
Schachfiguren gehen immer. ;) Wobei, wenn ich meine grossen Schachfiguren aus Holz in die Hand nehme, das wirkt schon irgendwie wertiger.
Ach, und im "Scale" Modellbau sind die Drucker natürlich super.

Genug gestänkert. ;)

Wie sieht es denn bei so optischen Adaptern und Abstandshaltern, wo es auf 1/10 mm ankommt und mit den feinen Gewinden mit der Haltbarkeit und Genauigkeit aus?
Ewald @MünchenBeiNacht taugt das wirklich auf Dauer was?
Werden die Gewinde nicht mit der Zeit ausgeleiert?
Wie reagiert der Kunststoff eigentlich auf Wetter Einflüsse (Schnee, Tau/Regen, tiefe Temperaturen, starke Sonne)?

Heiko @DocHighCo würdest du wirklich ein grosses, ernsthaftes Teleskop aus Druckerteilen bauen?
Oder sind das nur so "Machbarkeitsstudien"?

Gruß
Peter
 
Hallo,

schön, daß euch das kleine Projekt gefällt.
Der Spiegel vom Infinity 76/300 wird als parabolisch beworben. Wenn ich meine älteren Bilder damit und die Bilder mit @komposer 's Mininewton anschaue, dann kann man es glauben. Wobei das natürlich nicht heißt, daß der kleine Spiegel qualitativ wirklich weltbewegend ist.
Der gedruckte Mininewton ist wirklich nur ein Zeitvertreib, eine Machbarkeitsstudie und ein Projekt, um mit dem 3D-Druck erst mal vertraut zu werden. Ich habe sowas vorher auch noch nicht gemacht. Ich denke, man sollte einen 3D-Drucker da einsetzen, wo es Sinn macht. Einen Tubus z.B. würde ich in Zukunft nicht unbedingt drucken, sondern ganz normal eine Plastik- oder Metallröhre aus dem Baumarkt nehmen. Übergangsstücke, Adapter oder Befestiger, die es nicht von der Stange gibt, wären aber eine typische Domäne für den 3D-Druck. Wer eine gut ausgerüstete kleine Metallwerkstatt hat, kann natürlich mehr in Metall machen. Wer da nichts hat, für den ist ein 3D-Drucker ideal. Komplizierte Formen bieten sich dafür natürlich besonders an. Es kommt halt immer drauf an.
Ich schaffe es funktionierende T2-Gewinde zu drucken. Das ist sicher nichts für häufiges Verschrauben. Aber andererseits kann man das schnell wieder neu drucken, wenn es mal ausleiert. Und es kommt da auch immer aufs Filament an. Es gibt da mittlerweile eine große Auswahl an druckbarem Material mit einer großen Spanne an Eigenschaften.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

schön, daß euch das kleine Projekt gefällt.
Der Spiegel vom Infinity 76/300 wird als parabolisch beworben. Wenn ich meine älteren Bilder damit und die Bilder mit @komposer 's Mininewton anschaue, dann kann man es glauben. Wobei das natürlich nicht heißt, daß der kleine Spiegel qualitativ wirklich weltbewegend ist.
Der gedruckte Mininewton ist wirklich nur ein Zeitvertreib, eine Machbarkeitsstudie und ein Projekt, um mit dem 3D-Druck erst mal vertraut zu werden. Ich habe sowas vorher auch noch nicht gemacht. Ich denke, man sollte einen 3D-Drucker da einsetzen, wo es Sinn macht. Einen Tubus z.B. würde ich in Zukunft nicht unbedingt drucken, sondern ganz normal eine Plastik- oder Metallröhre aus dem Baumarkt nehmen. Übergangsstücke, Adapter oder Befestiger, die es nicht von der Stange gibt, wären aber eine typische Domäne für den 3D-Druck. Wer eine gut ausgerüstete kleine Metallwerkstatt hat, kann natürlich mehr in Metall machen. Wer da nichts hat, für den ist ein 3D-Drucker ideal. Komplizierte Formen bieten sich dafür natürlich besonders an. Es kommt halt immer drauf an.
Ich schaffe es funktionierende T2-Gewinde zu drucken. Das ist sicher nichts für häufiges Verschrauben. Aber andererseits kann man das schnell wieder neu drucken, wenn es mal ausleiert. Und es kommt da auch immer aufs Filament an. Es gibt da mittlerweile eine große Auswahl an druckbarem Material mit einer großen Spanne an Eigenschaften.

Gruß

Heiko
wenn ich hier gerade bedenke, dass der Erfolg von SpaceX auf 3D-Drucker beruht. Die Technik wird sich weiterentwickeln.
 
Der Spiegel vom Infinity 76/300 wird als parabolisch beworben. Wenn ich meine älteren Bilder damit und die Bilder mit @komposer 's Mininewton anschaue, dann kann man es glauben.
Ah ja, genau. Sieht ganz danach aus. Diese Möglichkeit hatte ich ja gar nicht in Betracht gezogen _affeaugen:! Bei f4 ein signifikanter Unterschied...
Man könnte einen doppelwandigen Tubus drucken, in dem man zur Kühlung ein Fluid durchleiten kann... wäre ein kleines Projekt zum Thema Tubus-Seeing und Temperierung...
Auch eine spannende Idee, als Medium stell ich mir einfach Umgebungsluft vor und die Oberflächen im Zwischenraum sollten schön reflektieren wie in einer Thermoskanne. Drucken könnte man speziell die End- oder Zwischenstücke, die die beiden Rohrschalen aufnehmen und auf Distanz halten, mit Zuluftöffnungen und Spiegelhalterungen..

LG Nik
 
Ich verwende für das 3D Design FUSION360. Für Privatanwender ist das kostenlos. DIe Lizenz muß aber jedes Jahr erneuert werden. Die Daten landen in der Cloud und lokal. Man sollte also nichts supergeheimes designen. :cool:
Die SW ist vom Funktionsumfang identisch zur Profiversion. Du könntest damit auch Rakentriebwerke konstruieren...
Es gibt auch YT ein paar sehr gute Tutorias:
- https://www.youtube.com/c/knowhowschmiede (Mein Favorit inklusive des Dialekts, heute konschtruieren wir mal...)
- Mit dem hier habe ich angefangen: Fusion 360 TUTORIAL DEUTSCH [ANFÄNGER - WABENMUSTER + Verbindungsstück] (Er hat noch weitere Tuts zum Thema)

Am besten einmal ein Video ganz anschauen, danach nachmachen...Video immer mal anhalten, einen Schritt nachmachen, weiterlaufen lassen....
Die Grundzüge hat man ganz schnell raus. Tips und Tricks dann in den EInzelvideos abschauen.

Grüße
Hartmut
 
Hallo!
Auch ich habe einen Anycubic Mega X und drucke damit alles Mögliche für Haus und Garten. Im Astro-Bereich habe ich einige Adapter für die Okularprojektion gedruckt, die genau an meine Okulare und in den Projektionsadaper passen. Außerdem Bahtinov- und Tribahtinov-Masken für meinen 10zöller. Das passt tatsächlich gerade so, mit dem Druckraum. Auch Verschlussdeckel für meinen Rotationsadapter habe ich jetzt.
Einigermaßen überrascht war ich, dass sich tatsächlich auch Gewinde (2" und T2 habe ich bereits probiert) drucken lassen. Jetzt habe ich einen ganzen Haufen Staubschutzdeckel...:rolleyes:
Die Anwendungsmöglichkeiten sind endlos. Eine Grenze ziehe ich derzeit bei Anwendungen wo es wirklich auf Präzision und Stabilität ankommt. Eine Abstandshülse zu Testzwecken zu drucken ist für mich ok, aber mein teures Equipment hänge ich da nicht dauerhaft dran. Aber testen und dann gezielt aus Metall kaufen ist sicher billiger als jede mögliche Kombi vorzuhalten.
Etwas ärgerlich ist, dass die Drucke mit verschiedenen Materialien nicht immer ganz einfach sind. Da besteht einiges an Frustpotential. Mit PLA haut es meist gut hin, aber haltbareres ABS (daraus ist z.B. LEGO) ist praktisch unmöglich ohne Wutausbruch zu verarbeiten. Grundsätzlich muss man damit rechnen, dass man das Druckergebnis auch mal mit Messer und Sandpapier nachbearbeiten muss.

Erstaunt war ich auch über die relativ einfach zu bedienende Software zur Planung von Druckmodellen. Ich benutze dabei "FreeCAD" (Opensource) in Verbindung mit "Cura" als Slicer und einem Raspberry Pi mit "OctoPrint" für die komfortable Druckersteuerung. Alles das kostet grundsätzlich nichts.
Was einem klar sein muss ist, dass es auch hier nicht ganz ohne Einarbeitungszeit abgeht. Auch muss man bei komplizierteren Projekten mit seltsamem Verhalten der Software rechnen, aber nach ein paar Tutorials, die es massenweise auf Youtube gibt, kann man recht schnell zu tollen Ergebnissen kommen.
Eine Warnung: Wenn man mal damit angefangen hat, läuft man schnell durch die Gegend und sieht überall Bedarf für ein neues Druckprojekt. Gewürzregale, Ordnungssysteme, Aufsätze für den Staubsauger und passgenaue Halterungen aller Art... ewig denkt man "Hmm, da müsste man doch was drucken können?". Das kann auch zum Fluch werden. _affeaugen:

Gruß
Sebastian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

dem was Sebastian gesagt hat, ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Genauso mache ich es auch. Meine 3D-Modelle mache ich mit FreeCAD, als Slicer nehme ich Cura und der Drucker läuft auch so ohne Raspberry. Das ist für mich noch alles neu, aber ich bin schon schwer beeindruckt, was man damit alles machen kann.
Was man berücksichtigen muß, ist daß 3D-Druck dauert. Für ein einfaches Teil muß man mit mehreren Stunden rechnen (mein längstes bis jetzt für den Mininewton war 29 Stunden). Also schnell mal was ausprobieren und nach ein paar Minuten schauen, ob es geklappt hat, ist nicht. Da sollte man dann nur den Teil drucken, den man wirklich überprüfen will (z.B. nur das Gewinde). Also einfache Dinge wie Plastikrohre (i.e. Tuben) drucken wäre Blödsinn. Da holt man sich lieber was aus dem Baumarkt.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

so, jetzt hatte ich den Mininewton noch mal auseinandergenommen. Hier kann man auch besser sehen, aus was für Teilen er besteht. Zusätzlich ist da noch eine gedruckte Taukappe, eine Abdeckkappe, eine Bathinomaske, Distanzstücke für den OAZ und ein Adapter für die Prismenschiene dabei. Der Tubus und die Taukappe sind teilweise mit Velours ausgekleidet - wenn schon, denn schon:
P1040120.JPG


Eine richtige Bewährungsprobe hatte er am 20.12. als ich damit auf der AZ-GTi bei Vollmond ca. 9. Stunden in der Nacht per Livestacking den Herznebel in der Kassiopeia aufgenommen habe. Es war verdammt hell bei Vollmond und verdammt kalt:
P1040123.JPG

Das Setup hat die Nacht ohne Probleme überstanden und 1820 Frames á 15 Sekunden in 92 Livestacks aufgenommen. Geguidet habe ich nicht, aber per Sequenzer und Platesolver regelmäßig neu zentriert und gedithert. Die Kamera war die ASI294MC und das an einem 76/300-Spiegel (eigentlich 280mm Brennweite laut Platesolver) mit Komakorrektor. Ich weiß nicht, ob das schon mal an so einem so kleinen Spiegel probiert wurde.
Das Ergebnis habe ich schon in der Galerie gezeigt. Ich habe versucht die schlechten Sterne so weit wie möglich zu kaschieren. Das war auch gleichzeitig das Firstlight für den 1,25" Dualbandfilter von ZWO. Der Durchlass um OIII ist bei dem immerhin noch 35nm. Da haute leider der Mond noch kräftig rein und versaute das kleine OIII-Signal:
Medienobjekt 47739 betrachten
Die 11 Zoll sind natürlich die Brennweite. Oder hat etwa jemand angenommen die 11 Zoll wären die Öffnung? :D

Gruß

*entfernt*
 
:oops: Was? Du installierst Deinen Spiegel umgekehrt?
:unsure: Also das müßte ich auch mal probieren. Steht dann alles auf dem Kopf? - Nee, tut es ja schon richtig rum- also wieder richtig rum dann, oder? Oder eher von vorne nach hinten? Man sieht die Nebel dann von hinten?
Es gibt ja noch so viel was ich ausprobieren könnte!

Gruß

*entfernt*
 
Hi Doc,

Wahnsinn, was du immer wieder mit ganz wenig Geräte Einsatz für sensationelle Fotos heraus haust. ;)

Macht deinem Avatar alle Ehre. ;)

Gruß
Peter
 
Status
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