Die Wahl eines Koma Korrektors.

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ronmitbrille

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Hallo ans Forum,
ich wende mich an euch, da ich meiner Meinung noch nicht genug Information im Netz finden konnte. Ich bin momentan auf der Suche nach einem geeigneten Koma Korrektor für meinen TS 6 Zoll F4 newton. Ich möchte diesen zusammen mit meiner 294 MM Pro für die Astrophotographie verwenden.
Da die Paracorr. mir teuer sind hab ich mich mittlerweile auf 2 Kandidaten festgelegt. Einmal der 2 Zoll GPU koma Korrektor oder der Explore Scientific HR Koma Korrektor. Preislich geben die sich ja nicht viel und man kann sowohl gutes als auch schlechtes über beide finden. Habt ihr Erfahrungen diesbezüglich machen können und könntet Präferenzen aussprechen?

Wie gut lassen sich die Koma Korrektor an das Setup adaptieren? Ich habe vor Hauptsächlich mit meinem 6 Zoll F4 zu fotografieren, aber ich habe auch einen 6 Zoll F6 den ich für Galaxien usw. benutze. Der GPU gibt ja an bei unterschiedlichen Brennweiten einen doch deutlich abweichenden backfocus zu haben. Für den ES CC fand ich nur Angaben für den standard 55mm.

Zudem wie ausschlaggebend ist der Focus Shift der Koma Korrektoren? Bei meinem Newton ist der Focus Punkt nämlich bereits ab Werk sehr weit draussen und ich befürchte, dass mit einem zu großen Focus Shift ich nicht mehr in der Lage sein werde scharf zu stellen (zumindest nicht mit dem Koma Korrektor komplett im Fokusierer). Gäbe es da auch Workarounds im Notfall?

Ich bin für jeden Input dankbar.
Grüße Ron
 
Da die Paracorr. mir teuer sind hab ich mich mittlerweile auf 2 Kandidaten festgelegt. Einmal der 2 Zoll GPU koma Korrektor oder der Explore Scientific HR Koma Korrektor. Preislich geben die sich ja nicht viel und man kann sowohl gutes als auch schlechtes über beide finden. Habt ihr Erfahrungen diesbezüglich machen können und könntet Präferenzen aussprechen?
Hi Ron,
Praeferenzen kann Ich die keine geben, aber den GPU verwende Ich sowohl an F/5 12" wie auch gelegentlich an F/4 8" und der funktioniert schon sehr gut. Das Design wird von verschiedenen Firmen vertickt (Skywatcher, TS, [...]) und funktioniert eigentlich durch die Bank sehr gut. Keine Ahnung, was Du an "schlechten Dingen" da gelesen hast. Ganz allgemein ist dazu zu sagen, dass meiste Gemeckere zu Koma-Korrektoren kommt von Leuten, die (I) mit schlechten und/oder ueberladenen Auszuegen und/oder "Klemmorgien" herumwirtschaften (dann kommt man mit keinem Korrektor auf einen gruenen Zweig, weil alles lagebedingt verkippt ist), (II) nicht mit Korrektor den Newton kollimieren und (III) ihren Korrektor-Sensor Abstand nicht feinabstimmen.
Raeumt man diese Leute mal von der "Klagemauer" ab, dann funktionieren die meisten Koma-Korrektoren eigentlich ziemlich gut (und sicher, ab und zu gibt's auch mal eine Gurke). Wo sich die Spreu vom Weizen der verschiedenen Korrektoren wirklich trennt ist bei sehr schnellen Newtons und grossen Sensoren. Bei einem 4/3 Sensor bist Du da im relativ unkritischen Bereich.
Wie gut lassen sich die Koma Korrektor an das Setup adaptieren? Ich habe vor Hauptsächlich mit meinem 6 Zoll F4 zu fotografieren, aber ich habe auch einen 6 Zoll F6 den ich für Galaxien usw. benutze. Der GPU gibt ja an bei unterschiedlichen Brennweiten einen doch deutlich abweichenden backfocus zu haben. Für den ES CC fand ich nur Angaben für den standard 55mm.
Fuer dein Fernrohr, Ich nehme an dieses:

wird das was den GPU betrifft doch ausfuehrlich beschrieben: Von der Fernrohrgeometrie passt der GPU da rein (d.h. man kommt in den Fokus und das Ding ragt nicht in den Strahlengang im Haupttubus), dieser wird aber nicht komplett versenkt (da kann man einen 2" Stoppring "dranmachen, dann ist das auch reproduzierbar). Der 55mm Abstand zum Sensor kann mit dem Konterring am GPU "feingetuned" werden, in dem man den Kamera/Filterrrad-Adapter nicht ganz einschraubt und dann kontert. Solltest Du mehr brauchen, dann muss halt noch ein kleiner Zwischenring dazwischen.

Fast wichtiger als die Qual der Wahl des Korrektors ist, das dein "Turmbau zu Babel" stabil und verkippungsfrei am Teleskop angeflanscht ist und das sich da nach der Kollimation nichts mehr ruehrt, sonst gibt es Frust ohne Ende.

MfR & CS
 
Hi Ron,
Defunct hat ja schon einiges geschrieben. ich verwende den "Skywatcher"-GPU, der funktioniert mit meinem 8"F5 und 6"F4 bei APS-C-Format sehr gut. Ich hatte vor dem Kauf viel über Koma-Korrektoren gelesen, mir schien es so, als ob in dem Preissegment der GPU der Beste wäre (wobei mir da der ES-Korrektor nicht aufgefallen war). Es gab mal beim TS-GPU das Problem, dass die Hülse etwas zu klein war und so nicht vernünftig im 2"-Auszug zu klemmen gewesen war, das scheint aber mittlerweile durch den Einsatz einer Messinghülse gelöst worden zu sein.
 
Ich hatte vor dem Kauf viel über Koma-Korrektoren gelesen, mir schien es so, als ob in dem Preissegment der GPU der Beste wäre (wobei mir da der ES-Korrektor nicht aufgefallen war).
Hi Juergen,
das ist i.d.T. eine quasireligioese Debatte und man orientiert sich dann i.d.R. daran, was in den Foren gerade hochgehyped wird.
Viele der "Starfotografen" im deutschsprachigen Raum verwenden den GPU (dann aber den "richtigen" aus Ungarn ;) ), in den USA ist der Paracorr wohl der mehrheitliche Standard.
Es gibt vieles, was da bei der Auswahl massgeblich werden kann und insbesondere wieviel Feld man bei einem gegebenen Oeffnungsverhaeltnis ausleuchten / korregieren muss, ist sicher eine der wichtigsten Fragen (und auch ob man sich da zukuenftig potentiell erweitern will).
Neben dem "Geheimtipp" GPU der sich wohl zum Foto-Standard im Preissegment ueber dem Baader MPCC entwickelt hat, habe Ich mir aus purer Neugier nach einem Tipp von einem Kumpel mal einen Baader RCC 1 angeschafft. Dessen Feldausleuchtung ist nicht ganz so gut wie die des GPU (daher wuerde Ich bei APS-C eher zum GPU tendieren), aber dessen Bildschaerfe ist meiner Wahrnehmung nach fuer 180 Euro schon extrem. Ist aber (langer Backfocus) schon ein etwas spezielles Design, dass nicht an jeden Newton passt und ohne Flats laeuft auch bei 4/3 Sensoren nix (was man aber ja heutzutage sowieso macht).
Was man auch sieht, dass jetzt mehr und mehr "grosse Namen" 'ranmuessen, damit sich der gute alte Wynne-Korrektor noch differenzieren laesst: Nach Dave Rowe, Pal Gyulai, Massimo Riccardi, [...?...] hat jetzt endlich der gute Harrie Rutten auch mal bequemt (d.h. dafuer bezahlen zu lassen) einen zu designen ...

Choices, Choices, Choices ... ;)
MfG & CS
 
Mahlzeit,
ja das mit dem Religiösen hat was ;-) Ich hatte mich damals glaube ich an Fotos von Tommy Nawratil gehalten, der einige KKs verglichen hat. Ich hatte damals "nur" meinen 8"F5, für den hätte es ein "einfacherer" wahrscheinlich auch getan, aber ich war mir sicher, dass da noch ein F4 ins Haus kommt, deshalb habe ich mich für den GPU entschieden.

Und es ist wirklich so, dass man dermaßen viel Auswahl hat, das macht es echt schwierig und man steht evtl später vor der Frage "hätte ich nicht lieber den anderen nehmen sollen???" _affeaugen::ROFLMAO:

Gerade ist glaube ich mal wieder ein Threat zum Thema "welches Fernrohr soll ich mir kaufen" geöffnet worden. Da kam mir in den Sinn, dass ich es vor 40 Jahren echt einfach hatte: entweder den 4.5" Newton oder einen 60mm Refraktor. Bei mir wurde es der Newton... Größere Geräte waren damals (zumindest für mich) weit ausser Reichweite... Ich habe letzthin den alten Kosmos/Lichtenknecker-Katalog von 1979 rausgezogen, das war alles sündhaft teuer...
Jetzt wirds einem ja schwindelig mit der Auswahl... Ob das jetzt um Teleskop, Okular, Montierung oder Komakorrektor geht...
 
Danke für die ausführlichen Antworten. Ich werd noch ein bisschen schauen ob ich mehr über den ES CC herausfinden kann. Die Kommentare sind aber enorm hilfreich, und ich denke am Ende wird es warscheinlich keinen so großen Unterschied machen da, wie bereits erwähnt, noch einige weitere Faktoren einen nicht marginalen Einfluss auf die Performance haben und beides gute Coma Corrector sind. Aber immerhin bestehen jetzt keine großen Selbstzweifel mehr daran möglicherweise das falsche Produkt zu kaufen :). Ich wünsch euch eine schöne Nach-Weihnachtszeit und einen guten Rutsch.
CS Ron
 
Hallo, Ich benutz derzeit den Lacerta GPU, da es ein orig. GPU ist, man darf nicht vergessen das der TS GPU kein GPU ist, sondern ein Sharpstar Komakorrektor. Die originalen GPU haben eine Baulänge von 100mm, die TS GPU, Sharpstar haben eine von glaube 115. Ist nicht verkehrt. Beide machen ihre Arbeit gut. Hatte beide, was mir am TS besser gefällt, das der Fokus nach ausengelegt wird, damit ragt der Auszug nicht in den Strahlengang und zeigt neue "Spikes".

Achja, der Skywatcher ist im grunde der Lacerta. Sind beides GPU
 
Die originalen GPU haben eine Baulänge von 100mm, die TS GPU, Sharpstar haben eine von glaube 115.
Ähh stimmt das??? In den Specs werden bei beiden Lacerta GPU und TS-Superflat GPU jeweils 100mm Baulänge angegeben. Bei beiden soll der Fokus um 5mm nach aussen gehen. Kann da jemand nähere Infos geben? Ich stehe gerade vor der Entscheidung Lacerta oder TS, da ich bei meine Baader MPCC doch immer wieder Probleme mit dem Verkippen habe....

Nach allem was ich gelesen habe, sind die Unterschiede:
1) Unterschiedliche Aussendurchmesser, der TS hat eigentlich weniger, aber das ist jetzt durch eine Messinghülse ausgeglichen. Hier wäre meine Frage wie sieht es mit dem Innendurchmesser? Hat der TS dann auch weniger lichte Weite (Öffnung)?
2) Stopring beim Lacerta fest, der TS lässt sich mit Adapter mit dem OAZ verschrauben.
3) Linsenanordnung/Bauweise leicht anders.

Die Baulänge von 115mm wäre für mich ein sofortiges Ausschlusskriterium, da der Korrektor dann in den Tubus ragen würde. Bin schon mit 100mm skeptisch, da ich schon richtige Probleme mit Reflektionen durch das Innere des OAZ am den Tubusende hatte und meinen OctoPlus OAZ am Ende mit Velur ausgekleidet habe (Keinerlei Reflektionen seither). Für den GPU muss ich das wieder entfernen... bin mal gespannt.

Kann jemand das mit unterschiedlicher Baulänge und eventuell Innendurchmesser aufklären?

Danke und Grüße
Markus
 
Der TS Gpu legt den Fokus um 20mm nach Außen, somit ragt der OAZ nicht in den Tubus rein. Der Lacerta GPU ist der echte aus Ungarn, der TS nur ein Sharpstar.

"
Vielleicht hast du den TSGPU? Das ist nicht der echte GPU, hat nichts mit Gyulai Pali zu tun.
Es ist wie der Maxfield ein Sharpstar Korrektor.
Der echte GPU hat 100mm Baulänge ohne Gewinde, der TSGPU dagegen 118,7mm inklusive M48 Gewinde:"

Zitat von Tommy
@tommy_nawratil
 
Okay, aber dann unterscheiden sich beide nicht wirklich mit dem Reinragen in der Tubus, wenn ich den Abstand von Auflagemass 55mm zur Sensorebene in den Tubus rechne, also vom Anfang des M48 oder des Stoppringes (opt. Länge zum Stoppring - Backfocus):

Lacerta GPU: 100 mm - 5 mm = 95mm
TS Superflat: 118,7 - 20 mm = 98,3 mm, vermutlich muss hier noch 5mm M48 Gewinde weg gerechnet werden, dann sind das 93,5 mm

Damit ragt der TS nur 1,5 mm weniger weit in den Tubus wie der Lacerta. Der TS hat zwar 20 mm Backfocus anstatt 5mm ist aber auch entsprechend länger.
 
Natürlich 98,7mm 93,7mm und Delta 1,3 mm…. Sorry
 
Ich hab mittlerweile einen ganzen Satz an Korrektoren da:

MPCCIII -> 2 Zoll Barlowfähig
Maxfield -> beste Ausleuchtung
TS GPU -> Knackscharf
ES HR2 -> Knackscharf + Visuell

Für F4 würde ich zum TS GPU (Nachteil des untermaßigen Zylinders, Messing-Adapter liegt bei) bzw. zum Lacerta greifen. Soll der Korrektor auch visuell genutzt werden, nimm den ES HR2. Die 6% mehr an Brennweite gehen unter, von der Schärfe her nimmt er sich nicht viel zum TS GPU. Der Maxfield zeichnet etwas weicher, bietet aber den Vorteil der Ausleuchtung. (Nutze den mit OAG am Vollformat der EOS 6D)

Jetzt fehlt mir in der Sammlung nur noch der Paracorr :cool:

CS, Ralf
 
Ich hab mittlerweile einen ganzen Satz an Korrektoren da:

MPCCIII -> 2 Zoll Barlowfähig
Maxfield -> beste Ausleuchtung
TS GPU -> Knackscharf
ES HR2 -> Knackscharf + Visuell

Für F4 würde ich zum TS GPU (Nachteil des untermaßigen Zylinders, Messing-Adapter liegt bei) bzw. zum Lacerta greifen. Soll der Korrektor auch visuell genutzt werden, nimm den ES HR2. Die 6% mehr an Brennweite gehen unter, von der Schärfe her nimmt er sich nicht viel zum TS GPU. Der Maxfield zeichnet etwas weicher, bietet aber den Vorteil der Ausleuchtung. (Nutze den mit OAG am Vollformat der EOS 6D)

Jetzt fehlt mir in der Sammlung nur noch der Paracorr :cool:
... und der Baader RCC I, der auch genial scharf ist, aber nur bis APS-C ausleuchtet ... man kann nicht alles haben ... :eek:
 
Muss man auch nicht, war auch nicht ganz so erst gemeint.
Baader RCC I sagst Du also? :unsure:

CS, Ralf
 
Da ich für eine Anfrage via Privater Nachricht die Ausleuchtung eines Vollformatsensors durch die o.g. Korrektoren vergleichen konnte soll diese Information nicht im stillen Kämmerlein verloren gehen.

Ich hab mit dem Flatpanel, PWM Pulsdichte 3% bei 55 kHz mit der EOS 6D ISO 400, Integration 1s je ein Flat mit den Korrekoren gemacht. Der Arbeitsabstand der Korrektoren wurde eingehalten und für alle Typen die weit inwärtigste Fokuslage gewählt (OAZ am inwärtigen Anschlag).

Die baulängenbedingte Abweichung der Vignette durch den OAZ bekomme ich so leider nicht raus, sollte aber mit meiner recht gut ausleuchtenden Optik halbwegs vergleichbar sein (12" F4, 102 mm Sekundärspiegel)

Flats Komakorrektor

Vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei der Kaufentscheidung.

PS: Ein Vergleich der Abbildungsleistung soll noch folgen ... aber Wolken, Wolken, Wolken, gefühlt seit Monaten! Und immer wenn ich mal nicht kann zieht es auf. Frustrierend!

CS, Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey, habe den aufbau vom TS GPU.
Hat mir TS geschickt, netterweise.
Weiß nicht ob ich posten darf. Deswegen Privat bitte.
Habe ein 2 jahre alten TS da ist anscheinend der aufbau etwas anders stimmt aber trotzdem.
 
Fehlt ja nur noch ein Test des Nexus Starizona, der hier ja noch gar nicht in Betracht gezogen wurde. Hat den wer schon getestet?
 
Den gab's damals noch nicht, aber z.B. den Boren-Simon Reducer/Korrektor gab's da schon.

Da war ich dann schon am überlegen... Aus meine F5 einen F3.75 zu machen... Ich muß aber sagen, mir reicht mein GPU. Ich mache den F-Wahn nicht mit
Ich waere sehr vorsichtig, Reducer/Korrektoren, die jenseits von F/4 operieren direkt mit "normalen" Komakorrektoren zu vergleichen.
Sehr schnelle Systeme muessen auch ausgeleuchtet werden koennen (Fangspiegelgroesse) und die Spotgroesse ueber den ganzen Sensor muss gut sein. Das bekommt man i.d.R. mit Kompromissen noch in den Griff, aber die Toleranzen insgesammt (Fokustiefe, Verkippung, Fokusdrift, Stabilitaet der Kollimation) verschieben sich dann auch mal schnell von "schwierig aber beherrschbar" (wie bereits bei F/4) zu knallhart. Und wer mit sowas Narrowband machen will, der muss sich ab F/4 auch sehr gut ueberlegen, was das fuer die Filter eigentlich heisst.
Das zieht dann sehr schnell einen Rattenschwanz weiterer Ausgaben nach sich (z.B. superstabiler Auszug, Tiltadapter, Adapterschlacht fuer die Abstaende, ...).
Man kann sich z.B. ja mal den Tak-Epsilon Kollimationsthread hier im Forum mal ganz unvoreingenommen anschauen, oder mal mit den Leuten reden, die Hypergraphen in der Praxis benutzen.
Solche schnellen Systeme in der Praxis einzusetzen ist oft alles andere als banal und braucht neben viel Zeit und Geduld auch ein Haendchen sich durch die ganzen Probleme durchzufummeln. Das ist IMHO ein nicht unerhebliches Projekt mit steiler Lernkurve und eben kein Produkt, dass man mal bestellt, schnell in den Auszug steckt und einfach mal Ruckzuck vergleicht. Das liegt halt daran, dass jenseits von F/4 die Randbedingungen schon sehr kritisch werden.
Dass muss man sich halt wirklich gut ueberlegen.
Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, einfach mal einen 0.75xKomakorrektor "zum Spass" an meinem R200SS auszuprobieren, aber meinen Ehrgeiz dann doch erst mal auf andere Dinge gelenkt.
Interessant ist das natuerlich schon,
Gruss & CS
 
Hi,

ich benutze den TS Optics Koma Korrektor 0.73 Reducer an einem Omegon Newton 150/750mm F5.
Ich musste allerdings, da der Reducer viel Backfocus braucht, einen niedrigen OAZ einbauen.

Der KK/Reducer funtioniert mit meiner ASI294MC, 23mm Sensor Diagonale, für meine AF Ansprüche sehr gut.
Wäre also mM auch noch eine Wahl.

Demnächst werde ich ihn auch an meinem Martini 12 Zöller 300/1500mm einsetzen.

Gruß
Peter
 
Ich habe den aktuellen TSGPU gerade mal hier und alles nachgemessen.
Das neue Modell passt auch ohne Messingring genau in einen 2" OAZ.

Gesamtlänge = 11,4 cm
Höhe Konterring = 0,3 cm
Gewindelänge Kameraseite = 0,5 cm
Länge bis Konterring = 10,6 cm

Die Fokuspostion meines Newtons ist normalerweise 138 mm über dem Tubus (Ich glaube 140mm sind normal).
Weil der TSGPU die Position um 20mm nach außen verschiebt, ist die Fokuspostion jetzt 158 mm über dem Tubus.

158 mm - 55 mm Arbeitsabstand = 103 mm
103 mm - 106 mm Länge des Korrektors = -3 mm

Der GPU von TS ragt also mit 3mm minimal in den Tubus, aber noch nicht in den Strahlengang.

Der GPU von Lacerta ist zwar 6mm kürzer, verschiebt die Fokusposition aber nur um 5 mm.
Das heißt der würde bei mir 1,2 cm in den Tubus ragen, wenn ich das richtig verstehe.

Der TSGPU sieht rein optisch tatsächlich aus wie der Korrektor von Sharpstar oder Skywatcher.
Allerdings unterscheiden sich auch hier die angegeben Maße.
Ich kann den Beschreibungen vom Sharpstar und Skywatcher auch keine Verschiebung der Fokusposition entnehmen.
Ich wäre mir deshalb nicht so sicher, ob die wirklich baugleich und nur anders beschriftet sind.
 
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