Bitte überfliegt schnell meinen Plan zum Bau einer Knicksäule

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Messerfuzi

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Hallo zusammen, jetzt melde ich mich nach langem schmökern mal zu Wort bzw zur Frage ;)

Und zwar würde ich mir zur fixen Installation im Garten endlich eine ordentliche Säule bauen. Rohr d150 habe ich daheim, Wandstärke habe ich jetzt nicht bei der Hand, aber glaube es waren 8mm. Die Säule soll natürlich auch armiert und mit (gibt es da schonmal Empfehlungen wie besonders schwingungsarmen etc?) Beton gefüllt werden. Platz darauf soll meine EQ6 mit ihrer eigenen Polhöhenwiege nehmen, deshalb auch der waagerechte obere Abschluss. Es geht mir bei dem Bau simple um einen etwaigen Meridianflip zu umgehen.

An Werkzeug und Geräten fehlt es an nichts und für Adapterplatten etc wäre dann in der Arbeit 5Achs CNC etc vorhanden...aber so weit sind wir ja noch lange nicht :D

Mir geht es hier einfach nur um die Beurteilung der Abmessungen meiner Konstruktion. Zu hoch, zu niedrig...Ausleger mit 800mm unnötig lang etc? Laut Google Maps befinde ich mich auf (48.56...., 16.84....), somit sollte der "optimale Winkel" die gewählten 48,5° betragen, richtig? Ok, Rundungsfehler, aber bestimmt vernachlässigbar :p
Stirn- und Knotenbleche habe ich bewusst alles erstmal aus dem Plan gelassen - natürlich werden diese mit verschweisst.

Eigentlich erschien mir das Thema ja immer relativ "einfach", doch je mehr ich mich hier durch die Threads wühlte, desto unsicherer wurde ich. Es gab einfach zu viel pro/contra, ja und nein und "mach das so, nein so" zu lesen. Deshalb hier meine Bitte zur Kontrolle.

Danke erstmal, man liest sich :)
Lg aus Niederösterreich



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somit sollte der "optimale Winkel" die gewählten 48,5° betragen
Hallo (Name wär schön)
wenn du eine Montierung oben drauf setzt musst sowieso eingescheinert werden.
Wichtig wäre die Knicksäule vom restlichen Fundament zu entkoppeln.

Platz darauf soll meine EQ6 mit ihrer eigenen Polhöhenwiege nehmen, deshalb auch der waagerechte obere Abschluss.
EQ6 mit Polhöhenwiege? Wie sieht das aus? Hast du da ein Foto?

Mach die Säule nicht zu hoch, verlängern ist einfacher als kürzen. Sand zum füllen wird oft verwendet.
Leider habe ich meine Säulen betoniert und 300mm Durchmesser.
Damals hatte ich noch keine Ahnung von einer Knicksäule.

LG aus St.Pölten
Franz
 
Hi,
ich habe (auf Bildern) schon öfter gesehen, dass teilweise noch eine Strebe zwischen den beiden Schenkeln eingebaut/-geschweißt wurde (etwa in dem Bereich wo "97°" steht). Ich könnte mir vorstellen, dass das Schwingungen dämpfen könnte. Kannst ja mal drüber nachdenken.
 
Hallo Franz und Jürgen,

Einscheinern - ja, aber der Winkel des Rohres sollte ja dennoch einigermaßen passen, damit Teleskop etc bei einer kompletten Drehung in gleichmäßigem Abstand läuft. Steht das Rohr jetzt auf 30° und die Monti zeigt mit ihren 48,5° auf Polaris, würde das ganze ja etwas unrund aussehen. Beim Auto achten wir ja auch auf Spaltmaße ;) Also teils auch kosmetischer Natur.

Wie stellst du dir vom Fundament entkoppeln vor? Mit einer Art Gummipuffer, oder gibts da spezielle Schlaganker oder ähnliches?

Mit Polhöhenwiege meinte ich einfach nur den originalen Mechanismus zum Einnorden der EQ6. Etwas besseres und stabileres kann ich mir dann im Nachhinein immer noch fräsen. Vorerst möchte ich oben auf die Waagerechte quasi einen Flansch schweissen, an dem zb unterschiedliche Platten mit verschiedenen Bohrungen usw adaptiert werden können, an denen dann die Monti sitzt. Ich möchte da gleich im Vorfeld lieber mit Verschraubungen und evtl. auch Passstiften flexibel bleiben.

Was würdest du als "zu hoch" bezeichnen? Ich denke, mit so 1400-1600mm Höhe zum Hantieren, verkabeln etc sollte doch recht angenehm sein?

Ja stimmt schon mit Sand, aber dieser dient ja einfach nur der Schwingungsdämpfung. Armierter Beton hingegen würde zudem die Stabilität erhöhen.

Jürgen - wie geschrieben, werden die Schwachpunkte natürlich mit Knotenblechen oder ausgeklinkten Rohren verstärkt, aber es hätte die Zeichnung für die Beurteilung, die ich mir erhoffe, unnötig komplex gemacht. Dass der Statik wegen noch einiges mehr dran muss, ist mir bewusst ;)

Lg, Fuzi
 
Bei meiner Betonsäule ist ein sog. "Betonsäulenadaper" mit einbetoniert. Das sind zwei Alu Platten (30cm Durchmesser und 4 cm dick) mit
6 stk M16 Gewindestengen. Die oberste Platte sollte dann waagrecht stehen.
Das ist aber bei einer EQ (Äquatorial-Montierung) nicht soo schlimm. Theoretisch könntest du die EQ auch senkrecht an die Wand schrauben.
Die RA-Achse muss zum Himmelspol genau schauen.

Entkoppeln - Da habe ich übersehen, dass du ja nur die Säule in die Erde-Wiese-wo auch immer setzt.
Bin von einer Sternwarte aus gegangen da übertragen sich die Schwingungen beim Gehen auf die Säule, wenn nicht baulich getrennt ist.

Die Höhe: wenn deine Säule frei steht, ist es ziemlich egal wie hoch. Bequem halt für dich.

LG Franz
 
nana Franz, die soll schon an einen ordentlichen Batzen Beton, bzw ein Plattenfundament, um dann vielleicht/wahrscheinlich...eine Frage von Zeit, Geld, Lust etc, dann eine kleine Scheune kommen soll :) Nur zum hinstellen wäre mir das das ganze nicht wert, da könnte ich auch gleich beim Stativ bleiben und notfalls umschwenken ;)

So in etwa hätte ich mir das eben auch gedacht - wie mit den Adapterplatten am oberen Ende beschrieben, das selbe Spiel unten...nur eben um einiges größer und massiver. Mit entkoppeln dachte ich, du möchtest die Säule vom Fundament oder Betonsockel entkoppeln. Zb wegen Schwingungen beim gehen oder so.
 
ich will dir den Mund jetzt nicht wässrig machen - aaaber so eine Hütte ist schon was feines.
Raus gehen Strom ein - Dach weg - loslegen. In 15 min läuft die Kamera. Der Rest wird vom warmen Zimmer gemacht.:y:

LG Franz
 
Das kann ich mir vorstellen. Wobei ich es bisher auch so machte und den Laptop vom Büro daheim aus über Remotecontrol steuerte. Allerdings kommt man halt um den Kontrollgang nicht rum, da ich dem ganzen Kabelzeugs ums Stativ nicht so vertraut habe. Wie gesagt - früher oder später soll schon eine Hütte drumherum.

Somit habe ich abschließend also grünes Licht für meinen Plan und kann demnächst mein Rohr zusägen, heften, und mich dann um Material für die Verstärkungen kümmern :)

Natürlich kann ich meine Arbeit auch gerne dokumentieren, falls es jemanden interessiert. Abgesehen davon, treten über kurz oder lang sicherlich wieder Fragen auf...zb Kabelmanagement. ;)

Lg :y:
 
Ja gerne grünes Licht :) leg los und berichte-
Kabelmanagement hab ich noch keine ideale Lösung.
ASI Air wär da was.
Nur ich hab alles 2x MGEN, Kameras usw. Kostet wieder. 2x ASI Air.....
LG
 
Hi wieder,

ja ich hab daran auch einen MGEN3 hängen.

Jetzt kam ich zumindest mal zum Zuschnitt. Mal sehen, wann ich zum Verschweissen komme - Urlaub ist jetzt leider erstmal beendet.


Erstmal beide Rohre in ein U-Profil geheftet, damit beim Umdrehen in der Bandsäge die gegenüberliegende Gehrung axial gleich wird...

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Meine gute alte Metora. Der Kauf für kleines Geld und deren Restauration war goldwert :)


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Vor dem auftrennen der Hefter and den U-Trägern noch schnell per Höhenreisser die Mitten beider Rohre angerissen, damit ich die ovalen Enden auch wieder exakt aneinander legen kann. Der Winkel passt so ziemlich, nur noch Fasen schleifen und das Ganze inklusive einem dreieckig zugeschnittenem 70x40er Formrohr als Strebe verbruzzeln.

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Das wars erstmal ;)
 
Da bist du ja super ausgerüstet, wie auf den Bildern zu erkennen ist.
Viel Spaß noch und gutes gelingen

LG Franz
 
Danke Franz - ja ich liebe Maschinenbau ;) Im Nebenraum stehen noch ein paar Tonnen an Zerspanungsmaschinen, 2 Fräsen, Drehe usw...man gönnt sich ja sonst nichts und ursprünglich wollte ich mich damit mal selbstständig machen, aber dann kam einiges anders und ich verlor das Interesse am Messer sammeln und machen - daher auch mein Nick :sneaky:

Berichte folgen...
 
Ich schlage vor, in den Knick selber noch ein dreieckiges massives Stahlstück als Versteifung einzuschweißen.
Das nimmt ordentlich Last mit auf und hilft Schwingungen vom oberen Teilstück zu reduzieren.
Und es stört nicht die Funktion des Durchschwenkens, da innen dri…

Maximale Erfolge, und bitte berichte weiter,

Ernie
 
Upps, überlesen - alles klar, dann hast Du das ja auf der Pfanne ;)

Tolles Projekt!!!

Gruß
Ernie
 
Hallo Fuzi,

wie befestigst du die EQ6 oben auf der Säule, wenn der Flansch waagerecht ist? Kommen die Teleskope dann noch ohne anzustoßen rum?

Wenn Rektazensionsachse und Rohrachse übereinstimmen, wäre das konstruktiv wegen wegfallender Kraftübergänge vorteilhafter.
Diesen Lösungsansatz habe ich auf die Schnelle hier gefunden


Gruß, *entfernt*
 
Hallo Reinhold,

ja ich hoffe, dass sich das ausgeht. Daran gedacht habe ich auch, schlimmstenfalls muss ich da nochmal umbauen, bestenfalls hat jemand Erfahrungsberichte :unsure:

Heute gibts jedenfalls mal ein kleines Update. Der Winkel passt eigentlich recht exakt. 97° (48,5*2) sollte er haben, digital ermesse ich 96,9-97,0.
Denke das kann man lassen.



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Und hier die besagte Verstrebung. Wurde jetzt sogar ein 100x50x4 Formrohr :sneaky:



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Ich weiss nicht, ob ichs schon sagte - die Rohre haben eine Wandstärke von 10mm, nicht 8mm, wie Eingangs erwähnt.


Allen ein schönes Wochenende
 
… die Schweißnähte schauen super aus. Auf dem Niveau oben zwei Flacheisen und zwei Scheiben angeschweißt und die EQ6 kann „auf Achse“ angeschraubt werden. Es wären dann sogar noch ein zwei Grad Feinkorrektur möglich. Dann braucht die Knicksäule als Ganzes nur noch in Drehung nach Erdachse feinverstellt werden …

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… geht auch in Edelstahl mit Spezialelektrode an Normalstahl. Die Kontaktflächen zur EQ6 könnten dann metallisch blank bleiben und hätten mehr „Biss“ …
 
Hallo
Hallo Reinhold,

ja ich hoffe, dass sich das ausgeht. Daran gedacht habe ich auch, schlimmstenfalls muss ich da nochmal umbauen, bestenfalls hat jemand Erfahrungsberichte :unsure:

Heute gibts jedenfalls mal ein kleines Update. Der Winkel passt eigentlich recht exakt. 97° (48,5*2) sollte er haben, digital ermesse ich 96,9-97,0.
Denke das kann man lassen.



Den Anhang 235446 betrachten



Und hier die besagte Verstrebung. Wurde jetzt sogar ein 100x50x4 Formrohr :sneaky:



Den Anhang 235447 betrachtenDen Anhang 235448 betrachten



Ich weiss nicht, ob ichs schon sagte - die Rohre haben eine Wandstärke von 10mm, nicht 8mm, wie Eingangs erwähnt.


Allen ein schönes Wochenende
;)

Hallo, noch ein Nachtrag,

habe mir eine Knicksäule gekauft (google "JD-Astronomie"), die ähnlich wie Deine aussieht und eine EQ-6R draufgesetzt.
Der Winkel zum Boden ist vollkommen egal. Zwischen den beiden Rohren sollten es ca. 90° sein. Wichtig ist, daß die obere Platte waagrecht ist. Dann wird ja eh eine komplette EQ-6 draufgesetzt. Damit wird die Höhe und der Azimut genau eingestellt.

... und nicht vergessen bei der Nordausrichtung der Säule den wahren Mittag zu verwenden ;)

Grüße
 
Kleine id am Rand ...

- mach die obere Platte doch gleich so, dass die EQ8 drauf passt
- plane die obere Platte so, dass die Montierung so weit wie möglich vorne sitzt. Dann kannst Du sie (EQ8 und EQ6) im Originalzustand lassen und musst nur ggf. am Kopf eine kurze Verlängerung einbauen. Wenn Du dafür Maße brauchst, sag eben bescheid.

Natürlich kannst Du auch die EQ6 am Fuß zerlegen und so adaptieren, dass keine Kopfverlängerung nötig ist. Da finde ich aber den Aufwand tendenziell unverhältnismäßig hoch (wenn man es vernünftig macht) und man kann sie dann nicht mal eben mitnehmen und auf ein normales Stativ setzen (falls man das überhaupt will).
 
Hallo Astrofreunde,

ich habe da eine Frage, ich verstehe den Vorteil der Knicksäule nicht so ganz wenn die Montierung schon eine Polhöhenwiege besitzt. Wird das ganze nicht anfälliger für Schwingungen? Der Knick wirkt fast wie eine Feder oder? Oder soll der Tubus unten durchlaufen können?

LG und CS
Hampo
 
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