Neue Version (V2) von Starnet++

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DietSky

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Hallo Leute,
seit Kurzem steht eine neue Version von Starnet++ zum Download bereit.
Es gibt eine Version für PixInsight und eine GUI-Version mit deutlich vereinfachter Eingabe. Meine ersten Tests sahen sehr gut aus und waren durchaus sichtbar besser als die Ergebnisse mit der Vorversion.
Muss ich noch mit verschiedenen Objekten und unterschiedlichem Pixelscale testen.

CS Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dietmar
was kann ich mir unter der "GUI-Version" vorstellen? Bisher war die Eingabe auch einfach.
Die betreffende Datei über mono_starnet++ bzw rgb_starnet++ drüber legen, fallen lassen und es läuft.
Die neue Version soll schneller sein. Kannst du das bestätigen?

LG Franz
 
Hallo Franz,
wenn Du das Programm in der "GUI-Version" startest, wählst Du über den Browser die gewünschte Bilddatei und das Ziel nach der Bearbeitung aus und drückst auf Start. Das ist recht einfach und übersichtlich.

Starnet++Bild1.JPG

Was die Geschwindigkeit angeht, so habe ich schon den Eindruck, das es etwas schneller als die alte Version läuft.

CS Dietmar
 
Ich habe gerade mal einen Vergleich Alt gegen Neu mit derselben Bilddatei laufen lassen.
Die neue Version ist schneller und erzeugt ein glatteres Bildergebnis mit weniger Artefakten, doch leider auch mit einem Verlust an Feindetails.
Z.B. wurden kleine Hintergrundgalaxien komplett "weggefressen".
Ich werde noch ein paar vergleichende Testläufe machen, aber so ganz bin ich im Moment doch noch nicht überzeugt von der neuen Version.
Bin mal auf Eure Eindrücke und Erfahrungen gespannt.

CS Dietmar
 
Die neue Version kann auch an linearen, nicht gestreckten Bildern eingesetzt werden. Das spart etliches an Arbeit. Testen konnte ich es aber noch nicht.

CS Erik
 
Hallo Dietmar,

danke für den Hinweis! Ohne den hätte ich das nicht bemerkt. Für nicht PI User ist es alleine schon wegen des GUIs wert es herunterzuladen.

Ich habe es schnell ausprobiert. Die Sternartefakte werden schon deutlich reduziert. Es erkennt auch hellere Knoten und Galaxienkerne besser. Nachbessern muss man aber immer noch. Hintergrundgalaxien hat das Teil bei mir schon immer weggebügelt, weil ich wenig vorstrecke. Interessanterweise reduziert es auch Galaxien ohne hellen Kern. Sie sind nicht komplett weg, aber reduziert. Evtl. kommt da noch ein Patch.

In den Tipps steht, dass man immer noch nur mit gestreckten Bildern arbeiten kann. Zumindest in der Standalone Version. Das ist aber sowieso besser bei nur 16bit.

Links neue Version, rechts alte Version.
1643564539601.png

Grüße
Joachim
 
Ich habe jetzt mal unterschiedliche Bilddateien durchgetestet, monochrome und auch farbige, mit unterschiedlichem Pixelscale (0,5"/Px bis 8,5"/Px) und unterschiedlicher Sternendichte. Hat alles sehr sauber funktioniert. Sogar fette Sterne und Spikes werden recht sauber entfernt.
Im Vergleich zur alten Version ein deutlicher Vorteil. Noch werde ich jedoch eine Weile zweigleisig fahren, um noch etwas mehr Erfahrung zu sammeln.

CS Dietmar
 
Hi Dietmar,
Auch von mir besten Dank fuer den Hinweis auf die neue Version.

Hier mal mein erster Eindruck an einem H_alpha (links starnet++2, rechts die alte Version):

StnHa1.PNG


- Nimmt die Sterne artefaktfrei heraus (rechts markiert die "klassischen Krater")
- Einen deutlich wahrnehmbaren Verlust an Aufloesung in z.B. Nebeln kann Ich bei der neuen Version nicht entdecken (habe einige Beispiele abgeklappert, allerdings nur Mono)
Die Sache schaut auf den ersten Blick doch sehr erfolgversprechend aus.
Gruss
 
Schaut gut aus, Dein Ergebnis.
Ich bin noch ein wenig zurückhaltend mit der Euphorie. Teilweise sieht es wirklich sauber aus, aber bei manchen Galaxienaufnahmen mit meinem 12-Zöller leidet die Kantenschärfe der Details in den Staubbändern. Wie gesagt, ich werde noch eine Weile testen und vergleichen, bevor ich mich für die eine oder andere Version entscheide. Eine gewisse Nacharbeit ist allerdings sowieso meistens vonnöten.
Evtl. wäre noch ein Vergleich mit dem StarXTerminator interessant, doch dieser ist nicht ganz preiswert.

CS Dietmar
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin noch ein wenig zurückhaltend mit der Euphorie. Teilweise sieht es wirklich sauber aus, aber bei manchen Galaxienaufnahmen mit meinem 12-Zöller leidet die Kantenschärfe der Details in den Staubbändern.
Ganz klar, muss man sich erst mal in Ruhe anschauen.
Ich bin da eher an Verbesserungen bei Emissionsnebeln interessiert, denn Starnet++ ist da etwas zeitintensiv in der Nachbearbeitung, StarXTerminator hat in der ersten Version dagegen etwas zu krass zugelangt (und in der verbesserten Version hab' Ich den nicht ausprobiert).

Also habe Ich mal meine "Ernte" der wenigen klaren Stunden der letzten Woche vorgenommen (seit Wochen wenigstens ab und zu eine Wolkenluecke, aber viel war's nicht, daher ein heller Klassiker...).
Hier die ganze Geschichte durchgezogen ohne (!) Startnet2++ mit dem Repairbrush nachzubearbeiten (also LRGB + HSO mit Starnet2++):

sn3.PNG


Die kleinen Ringschatten kommt davon, dass dem kleinen ED-Zweilinser Farbfernsehen verboten wurde und sind daher kein Artefakt von Starnet2, sondern aus dem LRGB. Davon mal abgesehen sieht das doch eigentlich sehr sauber aus. Hier und da ganz leiches "Farbrauschen" in der Umgebung der Sterne.
Aber in der Gesamtansicht voellig unerheblich, da macht das ganze Bild schon was her:

Image42.jpg

Noch mal Danke fuer den Hinweis.
Gruss
 
Habe hier ein paar Vergleiche mit dem StarXTerminator gemacht. Bei den Bildern jeweils links das mit Starnet2 (SN2) und rechts das mit StarXterminator (SX).

Bildschirmfoto 2022-01-30 um 10.07.21.png

Die "Nase" in NGC7380, dem Wizard. Was auffällt: SN2 füllt die Bereiche, aus denen Sterne entfernt wurden, mit einer Art synthetischem Rauschen, so dass nicht die flächigen Artefakte wie bei SX entstehen. Das schaut optisch besser aus. Gleichzeitig sieht man aber rechts oberhalb der "Nase" kleine ringförmige Artefakte im SN-Bild, die es bei SX so nicht gibt.

Bildschirmfoto 2022-01-30 um 10.08.26.png

Aus dem gleichen Bild: Rechts im SX-Bild sieht man noch mehr von den schwachen rötlichen Sternen, die SN links fast komplett entfernt hat. Das Resultat mit SN wirkt auch wieder aufgrund des eingefügten Rauschens natürlicher.

Bildschirmfoto 2022-01-30 um 09.58.09.png

Ein Detail aus NGC6888, dem Crescent-Nebel: Auch hier erwischt SN etwas mehr von den schwachen Sternen, der große kreisförmige Bereich mit dem ausgeschnittenen helleren Stern wirkt dank eingefügtem Rauschen weniger auffällig. Aber:

Bildschirmfoto 2022-01-30 um 09.59.11.png

Bei dem aus der Mitte des Nebels ausgeschnittenen Stern zeigt sich, dass das eingefügte Rauschen auch wieder selbst Artefakte erzeugen kann. Deutlich sichtbar ist hier ein Gittermuster in SN, das es so in SX nicht gibt.

Ein letzter Vergleich von Sternenmasken, die mit den beiden Programmen ja auch erzeugt werden können, z.B. für Prozesse wie Deconvolution oder Star Reduction. Hier liefert Starnet2 die eindeutig besseren Ergebnisse. Das liegt hauptsächlich daran, dass SN2 viel besser zwischen Sternen und Nebeln unterscheiden kann. Als Beispielbild eine Luminanzaufnahme von M82, von der ich sowohl im linearen als auch im mit STF gestretchten Zustand Stermasken erzeugt habe.
Originalbild:
Bildschirmfoto 2022-01-30 um 10.01.23.png


Sternmasken aus dem linearen Bild:
Bildschirmfoto 2022-01-30 um 10.03.12.png


Und aus dem gestretchten Bild:
Bildschirmfoto 2022-01-30 um 10.03.36.png


Alle Bilder habe ich selbst an einem APO 115 f7 mit einer ASI183MM Pro und diversen Filtern aufgenommen. Wie sich die beiden Programme mit anderen Teleskop-Kamera-Filter Kombinationen verhalten, kann ich deshalb nicht sagen. Und es sind auch nur schnelle Experimente heute gewesen.

Ein gewaltiger Unterschied besteht auf meinem Rechner in der Arbeitsgeschwindigkeit. Durch die Bank ist StarXterminator deutlich schneller (bis zu 20x). Das kann aber sehr gut daran liegen, dass ich auf einem Mac mit M1 Chip arbeite und die Tensorflow-Bibliotheken von Starnet scheinbar nicht für die Hardware angepasst sind. Aber immerhin läuft Starnet2 jetzt überhaupt auf dem M1 Chip. Starnet++ habe ich dort nie zum Laufen gebracht.

Das wars jetzt erstmal, ich hoffe, diese Beispiele helfen ein wenig bei der Einschätzung. ich jedenfalls finde Starnet2 sehr gut und momentan für besser als StarXterminator.

Viele Grüße,

Reinhard
 
Hallo Reinhard,
hast Dir richtig Mühe gegeben und ein paar schöne Beispiele gezeigt, danke dafür!
Ich werde mich in den nächsten Tagen auch noch etwas intensiver damit befassen.

CS Dietmar
 
Hallo,
ich möchte Euch hier einen Vergleich zwischen Starnet++V1 und der neuen Version V2 am Beispiel einer Aufnahme von NGC4151 zeigen.
Ich habe dabei einen Bildausschnitt gewählt, der feine Galaxiendetails und gleichzeitig "fette" Sterne mit Spikes beinhaltet.
Was die Beseitigung der hellen Sterne mit ihren Spikes angeht, ist die Version V2 der alten weit überlegen und macht dies sehr ordentlich.
Die feinen Details innerhalb der Galaxie werden jedoch sichtbar glattgebügelt. Dies hatte ich schon weiter oben erwähnt und hier schneidet meiner Meinung nach die alte Version besser ab. Ich habe allerdings auch schon Tests an z.B. Emissionsnebeln gemacht und hier sahen die Ergebnisse hervorragend aus ohne Detailverlust.
Bei dem hier gezeigten Bildbeispiel war die neue Version auf meinem PC um 1/3 schneller in der Bearbeitung.


Starnet++Bild2.jpg


Es handelt sich jeweils um 100%-Crops aus dem Gesamtbild

CS Dietmar
 
Hallo,

habe nun auch mal einen Vergleich zwischen Starnet++ V1, Starnet++ V2 und StarXTerminator (AI V7, Trial Version) in PixInsight gemacht. Basis ist ein Bild der Fireworks Galaxy NGC 6946 und dem benachbarten offenen Haufen NGC 6939. Das Bild ist weder lange belichtet noch besonders profihaft bearbeitet, beinhaltet aber jede Menge (unsaubere, jaja) Sterne, die auch in Mengen vor der Galaxie liegen, und der Open Cluster ist eine weitere Herausforderung für die AI.

Links oben ist immer StarXTerminator, rechts oben Starnet++ V2, rechts unten Starnet++ V1 und links unten offensichtlich das Originalbild.

Gesamtbild:
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 18.45.39.jpg


Detail Galaxie:
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 18.44.19.jpg


Detail Sternhaufen:
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 18.45.11.jpg


Sicher führen bessere Sternabbildungen mit weniger Halo zu weniger Artefakten im Starless Image. Vielleicht funktioniert es auch mit linearen Bildern besser, habe ich noch nicht probiert. Aber zum Test ist ein solches "schlechtes" Bild vielleicht ganz gut geeignet.

Alle 3 AI's haben ihre Vor- und Nachteile, wie ich finde, hier meine subjektiven Eindrücke:

Starnet++ V1 erhält die Details in der Galaxie besser als die anderen beiden, erzeugt aber mehr Artefakte von hellen Sternen. Mit dem Sternhaufen kommt es einigermaßen gut zurecht. Leider sind vor der Galaxie einige Stern-Restartefakte, die man auch per Clone Tool nur sehr stressig wenn überhaupt wegbekommt. 2 kleine Hintergrundgalaxien bleiben vollständig erhalten.

Starnet++V2 erzeugt "von weitem betrachtet" sehr wenig Artefakte, und den Sternhaufen löscht es fast unsichtbar aus. Dafür wirkt die Galaxie aber am stärksten geblurred im Vergleich zu StarXTerminator und erst recht zur V1. Die Galaxie an sich ist deutlich artefaktärmer als bei V1 und auch etwas im Vergleich zu StarXTerminator. Die beiden Hintergrundgalaxien sind vollständig verschwunden.

StarXTerminator erzeugt ein sauberes Gesamtbild mit den wenigsten einzelnen Artefakten und erhält die Details der Galaxie auch recht gut, wenn auch weniger als Starnet++ V1. Dafür bekommt es den Sternhaufen am schlechtesten entfernt, wobei man sich da ggf. auch mit überschaubarem Aufwand mit dem Clone Tool behelfen könnte. Vor der Galaxie sind noch einige Sternreste, etwas auffälliger als bei Starnet++ V2, aber deutlich weniger als bei SN V1. Von den beiden Hintergrundgalaxien ist eine erhalten und eine praktisch entfernt.

An Rechenzeit waren die beiden Starnet-Versionen bei mir in etwa gleich, während StarXTerminator nur die Hälfte der Zeit brauchte.

Viele Grüße
Bernd
 
Nachtrag: Hier das gleiche Bild nochmal in linear. Also nach Stacking, LinearFit der Farbkanäle und ABE, nur gestreckt dargestellt (über die STF):

Wieder links oben StarXTerminator, rechts oben Starnet++ V2, rechts unten Starnet++ V1 und links unten das Original.

Gesamt
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 19.44.58.jpg


Galaxie
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 19.46.17.jpg


Sternhaufen
Bildschirmfoto 2022-02-10 um 19.47.01.jpg


Starnet++ V1 rechts unten hätte ich mir sparen können, das kann wohl mit linearen Bildern nicht umgehen (steht sicher auch irgendwo, hab mich generell mit den AI-Sternentfernern noch nicht sehr beschäftigt).

Bei den anderen beiden sieht die Sache etwas anders aus im Vergleich zu den vorherigen Ergebnissen an den bereits gestreckten Bildern. Im Gesamteindruck zeigen beide Netze praktisch keine Sternartefakte, auch nicht vor der Galaxie. Die beiden Hintergrundgalaxien sind in beiden Fällen zumindest schwach erhalten, und den Sternhaufen haben beide praktisch vollständig wegbekommen, wenn auch ein lilafarbener Schimmer übrig geblieben ist, den man aber natürlich simpel wegbekommt.

Im Detail erkennt man bei StarXTerminator, dass die Stellen, an denen die Sterne waren, homogene, deutlich rauschärmere Patches als die Umgebung, was beim Reinzoomen dann schon unnatürlich wirkt. Starnet++ V2 überdeckt die Sterne mit Patches, die vom Rauschen her vergleichbar mit der Umgebung sind und daher auch bei starker Vergrößerung deutlich weniger auffällig sind.

Die Details der Galaxie sind bei Starnet++ V2 etwas weniger geglättet als bei StarXTerminator, aber beide Starless Images zeigen im Vergleich zum Originalbild nach wie vor eine merkliche Weichzeichnung. Es ist natürlich auch schwierig für eine KI, einen nahezu sternförmigen Galaxie-Kern oder sehr sternähnliche Strukturen in den Spiralarmen von wirklichen Vordergrundsternen zu unterscheiden. Bei Gasnebeln mit feinen Strukturen tritt dieses Weichzeichnen vermutlich nicht auf, wie Dietmar oben ja auch schon geschrieben hat, weil diese Strukturen, auch wenn sie im Original knackscharf sind, halt nicht wie Sterne = lokale mehr oder weniger punktförmige Intensitätsmaxima aussehen und sie daher von dem Algorithmus in Ruhe gelassen werden.

Mein Fazit bis hier ist: Es scheint günstiger zu sein, die Sternentfernung bereits im linearen Bild durchzuführen, wobei sich dann StarXTerminator und Starnet++ V2 nicht viel nehmen (wobei mir SN2 ein wenig besser gefällt). Da außerdem ersterer 60 USD für eine Lizenz aufruft, werde ich wohl bei letzterem bleiben.

VG und CS
Bernd
 
Hallo zusammen,

leider kann man Starnet++ nicht mehr seit einem Tag beziehen:
1644531738210.png


Ich würde gerne die Version 2 ausprobieren...

CS Thomas
 
Hi,

ja der Entwickler Nikita Misiura hat durch seine neuen restriktiveren Lizenzbedingungen bei der V2 wohl ein Thema mit SourceForge bekommen. Im Wesentlichen möchte er verhindern, dass mit seinem Starnet V2 massenhaft Starless Images erzeugt werden, um diese dann als Trainingsdaten für andere (Konkurrenz-) neuronale Netze zu benutzen. Wird auch auf CN gerade etwas diskutiert...

Unabhängig davon: Hier ist noch ein schönes Vergleichsvideo, wie ich finde (vielleicht ja auch schon bekannt, dann einfach ignorieren). Lasst euch nicht vom Videotitel abschrecken, der Inhalt ist seriöser, als der Titel fürchten lässt :)

StarNet++ V2 schlägt zurück – StarXTerminator am Boden?!

CS
Bernd
 
Moin in die Runde :)
Mag mir mal jemand erklären, wie ich starnet 2 in pixinsight zum laufen bekomme?
Schaffe es irgendwie nicht ?
Auf Youtube gibt es ein tutorial für Mac aber irgendwie funzt das nicht bei mir.
In der Redme Datei steht auch nix drin ?
Würde mich sehr freuen, wenn mir wer dabei helfen könnte. Bin einfach zu blöd dafür ?
Lg Flo
 
Hallo Flo,
was ist denn das Problem? Ist es das, dass der Mac die dylib-Dateien nicht öffnen will weil "unbekannte Herkunft"?
VG
Bernd
 
Also ich habe die dylib-Dateien alle nach /Programme/PixInsight/bin kopiert. Danach erst mal jede davon mit gedrückter Shift-Taste per Rechtsklick geöffnet. Dann kam der Warnhinweis "Wollen Sie wirklich öffnen, unbekannte Herkunft etc. blabla", aber in dem Warnfenster gab es einen Button "Öffnen" (den gibt es nur, wenn man beim Rechtsklick gleichzeitig die Shifttaste gedrückt hält). Wenn man das tut, öffnet sich das Terminal und die dylib-Datei wird gestartet, was natürlich nicht funktioniert, weil es ja keine ausführbare Datei ist. Dennoch hat die Datei durch diese Prozedur den Status "unbekannte Herkunft" verloren. Danach habe ich genau das gemacht, was in der readme stand, und es lief.

CS
Bernd
 
Hatte vergessen zu erwähnen das bei mir Windows läuft und das tutorial für den Mac ist. Für Windows find ich nix.
Wie auch immer.
Ich habe alle Dateien in pixinsight Bin verschoben. Pixinsight gestartet und nach Updates oder verfügbaren Modulen gesucht. Er findet natürlich nix.
Keine Ahnung was ich da falsch mache.
Neuste Pixinsightversion ist installiert. Hab es ja beim ersten Starnet auch irgendwie hinbekommen.
Danke Bernd für die weiteren Infos. Funktioniert aber bei mir auch nicht mit alles einmal öffnen ?
 
Ach so, ich dachte du hast einen Mac. Meine Beschreibung passt für Windows nicht, aber es sollten ja doch viele Windows-User hier sein, bei denen es funktioniert.

CS, Bernd
 
Hallo,

wem Starnet++ zu langsam ist und über eine NVIDIA Grafikkarte verfügt... es ist nun möglich die CUDA Kerne der Grafikkarte bei der Berechnung zu nutzen als Standalone oder in PixInSight.

Das bedeutet einen massiven Zeitvorteil (bis zu 88% je nach verwendeter Grafikkarte :oops:).

Das ganze funktioniert wie bei bekannten Videoschnittprogrammen oder Bildbearbeitungsprogrammen, die Berechnungen an die Grafikkarte weiterreichen.

Eine Anleitung habe ich hier gefunden GPU Acceleration for StarNet++ with CUDA | William Li Photos

Hält man sich daran, funktioniert das ganze auch! Man kann sich im Verlauf nur bei NVIDIA für das Developer Programm registrieren. Das funktioniert aber auch mit einem schon bestehendem Account dort (wenn man z.B. GeForce Experience nutzt), alternativ wird auf der Seite oben ein Download Link angeboten.

Ich kann leider nicht reproduzieren, ob das auch mit Modellen unter der 2000 Generation von NVIDIA auch funktioniert, da ich eine RTX 2060 verbaut habe. Die 1000 Generation sollte aber theoretisch damit auch laufen.

Gruß,

Ralph
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Richtig, wie der Name "Sourceforge" schon sagt, ist das eine Platform für OpenSource-Projekte.
Im Gegensatz zu früher gibt es aber für Starnet2 keinen Quellcode mehr. Ich kann Sourceforge da gut verstehen, dass die nicht einfach nur als File-Hoster missbraucht werden wollen.
Auf der anderen Seite kann ich den Macher von Starnet aber auch verstehen. Er hat das Tool öffentlich gebaut und kostenlos zur Verfügung gestellt. Und offensichtlich gibt es wohl Nachahmer, die entweder Teile von Starnet (wie die Trainingsdaten?) direkt in eigener Software verwenden, oder zumindest eigene neuronale Netze mit Hilfe von Starnet trainiert haben. Wenn die Ergebnisse daraus dann als tolle neue Software verkauft werden, dann kann man sich schon ärgern. So verstehe ich jedenfalls die unglücklich formulierten Sätze in der Lizenz von Starnet2...

Grüße,
Steffen
 
Hallo,

ich bin von dieser Version begeistert. Da ich nicht PI besitze, nutze ich das Command Line Interface für Mac. Es funktioniert mit Intel Mac sowie mit Mac M1 Prozessor. Damit ich nicht mit dem Terminal umständlich fummeln muss, habe ich eine App mit dem Automator zusammengestellt.
 

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