N.I.N.A Problem beim automatischen Meridianflip

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steinplanet

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Hallo zusammen,

NINA läuft in unserer Sternwarte gut und stabil. Die Sequenzen arbeiten incl. Platesolve ohne Probleme.
Wir haben zwei Säulen in der Warte. Eine ist mit einer EQ8Pro/EQMOD Steuerung bestückt und eine mit einer Fornax 51/MC3 Steuerung. Bei der EQ8 wird der Meridianflip sauber und perfekt ausgeführt. Bei der Fornax ist folgendes Problem.
Das Meridianflip-Fenster erscheint, die Nachführung/Guiding wird korrekt gestoppt. Wenn dann der Punkt "schwenken" abgearbeitet werden sollte, wird die Fornax nur ca. 0,5 Sec. bewegt, bevor direkt das Platesolve erfolgt, die Position korrigiert, die Nachführung gestartet und die Aufnahmen weiter belichtet werden. Alles korrekt, bis auf den Umstand, dass sich die Monti noch auf der Westseite befindet und eine Stunde später an der Säule anschlagen würde, also nichts für Remotebetrieb.
Ich habe keine Ahnung woran das liegen könnte, da NINA ja sonst die Montierug perfekt verfährt.
Vielleicht hat einer von Euch noch eine Idee, woran das liegen könnte.

LG
Willi
 
Hallo Willi,
nur ein Schuss ins Blaue, da ich beide Montierungen nicht kenne und auch nicht NINA nutze.
Da war vor einiger Zeit aber mal jemand mit einem ähnlichen Problem. Die Ursache war, dass sowohl in der Steuer-SW als auch im an der Monti angeschlossenen Hand-Controller der Meridian-Flip aktiviert war. Wurde dann wohl 2x ausgelöst, was sich gegenseitig "neutralisiert" hat.

Ist ggf. mal eine Untersuchung wert, falls hier nicht jeamnd DIE passende Lösung hat.

Grüße
Hartmut
 
Das Meridianflip-Fenster erscheint, die Nachführung/Guiding wird korrekt gestoppt. Wenn dann der Punkt "schwenken" abgearbeitet werden sollte, wird die Fornax nur ca. 0,5 Sec. bewegt, bevor direkt das Platesolve erfolgt, die Position korrigiert, die Nachführung gestartet und die Aufnahmen weiter belichtet werden. Alles korrekt, bis auf den Umstand, dass sich die Monti noch auf der Westseite befindet und eine Stunde später an der Säule anschlagen würde, also nichts für Remotebetrieb.
Hi Willi,
Disclaimer vorab: Ferndiagnose ist immer ein Ratespiel ... ;)
Das mal gesagt, eure Geschichte hoert sich danach an, dass die Fornax (d.h. MC3) so konfiguriert ist, dass die noch ueber den Meridian nachfuehren kann, aber NINA den Meridianflip schon kurz hinter der Meridianposition machen will.

Was normalerweise passiert ist Folgendes:
  1. Meridian wird erreicht und leicht ueberschritten (wann genau ist in NINA konfigurierbar).
  2. NINA stoppt das Nachfuehren.
  3. NINA gibt einen Goto-Befehl auf das aktuelle Ziel. Merke: Den Befehl "mach' mal einen Meridianflip" gibt es nicht. Der Meridianflip wird ausgeloest, in dem ein Goto-Befehl an die Montierungssteuerung geht, welches auf ein Ziel fuehrt, dass fuer die Steuerung bereits "auf der anderen Seite liegt".
  4. Die Montierung bemerkt, dass sie an die neue Sollposition nur dann kommt, wenn geflippt wird und fuehrt dementsprechend den Flip selbststaendig durch. Es ist nicht NINA die den eigentlichen Flip veranlasst, es ist die MC3, die das tun muss.
  5. Am Ziel angekommen signalisiert die Montierung an NINA, "Alles klar, ich bin am Ziel".
  6. Dann faehrt NINA mit dem Plate-Solve fort, rezentriert, schmeisst den Guider an, blablabla
Bei euch laeuft das bis Punkt 3 genauso. Nur wenn NINA den Goto Befehl gibt, der in der Steuerung den Flip ausloesen soll, dann sagt halt eure MC3/Fornax, ja was willst Du denn, wir sind doch schon auf der Position und es ist alles im gruenen Bereich. Daraufhin macht dann NINA brav weiter im Programm, so als waere geflippt worden.

Ich sehe da zwei Loesungsansaetze:

1) Wenn ihr von der Montierung her tatsaechlich ohne Probleme durch den Meridian laufen koennt (ohne dass es kracht ...), dann koennt ihr NINA so konfigurieren, dass NINA einfach spaeter flippt. Das findet man unter Options-->Imaging und sieht bei mir so aus:
Flip.PNG

Bei euch muss dann in das Feld "Minutes after Meridian" eben der Wert eingesetzt werden, ab dem die MC3 flippt.

2)Ohne jetzt die MC.3 Steuerung der Fornax zu kennen, man kann da natuerlich auch in der Konfiguration das Limit aendern, ab der die MC.3/Fornax flippt und das Ziel "von der anderen Seite" anfaehrt. Das ist natuerlich montierungsspezifisch und da Ich keine MC.3 habe, muesstet ihr schon selber schauen, wo und wie das konfiguriert ist.
Ein kurzer Blick in's Handbuch der MC.3 ( https://teleskop-austria.at/information/pdf/MC3_MC3_Bedienungsanleitung_20131130_DE.pdf ) auf Seite 11 duerfte euch auf die richtige Spur bringen:

MC3.PNG

Meinem Verstaendnis nach sollte das auf "Manuell" stehen und die "Swap position" auf 0 und dann muesste es (Vorsicht Ferndiagnose!) mit der NINA Konfig von oben vielleicht funktionieren.

In jedem Fall liegt der Hund da wohl irgendwo begraben ... viel Glueck.
Gruss & CS
 
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