Hesiodusstrahl bei 50 km/h Wind

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Ries

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Hallo,

als relativer Mondfrischling wollte ich unbedingt mal den Hesiodus-Strahl aufnehmen. Letzte Nacht bot sich die Gelegenheit. Leider gabs starken Ostwind, der heftig am 18" Newton rüttelte. Musste mit Gummi-Spanngurte den Tubus auf Zug halten, sonst wären die Schwingungen übers halbe Gesichtsfeld des kleinen Chips gegangen. So hüpfte der Zentralberg von Pitatus nur ca. 5% vom Gesichtsfeld um das Fadenkreuz.

Fokussieren war bei dem Gezappel ein Glückspiel. Autostakkert konnte trotzdem mit den Daten was anfangen.

Hier mal eins der besseren Summenbilder:
Link zur Grafik: https://forum.astronomie.de/attachments/hesiodusstrahl_irpass_gdb_20220311_1400-jpg.246375/?hash=e9fd7f14eb44419cf6b00bb4a05be405

Hab auch eine Animation erstellt.

Hesiodusstahl_IRpass_GDB_20220311_1200.gif


Hoffe, das ich das noch mal bei gutem Seeing erwische.

LG Wolfgang
 

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    Hesiodusstrahl_IRpass_GDB_20220311_1400.jpg
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Hallo Wolfgang,

Das soll ein unbearbeitetes Summenbild sein ? So sehen die bei mir bei guten Bedingungen aus.

Ja, der Wind hat meinen 12" Dobson auch mächtig in Schwingungen versetzt. Das war wirklich eie Zappelei, kann ich nur bestätigen. Die Bedingungen wurde auch bei mir immer schlechter, dennoch habe ich bis ca. 22:30 Uhr durchgehalten.
Deine Animation sieht sehr gut aus, ich werde versuchen meine Aufnahmen mit dem Morphmaker zu animieren.

Gruß,
Holger
 
Hi Holger,
nein das Summenbild ist natürlich bearbeitet. AS gestackst und geschärft und dann im PS noch ein wenig Kontrast und sonstige Sachen nachbearbeitet. Im Rohsummenbild ist alles Weichgespühlt;-).
 
Hallo Wolfgang,

diese Lichterscheinung zeigst du sehr gut auf deinem Bild. Selber habe ich es leider nicht geschafft, dieses Lichtspiel selber zu beobachten.

Aus aktuellem Anlass habe ich nun diese Erscheinung für 2022 berechnet. Zunächst bestimmte ich mir aus meinem Mondatlas die Koordinaten von der Unterbrechung des Walls von Pitatius bestimmt: Foto mit Krater Pitatius und Hisiodus. Diese Unterbrechung befindet sich auf Länge -15.3° und Breite -29.5°.
Mit Krater - Höhen und Azimut von Sonne und Erde auf dem Mond erhielt ich die Sonnenhöhen für 20 Uhr UT und 22 Uhr UT mit 1.62° bzw. 2.50° und nehme an, dass diese Lichterscheinung bei Sonnenhöhen von 1.6° bis 2.5° gut zu beobachten ist.
Nun habe ich mit Krater - Höhen von Sonne und Erde auf dem Mond die Sichtbarkeiten für das Jahr 2022 ermittelt:

1.) 2022-03-11 20 bis 22 UT: Dekl. Mond 26.7°
2.) 2022-05-09 22 Uhr UT bis 01 Uhr UT: Dekl. Mond 16.2°
3.) 2022-11-02 20 Uhr UT bis 23 Uht UT: Dekl. Mond -15°

Daraus kann man erkennen: am 11. März war die beste Beobachtungszeit, dann folgt der 09. Mai und am 02. November wird eine Beobachtung auch noch gut gehen, allerdings steht der Mond wesentlich tiefer über dem Horizont.

Ich wünsche weiterhin gute Beobachtungen!
 
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