Schmidt Cassegrain

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Ich weis nicht warum die SC bei manchen immer schlecht wegkommen...
wahrscheinlich nie eins gehabt... Hörensagen........
Ich habe auf Teleskoptreffen in 10 Jahren viele SCs von 5 bis 12“ gesehen, Celestron und Meade, teils EHD, es gab viel matsch und selten mal was richtig knackiges. Wir hatten auf der Sternwarte ein C8, Matsch...
Mein Bruder hat jetzt ein C8, das scheint echt gut zu sein, aber ein Test an Jupiter steht noch aus.
Deshalb ist meine Meinung zu SCs ziemlich durchwachsen. Empfehlen würde ich die so schnell nicht, es sei denn man kann sicherstellen vorher durch das exakte gerät Hindurchzuschauen, welches man bekommt. Aber das gilt bei mitr mittlerweile längst nicht mehr für SCs allein. Es ist das selbe mit den Daystar Quark, oder den Newtons von der Stange, wo man ja soviel Öffnung für sowenig Geld bekommt (warum wohl), hälfte gut, hälfte Mist. Lotto. Ich bin mittlerweile auf der Schiene gelandet, entweder direkt Königsklasse, oder drei bestellen, durchschauen, und eins behalten.
Bitte nicht in den falschen Hals bekommen, das ist nicht negativ gemeint, sondern nur realistisch. Ich habe selbst das Lotto mit den Quark auf mich genommen und bin mit dem 2ten Exemplar fast vollständig zufrieden.
LG, Olli
 
Der Vorbesitzer meines C11 war auch nicht glücklich ...war völlig dejustiert, die Sterne dreieckig und Matsch...15min justieren und es war Rattenscharf....
 
Hallo,

natürlich muss ein SCT perfekt kollimiert sein, damit es richtig performt und die atmosphärischen Bedingungen müssen passen.
Viele gängige Justieranleitungen hören auf halbem Weg auf, und wenn man danach justiert, kann das Teil nicht seine ganze Leistungsfähigkeit zeigen.
Es kommt aber auch darauf an, was man unter "Matsch" versteht.
Bezogen auf den Kontrast kommt ein 11" SCT bei weitem nicht mal mit einem 5" Apo mit, gegen einen Apo wirkt jedes SCT "matschig", insbesondere an Jupiter kein Vergleich.
Wenn es jedoch um die Detailerkennbarkeit geht, ist ein perfekt justiertes 11" SCT jedem 5-6" Apo haushoch überlegen , wenn die atmosphärischen Bedingungen es zulassen (es sei denn, man hat wirklich eine "Gurke" erwischt).

VG
Günter
 
Ein gemessener Strehl bei einem SC ist evtl. nur eine Momentaufnahme, wo zur Prüfung auf bester Fokus justiert und ausgerichtet wurde.
Viele SCs haben Shiftingprobleme und werden bei irgend einem Fokus genutzt, so das es eben für die Beobachtung mit dem Zubehör passt.
Das ist am SC auch meiner Erfahrung nach immer das grosse Manko gewesen.
Ich besitze immernoch ein optisch sehr gutes C9.25 alter Bauart.
Einmal auf der Montierung und direkt am Stern einjustiert ist es genial (die Eiskappen am Mars gehen mir heute noch nicht aus dem Kopf), aber schon einmal von der Montierung heruntergenommen und hingelegt und dann wieder aufgesattelt und die Justage ist weitgehend futsch. Es ist mir staendig passiert, dass Ich "Matsch" gesehen habe, weil das Ding je nach Zenitlage schon wieder aus der Justage war. Mein f/4 Newton ist dagegen tatsaechlich 3x so justierstabil.
Richtig ab geht die Post, wenn man den Hauptspiegel festlegt, dann den Fangspiegel justiert und mit dem Crayford hintendran dann fokussiert. Aber einen Meridianflip spaeter kann man wieder justieren....
Die alten SCs waren von der Optik IMHO her prima, aber von der Mechanik her tendenziell schon ein einziges Provisorium. Und sicher, dass ist inzwischen wohl sehr viel besser geworden und wie die neueren Modelle sich daher schlagen, kann und will Ich daher nicht beurteilen.

Naja, und der Mythos des C9 kam von "etwas" mehr Oeffnung und der verglichen zum C8 einer etwas gemaessigteren Feldkruemmung und Koma. Mit einem Panoptik oder einem Nagler war daher der visuelle Schaerfeeindruck im Feld tatsaechlich etwas weiter und das nimmt man auch spontan sofort wahr.
Auf der Achse und bei hoher Vergroesserung allerdings hatte Ich in der Praxis (wenn es denn mal Seite an Seite mit einem C8 war) wohl noch nie das Spitzenseeing, dass es mir erlaubt haette, da am C9 marginal mehr zu sehen als am C8.
Dazu kommt, dass das C9 mit dem gleichen Okular etwas groesser abbildet und es ist sehr schwer zu beurteilen, ob der visuelle Unterschied "objektiv" dem Unterschied der Vergroesserung zuzuordnen ist, oder der tatsaechlichen optischen Qualitaet.
Was mal Relevanz hatte, ist das die Asphaere der Schmidt-Platte fuer den "langsameren" Hauptspiegel des C9 weniger extrem ausfallen muss und daher mit weniger Aufwand praezise gefertigt werden kann. Ob sich das in der tatsaechlichen Qualitaet niedergeschlagen hat, ist schwer zu sagen.

Auch OT: Standing, Standing, Standing ueber alles...
Tjaja, dass war wohl seinerzeit das eigentliche Zauberwort. Daher bin Ich sehr froh, dass es inzwischen mehrere Dienstleister gibt, angefangen vom Joerg Kneip bis hin zum Tommy Nawratil, die Amateuren reproduzierbare und validierbare Dienstleistungen zur Verfuegung stellen, die in erster Linie ganz unspektakulaer dem zahlenden Kunden dienen und eher nicht so zu allerlei sonst.
 
Beim C8-9 hatte ich keine Probleme bei Zenitnähe oder Horizontnähe...
aber beim C11 deutlich... immer wieder mußte ich kurz nachjustieren , scheinbar kippt
der Hauptspiegel doch ein wenig.... mit BobKnops war es schnell behoben, aber nervig.....

ich weis nicht ob die Neuen C9,25 da ein Problem haben oder nicht mehr....
und welche gelten als Neu? die mit Faststar? (hatte meins)
 
Was nutzt es, wenn man wegen dem F2 HS ultragenau justieren muss, und die erste fokussierbewegung gleich wieder eine unkalkulierbare dejustage verursacht...
Könnte man den HS von einem SC nicht so festsetzen, dass auch ein meridianflip das spiel des fokusshiftings nicht mehr bedient?
Ich meine, wenn man nur den Fokussiertrieb festsetzt, ist das Spiel der HS Gleitlagerhülse auf dem Blendrohr ja noch nicht weg, die Schwerkraft beim Schwenk tut den Rest.
Es muss doch eine Möglichkeit geben die Verschiebung selbst mitsamt ihrem Spiel zu blockieren.
LG, olli
 
Hallo,

die EHD-Modelle bieten die Möglichkeit, den HS zu fixieren.
Allerdings ist das Spiel hier offenbar so gering, dass ich dafür bisher keine Notwendigkeit gesehen habe.
Bezüglich Fokussierung: es wird allgemein empfohlen, die finale Fokussierung entgegen dem Uhrzeigersinn vorzunehmen, weil dann der HS satt auf der Fokusspindel aufliegt. Ich habe da allerdings bei meinem C11 EHD (allerdings azimutal montiert) noch keinen Unterschied festgestellt.
Ein Versuch mit einem mittelpreisigen Crayford-Auszug verlief eher ernüchternd, die originale Fokussierung und erst recht der FeatherTouch FTM-CPC11 funktionieren deutlich präziser.
Ach ja, noch zur Justierstabilität:
Mein C11 EHD wird zu jeder Beobachtung aus dem Haus geschafft und nach der Beobachtung wieder zurück. Ich musste jetzt innerhalb von ca. einem halben Jahr immer noch nicht nachjustieren.
Mangelnde Konstanz der Justierung ist meist auf nicht fest genug angezogene Justierschrauben zurück zu führen.
Eher schlechte Erfahrungen habe ich da mit den weiter oben erwähnten "BobsKnobs" gemacht. Durch reine Fingerkraft bekommt man die Schrauben nicht fest genug angezogen. Ich habe die originalen (sehr weichen) Kreuzschlitzschrauben durch Imbusschrauben ersetzt.

VG
Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte für mich an der Stelle den Baader Steeltrack erwogen, da ich damit an meinen Refraktoren schon hervorragende Erfahrungen gemacht habe. Kann ich wärmstens empfehlen.
LG, Olli
 
Genau dieser Steeltrack war der von mir oben erwähnte "mittelpreisige" Auszug, der für eine eher ernüchternde Erfahrung gesorgt hat.
Ich habe am Apo einen 3"-FeatherTouch, der ist eine deutlich andere Liga (natürlich auch vom Preis her).

VG
Günter
 
Den Baader Steeltrack hatte ich auch, war unzufrieden, da war der Omega Hybrid wesentlich besser...
 
ich weis nicht ob die Neuen C9,25 da ein Problem haben oder nicht mehr....
und welche gelten als Neu? die mit Faststar? (hatte meins)
Mein C9.25 ist von vor Faststar und hat noch die Starbright-Coatings (nicht die XLT). Das war eine wilde Zeit bei Celestron. Ich habe versucht Bobsknobs einzubauen, aber man muss fast akribisch den Produktionsmonat wissen, denn da wurde offenbar mal metrisch mal zoellig im schnellen Wechsel offenbar das verbaut, was gerade im Regal lag. Falls also Interesse an zoelligen Bobsknobs besteht, Ich haette da ... ;)

Was nutzt es, wenn man wegen dem F2 HS ultragenau justieren muss, und die erste fokussierbewegung gleich wieder eine unkalkulierbare dejustage verursacht...
Könnte man den HS von einem SC nicht so festsetzen, dass auch ein meridianflip das spiel des fokusshiftings nicht mehr bedient?
Ich meine, wenn man nur den Fokussiertrieb festsetzt, ist das Spiel der HS Gleitlagerhülse auf dem Blendrohr ja noch nicht weg, die Schwerkraft beim Schwenk tut den Rest.
Es muss doch eine Möglichkeit geben die Verschiebung selbst mitsamt ihrem Spiel zu blockieren.

Das ist irgendwo halt das Manko an den alten Celestron Serien: Wenn man den Hauptspiegel und den Fangspiegel am SC "richtig schoen" justieren koennte und diese Justage auch stabil bleiben wuerde, dann sind die optisch schon ziemlich klasse. So wie die alten Russen-Maks ja auch.
Ich hatte mein C9 - auch schon wieder ein paar Jahre her - mal komplett zerlegt offen, denn es gibt mehrere Modifikationen, um wenigstens das Spiel an der Gleitlagerhuelse deutlich zu vermindern. Mir schwebte sowas vor:
Ich hab's dann am Ende doch nicht mehr gemacht, u.a. weil Ich mich anders entwickelt habe und heutzutage eine Astrokamera mit 2um Pixel-Pitch auch einen 12" F/5 Newton bei "nur" 1,5m Brennweite bei jedem realistischen Seeing komplett oversampeln kann. Ueber die Zeit hat mein C9 daher "seine Nische" mehr und mehr verloren.

Bezüglich Fokussierung: es wird allgemein empfohlen, die finale Fokussierung entgegen dem Uhrzeigersinn vorzunehmen, weil dann der HS satt auf der Fokusspindel aufliegt.
Das habe Ich an meinem mit NINA (da kann man einen asymmetrischen Overshoot definieren) mal fuer die Fotografie herumgespielt. Das war eher ernuechternd. Mein Fazit war, dass man bei meinem alten Celestron Rohr wirklich an die Gleitlagerhulse 'ranmuss, alles andere ist Symptommanagement.

Hier mal ein Beispiel aus diesen Tagen (mit Reducer/Flattener aufgenommen) vor dem Meridian-Flip und frisch justiert:

masterLight-BINNING_1-FILTER_Luminance_UHC-EXPTIME_45.png


Und hier dann nach dem Flip:

integratioLUM.png

Koma-Matsch ueber's ganze Bildfeld, dass es nur so brummt. Das war schon frustrierend...
Gruss & CS
 
Also der Omegon für Newtons war ne reine Katastrophe.
Was genau hat dich den bei den Steeltracks gestört? Ich finde, die sind gegenüber den originalen ein mega upgrade.
 
Bei meinem Steeltrack wurden ständig die Madenschrauben locker, und da wo er Drehbar war auseinander gefallen... zog man fester an ,dann war er nicht mehr drehbar ,oder voll hacklig .... der Omegon lief wie Butter ohne wackeln und gut feststellbar.
 
Naja gut, die Drehbarkeit hat mich nie interessiert, hab Clicklocks dran, ich dreh eben das Zubehör. Von daher glaub ich dir das einfach mal, dass das so ist, habs ja nie probiert.
LG, Olli
 
Naja gut, die Drehbarkeit hat mich nie interessiert, hab Clicklocks dran, ich dreh eben das Zubehör. Von daher glaub ich dir das einfach mal, dass das so ist, habs ja nie probiert.
LG, Olli
war praktisch wenn die Kamera dran ist,und drehbar....
hab mir jetzt ein 360% Rotator gekauft...
ich hab ja jetzt ein 6 Zoll APM Apo... leider komm ich nicht zum testen ,immer zugezogen -bewölkt
vorhin Stahlblauer Himmel....jetzt wieder zugezogen......
bin gespannt wie der Apo ist beim Fotografieren ,Sternabildungen .....
und vor allem Verwacklung wegen der Länge... da ist ein SC schon gutmütiger...
 
Ich beobachte nur visuell, da liegen die Ansprüche wohl anders. Dem Apofieber bin ich aber auch verfallen.
LG, Olli
 
Ich beobachte nur visuell, da liegen die Ansprüche wohl anders. Dem Apofieber bin ich aber auch verfallen.
LG, Olli
Hab jetzt den 152er APM und einen kleinen 72er TS Apo der macht sich ganz gut....

nach über 30 Jahren SC wollte ich mal auf Apo umsatteln.....
hoffe ich bereue es nicht.... meinem 9er SC trauere ich immer noch nach... da muß
mir der 152er Apo schon was bieten :-)
 
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