Wie stackt man aus versch.Nächten richtig?

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BosMak

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Hallo

Ich habe eine Frage zum Stacking.

Beispiel:

Wenn ich je 100 Bilder(lights) aus Nacht 1, 2 und 3 habe, wie stacke ich dann korrekt zu einem Bild?

Z.B, in Siril ist mein Ablauf so,
ich generiere aus Nacht 1 ein stack, -> Datei result01.fit
Aus Nacht 2 ein stack, , -> Datei result02.fit
Aus Nacht 3 ein stack, , -> Datei result03.fit


Dann gehe ich her und stacke

result01
result02
und result03

zu einem (Master)Stack.

Ist das so richtig?


Gruß
Heinz
 
Hi Heinz,

welche Software nutzt du? In APP und PixInsight ist das beispielsweise in einem Aufwasch möglich.

Wie das bei anderen Stacking-Softwares ist, weiß ich allerdings nicht.

CS,
Ulrike
 
Hallo Heinz,

wenn gleiche Gain und Belichtungswerte vorliegen, packe ich diese alle zusammen in Siril. Deine Lösung müsste auch gehen. Am besten beides ausprobieren und sich die Ergebnisse ansehen. Geht doch in Siril rasend schnell. ;)
 
In Siril ist meine Herangehensweise folgende:

Ich lasse in separaten Ordnern für jede Nacht die Scripte durchlaufen. (geht auch alles manuell ... prinzipiell machen die Scripte hier auch mehr als für diese Vorgehensweise notwendig wäre, aber ich bin faul und dafür gibt es ja die Scripte)

in den Prozessdaten entstehen dann die pp_lights_0001 (oder so ähnlich). Das sind die Post-Processed Lights, mit denen also Flats, Bias und ggf. Darkframes verrechnet worden sind. Diese benenne ich dann in den jeweiligen Ordnern um, sodass ich für
Nacht 1: pp_lights1_0001, ...
Nacht 2: pp_lights2_0001, ...
Nacht 3: pp_lights3_0001, ... etc habe. (gibts entsprechende Umbenennungsprogramme. Ich nutze ReNamer)

Aus all diesen Lights erstelle ich nun In Siril meine Light Sequenz (Dazu am besten die Tutorials von Frank (frasax) anschauen).
Diese Light-Sequenz registriere ich dann aufeinander und schaue in der grafischen Darstellung nochmal nach Ausreißern, die ich entferne. Dann schließlich mit den entsprechenden Einstellungen stacken und fertig ist das Multi-Night-Bild :)

Wenn ich mich nicht irre, war die Methode, dass man einfach die Result.fits stacked nicht optimal, aber ich weiß nicht mehr warum :LOL: Du müsstest die Result.fits zumindest mal noch aufeinander registrieren (ausrichten).
 
Zuletzt bearbeitet:
Als ich noch Siril verwendete, bin ich so wie Felix vorgegangen.
 
Ich merks schon.. evtl sollt ich doch mehr Tutorials anschauen.. :D bis jetzt hab ich entweder mehrere Nächte in Siril auf einmal verarbeitet, wenn zB das Teleskop nicht abgebaut wurde, oder dann halt über DSS. Aber die Geschichte mit den Post-Processed Lights gefällt mir! Könnte ich die pp-Lights nicht einfach wieder in den Lights-Ordner schmeißen und dann über das Without_DBF stacken?

Danke und Grüße
Mathias
 
Die result01, result02 und result03 (aus 3 Nächten) lassen ich wieder per script Without_DBF stacken.
Es funktioniert gut. Die Frage ist halt nur, ist das richtig so? oder habe ich einen Denkfehler.....

Vom Ergebnis her kann ich sagen das es so auch funktioniert.
Allerdings wüßte ich auch nicht wie ich anders stacken sollte.

Gruss Heinz.
 
Der richtige Weg ist, die Lights der verschiedenen Nächte separat zu kalibrieren (man sollte ja auch für jede Session eigene Flats haben!).
Die kalibrierten Lights von allen Nächten können dann zusammen registriert und gestackt werden.

Wenn Du Skripte verwendest, dann fallen ja die kalibrierten Files als "pp_*.fit" Dateien an.
Am einfachsten ist es, alle diese pp_* Dateien in den Konvertierungs-Tab zu ziehen, um sie in eine neue Gesamt-Sequenz umzuwandeln. Die kann man dann registrieren und stacken.
Wenn man die Option mit den symbolischen Links nutzen kann (unter Windows ist dazu der Developer-Mode nötig), dann braucht das auch keinen extra Speicherplatz, die Links zeigen einfach auf die existierenden pp_* Files.

Theoretisch kann man auch die einzelnen Nächte separat stacken, und dann aus diesen Teil-Stacks wieder einen Gesamt-Stack machen. Das hat aber mehrere Nachteile:
- Die Teil-Stacks müssen nochmals aufeinander registriert werden. Das ist eine weitere geometrische Transformation auf den Bilddaten
- Die Teil-Stacks bekommen im Gesamtstack das gleiche Gewicht, auch wenn vielleicht in den Sessions sehr unterschiedlich viele brauchbare Bilder zusammengekommen sind
- Das Stacking funktioniert besser, wenn Ausreißer aus allen Einzelbildern ermittelt werden können, statt nur aus einer Teilmenge

Grüße,
Steffen
 
Eine Alternative wäre es mit sirilic zu arbeiten. Das ist ein Frontend für siril und ermöglicht das Stacken verschiedener Nächte selbst mit unterschiedlichen Aufnahmeparamtern wie Filter, Gsin, Offset, Aufnahmezeit etc.
Ich kann auch gerne helfen, wenn es Fragen zu sirilic geben sollte.

Zu Steffens Nachteile fällt mir noch ein weiterer ein. Das Signal-Rausch Verhältnis nimmt mit zunehmender Anzahl Einzelbilder zu. Macht man für jede Nacht ein eigenes gestacktes Bild hat man weniger Bilder und damit auch ein geringeres Verhältnis.

CS Tom
 
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