Hallo Leute,
Inbusschrauben raus…..mit dem Gummihammer klopfen……. hölzerne Beine……. eine Menge Arbeit.
So machen das nur Anfänger oder Rentner mit zu viel Freizeit.
Profis kleben so etwas heutzutage. Fast alles wird heute geklebt. Selbst hoch belastete Teile, wie Flugzeugtragflächen.
Ja, so ein Stativ ist sperrig, und nicht gerade flugreisetauglich.
Die Lösung heißt: zerlegbar machen, in möglichst kleine Teile, und vor Ort zur passenden Größe zusammenfügen.
Das geht ganz einfach.
Schritt 1:
Rohre in beliebig kleine Teilstücke schneiden. Möglichst in gleiche Längen, damit die Teile später untereinander tauschbar sind.
Bei mir wird Edelstahl mit einer Kaltkreissäge geschnitten. Gerader Schnitt, kalt, kein Ausglühen, keine Funken, kein Lärm.
Bügelsäge, Puk-Säge oder Flex….geht natürlich auch .
Schritt 2:
Die Teilstücke müssen nun gereinigt werden, sonst hält der Klebstoff nicht. Benzin, Aceton, Verdünnung …. damit geht das gut.
Das Stativ ist nun so klein, dass es in einen Schminkkoffer passt. Also bei Flugreise: Handgepäck.
Schritt 3:
Vor Ort wird nun die gewünschte Stativhöhe durch die Anzahl der Teilstücke festgelegt.
Die unterschiedlichen Höhen kann man schon zuhause ausmessen, und sich Notizen machen, dann gehts im Urlaub schneller.
Der nächste Schritt unterscheidet sich nun von allen anderen Fügetechniken, die bisher genannt wurden:
Die Schnittstellen werden stumpf gestoßen, und mit einseitig klebenden Hochleistungsklebebändern verbunden.
Eine Lage reicht vollkommen aus, um hervorragende Resultate zu erzielen.
Das Ergebnis ist ein beliebig oft zerlegbares Stativ, das sich wieder zusammensetzen lässt, solange Klebemittel vorhanden sind.
Farblich abgestimmt, fallen die Fügungen so gut wie gar nicht auf, die Gesamtästhetik bleibt in jedem Fall erhalten.
Hier mein Beispiel mit 2 Schnitten pro Bein, somit 2 möglichen Stativhöhen. Mehr Teilstücke erlauben mehr Kombinationen.
Erste Versuche mit dieser -zugegebenermaßen ungewöhnlichen- Technik endeten vielversprechend, ein Test unter maximaler Belstung steht noch aus. Die Auswahl bester Materialien ist aber, wie immer, fast ein Garant für den Erfolg.
Ich empfehle für diese Technik Panzerband, mit Gewebeeinlage aus raumfahrtgetesteten Fasern.
Zur Not würde natürlich auch Tesafilm oder Heftpflaster reichen, allerdings ist dann mit Einbußen bei der Festigkeit zu rechnen.
CS
Dietmar