Kleines Nachtglas als Ergänzung zum Teleskop

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Ritter SPN

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Hallo,

ich möchte mir ein Fernglas für die Beobachtung neben dem Teleskop zulegen, als schnelles Übersichtsinstrument sozusagen, aber auch um eine Weile einfach so ein größeres Feld beobachten und dabei schnell die Richtung wechseln zu können. Ich dachte da an 8×42 in etwa und habe momentan nach einigem Lesen diese drei als noch erhältliche Ferngläser auf meiner Liste stehen (wGF/sGF):
  • Kowa BD II 8x42 XD (8,2°/64°)
  • Nikon EII 8x30 WF (8,8°/70°)
  • Nikon Monarch HG 8x42 (8,3°/60°)
Probeweise habe ich mal einzelne Okulare mit 65°–84° bei Tag gegen das Fenster gehalten und hineingesehen. Wenn ich mir dabei vorstelle, das wäre der Blick durch das Fernglas, sind 84° schon beeindruckend, 65° gerade noch kein Tunnelblick. Das ist natürlich anders als mit zwei Augen. Ich will mich auch nicht zu sehr auf das scheinbare Gesichtsfeld versteifen. Die Abbildungsqualität ist mir dann am Ende definitiv wichtiger. Ich vermute, mehr sGF spricht im Zweifel eher für weniger Abbildungsqualität.

Wie machen sich diese drei Gläser Eurer Meinung oder gar Erfahrung nach gegeneinander? Würdet Ihr eines davon für den vorgesehenen Zweck empfehlen, oder doch eher etwas anderes? Ob Porro oder Dachkant ist mir (nach meinem jetzigen Wissensstand) egal. Der Preis muß sich erstmal nicht an den Preisen der drei oben genannten Gläser orientieren, allerdings kann ich schon jetzt sagen, daß mir 2000€ zuviel wären.

CS
Paul

PS: Mitteltrieb und Dioptrienausgleich müssen sein.
 
Hallo Paul,

mit 4 cm Öffnung wirst du am Himmel schon deutlich mehr sehen als mit 30 mm. 8fache Vergrößerung geht kurz noch gut freihändig. Aufstützen oder etwas stativähnliches bringt aber sicher eine halbe Größenklasse mehr und mehr Details.

Konkrete Angaben zu den oben erwähnten Gläsern kann ich leider nicht machen; ich habe nur altes Zeug, mit dem ich aber sehr zufrieden bin.

CS Gerhard
 
Hi Paul
das Kowa und das Nikon EII kenne ich. Sind gute Gläser, aber durchaus unterschiedlich von der Auslegung.
Was besser zu Dir paßt, wirst Du testen müssen.
Ich habe in dem Bereich vor Jahren auch mal gesucht und daraus einen Bericht gemacht.

Preiswert aber als Nebenbei-Immerdabei-Ferngläser habe ich die Olympus DSP I Serie für mich entdeckt.
Das 8x40 macht Spaß und ist den Preis allemal wert. Noch lieber mag ich das 7x35 mit über 9 Grad Feld.
Mit etwas suchen kann man sie für 60/70 EURO finden.

Vllt ist ja was dabei für Dich.
CS
 
Hallo,

vielen Dank. Stimmt, das DSP I 8×40 und das 7×35 sehen rein von den Zahlen her interessant aus, und mit dem Preis kann man kaum etwas verkehrt machen. Aber das Kowa BD II 6,5×32 XD lacht mich auch an. Ich sehe es schon kommen, am Ende habe ich zwei Ferngläser.



Wäre ja auch eigenartig, neben mehreren Okularen und mehreren Objektiven plötzlich nur ein Fernglas zu haben.

Ich glaube fast, die 10fache Vergrößerung der drei Gläser in Deinem Bericht wäre mir schon zuviel, aber das Bushnell sehe ich mir mal genauer an.

CS
Paul
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Paul
Ich benutze neben meinem Teleskop noch ein Leica Trinovid 8 x42. Diese bekommt man schon gut gebraucht oder sogar ziemlich neu für um die 600€. Dann bist du ja noch weit von deinen 2000€ entfernt. Auch besitze ich noch ein Zeiss Victory SF 10x 56. Wenn ich beide miteinander vergleiche braucht sich da Leica nicht zu verstecken. Es ist nur wenig dunkler aber voll ausreichend um den Nachthimmel, ohne Armschaden zu überstehen, zu erkunden.
Von einem 8 x 32 würde ich Dir persönlich abraten. Das sind Öffnungen für Tagbeobachtungen. Ist aber meine persönliche Meinung.
Ich hoffe du hast die Möglichkeit mal ein 32 er und ein 42 er gegeneinander zu testen, dann siehst du den Unterschied.
Liebe Grüße
Matthias
 
Hallo Paul,

unser Mainzer Freund hat recht, 7x35 in weitwinklig ist herrlich zur Orientierung und zum Milchstraße genießen. Ich habe da das 7x35, das es in den 70er Jahren bei Foto Quelle gab. Das schafft tatsächlich 10° Gesichtsfeld, ist natürlich nicht randscharf aber für mich voll ok.. Gebraucht (Flohmarkt o.ä.) findet man das immer mal wieder für 20-30 Euronen.

CS Gerhard
 
Hallo,

dann ist das EII mit seinen 8×30 schon raus. Was haltet Ihr vom Kowa BD II 6.5x32 XD? Das hätte eine AP die weniger als 0,1mm kleiner ist als die eines 7×35.

Zwecks Vergleich: Ich wohne in München, da würde ich einfach mal zum Sauter spazieren und ausprobieren. Dort bekommt man besagtes Kowa auch relativ günstig. Leider haben die da wohl das Kowa 8×42 nicht (dafür das 8×32), aber ein anderes 8×42 wird sich finden.

CS
Paul
 
Hi,

Ich habe ein älteres Nikon Monarch 8x42, und bin mit dem seit 15 Jahren zufrieden, benuzte es aber fast nur für Ornitologie.
Ich konnte auch schon oft bei meinem Kolegen einen direkten Vergleich machen mit nem Leica, und muss dir gestehen das sich die wirklich lohnen.
Was neutrale Farbwiedergabe und Schärfe und Kontrast anbegeht, plus Verarbeitung lohnt es sich den steilen Preis zu zahlen.
Aber gut, damals wo ich das Fernglas mir angeschafft habe neu, vom Preis aus 1800€ zu 600€, war bei meinem Budget Nikon de Winner.
Ich habe Null Probleme mit meinem Nikon, kenne aber Leute die schon Probleme hatten mit dem Mitteltrieb bei Nikon und Kowa.

Mit einem Gruß &CS,
- Martin
 
Auch besitze ich noch ein Zeiss Victory SF 10x 56.
Hallo Matthias,

ein Zeiss Victory SF 10x56 gibt es (noch?) nicht, Du meinst vermutlich das FL 10x56?

Ich dachte da an 8×42 in etwa und habe momentan nach einigem Lesen diese drei als noch erhältliche Ferngläser auf meiner Liste stehen (wGF/sGF):
  • Kowa BD II 8x42 XD (8,2°/64°)
  • Nikon EII 8x30 WF (8,8°/70°)
  • Nikon Monarch HG 8x42 (8,3°/60°)
Probeweise habe ich mal einzelne Okulare mit 65°–84° bei Tag gegen das Fenster gehalten und hineingesehen. Wenn ich mir dabei vorstelle, das wäre der Blick durch das Fernglas, sind 84° schon beeindruckend, 65° gerade noch kein Tunnelblick.
Hallo Paul,

Ich weiß nicht wie Du auf die Gradzahlen hinter den Ferngläsern kommst, wieso hat das Kowa ein scheinbar größeres GF. als das Nikon?

Ab 60° Grad scheinbaren GF. spricht man beim Fernglas von moderat Weitwinkel!
Ich kann bei Ferngläsern die dieses Kriterium keinen Tunnelblick erkennen, die Swarovski EL liegen alle in dem Bereich, von Tunnel keine Spur.

Das Monarch HG 8x42 ist schon ein richtig gutes Fernglas, allerdings gibt es in den Preisregionen einiges an Alternativen!
Ein gebrauchtes Leica BA/BN in guten Zustand ist immer noch ein klasse Glas.

Andreas
 
Ja, das APM 6×30 ist mir auch schon aufgefallen.

Andreas, die Zahlen habe ich aus verschiedenen Quellen:
Betreffs Tunnelblick darf man den Rest des Absatzes nicht weglassen:
(…) Das ist natürlich anders als mit zwei Augen. Ich will mich auch nicht zu sehr auf das scheinbare Gesichtsfeld versteifen. Die Abbildungsqualität ist mir dann am Ende definitiv wichtiger. Ich vermute, mehr sGF spricht im Zweifel eher für weniger Abbildungsqualität.
Mir ist bereits aufgefallen, daß viele sehr teure Gläser ein sGF um die 60° haben. Wie gesagt, wenn man mit beiden Augen durchsieht, dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Von daher reichen mir auch 60°.

Evtl. habe ich morgen die Gelegenheit ein paar Gläser zu vergleichen, allerdings leider nicht am Nachthimmel. Würde mich schon interessieren, wie groß da der Helligkeitsunterschied zwischen einem 6,5×32 und einem 8×42 ist.

Müßte auf einer Liege im Freien nicht auch ein 10×50 noch gut handhabbar sein? Vielleicht würde ich mir sowas dann in naher Zukunft auch noch zulegen. Zu so einem Glas wäre das 6,5×32 vermutlich die bessere Ergänzung, oder? Das wäre auch bei Wanderungen eher dabei als ein 8×42, vermute ich.

CS
Paul
 
Hallo Paul,

Nikon ist wohl der einzige Hersteller der für seine Ferngläser chronisch zu geringe scheinbare GF. angibt!

Das Monarch 8x42 hat ein wahres GF. von 145/1000m. fast so groß wie beim Zeiss SF (148/1000m.)
Zeiss gibt beim SF 64°Grad an, dass Nikon sollte also min. 63° scheinbares GF. haben.

Auf der Astroshopseite ist das EII mit einfacher Formel berechnet, tatsächlich ist diese wiederum zu groß (70,4° Grad) dass Swarovski NL hat 159/1000m. nach korrekter Berechnung 69° Grad, also dürfte das EII min. 67-68° Grad scheinbares Gesichtsfeld haben.
Natürlich hängt das auch noch mit der Okularkonstruktion zusammen, allerdings sind die Unterschiede zweier Ferngläser bei gleichen wahren GF. eher gering.

Am besten man misst selber nach, die Premiumhersteller geben aber ziemlich korrekte scheinbare GF. für ihre Gläser an, bei den günstigeren wird meistens die einfache Formel verwendet und die ist eigentlich immer zu groß!
Nicht ganz einfaches Thema.

Der Helligkeitsunterschied zwischen einem 6,5x30 und einem 8x42 ist zwar vorhanden aber nicht wirklich groß, bei gleicher Qualität und Transmission der Gläser hast Du beim 8x42 eine ca. 0,6mm. größere Austrittspupille, dass ist zwar wahrnehmbar aber nicht wirklich bombastisch, ab ca. 1mm. mehr AP. wird es deutlicher.
Je größer die AP. bei den Ferngläser sind desto kleiner werden die Unterschiede, der Unterschied zwischen einer 2 vs.3mm. ist besser wahrnehmbar als zwischen einer 5 vs. 6mm. AP.

...und ja, 10x50 geht auf einer Liege, freihand wird es am Himmel schon grenzwertig.
Betreffs Tunnelblick darf man den Rest des Absatzes nicht weglassen:
Ach ja, hier habe ich etwas selektiv gelesen, sorry...;)

Andreas
 
Moin,

dann ist das EII mit seinen 8×30 schon raus.
Also ich habe ein 8*30 Nikon E I, aber FMC. Das sollte von der optischen Leistung dem E II einigermaßen ebenbürtig sein.
Es ist mein absolutes Lieblingsglas. Das Bild ist tags wie nachts wirklich sehr scharf und kontrastreich. Die 30mm Öffnung sind für meine Region auch ausreichend. Wohne am Rand von Köln, hier ist eh nix mit Deep Sky oder großartig Milchstraße schauen. Denke, das dürfte in München ähnlich sein. Dafür sorgt die kleinere AP z.B. im Vergleich zu 8*42 für einen m.E. deutlich dunkleren Himmelshintergrund. Daher ist mein 8*40 nun weg. Mag sein, dass die 30mm mich ein paar kleine Objekte kosten (die man unter Stadthimmel vmtl sowieso maximal erahnen kann), dafür ist das Bild deutlich schöner in dem kleinen Nikon. Auch Gehäuse und Lederköcher gefallen - rein ästhetisch - sehr. Zudem sind die 30er Gläser dank ihres geringen Gewichts viel besser freihand zu nutzen.

Ich würde es daher an deiner Stelle nicht zu schnell abschreiben.

Gruß
Florian
 
Moin Florian,

das klingt interessant. Ich will das Glas gerade auch in dunkleren Gegenden oder vielleicht irgendwann mal wieder beim Campen benutzen, aber das EII werde ich dann doch im Hinterkopf behalten.

Hallo Andreas,

welche Formel wäre denn die einfache? Ich dachte, wenn das Feld in der Form 148m auf 1000m angegeben ist, könnte man den Winkel einfach per Arcustangens ausrechnen. Geht das nicht?

Zu FL 10×56, Leica BA und Leica BN: Sind die schon alle nicht mehr in Produktion? Diese drei und viele andere Empfehlungen aus anderen Threads werden bei diversen Händlern als nicht mehr erhältlich/lieferbar aufgeführt.

Vielen Dank allen, die Entscheidung ist heute gefallen:

Ich war heute beim Sauter und habe dort das Kowa BD II 6,5×32 XD mit zwei 8×42 verglichen. Beim sGF sind mir keine gravierenden Unterschiede aufgefallen. Bei den Farbsäumen zuerst schon, da dachte ich, sie seien beim Kowa etwas stärker ausgeprägt, nach mehrfachem Wechseln zwischen den Gläsern hatte ich einfach nur noch den Eindruck, daß sie alle irgendwo mal Farbsäume haben (blau und gelb?). Das eine 8×42 war ein Zeiss Conquest HD, bei dem fand ich den Einblick am schwierigsten. Das andere war ein GPO Passion ED. Den Hersteller kannte ich noch gar nicht. Da schienen mir die Farbsäume dann doch etwas geringer zu sein als beim Zeiss. Am Ende des zugegebenermaßen eher kleinen Vergleichs habe ich eine Weile mit dem GPO die Decke abgesucht, um ein wenig die Himmelsbeobachtung zu simulieren. Dann habe ich nochmal das Kowa in die Hand genommen und sofort das geringere Gewicht bemerkt. Das Kowa habe ich letzendlich genommen und sogar, etwas vorgezogen, zum Geburtstag geschenkt bekommen (nicht von mir selbst, wohlgemerkt). :whistle: Heute abend habe damit ein wenig Orion, den Mond und am Ende Arcturus beobachtet (hatte erst gehofft, es wäre der Mars, aber den »sieht« man ja derzeit nur tagsüber). Ich bin von dem kleinen Fernglas erstmal hellauf begeistert. Bisher kannte ich nur zwei alte, einfache Ferngläser (ein 8×30 mit kyrillisch anmutender Beschriftung und ein 10×50) und ein einfaches Taschenfernglas mit 10×25 (Bob Cherry, 101/1000), das bei Mondbeobachtung innen munter reflektiert und einen vergleichsweise fürchterlichen Einblick bietet. Das Kowa ist eine andere Welt. Das setzt man sich auf die Nase und fertig. Nur manchmal bekomme ich es nicht auf Anhieb hin, das Bild zu einem großen Kreis zu formen, vor allem bei sehr gerignen Distanzen. Das Kowa ist innen außerdem einfach nur schwarz, auch gegen den Mond gerichtet.
 
Hallo Paul,

wahres GF : 17,5m. ( 1° entspricht ungefähr 17,5 m Feldbreite in 1000 m.) x Vergrößerung.
Zu FL 10×56, Leica BA und Leica BN: Sind die schon alle nicht mehr in Produktion? Diese drei und viele andere Empfehlungen aus anderen Threads werden bei diversen Händlern als nicht mehr erhältlich/lieferbar aufgeführt.

Nein alle nicht mehr in Produktion, also nur noch gebraucht oder mit viel Glück ein "neues" das schon einige Jahre bei einem Händler oder Sammler verbracht hat.

Vielen Dank allen, die Entscheidung ist heute gefallen:

Dann mal Glückwunsch zum Neuerwerb...und viele schöne Stunden mit dem Kowa!;)

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal viel Spaß mit dem ersten 'richtigen' Fernglas (die anderen vorhandenen sind wohl eher unter'm Durchschnitt), und mit dem angegebenen oder auch vorhandenen wahren Gesichtsfeld sind auch schöne Spaziergänge am Nachthimmel möglich. (Da es ein vollwertiges Tagglas ist, ist es natürlich auch tagsüber nutzbar. Dort fällt dann natürlich die vgw. geringe Vergrößerung eher auf, aber für 'Landschaft' ist das ein schöner 'Überblicker'.) Mit dem im birdnet genannten scheinbaren Gesichtsfeld von 65° lässt sich auch gut alles überblicken, ohne dass es in irgendeinerweise tunnelig wirkt.

Dass das im Nahbereich nicht so gut klappt ist schade, wird es doch extra beworben. Das kann jedoch auch eine individuelle Problematik sein, also dem eigenen Sehapparat geschuldet. Je näher das Objekt ist, desto eher neigen die Augen zum Schielen - und bei für die Ferne konstruierten FG gibt es m.E. da eine 'Grauzone', bei der manche Beobachter besser oder eben gar nicht mit zurecht kommen. (Ob das Phänomen 'kurze Nahdistanz' der mechanischen Konstruktion eines FG eher diametral entgegen steht, ist auch bei Tagbeobachtern ein kontrovers geführtes Thema - m.E. genügten da auch 3m, dafür ist die Mimik der Fokussierung robuster.)

Falls Bedarf an nahen Objekten bestünde, würde ich da eher die 'Spezialgläser' von Pentax empfehlen - ich selbst hab das Papilio 6,5x II, das I-er ist im Nahbereich genauso gut zu nutzen. Diese Kleingläser haben Objektive, welche sich bei Annäherung an die Nahgrenze (bei mir sind 0,5m möglich) nach innen anwinkeln, was der Neigung zum Schielen klar entgegen wirkt. Bei feststehenden Objektiven bleibt die Problematik hingegen bestehen, dass sich die Schielneigung und deren Einfluss auf das Gesamtbild im Gehirn eben individuellen Vorgaben unterordnen muss. Die Papilio sind robust, und ich setze sie gerne für Insekten mit geringer Fluchtdistanz ein.

Aber jetzt erstmal viel Vergnügen mit den Fernobjekten

Manfred
 
Hallo,

vielen Dank Euch dreien.

wahres GF : 17,5m. ( 1° entspricht ungefähr 17,5 m Feldbreite in 1000 m.) x Vergrößerung.
Danke für den Link. Kann man nicht einfach so rechnen (bei 148/1000): a = 2arctan(148/2000)?

Jetzt habe ich einiges an Schwärmereien zum EII gelesen und überlege, mir das auch noch zuzulegen (immer diesen teuren Hobbys …). Dann bin ich solange in Jochens 150er-Thread abgeschweift, daß hier weitergeschrieben wurde, als ich schon zu schreiben angefangen hatte. Und schon überlege ich, auf eBay einen Vinten-Kopf zu schießen, nur für den Fall. XD Aber das ist ein ganz anderes Thema (»Was kommt nach dem 900/114?«).

Dass das im Nahbereich nicht so gut klappt ist schade, wird es doch extra beworben. Das kann jedoch auch eine individuelle Problematik sein, also dem eigenen Sehapparat geschuldet. Je näher das Objekt ist, desto eher neigen die Augen zum Schielen - und bei für die Ferne konstruierten FG gibt es m.E. da eine 'Grauzone', bei der manche Beobachter besser oder eben gar nicht mit zurecht kommen. (Ob das Phänomen 'kurze Nahdistanz' der mechanischen Konstruktion eines FG eher diametral entgegen steht, ist auch bei Tagbeobachtern ein kontrovers geführtes Thema - m.E. genügten da auch 3m, dafür ist die Mimik der Fokussierung robuster.)

Da scheint etwas dran zu sein. Ich habe es gerade ausprobiert. Das Bild zerfällt auf kurzen Distanzen in zwei überlagerte Kreise, egal auf welche Entfernung ich scharfstelle. Das war mir gar nicht bewußte, daß sich da die Augachsen bewegen. Läßt sich das überwinden, oder ist das notwendig? Beim Kreuzblick kann man ja auch Augenstellung und Akkommodation sozusagen entkoppeln.

Nahe Objekte will ich damit eigentlich gar nicht beobachten. Mir ist das Problem nur beim Herumspielen aufgefallen. Auch aufgefallen ist mir aber, was für beeindruckende Details das Glas bei kurzen Entfernungen zeigt. Wie ein Makroobjektiv.

Meine gelegentlichen Probleme mit dem korrekten Einblick könnten daher stammen, daß ich evtl. die Augenmuscheln zu weit herausgedreht hatte. Da muß ich wohl noch ein wenig Erfahrungen sammeln.

Erster Minuspunkt: Die Tasche ist ein klein wenig eng bemessen. :p Aber das kann man kompensieren, indem man das Glas nicht auf die volle Breite verstellt.

CS
Paul
 
Hallo Paul,
Glückwunsch zum Kowa BD II 6,5×32 XD. Schade das du es nicht mit dem Kowa BD II 8×32 XD vergleichen konntest. Ich hatte mich als die Kowa BD-II XD Serie neu erschien, auch für das Kowa BD II 6,5×32 XD mit seinem 10° Gesichtsfeld interessiert. Meine Händlerin hatte gleichzeitig auch das 8×32 da, so dass ich vergleichen konnte. Ich fand auf Anhieb das BD II 8×32 XD besser. Es hatte die bessere Randschärfe und ein größeres scheinbares Gesichtsfeld, das Bild fand ich einfach harmonischer.

Noch eine Anmerkung zum Vergleich 30(32) mm mit 40(42) mm Öffnung bei astronomischen Beobachtungen. Ich besitze selbst das Nikon Monarch HG 8x42 sowie das 8x30. Beide Gläser der Serie haben die gleich großen Gesichtsfelder von 8,3°. Ein Vergleich am Sternhimmel war daher naheliegend. Für mich ist der Unterschied deutlich, sowohl bezüglich der Grenzgröße (ich habe aber keine Bestimmung gemacht, aber die Anzahl der sichtbaren Sterne steigt unübersehbar) als auch in der Erkennbarkeit von Deep-Sky-Objekten. Das ist aber nicht verwunderlich, da die lichtsammelnde Öffnungsfläche bei 42 mm fast verdoppelt wird.

Das Nikon Monarch HG 8x42 hatte ich als Erstes gekauft, es gehört heute zu meinen am häufigsten freihändig genutzten Ferngläsern am Sternhimmel. Es ist optisch sehr ordentlich, leicht, mit großem Gesichtsfeld und guter Randschärfe. Der„Field Flattener“ bewirkt keine absolute Randschärfe, aber einen großen „Sweet Spot“. Das kleinere Monarch HG 8x30 habe ich mir später aufgrund der Kompaktheit und des geringen Gewichts für Beobachtungen am Tag und für unterwegs gekauft.
 
Hallo Ralf,

das BD II 8×32 XD war sogar vorhanden, aber ich wollte entweder ein leichtes Fernglas, also eher das 6,5×32, oder, wenn schon ein 8×, dann gleich ein 8×42. Ich werde mich zusammenreißen, aber das eine oder andere Fernglas wird bestimmt noch den Weg zu mir finden. Wie macht sich denn das Kowa 8×32 im Vergleich mit dem Monarch HG 8×30?

Das Monarch HG 8×42 mag mir auch nicht aus dem Kopf gehen.

Gruß
Paul
 
Hallo Antares,

danke. Ja, begonnen hat er ganz klar. :D Komisch eigentlich, daß das so lange gedauert hat. Als Kind bin ich immer auf Ferngläser abgefahren. Aber da war für sowas kein Geld da.

Hallo Andreas,
Das Monarch HG 8x42 ist schon ein richtig gutes Fernglas, allerdings gibt es in den Preisregionen einiges an Alternativen!
Ein gebrauchtes Leica BA/BN in guten Zustand ist immer noch ein klasse Glas.
Rein äußerlich sagen mir BA und BN offen gestanden nicht so ganz zu, man findet sie auch nicht so leicht. Gibt es in der Preisregion noch andere Alternativen? Die aktuelle Generation heißt wohl Trinovid HD und liegt preislich ähnlich.

Hallo Ralf,
noch eine Frage:
Ich besitze selbst das Nikon Monarch HG 8x42 sowie das 8x30. Beide Gläser der Serie haben die gleich großen Gesichtsfelder von 8,3°.
Konntest du die beiden mal mit dem HG 10×42 vergleichen? Würdest Du das für Astrobeobachtung in Betracht ziehen?

Noch eine Frage am Rande: Kennt ihr GPO?

Gruß
Paul
 
Hallo Paul,

weiter oben hatte ich betr. 7x35 WW schon mal das Flohmarkt Thema angesprochen. Gestern lief mir in Kassel ein völlig neuwertiges Revue 8x40 WW zu. Das Ding hat 9° Gesichtsfeld, umklappbare Augenmuscheln, die dann auch umgeklappt bleiben, ein sehr angenehmes Einblick Verhalten und bis nahe an den Rand ein sehr ordentliches Bild. Als verarmter Kleinrentner mit Gehstock konnte ich die Dame auf € 17,- herunterhandeln. Da kann ich mit diesem Glas bei gutem Gewissen seinen Himmel entdecken.

CS Gerhard
 
Hallo Andreas,

Rein äußerlich sagen mir BA und BN offen gestanden nicht so ganz zu, man findet sie auch nicht so leicht. Gibt es in der Preisregion noch andere Alternativen? Die aktuelle Generation heißt wohl Trinovid HD und liegt preislich ähnlich.
ja so wirklich schön sind die BA/BN nicht, dafür extrem robust und widerstandsfähig, fast unkaputtbar und die Optik ist immer noch gut!

Ansonsten Zeiss Conquest, das 8x42 hat allerdings ein etwas kleines GF, von der Optik sind die aber schon sehr nah am FL.
Meopta wäre auch noch eine Alternative, auch sehr robuste Gläser mit guter Optik.
Oder Kowa Genesis, wohl on Top was CA Unterdrückung anbelangt, sehr klares und transparentes Bild.
Die GPO wurden ja schon genannt, kenne ich aber nicht.
Mit etwas Glück findet man auch immer mal ein gebrauchtes FL unter 1000,- Euro, grundsätzlich ist die Optik immer noch "State of the Art", also im absoluten Premiumbereich.
Übrigens, die neueren Trinovid HD fand ich nicht ganz so gut, etwas zuviel CA und in der Schärfe fehlte es ein bisschen an Biss, da fand ich die Conquest schon besser, obwohl man immer die Serienstreuung mitberücksichtigen muss und eher zwei Gläser von einem Modell testen sollte bevor man eine halbwegs sichere Aussage machen kann.

Andreas
 
Schade das du es nicht mit dem Kowa BD II 8×32 XD vergleichen konntest
Hallo,

Ich habe einen Vergleich von Kowa 6,5x32 und 8x32 bei Nacht. Ich bevorzuge definitiv die helleren Sterne von Kowa 6,5x32. Außerdem hat das Kowa 8x32 eine weniger komfortable Brille. Tagsüber habe ich keinen Vergleich. Ich habe nur die Meinungen gelesen, dass das Kowa 8x32 schärfere Kanten hat.

Grüße, Zbigniew
 
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