Mit dem Altglas zum Affen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Astrohütte

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nach intensiven 2 Jahren im Brennweitenbereich zwischen 800-1000mm wollte ich mal probieren ob ich auch ein widefield Bild machen kann. Ein neuer kleiner, schneller APO wäre natürlich schön, aber passt gerade nicht ins Portmonee. Da wird man erfinderisch, und kommt auf die Idee ein Objektiv zu adaptieren :)
Mit dem Fokus das ist immer so ne Sache, entweder mehr Auswahl und dafür aufs Filterrad verzichten, oder Altglas mit M42! Da die Objektive mittlerweile recht günstig geworden sind, habe ich eins um 20€ erstanden. Schnell habe ich begriffen das die Idee zwar gut war, ich in den Fokus kam, jedoch konnte ich die Blende nicht feststellen. Dann also Offenblende bei f/2,8 bei 135mm und testen... Das fokussieren ging geschmeidig von der Hand, mit der Bathinov kein Problem.

Die Sterne, besonders die hellen sind ne Katastrophe, das gebe ich zu, da bin ich noch auf der Suche ob das am Filter liegt, Objektiv oder oder. Aber trotzdem freue ich mich da so viel Nebel gesehen haben zu dürfen! IC 444 ist auch noch ganz gut zu erkennen sowie M35! Das habe ich nicht erwartet nach so kurzer Belichtung.
Ob mir hier jemand auf die Sprünge helfen kann, warum bei den hellen Sternen so Verzerrungen drin sind?
Danke fürs lesen!

18.04.2022 vom Balkon
6 Min. RGB's a 20s und 1h ha 12nm a 120s
QHY294C
UV/IR Cut, Ha 12nm
EQ6R-Pro

Mit N.I.N.A., DSS, Siril, GIMP
Affe.jpeg
 
Hallo !

Das sieht doch schon mal ganz gut aus. Mir kommt es so vor, als sei das ganze etwas verkippt. Aber da bin ich wahrlich kein Experte. Was für ein Objektiv hast Du denn da im Einsatz gehabt? Für die, doch recht kurze, Belichtungszeit ist ja schon ordentlich was drauf.

Ich habe im letzten Jahr mein Glück mal mit Olympus Zuiko M42 Objektiven versucht und war sehr angetan. Das 50mm f1.4 ist ab f2.8 sehr gut und auch das 135mm f3.5 ist recht ordentlich. Beide hatte ich an der ASI178mmc.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

das Objektiv ist ein REVUENON-Special mit 135mm f 2,8. Verkippung kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, da alles miteinander verschraubt ist.
Habe da eher die Filter im Sinn. Es mag schon einen Grund geben warum Baader Highspeed Filter anbietet! Eventuell mache ich mal einen Filter raus und fotografiere ganz ohne. Probieren werde ich jedefalls alles :-)
P.s.: Ich habe das mit der Blende hin bekommen, nun kann ich die Blende frei wählen. Ein tropfen Sekundenkleber auf den Stößel hats gebracht.

Viele Grüße
York
 
Hallo York,

wenn das Objektiv zu ‚schnell‘ für die Filter wäre, würde ich erwarten, dass sich der schmale Druchlassbereich verschiebt und am Rand z. B. die Ha-Linie nicht mehr treffen würde. Wenn alles verschraubt ist, glaube ich, da ist etwas im Objektiv nicht gerade. Das Revunoen ist ja nun auch kein Zeiss :) Vor langer Zeit hatte ich diesen Fall mal bei einem, eigentlich sehr guten, FD-Objektiv. Da war, wohl nach einem Sturz, im Innern eine Linsengruppe verrutscht. Von außen war nichts zu sehen, aber die rechte Seite war immer ein wenig unscharf.

Gut, dass Du die Blende wieder hinbekommen hast, So könntest Du mal ausprobieren, ob Abblenden um eine oder zwei Stufen die Sache besser macht. Auch ein Test ganz ohne Filter ist sicher mal einem Versuch wert.

Im Schmalband spielt ein evtl. vorhandener Farbfehler ja keine Rolle, da sind die alten Lisen mitunter richtig gut. Ich habe das mal mit einer gedruckten Halterung getestet. Da kann man auch schön sehen, was bei einer Verkippung wegen schlechter Passung passiert :LOL:

Viele Grüße
Michael
 
Moin,

auf jeden Fall hast Du Dich bei der Aktion nicht zum Affen gemacht, der Murks mit den Objektiven ohne A/M-Umschalter ist eine Sache für sich. Gut in den Griff bekommen, und mal weiter testen, Ich sehe da keine Verkippung, die Adapter sind da normalerweise auch keine Verdächtigen (wenn's kein totaler Müll ist), die haben eher das Problem dass das Auflagemaß nicht stimmt.

CS
Jörg
 
Moin,

auf jeden Fall hast Du Dich bei der Aktion nicht zum Affen gemacht, der Murks mit den Objektiven ohne A/M-Umschalter ist eine Sache für sich. Gut in den Griff bekommen, und mal weiter testen, Ich sehe da keine Verkippung, die Adapter sind da normalerweise auch keine Verdächtigen (wenn's kein totaler Müll ist), die haben eher das Problem dass das Auflagemaß nicht stimmt.

CS
Jörg
Hallo Jörg, das vermute ich auch das mein Abstand nicht stimmt. Ich habe eine QHY 294c mit 17,5mm und einem Filterrad mit 20mm dran. Das sind 37,5mm Abstand. Wenn ich mich nicht täusche haben die alten Gläser einen Arbeitsabstand von ca. 45mm ---> T2 Verlängerungshülsen Set ist bestellt!
Aber ein Problem werde ich nur mit einer Mono lösen, der Grünkanal ist vom Fokus verschoben. Das wird schwer mit einer OSC.
Bin gespannt und bleib dran, mal probieren wie sich die 183m an der Linse macht.

Der Elefantenrüssel noch mal nachbearbeitet und in Farbe:
IC1396_denoise.jpeg
 
Schau mal hier:

-> Auflagemaß – Wikipedia

Das Revuenon dürfte M42-Schraubanschluß (45,46mm) haben. T2 war an Fotoobjektiven sehr unüblich. M42x1 Objektivgewinde darf nicht mit T2 (M42x0.75) verwechselt werden. T2 hat 55mm Auflagemaß.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

hab jetzt nen bisschen am Abstand gefummelt, wird gleich besser. Bin noch nicht bei 100% aber ich nähere mich. Danke für deine Hilfe!
VG York
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben