Dobson

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

peryotus

Neues Mitglied
Hallo Allerseits Ich bin kompletter neueinsteiger in der Hobbyastronomie und wollte mir zum Einstieg das Omegon Dobson Teleskop Advanced N 152/1200 kaufen meine Fragen dazu wären was ich mir an Zubehör zulegen sollte und ob das teleskop Einsteigerfreundlich ist. Ich Plane vorallem Planeten und Nebel zu beobachten astrofotografie spielt erstmal keine Rolle für mich
 
Hi,

erstmal herzlichen willkommen in diesem wunderschönen Hobby :D

so ein Dobson ist für den Einstieg eigentlich immer eine gute Idee, keine komplizierte Technik und man kann eigentlich immer direkt loslegen ohne viel gefackel.
Ich selbst habe ebenfalls mit einem angefangen (SW 200/1200), den hab ich heute noch.

Was Zubehör angeht würde ich einen justierlaser empfehlen, damit richtet man Fangspiegel und Hauptspiegel aufeinander und auf den Okularauszug aus, den sollte man aber selbst ebenfalls justieren, villeicht kennt jemand der mitliest gute Anleitungen im Netz, ist eigentlich kein Hexenwerk wenn man weiß was man macht.
Bist du eigentlich in einem Verein bzw. gibt es einen in der Nähe?
Dort gerne mal vorbei schauen, die Leute sind in der Regel immer hilfsbereit und können dir sowas auch zeigen ?

zu den mitgelieferten Okularen: ich kenne den omegon nicht, nur skywatcher, die Okulare waren ganz ok, waren aber nur mit einschränkungen nutzbar und sollten irgendwann getauscht werden.

eine konkrete Empfehlung wäre ein gutes Zoom Okular (Baader 8-24) für hohen bis mittleren Vergrößerungsbereich und für geringe Vergrößerung und Weitfeld ein Okular um die 32mm-42mm in 2"


das hier z.b.

wie du schnell Bemerken wirst sind Okulare wenn sie nicht die schlechtesten sein sollen doch auch eine kleine Investition, die sich aber lohnt.

eventuell kann dir aber auch dort ein Verein in der Nähe zur seite stehen und ein paar zum Testen mal mitbringen.

meine Auswahl würde sich auf diese 2 Okulare beschränken für den Anfang, mit dem Baader Zoom macht man nichts falsch und es deckt einen großen Bereich ab.

Gab es einen konkreten Grund für den omegon?
Ich persönlich war von Skywatcher immer positiv überrascht während ich von Omegon doch leider öfters negatives höre.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Pery
Gegenfrage
Was ist denn dein Budget?
Damit steigt und fällt ja quasi alles.
Und warum nicht gleich der 203/1200?
Sind nur 100€ Unterschied aber ein Drittel mehr Öffnung
Lg
Olli
 
Hallo ??? (Name wäre nett ;) ),

willkommen im Forum.

grundsätzlich ist ein Dobson für einen Einsteiger gut geeignet.
Einfach und intuitiv zu bedienen, bis 12", 14" noch recht gut zu transportieren.

Zubehör wäre als erstes etwas zum justieren des Teleskop.
Durch häufigen Transport kann sich der Newton verstellen, Was ist eigentlich … Kollimation?.
Wenn Okulare bei gelegt sind reichen die erst mal aus, um durch zu starten. Aber mit der Zeit sollte da was besseres her.

Je nach dem wo Du vor hast zu beobachten bräuchtest Du noch etwas worauf Du den Dobson stellen kannst. Das gilt hauptsächlich für den Balkon. Sonst kommst Du nicht über die Brüstung und schränkst Dein Beobachtungsfeld am Himmel ein, da Du erst ab einer bestimmten Höhe beobachten kannst. Ganz runter bis zum Horizont muss es nicht sein, da Dir in Horizontnähe die Luftschichten einen Strich durch die Rechnung machen.

Wenn es Dir möglich ist etwas mehr zu investieren, würde ich gleich auf einen 200mm (8")/1200mm Newton gehen.
 
Hallo,

ein 150/1200 Dobson ist erst ein mal ein guter Einstieg! Auch wenn jetzt schon wieder Vorschläge kommen, wie du weiteres Geld ausgeben könntest, welche Vorteile hat so ein Gerät:

150/1200 mit einem Öffnungsverhältnis f/8 ist gutmütig. Justieren ist wenn nötig kein großes Problem und geht bei diesem Öffnungsverhältnis auch ohne Laser; eine Kleinbildfilm Dose mit zentral gebohrtem kleinen Loch genügt.
Gutmütig ist der auch bei den Okularen. Mit den beigefügten wirst du erst mal Freude haben. Etwas langbrennweitiges in 2" (40mm oder 35mm) macht dann irgendwann Sinn. Das muss aber auch nicht beliebig teuer sein. Meine Okularkisten bestehen fast ausschließlich aus altem Zeug, das mir im Lauf der Jahrzehnte günstig zugelaufen ist, und ich bin damit recht glücklich.
Den 150er kannst du auf kurze Strecken komplett nach draußen tragen. Das schaffe ich selbst auf meine alten Tage noch.

Ich wünsche dir viel Freude mit dem Gerät. Um es halbwegs auszuschöpfen wirst du Jahre brauchen.

CS Gerhard
 
Hallo peryotus,

lass dich nicht kirre machen. Es werden zwei Okulare mitgeliefert und die reichen locker aus um damit nicht nur die ersten Erfahrungen zu machen. In einem anderen Thread habe ich schon mal geschrieben, dass es ich bei dem 6" f/8 um ein wunderbares Teleskop handelt. Es hat im Gegensatz zum kleineren 114mm f/8 schon genügend Licht um damit ganz ordentlich bei den Nebeln zu wildern, ist aber durch sein kleines Öffnungsverhältnis einfach zu justieren und verträgt anders als die größeren 8" f/5 auch ein paar kleinere Justierfehler recht gut. Außerdem ist ist f/8 langsam genug, dass man eigentlich jedes Okular reinwerfen kann ohne Probleme jenseits der Achse zu bekommen.
Als weiteres "Zubehör" brauchst Du am Anfang nur etwas Motivation länger auf zu bleiben und etwas Frustrationstoleranz beim Aufsuchen der kleinen Nebelfitzelchen. ;) Wenn Du wirklich unbedingt was besorgen möchtest, dann besorg dir ein altes Filmdöschen um dir im Fall der Fälle daraus ein einfaches Justierokular zu bauen. Weitere "technische" Anschaffungen kannst Du getrost ein halbes oder ganzes Jahr verschieben. Viel Spaß bei der Nutzung dieses fast perfekten Anfängerteleskops.


MfG

Rainmaker
 
Ob 150 F8 oder 200 F6 macht mE vom Transportieren kaum Unterschied, die Basis ist gleich groß und das Scope gleich lang.
F6 ist auch noch unkritisch bei den Okularen, F5 wäre schon zickig, aber den 8 Zöller gibts ja nur als F6.
Von daher bliebe die Frage nach dem Budget.
Ein guter OIII und/oder UHC wäre noch anzuraten, am besten in 2".
Auch das schon erwähnte 35-42mm Okular wäre schon am Anfang sinnvoll, um auf ein größeres Gesichtsfeld zu kommen, mitgeliefert wird in aller Regel nur 25mm und 10mm, beides 1,25" Okulare, da nutzt man das Teleskop quasi nur im 2ten Gang.
Lg
Olli
 
Hi,

noch ne Anmerkung von mir.

Die Teleskope von Omegon halte ich für mindestens genauso gut wie die von Skywatcher. Ich finde sogar, dass sich der Astroshop mit seiner Eigenmarke deutlich bemüht einsteigerfreundliche Teleskope, aber trotzdem mit sinnvollen Eigenschaften (zB gleich 2" OAZ) zu liefern.

MM sollte man das Teleskop gleich beim Astroshop.de kaufen und nicht zB bei Amazon.

Die mitgelieferten Okular sind mM für Einsteiger erstmal gut und sinnvoll.

Ich bin kein Freund von Zoom Okularen, da halt doch etwas optische Leistung verloren geht und mM braucht man das auch nicht.
Eine gute Staffelung der Okular-Brennweiten mit dem ungefähren Faktor 1,5 ist ausreichend.

Wichtig ist mM, dass man Okulare mit grossem Gesichtsfeld (>70°) kauft.

Beim Teleskop denke ich auch, dass man überlegen sollte ob man nicht gleich die 100€ investiert um den grösseren 200mm Dobson zu kaufen.
Bei der visuellen Beobachtung ist das wichtigste die Grösse der Optik/Öffnung, Durchmesser des Spiegels, da das das Lichtsammelvermögen bestimmt.
Ich hatte nach Jahrzehnten der Beobachtung noch nie Probleme mit f/5, egal welches Okular (ich habe ein paar).
Ich bin aber nicht der Beobachter, der auch noch am hintersten Gesichtsfeldrand nach absolut scharfen Sternen schaut. ;)

Justierung/Kollimation halte ich für kein Problem. Muss man sowieso lernen. Hier die empfehlenswerte Anleitung von Tommy Navratil:
Nicht am Begriff Photonewton stören, gilt für alle Newtons. Allerdings muss bei rein visuelle Beobachtung, das alles nicht ganz so genau sein.

Gruß
Peter
 
Eine gute Staffelung der Okular-Brennweiten mit dem ungefähren Faktor 1,5 ist ausreichend.

Wichtig ist mM, dass man Okulare mit grossem Gesichtsfeld (>70°) kauft.
Das halte ich persönlich für den Anfang zu Krass, das entspricht 7 Okularen über 100€ pro Stück, da geht ja allein ein 1000er nur für Okulare weg.
Als längerfristiges Ziel ist das definitiv eine gute Sache, ich bin da ganz ähnlich aufgestellt, Faktor 1,4, aber gleich zum Einstieg können/wollen sich das wohl die Wenigsten leisten.
Aber für Anregungen ist das Forum ja da, und längerfristig pkanen ist nie verkehrt.
Entscheiden kann das am Ende aber nur der TE für sich selbst.
Lg
Olli
 
Hallo,

der Einstieg mit einem Dobson, ob 6" oder 8" hat den Vorteil, dass fast das gesamte Budget in der Optik steckt und das Ganze in der günstigen Rockerbox stabil steht.
Bei den Angeboten mit Montierung gerät das schnell zum Wackeldackel mit teils unnötigem Zubehör. z.B. 4mm Okular und Billig Barlow um auf irrsinnige Vergrößerungen in der Beschreibung zu kommen. Nur lässt sich das in der Praxis nicht nutzen.

Da sind hier die Beilagenokulare (meist Super 10 & 25mm) sinnvoll gewählt und gut nutzbar.

Ich rate immer erst einmal mit dem Equipment zu starten / Erfahrungen zu sammeln und dann gezielt nachzulegen.
Vielleicht willst du z.B. lieber erst bei Planeten näher ran anstatt mehr Übersicht bei größeren Deepsky-Objekten.
Dann kann ich z.B. die 6mm Goldkante oder das Planetary empfehlen.
Aber das kann erst warten, mit den Beilagenokularen kannst Du vernünftig loslegen.

Zur Planung und Unterstützung beim Aufsuchen empfehle ich dir die Freeware Stellarium, zeigt dir genau den Himmel vor Ort.
Zudem kannst du da Teleskop und Okluare einrichten um die Objekte in der Okularansicht zu begutachten. Hilft um das Gesichtsfeld besser einschätzen zu können.

Mach Dir vorher Gedanken über eine günstige Lagerung. Schneller unkomplizierter Einsatz sollte dein Ziel sein. Je leichter der Aufbau umso häufiger wird auch beobachtet.

Wie sind denn da die Vorraussetzungen vor Ort ?
z.B. Garten / Balkon ?

Gruß,
Holger
 
Ein Garten vor Ort in einer eher ländlichen Gegend. Wie bereits oben erwähnt möchte ich mich für den Anfang vorallem auf Planeten und nebel konzentrieren,welche farbfilter wären denn gerade für Planetenbeobachtung sinnvoll?
ich hatte erst den Plan mir zum teleskop auch ein zwei okulare Zu kaufen denke nun aber das es sinnvoller ist das Geld in das 200/1200 dobson zu investieren Und vielen dank an alle für die schnelle Rückmeldung :)
 
Ländliche Gegend und eigener Garten ist super. So kannst du vermutlich auch bis 6mm AP sinnvoll nutzen, gerade bei großen Nebeln bringt das viel.
Farbfilter haben es für mich nie gebracht, vor allem bei Spiegelteleskopen nicht.
Lediglich an der Sonne beruhigt der Solar Continuum von Baader etwas das Seeing und nimmt das grelle Weiß raus, für meine Augen ist das so angenehmer.
Da kann es aber auch andere Meinungen geben.
Bei Planeten solltest du für die Zukunft eine feinere Okularabstufung im Hochvergrößerungsbereich anstreben, um immer optimal auf das aktuelle Seeing reagieren zu können.
120x mit dem mitgelieferten 10mm Okular ist aber für den Anfang nicht schlecht, da geht schon was.
Lg
Olli
 
Hallo peryotus,

Farbfilter kannst du dir eigentlich schenken. Klar kann man damit den GRF oder andere Details etwas verstärken, aber dafür gibt es halt heftige Farbstiche.
Beim 8"er ist zu bedenken, dass er mit f/6 genau hebelmäßig so unhandlich ist wie ein 6"/8, aber etwa 1/3 mehr wiegt. Wenn Du 2m groß bist und 12kg wiegst, spielt das keine große Rolle, bei einer Körpergröße von 1,5m und einem Lebendgewicht von nur 50kg sieht das dann schon etwas anders aus. ;) Das ist aber nur ein kleiner Tipp, weil ich weiß, dass man am Anfang gern mehr Öffnung kauft und das zusätzliche Gewicht vergisst. Astronomie besteht nicht nur aus dem Beobachten und wenn das Geraffel zu schwer ist, dann wird es irgendwann nicht mal mehr raus geräumt und das willst du ja sicherlich vermeiden.

Und noch eine Kleinigkeit. Die Rockerboxen der käuflichen Dobsons bestehen oft aus "Resopal-Edelholz". Werden die nass/feucht, dann quellen die auf und das sieht nicht nur unschön aus ...
Also unbedingt trocken lagern, es sei denn Du willst gleich in den Selbstbau einsteigen und eine "richtige" Rockerbox aus Multiplex bauen. ;)


MfG

Rainmaker
 
Ich habe meine Newton auf Rollbretter und eine Alurampe für die Türschwelle.
Dadurch ist Gewicht und Größe quasi egalisiert, bzw. nur durch den Türrahmen begrenzt.
So werden auch Öffnungen von 16"-20" quasi zu grab and go Teleskope.
Wie Holger schon geschrieben hat, erhöht sich dadurch auch die Häufigkeit der Beobachtungsmöglichkeiten.

Gruß
CS
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben