Welches? Linse oder Spiegel

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Darkwing

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Hallo,
ich möchte nach einigen Jahrzehnten der Abstinenz gern wieder mit der Sternbeobachtung einsteigen. Einen vernünftige Montierung ist vorhanden, es stellt sich nur die Frage welches Teleskop für mich sinnvoller ist.

Kurz meine bisherige Historie:
Als Kind hatte ich einen Optikbaukasten mit dem ich u.a. auch ein Teleskop nach beiliegender Anleitung baute. Von allen Experimenten begeisterte mich das am meisten, da ich damit Jupiter, Saturn, Mond, irgendwelche Galaxien usw beobachten konnte. Irgendwann bekam ich noch ein klappriges Holzstativ dazu. Das war ausreichend ruhig wenn ich den Schulranzen als Gewicht ranhängte. So konnte ich bis weit nach Mitternacht beobachten... Nach meinem Umzug in die eigene Wohnung fehlten Linsen und das Thema hatte sich erledigt. Ein paar Jahre (Jahrzehnte?) später bekam ich als gut gemeintes Geschenk ein Billigteleskop mit noch schlechterem Stativ. Damit machte die Beobachtung keinen Spaß. Selbst nachdem ich das Teleskop zerlegt und die Linsen besser zentriert hatte, war es zwar besser, kam aber nicht an mein Plastiklinsenkinderteleskop ran (zumindest in der Erinnerung). In Summe machte es damit keinen Spaß, das Teleskop wurde irgendwann verkauft. Mir steht jetzt ein gutes Stativ und eine gute Montierung zur Verfügung. Es fehlt für den Einstieg noch ein passendes Teleskop. Es ist nur visuelle Beobachtung geplant, also sollte das Teleskop vor allem hell/schnell sein. Da ich nicht genau weiß, was mich wirklich interessiert, sollte es möglichst universell einsetzbar sein.
Die Preisklasse für das Teleskop liegt derzeit bei ca. 500EUR. Dazu kommt noch reichlich Zubehör, wie Prisma, Okulare usw. Einen Beobachtungsschwerpunkt kann ich noch nicht nennen. Ob es eher Planeten, Galaxien, Nebel sind oder vielleicht auch Mond & Sonne (sollte zumindest mit dem Refraktor auch gehen) sind, kann ich noch nicht sagen. Nur Astrofotografie kann ich derzeit ausschließen. Das möchte ich mir derzeit wirklich nicht antun.
Sollte es ein Refraktor, z.B. 70/420 sein oder passt ein Reflektor. besser? Was würdet ihr empfehlen?

Danke und Ciao
 
Hi,
Das wichtigste haste vergessen.
Du schreibst " vernüftige Montierung vorhanden".
Diese Aussage ist nichtssagend. Durch die Moderation gelöscht.
Nur wenn wir wissen, welche Montierung vorhanden ist, kann man auch sagen, was darauf passt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

ja, die konkrete Montierung müsste man für eine passende Teleskop Empfehlung wissen.

Ansonsten, bei allgemeiner visueller Astronomie zählt fast nur das Lichtsammelvermögen, also ist ein möglichst grosser Spiegel/Newton gut.
Damit gehen dann auch Planeten, da das Auflösungsvermögen auch grösser wird mit grösserem Durchmesser der Optik.

Wenn nur visuell/manuell ist ein Dobson/Newton mit 6 Zoll oder besser 8 Zoll Spiegel empfehlenswert.
Sollte vom Budget her passen.
ZB so etwas:


Gruß
Peter
 
Hi,

ich schließe mich der Meinung von Peter an.
Bei einem Dob geht 90%+ des Preises in das Teleskop selbst, dementsprechend bekommt man hier eine anständige Gegenleistung, grade ab 6"+ ist ordentlich was in deepsky drin, darunter kann man da schon etwas limitiert sein wenn die Objekte selbst nicht mehr ganz so hell und groß sind sowie der Ort der Beobachtung aufgehellt.

Den oben Verlinkten RC würde ich aufgrund seiner hohen Obstruktion nicht für visuell empfehlen, es ist ein für die Fotografie konzipiertes Teleskop
Wenn dir solch kurzen Teleskope zusagen und deine vorhandene Monti weiter Verwenden möchtest lohnt sich der Blick in Richtung Schmidt Cassegrain oder Maksutov cassegrain, Ab 8" kann ich auch den klassischen Cassegrain empfehlen, die Geräte sind aber allesamt recht teurer im Vergleich zu einem Dobson wie den Verlinkten von Peter.

Falls es doch in Richtung Linse geht dann kann ich den ED80 aka Volksapo guten gewissens empfehlen, ein top Gerät für unterwegs oder kleinere Montierung mit allerhand Möglichkeiten.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo!
... in Richtung Schmidt Cassegrain oder Maksutov cassegrain, ... kann ich den ED80 aka Volksapo guten gewissens empfehlen...
Wobei da für das im Eingangsposting genannte Budget (500 Euro) nur der Gebrauchtmarkt etwas hergibt. Selbst der kleinstmögliche SC (C5) und die „Volksapos“ mit diversen Brandings liegen bereits drüber.

Selber habe ich in dieser Größe (Gebrauchtmarktpreis um die 500 Euro) sowol ein Skywatcher 80ED als auch ein C6. Die haben beide ihre Vorzüge und Nachteile, wenn ich nur eines davon behalten könnte wäre es ganz klar das C6. Es ist einfach universeller einsetzbar, dazu kleiner und besser transportabel. Und schöner auch noch mit seiner bronzefarbenen Metalliclackierung ;) Das liegt aber vor allem an meinen persönlichen Präferenzen. Wirklich rausbekommen kann man es nur, wenn man beide vergleicht. Mit Newtons in dieser Preislage habe ich keine Erfahrung.

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

Florian hat völlig recht. Ein RC ist überhaupt kein Universalgerät und nichts für Anfänger. Selbst alte Hasen justieren sich an den Dingern einen Wolf und sind oft schon wieder davon abgekommen.

Wenn es ein Spiegelfernrohr sein soll, dann ist ein 6" oder 8" Dobson eine gute Wahl. Der ist gutmütig und intuitiv zu bedienen.

Auch ein kleiner Refraktor kann Freude machen. Da muss auch nicht unbedingt ein Apo sein. Zum schnell mal gucken nehme ich immer wieder gerne einen 70/500 von Skywatcher. Der ist handlich, mit einer kleinen Montierung zufrieden, kann große Felder aber schafft auch so bis 80fache Vergrößerung am Mond sehr befriedigend. Und als Gebrauchtkauf konnte ich mir den auch als verarmter Kleinrentner leisten.

CS Gerhard
 
Zum schnell mal gucken nehme ich immer wieder gerne einen 70/500 von Skywatcher
darauf aufbauend höre ich auch immer wieder gutes von den 102/1000 Refraktoren, die Teile kann man auch als kleine Allrounder betrachten.


C6. Es ist einfach universeller einsetzbar
das kann ich jetzt nicht einfach so stehen lassen ?
Mit universell beziehe ich mich auf die Möglichkeiten einfach mal einen Herschelkeil oder einen daystar quark für die Sonnenbeobachtung dran zu Bauen ohne das man sich sorgen um irgendwelche Fangspiegel machen muss ?
Wobei da für das im Eingangsposting genannte Budget (500 Euro) nur der Gebrauchtmarkt etwas hergibt. Selbst der kleinstmögliche SC (C5) und die „Volksapos“ mit diversen Brandings liegen bereits drüber.
Ja die Preise sind ganz schön durch die Decke gegangen, hab mein ED80 noch für 500 bekommen, damals 2013 hat mein 8" Dob grade mal 379€ gekostet... Neu!
Der macht heute noch Spaß! :D
Der ist gutmütig und intuitiv zu bedienen.
Lässt sich sogar noch zusammengebaut in einem Stück umhertragen (z.b. aus der Astrohütte auf die Wiese)

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo zusammen,

vielleicht sollte man wirklich erst mal auf die Information über die Montierung warten, bevor man sich über mögliche Teleskope unterhält.
Was nicht heißen soll, dass es nicht verkehrt ist die Vorzüge und Nachteile der verschiedenen Teleskope zu diskutieren, aber doch sicher erst wenn man weiß welche Montierung vorhanden ist.
Wenn ich es recht verstehe, ist die vorhandene Montierung fix.

Sicherlich ist ein 8", 10" oder auch 12" Dobson eine feine Sache und kommt dem Universellen recht nahe. Aber dann steht, vielleicht sogar eine recht ordentliche, Montierung dumm rum.

RCs und SCa so wie MAKs fallen mE. aus dem Budget heraus.
Apos wohl eher auch.
 
Hi,

ja, die konkrete Montierung müsste man für eine passende Teleskop Empfehlung wissen.

Ansonsten, bei allgemeiner visueller Astronomie zählt fast nur das Lichtsammelvermögen, also ist ein möglichst grosser Spiegel/Newton gut.
Damit gehen dann auch Planeten, da das Auflösungsvermögen auch grösser wird mit grösserem Durchmesser der Optik.

Wenn nur visuell/manuell ist ein Dobson/Newton mit 6 Zoll oder besser 8 Zoll Spiegel empfehlenswert.
Sollte vom Budget her passen.

Gruß
Peter
Hallo Peter,
Was soll der TE mit einem Dobson, wenn er doch eine Montierung hat, die er auch benutzen will? ;)
Wie oben von mir geschrieben, es nützen alle Vorschläge nichts, wenn wir nicht wissen, welche Montierung vorhanden ist.
Es heißt abwarten, bis er sich meldet.;)
 
Hallo!
... oder einen daystar quark für die Sonnenbeobachtung ...
Und einen Mikrowellenspektrographen kann man an ein C6 auch nicht anschliessen :p . Von Sonnenbeobachtung ist im Ausgangsposting gar keine Rede und ein Daystar Quark alleine liegt bereits um den Faktor 3 über dem angegebenen Budget. Vielleicht will sich der namenlose Threastarter auch lieber einen Lamborghini kaufen?

Grüße
Maximilian
 
Hallo,

Danke für die vielen hilfreichen und ausführlichen Kommentare. Sonnenbeobachtung schließe ich nicht aus (steht auch so im Originalposting). Allerdings liegt ein Daystar Quark dermaßen weit aus meinem Budget, dass es wirklich nicht infrage kommt. Aber interessant finde ich es, Danke für den Hinweis. Vielleicht später einmal?
Die Montierung ist eine Skywatcher EQM-35 Goto, also eine Tragfähigkeit von circa zehn Kilo.

Ciao

Enrico
 
Die Montierung ist eine Skywatcher EQM-35 Goto, also eine Tragfähigkeit von circa zehn Kilo.
10 kg ist schon fast überschwänglich optimistisch. Aber immerhin eine parallaktische Montierung, das ist gerade bei hohen Vergrößerungen sehr Vorteilhaft.
Es wurde bisher nur einmal erwähnt, aber in anbetracht der vorhandenen Montierung ist es m.E. ein guter Vorschlag.
Der gute alte 4" F/10 bzw 102/1000 Refraktor.
Der Farbfehler hält sich in Grenzen, er ist sehr gutmütig für Okulare, er kann brauchbar Deepsky, an Planeten und Mond ist er auch echt toll, Sonne ist mit Folie oder Herschelkeil möglich, und wenn wirklich mal ein Geldsegen ausbricht dann gehts mit dem Sundancer II von Baader oder aber einem Daystar Quark Combo mit 2,5x Powermate ans H alpha. Das Teil ist wirklich ein echter Allrounder mit dem man sehr lange Spaß haben kann.

LG
Olli
 
Hallo Enrico,

kenne die Montierung nicht aus eigener Anschauung, kann also nur von den angegebenen Daten ausgehen.
Ausgehend von der angegebenen Zuladung würde ich bei einem Newton maximal einen 150/750 drauf packen.
Ein 200/1000 wäre mir persönlich mit 8,8 Kg zu schwer. Baulänge und damit der Hebel wirken sich da auch schon gut aus. Außerdem verlagert sich der Schwerpunkt durch den dicken Tubus nach oben, Windanfälligkeit.
Bei Newton parallaktisch montiert muss man sich auch bewusst sein, das der Einblick in das Okular schon mal, nun sagen wir, abenteuerlich sein kann.

Bei Refraktoren FH bin ich bei Olli. Vielleicht sogar ein 120/1000-er. Bei dem ist aber wohl mehr Farbfehler zu erwarten als bei dem von Olli vorgeschlagenen.

Katadioptrische Teleskope bis 8" würden auch gehen. Liegen aber außerhalb Deines Budgets.
Da speziell SCs und MAKs.

Refraktoren wie Katadiopter hätten aber den Vorteil das der Einblick nicht so abenteuerlich werden kann.

So schön eine parallaktische Montierung ist, man muss sich leider mit gewissen Gegebenheiten abgeben.
Für Teleskope ist der limitierende Faktor die Zuladung. Aber Gewicht ist nur ein Faktor. Baulänge und Tubusdurchmesser, damit Hebel und Windanfälligkeit sind da nicht außer acht zu lassen.
Nichts ist lästiger als wenn ein tolles Teleskop recht lange zum Ausschwingen braucht.
 
Hallo Enrico,

kenne die Montierung nicht aus eigener Anschauung, kann also nur von den angegebenen Daten ausgehen.
Ausgehend von der angegebenen Zuladung würde ich bei einem Newton maximal einen 150/750 drauf packen.
Ein 200/1000 wäre mir persönlich mit 8,8 Kg zu schwer. Baulänge und damit der Hebel wirken sich da auch schon gut aus. Außerdem verlagert sich der Schwerpunkt durch den dicken Tubus nach oben, Windanfälligkeit.
Bei Newton parallaktisch montiert muss man sich auch bewusst sein, das der Einblick in das Okular schon mal, nun sagen wir, abenteuerlich sein kann.
Das ist im Prinzip eine optisch aufgehübschte und elektrifizierte EQ-3.
bei Newtons würde ich eher bei 130/650 schluss machen.
Bei Refraktoren FH bin ich bei Olli. Vielleicht sogar ein 120/1000-er. Bei dem ist aber wohl mehr Farbfehler zu erwarten als bei dem von Olli vorgeschlagenen.
deshalb wäre der vllt schon etwas zu schwer, und er hat tatsächlich ganze 50% mehr Farbfehler. Bei Nebeln und Galaxien ist der trotzdem überlegen, am Planeten eher nicht.
Katadioptrische Teleskope bis 8" würden auch gehen. Liegen aber außerhalb Deines Budgets.
Da speziell SCs und MAKs.
wär mir auch zu viel für eine EQ-3, würde da eher die Grenze bei 6" ziehen
Refraktoren wie Katadiopter hätten aber den Vorteil das der Einblick nicht so abenteuerlich werden kann.
Absolut wichtiger Punkt bei parallaktischer Montage.
Beim beobachten gemütlich hinter dem Scope sitzen zu können ist unbezahlbar.
So schön eine parallaktische Montierung ist, man muss sich leider mit gewissen Gegebenheiten abgeben.
Für Teleskope ist der limitierende Faktor die Zuladung. Aber Gewicht ist nur ein Faktor. Baulänge und Tubusdurchmesser, damit Hebel und Windanfälligkeit sind da nicht außer acht zu lassen.
Nichts ist lästiger als wenn ein tolles Teleskop recht lange zum Ausschwingen braucht.
Jop, dem ist nichts hinzuzufügen.

LG, Olli
 
Hallo Olli,

Das ist im Prinzip eine optisch aufgehübschte und elektrifizierte EQ-3.
bei Newtons würde ich eher bei 130/650 schluss machen.
again what learnd ;).
Da bin ich dann bei Dir, wenn es sich so verhält. Da wäre selbst ein 150/750 schon zu viel.

deshalb wäre der vllt schon etwas zu schwer, und er hat tatsächlich ganze 50% mehr Farbfehler. Bei Nebeln und Galaxien ist der trotzdem überlegen, am Planeten eher nicht.
Dann wäre der 120/1000-er mir sogar total unpassend für diese Montierung.
Ich habe so ein teil und weiß es sehr zu schätzen im Weitfeld. Da macht das Ding richtig Spaß. Auf einer passenden Montierung wirklich fein.

wär mir auch zu viel für eine EQ-3, würde da eher die Grenze bei 6" ziehen
Jau, die Teile bringen halt ordentlich Gewicht durch die Korrekturlinsen. Da nutzt einem die kurze Bauweise bei einer "schwächlichen" Montierung nichts.

Beim beobachten gemütlich hinter dem Scope sitzen zu können ist unbezahlbar.
:D jaaaa... besonders wenn so faul und bequem ist wie ich ;).
 
Hallo Enrico,

Du hast eine Nachricht von mir über die Du, das alles was hier schon geschrieben wurde, durch eigene Beobachtungen mit passendem Gerät und Infos, kann ich dir darüber berichten was damit visuell damit geht!


Gruß Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ein großes Dankeschön an alle die hier als Berater mit aktiv waren.
Bei mir zuhause ist ein EXOS2 GoTo mit einem vernünftigem Stahlstativ eingezogen. Es trägt ein TS-Optics 127/820. Im Moment bin ich noch auf der Suche nach vernünftigen Okularen. Mal schauen was da den Weg zu mir nach hause findet.
Bis demnächst ... Danke und Ciao
Enrico
 
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