Pluto möglich mit 250mm

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Mikeska

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Hi , ich habe vor 2 Tage ein Bild gesehen von Pluto das anscheinend von einen 250mm SKywatcher stammt . Man sah klar nur einen kleinen Weißbläulichen Punkt . Aber trotzdem erschien mir das fast schon zu gut . Weil wenn man guckt die groß das Teleskop war von dem Typen der Pluto entdeckt hat sind es ja welten . ALso frage: ist es möglich mit einen 250mm Teleskop den Pluto überhaupt zu sehen?
 
Ja bestimmt,
hier meine Aufnahme mti 12" F5 und 1 Sek. Belichtungszeit:
pluto_210819_2315uhr-neu-n.jpg

Hier dazu mehr: Pluto mit 12" F5 Dobson

Eine Aufnahme mit Barlow macht bei mir keinen Sinn, da ich schon ohne 1 Sek. belichten musste. Viel mehr geht mit meiner Selbtbauplattform nicht.

Gruß,
Holger
 
Wird echt knapp, Helligkeit Pluto zur Zeit laut Stellarium 14.3m, Grenzgröße laut TS-Angabe 250mm-Teleskop 14.1m. Also evtl unter super Himmel könnte grad so gehen, blickweise (theoretisch ;-) )
Rechnerisch je nach Formel (habs jetzt nur im Internet mal nachgesehen und nicht berechnet 14.5m bis über 15...

Der gute Herr Tombaugh hat Pluto ja über Fotoplatten mit Blinkkomparatoren gefunden...
 
ALso frage: ist es möglich mit einen 250mm Teleskop den Pluto überhaupt zu sehen?
Ok also 'überhaupt' heisst ja 'generell, unter besten Bedingungen' , und nicht 'gerade jetzt momentan'.
Laut
https://de.wikipedia.org/wiki/Pluto
kann Pluto max. 13.65m Helligkeit erreichen, und ein 250mm Teleskop (also Newton nehme ich an ist gemeint) kann z.B. laut
http://www.deepsky-brothers.de/Erreichbare Grenzgroesse.htm
visuell unter bestem Himmel max. 14.9m erreichen.
Also auch momentan noch ev. unter bestem Himmel.

So um 1997 wär z.B. recht günstig gewesen. Um 2235 rum is auch wieder ganz gut :)

CS
Thomas
 
ich habe vor 2 Tage ein Bild gesehen von Pluto das anscheinend von einen 250mm SKywatcher stammt . Man sah klar nur einen kleinen Weißbläulichen Punkt . Aber trotzdem erschien mir das fast schon zu gut . Weil wenn man guckt die groß das Teleskop war von dem Typen der Pluto entdeckt hat sind es ja welten .

Tombaugh entdeckte Pluto 1930 fotografisch mit dem 13" Astrographen am Lowell Observatory - also "Welten" liegen nun nicht gerade zwischen den Öffnungen von 13" und 10". Dann schon eher, wenn man die Größe der Fotoplatten von damals mit den Sensorgrößen heutiger Digitalkameras vergleicht:

Lowell_astrograph.jpg

Tombaugh used Lowell Observatory's 13-inch (3 lens element), f/5.3 refractor astrograph,
which recorded images on 14x17 inch glass plates, to discover Pluto.
Credit: Wikipedia / Lowell Observatory
 
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Hi. Mikeska,
also fotografiert habe ich Pluto noch nicht, aber gesehen im Fernrohr sehr wohl, war aber mit meinem 24" Dobs in den Alpen.
 
Hallo Mikeksa,
ich glaube, das wird nix. Ich habe das mal bei einer Oppositionsstellung versucht, weil die Voraussetzungen (s.o.: Helligkeit u. Grenzgröße) theoretisch gepasst hätten. Dann wären aber noch die div. Seeingeffekte und Luftunruhe, die alle theoretischen Optionen wieder in die Realität zurückholen?
Ich komme mit meinem 10" Dob i.d.R. nicht unter 13mag.
Uwe
 
Mit einem 10-Zöller wenn alles paßt kommt man schon über die 15. Größenklasse. Aber so tief wie Pluto steht und da er Jahr für Jahr schwächer wird, ist er sicherlich ein grenzwertiges Objekt. Neptunmond Triton mit 13,5 ist jedenfalls kein Problem.
 
In den Neunzigern war Pluto näher an der Sonne und ein wenig heller als aktuell. Zum ersten Mal gesehen habe ich ihn im 8,5" Newton von heimischen Balkon aus (Kleinstadt mit damals 30.000 Einwohnern). Wichtig ist, dass man eine genaue Aufsuchkarte hat. Wenn man sich der Position sicher ist, sollte man eine Vergrößerung wählen, die ca. 1mm Austrittspupille liefert.
Aktuell ist es schwieriger, aber mit 10" sollte es auf alle Fälle klappen, wenn man halbwegs dunklen Himmel hat und weiß, wo man hingucken muss. Im Gewimmel der Milchstraße ist das nicht einfach, aber mit einer guten Karte kann das schon klappen.
Und natürlich ist das Ding in unseren teleskopen ein Punkt, wie ein Stern.
CS, Tom
 
Hier meine visuelle Beobachtung mit 250 mm Dobson von 1992, als Pluto 13,7 mag hell war und noch etwas höher stand und recht aktuell fotografisch mit 80 mm ED Refraktor:

Mit dem 10" Dobson kam ich auf eine Grenzgröße von ca. 15,3 bei gutem Landhimmel, allerdings mit Sternen hoch am Himmel stehend.
Pluto hat zur Zeit laut Stellarium 14,3 mag, steht jedoch bei ca. -23° Deklination, da wird es von Mitteleuropa aus mit 10" nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.

Das für mich beste Tool zur Abschätzung der Teleskop Grenzgröße:
Die Hersteller und Händler rechnen lediglich mit dem Flächenverhältnis der Optik zum Auge und berücksichtigen die Vergrößerung nicht, was natürlich falsch ist.

Ich würde es einfach mal probieren, schon beim Versuch lernt man viel über sein Gerät, Sternkarten und Fähigkeiten.
 
Hi,

also ich hatte es mal vor ca. 9-10 Jahren mit 12" probiert und bin kläglich gescheitert an der Grenzhelligkeit, die in dem Bereich bei ~ 13m lag.

cs
Lothar
 
Hallo,

ich habe Pluto einmal gesehen, das war im Jahr 1989. In diesem Jahr durchlief er sein Perihel, war ganze 13.6 mag hell.

Es ist eine schöne Geschichte und ich erinnere mich noch gut daran. Ein damaliger Kollege brachte sein neues C11 mit und wir hatten genaue Karten mit der Plutoposition dabei. Ein ganz unspektakuläres, aber deutlich sichtbares Pünktchen an einem Ort, wo kein Sternchen auf der Karte sein sollte, genau an der Position, die wir damals auch gerechnet hatten. Zu dieser Zeit war er ja noch ein Planet, und wir hatten ihn gesehen !!!

Damals trafen wir uns immer zum Beobachten auf einer Wiese auf dem Peterberg. Später wurde dann genau dort die Sternwarte gebaut.
 
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