Luminanz bei SNRs

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DominikW

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Hi,

mich würde mal interessieren, wie ihr bei SNRs mit euren Schmalband-Daten umgeht.
Bei vielen H2-Gebieten bietet sich der meist sehr starke Ha-Kanal erstklassig als Luminanzlayer an.

Bei SNRs mit teilweise deutlich getrennten Ha und Oiii-Anteilen, funktioniert diese Technik leider weniger gut.
Nutzt man Ha als Luminanz, werden Gebiete mit Sauerstoffanteilen ohne entsprechende Ha-Anteile stark heruntergezogen.

Kombiniert man die Kanäle einfach direkt (HOO in RGB), ist die resultierende Luminanz meist schlechter hinsichtlich Schärfe und Details, da Oiii im Hinblick auf Ha das Nachsehen hat.

Eine "synthetische" Luminanz über Pixelmath wäre eine Option, vielleicht mittels max(Ha,Oiii)?
Ein simples Stacken der Ha- und Oiii-Master (ohne Pixel-Rejection) hat bei mir leider nicht das gewünschte Ergebnis geliefert.

Ein Dilemma möchte man meinen. Was geht ihr in solchen Fällen vor?
 
Wäre eine Superluminanz aus Ha und OIII vielleicht eine Option?

In APP macht man das mit der Option "Integrate all" (anstelle der üblichen "Integrate per channel")

LG, Daniel
 
Das habe ich ja eingangs bereits adressiert, da sehe ich nur abträgliche Effekte, zumindest beim klassischen Addieren/Stacken der Kanäle.
 
Ich habe bei meinem letztem Bild von IC5070 in Bicolor (20x180sec Ha und 20x180sec OIII) aus der Stadt heraus mal das Thema Superluminanz getestet.
Da ich kein PI nutze, habe ich das schlicht über die Ebenen-Addition in PS realisiert.
ich habe jeweils das entsternte OIII und Ha-Bild in Siril gestrecht und anschließend in PS über die Ebenenfunktion "hinzufügen" addiert.
Ergebnis war ein rauscharmes und detailreiches L-Bild.
OIII und Ha habe ich dann als G/B und R-Kanal zu einem RGB kombiniert und anschließend als Farblayer für die Superluminanz genutzt.
Praktisch ist dabei, dass man die Farblayer gut entrauschen kann, ohne letztendlich Details zu verlieren.

Mal das stark verkleinerte Ergebnis:
IC5070_NGC7000_EspritED80_20x180secO3_20x180secHa_Gain56_-5C.jpg

viele grüße - Ronald
 
Hallo Ronald,

derartige Emissionsnebel haben i.d.R. keine exklusiven O3-Bereiche, so dass Ha bereits als sehr gut als Luminanz ausreicht.
Ein Beispiel, das sich anders verhält ist z.B. der Schleiernebel (im Zentrum sind dünne O3-Schwaden, die deutlich geringeren Ha aufweisen).
 
mit Max(Ha,OIII) (...) habe ich schon schöne L-Kanäle hinbekommen.
Sehr gut, dann war meine Vermutung ja sogar richtig.
Dann werde ich das zunächst mal probieren, danke!

was meinst du mit "klassischen Addieren/Stacken"? Wenn man OIII mit Ha stackt (mittelt), hat man ein schlechteres Endergebnis - ich habe die Pixelhelligkeiten der beiden Ebenen addiert.
Ich hatte mit beiden Varianten keine guten Erfolge. Das Stacking mittelt (-> schlecht) und das Addieren der Kanäle erfordert ja irgendeine Art der Normierung.
Mit der Max-Of-Variante entfällt die Normierung.
 
Ja, Mitteln frisst Details und Signalstärke., Letzteres vor allem, wenn das Signal lokal nur in einem Kanal vorhanden ist oder generell eine sehr gute räumliche Trennung vorliegt, wie beim Schleiernebel oder bei meinem Sh2-91 von neulich. Oft (meistens) ist das OIII aber auch weniger scharf gezeichnet und eine Mittelwertbildung zeichnet dann das Ha weich.

EDIT: Das gilt für das Stacken und das Addieren der Kanäle.
 
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