Was ist los mit dem MGEN 3?

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MeisterDee

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Hallo Leute,
angeregt durch einen Beitrag in einem anderen Thread (Immer teurer und teurer) , habe ich mir mal die Lieferbarkeit des beliebten Autoguiders angesehen, und bin völlig erstaunt darüber, dass z.B. bei TS eine Lieferzeit von 299 Tagen (warum nicht gleich 1000?) angegeben wird, in Verbindung mit einem abschreckenden Fantasiepreis von € 999,00. Astroshop: März 2023.……
Im Shop von Teleskop-Austria wird der Artikel gar nicht mehr zum Kauf angeboten, nur der Hinweis „Only Support“ ist übrig geblieben.

Das lässt natürlich die Spekulationen ins Kraut schießen.

Weiß jemand von Euch, was mit dem MGEN 3 los ist?
Vergriffen, nicht mehr lieferbar, Probleme, oder kommt ein MGEN 4?

Es wäre schön, wenn sich @tommy_nawratil oder @LACERTA-Lajos mal dazu äußern könnte.
……man macht sich eben Gedanken………


CS

Dietmar
 
Hallo,

habe gerade eine MGEN3-Bestellung bei TS in der Pipeline. Die haben mich Mitte letzten Monats angeschrieben und
darauf hingewiesen, dass sich die Auslieferung voraussichtlich bis Sommer 2023 verzögern wird.
Grund ist, dass die Mikrochips der Handbox z.Z. nicht verfügbar sind. Darüber hinaus verteuert sich der Preis auf
999,-Eur aufgrund der deutlichen Erhöhung der Gesamtherstellungskosten.
Mehr weiß ich auch nicht...

Gruß,
Jürgen
 
Dann würde ich mir ehrlich überlegen zu APM zu wechseln, die verkaufen die Teile zu deutlich kommoderem Preis. Wurde irgendwo ja schon gezeigt.

CS
Jörg
 
Hallo Leute, natürlich werden wir, sofern sich der Preis bis zur Lieferung verbilligen sollte, nur den günstigeren Preis verrechnen. Das ist selbstverständlich. Die 999,- wurden mir aber von Teleskop-Austria direkt genannt. Ich habe diesen Preis nicht erfunden. Das Mail beginnt:

....
Hi Wolfi,
die voraussichtliche Lieferzeit - bedingt Microchip-Hersteller - ist Sommer 2023. Die Gesamtherstellungspreise stiegen CoViD-bedingt 37%. ....
-------------------------------------------

Wir haben in unserem Shop leider nicht die Möglichkeit, einen Preis auf 0 zu setzen, ich bin auch nicht sicher, ob das bei uns legal ist oder ob wir uns da verpflichten, die Teile zu verschenken.

Auch unser Händler-EK steigt entsprechend, wir haben nicht mehr, sondern weniger Marge, wenn man das Teil für 999,- verkauft. Natürlich stehen wir aber zu einer Sache. Wenn ein Kunde bei uns den M-Gen zum alten Preis bestellt hat, bekommt er ihn auch zum alten Preis, auch wenn wir dann ein Minus machen.

Ich denke, APM hat einfach nur versäumt, den Preis zu ändern, ich bin sicher, daß die das schnell nachholen werden, ansonsten werden die bei jedem verkauften MGen ein nettes Minus machen, das ist aber nur Spekulation..

Wie schon so oft, nicht wir Händler sind die bösen, nicht mal die Hersteller (in diesem Falle Teleskop-Austria) ... wir müssen nur in diesem, sich sehr schnell verändernden Umfeld versuchen, zu überleben. Wenn die Einkaufspreise mal auf die Schnelle um 37% steigen, ohne die Berechnung der Transportkosten, die inzwischen utopisch sind, dann muß man eben neu kalkulieren.

Nur als Beispiel, wir haben von einem sehr wichtigen Lieferanten von uns, heuer bereits die 4. Preisanhebung bekommen. Langsam muß ich einen Mitarbeiter abstellen, der nur mit der Preispflege zu tun hat.

Ich hoffe, der Wahnsinn hat bald ein Ende , denn Preisanhebungen machen mir genausowenig Freude, wie Euch...

Wolfi
 
Du liebe Güte!
Dann ist der Preis € 999,00 gar kein Fantasiepreis, wie ich vermutete, sondern neue Realität.

o_O

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar, ich befürchte das, wenn ich aber von Teleskop-Austria eine andere Info bekomme, wird das sofort geändert und natürlich auch für die Leute, die den Mgen schon bestellt haben, das ist Ehrensache. Wolfi
 
So richtig "günstig" war das MGEN ja noch nie;-) Dieser Preissprung ist aber schon sehr heftig und eigentlich durch die Hardware kaum zu erklären. Der größte "Wert" der MGENs ist doch eigentlich die Software bzw. deren Entwicklungskosten - und die sollten in der Vergangenheit angefallen sein (abgesehen von kleinen Optimierungen und Fehlerkorrekturen).

Was bekommt man denn für 999 € an Hardware? Einen kleinen Microcomputer, ein Display, eine einfache Mono-Kamera, ein Gehäuse mit ein paar Tastern und ein paar Adapter. Ohne Software könnte man sich sowas für rund 350 € selbst zusammenbauen (bei Einkauf zu Endkundenpreisen - als Hersteller dürfte es günstiger sein). Einfachste Möglichkeit sowas "nachzubauen" wäre ein Raspi (Raspi 3 reicht locker) mit einem kleinen Touch-Display (alternativ bzw. zusätzlich ein paar Taster) und einer 200 € Mono-Cam (mit dem Chip gibt es die ja z.B. als Omegon) plus ein Gehäuse. Der Geniestreich liegt allein in der genialen Software - und deren Entwicklung war sicherlich nicht billig und rechtfertigte zumindest in der Vergangenheit den Preis auch voll und ganz.

Wenn aber nun der Verkaufspreis so stark steigt, dann ist hat sich der Preis der Hardware mindestens verdoppelt. Das ist natürlich im aktuellen Umfeld durchaus möglich. Ich habe keine Ahnung war für ein Microcontroller/CPU im MGEN steckt, aber die Preisentwicklung geht bei einigen Teilen halt leider aktuell schon in diese Richtung.

Fragt sich halt - auch im Hinblick auf die Lieferzeit - ob MGEN so noch eine Zukunft hat. Klar: Das Teil ist sehr einfach zu bedienen. Aber gleichzeitig halt auch funktional sehr eingeschränkt - es kann eine Sache, die aber halt sehr gut und einfach. ASIAir und Stellarmate "können" viel mehr und kosten weniger - erfordern aber natürlich deutlich mehr Einarbeitungszeit durch den Nutzer. Wer die einfache Bedienung will (oder braucht...) muss halt den Preis zahlen. Wer bereit ist sich etwas mehr mit der Technik zu beschäftigen findet Alternativen. Wer sich noch mehr mit der Technik beschäftigt kann auch einfach einen Mini-PC einsetzen auf dem dann PHD2, N.I.N.A u.v.m. läuft und Remote bedient wird (braucht aber natürlich ein Notebook o.ä. zusätzlich) - mit noch mehr Möglichkeiten.

Wenn der Herstellungspreis tatsächlich so stark gestiegen ist könnte ich mir vorstellen das die Entwicklung eines MGEN 4 sinnvoll wäre - entweder als Hardware(-Preis)-optimierte Version (da gibt es ggf. Möglichkeiten günstigere und/oder austauschbare Komponenten zu verwenden) oder als Weiterentwicklung in Richtung "Teleskopcomputer" mit ähnlichen Features wie ASIAir oder Stellarmate. Was aber wieder erhebliche Entwicklungsarbeit in der Software bedeutet (halt auch teuer für den Hersteller). Aber mit "mehr Funktionen" würde wohl auch ein höherer Preis leichter akzeptiert werden. Andererseits muss die Software dann auch gewohnt gut sein um einen Vorteil gegenüber ähnlichen Produkten zu bieten. Aber die Expertise dafür sollte ja bei Lacerta vorhanden sein. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Ein LacertaAir mit guter Betriebssoftware, "eingebautem MGEN" und ohne fragwürdige Interpretation von Softwarelizenzverträgen wäre schon schön....

Ciao, Udo
 
Möchte hier niemanden Unrecht tun, kann aber auch hier beim MGEN wie bei so vielen anderen Sachen nicht nachprüfen, ob die angegebenen Gründe alle stimmen...

Ich bin mir aber sicher, dass es eine Anzahl an Herstellern, Lieferanten und Dienstleistern gibt, die den momentanen Trend zur Inflation und Kostensteigerung auch einfach mal nutzen und als Grund vorschieben. Der Käufer Als potenzieller Käufer stimme ich ab, ob ich die Gründe akzeptiere. Hobbieartikel gehören nicht zu meinem täglichen Lebensbedarf wie Brot und Wasser, muß ich halt nicht unbedingt haben.

Ein Beispiel aus einem ganz anderen Bereich sind die extrem stark gestiegenen Mietwagenpreise im Ausland. Gründe liessen sich viele finden und wurden gesagt, nur, oh Wunder, plötzlich fallen die wieder. Zum Glück gebucht bei einem großen Portal mit extrem kurzfristigem Stornierungsrecht. 2 x storniert und am nächsten Tag neu gebucht. Macht pro Vorgang 100,-€ Nachlass. Ob da einer was gemerkt hat?

Grüße
Hartmut
 
Hallo Dietmar, Hartmut, Jörg, Jürgnen, Udo, Wolfi und alle Mitleser/Innen,,

zwar ich bin wenig erfreut, wenn meine private Briefwechsel mit Wolfi veröffentlich bzw. zitiert wird, wenn es aber schon passiert....

Unglücklicherweise sind die Preise von elektronische Bauteile stark gestiegen. Die Situation wird dadurch noch weiter erschwert, dass ungefähr eine Dutzend essenzielle elektronische Bauteile können erst im Laufe des kommendes Jahres in 2023, teilweise erst am Herbst 2023 geliefert werden. Das würde die Herstellung des MGENs bis mitte nächstes Jahr (oder sehr wahrscheinlich noch länger) praktisch unmöglich machen.

Ich bin aber nicht dafür, um zu erklären, warum etwas NICHT MACHBAR ist, sondern Wege und Möglichkeiten zu suchen um das Problem zu lösen.

Und ich fand einen Weg:
Es gibt nämlich Hersteller, die für andere Produkte GENAU die gleiche ICs brauchen, wie wir. Oder Händler, die diese Produkte "vorsorglich aufgekauft" haben und jetzt mit höheren Preise das anbieten.

Konkrete Beispiel gefällig? Bitte!
Hier das Microchip mit Model.Nr.
ATSAME70Q21A-AN (made in USA)

Normalpreis vor CoViD war 9.50 USD, zzt. 11.50 USD, jedoch mit voraussichtlicher (!) Lieferzeit für Sommer 2023
Aber es wäre sofort lieferbar aus China um 38 USD zzgl. Transport und Zoll, etwa 42€.

Billigere Komponente sind teilweise 10-fach teurer geworden, aber o.g. Beispiel ist ziemlich typisch.

Wir hatten also das Wahl: Warten bis Sommer 2023 für eine UNSICHERE Lieferung,?
... oder kaufen jetzt die Bauteile wesentlich teurer an und produzieren die MGEN für erhöhte Herstellungskosten JETZT SOFORT?.

Andere Herstellen mögen vielleicht das Weg des Abwartens wählen - ich habe mich für die Herstellung entschieden.

PS: Übrigens die neukalkulierte Herstellungskosten liegen weit höher als 37%, addiert Maschienenzeit durch Energiekosten.
Die genaue Kosten werden auch für uns erst am Ende der Herstellungsprozess bekannt. Und wir sind bereit um etwa ein drittel von der Teuerung selbst zu schlucken. Mehr geht leider nicht.

Vielen Dank für Eure Verständnis!

CS: Lajos
 
Hallo Lajos, sorry, daß ich den unverfänglichsten Teil zitiert habe. Danke, daß Du mir aber den Rücken stärkst, denn die unterschwellige Behauptung steht ja leider im Raum, daß wir Händler die Krise nutzen um uns zu bereichern und das ist nun wirklich nicht der Fall. Ich werde aber künftig nicht mehr 1:1 zitieren sondern eher sinngemäß. Aber ich denke, wir haben nichts zu verbergen.
Also nochmals auch an dieser Stelle - SORRY !! Und danke, daß Du Dich da auch eingeschalten hast. Wolfi
 
Servus,
ich bin bei mir in der Firma für die HW-Entwicklung verantwortlich und seit über einem Jahr ist die Beschaffungssituation von HW-Komponenten schlicht ein Albtraum. Laufend sind irgendwelche Komponenten nicht mehr verfügbar, haben dann Lieferzeiten von 52 Wochen etc. sofern diese überhaupt noch bekannt gegeben werden.

Seit mehr als einem Jahr versuchen wir den Laden am Laufen zu halten und müssen zuweilen auch über Broker gehen wenn die Komponenten bei Mouser, Digikey, Farnell usw. nicht mehr verfügbar sind. Da kann der Preis von einem lausigen uC von 3 USD schon mal auf das 10 fache hoch gehen, wenn er denn noch verfügbar ist. Wir beschaffen unsere Komponenten mittlerweile auch direkt über Indien und in China, da geht zuweilen noch etwas mehr als in Europa.

Am Ende, sind die Kosten für die HW-Komponenten die letzten Monate ganz erheblich gestiegen plus den ganzen zusätzlichen administrativen Aufwand. Ein Kollege beschäftigt sich seit über einem Jahr mit praktisch nichts anderen mehr.

Das ist aber für ein Unternehmen meist immer noch günstiger als ein Re-Design einer existierenden HW. Man bleibt mit einem teureren Einkauf noch lieferfähig, tls. mit Verzögerungen, ein neues HW Design zu entwickeln, zu fertigen (und die neuen Komponenten müssen dann auch noch verfügbar sein), zu testen, zu zertifizieren dauert Monate und kostet viel Zeit und Geld.

Im Sinne von, ich kann die Situation beim MGEN hier voll nachvollziehen, leider. Wir hoffen, dass die Situation bei den HW-Komponenten nächstes Jahr wieder besser wird. Schauen wir mal...

CS, Heiko
 
Die Problematik mit der Materialknappheit ist leider gewissermaßen eine selbst erfüllende Prophezeiung. Aus einer real existierenden Störung wird durch Einkaufspanik eine Lawine losgetreten. Die Firmen legen sich riesige Bestände aufs Lager, wodurch die Knappheiten erst richtig brenzlig werden. Das kann ich aus der Praxis von verschieden fertigen Unternehmen berichten. Sind die Produktionskapazitäten irgendwann angepasst, sollte für die meisten Teile ein Überangebot bestehen und die Preise massiv fallen. Man kann nur hoffen, dass dies dann auch an den Kunden weiter gegeben wird. Die Geschichte zeigt jedoch auch, dass dies häufig nicht der Fall ist. Warum auch, wenn der Absatz stimmt.
 

Das soll mal einer verstehen……..
„Lieferbar Ende des Monats“
„€ 769,00“

Habe ich da was verpasst?

CS

Dietmar
 
? Sehr schön!
 
Nun ist es raus: MGEN 3 kostet jetzt tatsächlich einen runden Tausender.

Obwohl ich in der Sternwarte seit Längerem mit PHD guide, bin ich bei Feldeinsatz mit DSLR immer noch total überzeugt vom MGEN.
Die extrem einfache Handhabung, das hervorragende Guidingergebnis und die Kamerasteuerung begeistert mich noch immer.
Billig war der MGEN noch nie, aber immer jeden Cent wert.

Tausend Euro schockieren mich jetzt aber doch ein Wenig.

CS

Dietmar
 
So gut, wie ein Gerät auch ist - irgendwann hört der Spass auf bei diesen Wahnsinnspreisen. Wenn das Hobby zur reinen Luxusangelegenheit wird, ziehe ich den Stecker. Mit dem, was ich habe, macht´s auch Spaß. Hab früher beim Fotografieren auch mit der Hand nachgeführt. Das, was die EQ6R an Nachführgenauigkeit bietet, reicht für meine Zwecke.
 
Moin,

laut heise Halbleiterfertigung: Der Chipmangel ist vorbei ist der Chipmangel vorbei. Bis das aber preislich ankommt wird es wohl noch Jahre dauern.

Die Problematik mit der Materialknappheit ist leider gewissermaßen eine selbst erfüllende Prophezeiung. Aus einer real existierenden Störung wird durch Einkaufspanik eine Lawine losgetreten. Die Firmen legen sich riesige Bestände aufs Lager, wodurch die Knappheiten erst richtig brenzlig werden. Das kann ich aus der Praxis von verschieden fertigen Unternehmen berichten. Sind die Produktionskapazitäten irgendwann angepasst, sollte für die meisten Teile ein Überangebot bestehen und die Preise massiv fallen. Man kann nur hoffen, dass dies dann auch an den Kunden weiter gegeben wird. Die Geschichte zeigt jedoch auch, dass dies häufig nicht der Fall ist. Warum auch, wenn der Absatz stimmt.

Genauso ist/war es leider.

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
das mag für einige Chips gelten, aber bei Weitem nicht für alle.
Die Gründe bzw. Ursachen für den Chipmangel sind jetzt zwar weitestgehend beseitigt, das bedeutet aber nicht, dass die Produzenten ihre Maschinen anwerfen, um der Nachfrage entsprechend zu produzieren. Sie haben durchaus Gefallen gefunden, an den exorbitanten Preisen, und wissen, dass sie das auch noch eine Weile genießen können, wenn sie ihre ausgestoßenen Mengen entsprechend "dosieren" .

Dazu kommt, dass bestimmte Prozessoren zunächst nur den heimatlichen Herstellern zugänglich gemacht werden, um deren Produkten einen entsprechenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dieser Effekt ist z.B. in der Unterhaltungselektronik unübersehbar.

Daraus kann man den Produzenten noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Sie nutzen einfach nur Gelegenheiten, die sich ihnen bieten.

Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir ihnen die Instrumente dafür selbst geliefert haben.........

CS

Dietmar
 
Nur als Beispiel, wir haben von einem sehr wichtigen Lieferanten von uns, heuer bereits die 4. Preisanhebung bekommen. Langsam muß ich einen Mitarbeiter abstellen, der nur mit der Preispflege zu tun hat.

Ich hoffe, der Wahnsinn hat bald ein Ende , denn Preisanhebungen machen mir genausowenig Freude, wie Euch...
Das nennt man Hyperinflation. Und ja ein Ende wird es geben und es hat ebenfalls einen Namen: Währungsreform.
Hats alles schon mal gegeben..
 
Hallo!
Jetzt wollen wir es doch nicht gleich übertreiben. Die (inoffizielle) Definition von Hyperinflation ist laut Wikipedia eine monatliche Preissteigerung von 50 Prozent. Dieses MGEN 3 hat seit es existiert (3 Jahre?) insgesamt eine Preissteigerung von knapp 50% erfahren. Am Ende wird der Markt den Preis regulieren, denn anders als Brot, Benzin, Strom und Brennstoff zum Heizen muss man sowas nicht haben. Wenn es für 1000+ Euro niemand mehr kauft, dann wird es entweder billiger oder es verschwindet vom Markt.

Grüße
Maximilian
 
Mein Beitrag bezieht sich nicht alleine auf den MGEN. Alles wird teurer. Wikipedia interessiert mich nicht. Meinetwegen eine Vorstufe der Hyperinflation. Ich weiss nicht warum sich immer so schnell Leute finden, die Haare spalten müssen (Teil des Posts von Moderation entfernt. Grund: Der Text lag außerhalb der in den Nutzungsbedingungen unter §3 Abs. 1 vorgegebenen Grenzen. Bitte Nutzungsbedingungen beachten: Nutzungsbedingungen --> §3)
Und ja genau, "oder verschwindet vom Markt". Wie auch immer mehr Unternehmen. Kann man auch bereits verfolgen, die Zunahme der Insolvenzen. Und billiger wird es nicht, denn dazu müssten zunächst auch sämtliche Rohstoffe, Energie, Herstellkosten, Gehälter, Lieferkosten etc. im Preis zurückgehen, anderenfalls würden Sie es mit Verlust veräussern.
Ich will ja nicht schwarzmalen. Ist nur leider so..
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Ich weiss nicht warum sich immer so schnell Leute finden, die Haare spalten müssen
Es geht nicht ums Haare spalten sondern darum, dass das Schlimmste an einer Situation wie der jetztigen die Panikmache ist. Und der Gebrauch von Begriffen wie „Hyperinflation“ ist genau das: Unsachliche Panikmache die niemandem hilft.

Ruhe bewahren und akzeptieren, dass viele Dinge viele Jahrzehnte lang zu billig verkauft wurden wenn man bedenkt, welchen Aufwand und welche Schäden ihre Herstellung verursacht hat. Die Preise die jetzt verlangt werden reflektieren erst allmählich den Wert dieser Dinge. Das war bisher oft nicht so. Es kann nicht sein, dass ein T-Shirt drei Euro kostet, ein Flugticket 9 Euro oder eine Trinkflasche aus PET (Du magst Wilkipedia nicht, trotzdem lohnt es sich, dort nachzulesn was zur Herstellung dieses Materials notwendig ist) ein nur einmal verwendeter wertloser Wegwerfartikel sein soll.
Und wie man jetzt sieht kann man auch ein MGEN nicht für 600 oder 700 Euro entwickeln, herstellen, programmieren lassen und mehrmals (wenn man den Weg der Rohmaterialien und Halbfertigteile verfolgt) um die halbe Welt verschicken.

Das ist eine Frage der Kalkulation. Wenn man die Stückzahl erhöht, die Entwicklung einfriert und direkt ab Werk verkauft kann man durchaus günstiger anbieten. Das haben unzählige Unternehmen vorexerziert. Das wäre aber nicht gut, weil es das Ende der Weiterentwicklung bedeuten würde und noch länger dafür sorgt, dass Dinge unter ihrem Wert verkauft werden.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Leute,


spaltet doch keine Haare... ;)

Wenn man an den Finanzmärkten schaut stellt man fest daß die Zinsen für US Staatsanleihen in letzter Zeit recht volatil waren, in den letzten Tagen gingen die Zinsen für US Staatsanleihen mit 10 Jahren Laufzeit deutlich herunter weil die FED wieder QE veranstaltet. Ob sie es QE oder Operation Twist nennen ist irrelevant. Es bedeutet daß reichlich Kohle in's System gepumpt wird. Was bedeutet mehr Geld? Kann man an den Aktien oder Edelmetallen sehen: die Kurse steigen sprunghaft weil das Geld dort als erstes ankommt und erst später bei Konsumerprodukten (Cantillon Effekt). Mehr Geld bedeutet höhere Umlaufgeschwindigkeit des Geldes was ein Hauptfaktor für Inflation ist. Normalerweise macht es in kapitalistischen Systemen alle etwa 80 Jahre Bumms - hat ein Herr Kondratjew mathematisch nachgewiesen was nicht ganz seinem Auftrag entsprach und ihm Urlaub im Gullag einbrachte. Bei der Inflationsentwicklung läuft es erst langsam wie in den letzten 20 Jahren, dann schneller wie in den letzten zwei Jahren und danach kann es sehr schnell gehen. Die Globalisierung hat Inflation bei Massenprodukten in den letzten Jahrzehnten verhindert oder sogar für deflationäre Preisentwicklungen gesorgt aber Globalisierung ist jetzt vorbei und Lieferketten sind teils nicht mehr existent. Für viele Materialien bekommt man nur noch Preise für "jetzt", Preise für nächste Woche oder nächsten Monat kann einem kaum ein Lieferant nennen.


Viele Grüße Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
p.s.: Dollar und Euro stehen auch wieder fast 1 zu 1 nachdem der Euro vor wenigen Tagen noch bei etwas über 0,95 Dollares stand...auch eine Bewegung die untypisch schnell und weit lief. Diese Dollarstärke war vermutlich auschlaggebend für mehr neues QE...
 
Es geht nicht ums Haare spalten sondern darum, dass das Schlimmste an einer Situation wie der jetztigen die Panikmache ist. Und der Gebrauch von Begriffen wie „Hyperinflation“ ist genau das: Unsachliche Panikmache
Hallo Max, es macht Spass mit dir zu debattieren, aber lass uns locker bleiben. Ich nehme das nicht so ernst.

Panikmache ist relativ. Ich sehe das so. Die Medien Berichten was den Konsumenten am meisten interessiert. Da haben die so Ihre Erfahrung (Meinungsforschung). Wenn man jetzt den ganzen Tag vor der Glotze sitzt und n-TV im Hintergrund läufft, natürlich macht sich dann eine gewisse Panik breit. Oder die Kollegen reden von nichts anderem mehr.. Ja dann ist das Thema allgegenwärtig präsent. Aber man kann immer noch selber entscheiden wie oft man Nachrichten konsumieren möchte und gewisse Themen/Kollegen kann man auch meiden.
"Hyperinflation" ist ein neutraler Begriff wie jeder andere auch und nicht per se negativ. Erst die Ettiketten die du du daran anheftest geben dem eine Bedeutung, die Aufgrund deines Wissens (Erinnerungen und Erfahrungen) entweder positiv oder negativ ist. Ist also auch alles wieder vom Gedankengut abhängig das man pflegt. Andere gehen Wandern und genissen die Natur. Die haben dann eben keine Panik. Alles relativ.

Ruhe bewahren und akzeptieren, dass viele Dinge viele Jahrzehnte lang zu billig verkauft wurden
Na gut, das ist jetzt aber deine persönliche Meinung. Billig ist ja relativ. Wenn man bedenkt, dass die Löhne in DE jahrzehntelang relativ niedrig waren und die Lohnsteigerung noch niedriger, ist es dann nicht mehr so billig. Preise richten sich immer nach den Löhnen. ALDI Polen hat auch andere Preise wie ALDI Deutschland. Wenn die Arbeiter in Asien mit ihren Löhnen zufrieden sind, dann kann ein T Shirt hier eben 3 Euro kosten. DA ist also nichts "zu billig" sondern "angemessen". Das ist eben Mathematik.

trotzdem lohnt es sich, dort nachzulesn was zur Herstellung dieses Materials notwendig ist) ein nur einmal verwendeter wertloser Wegwerfartikel sein soll.
Anderes Thema. Hier gehts um die Umwelt. Da gebe ich dir Recht. Aber was will man machen, wenn die Leute im Laden einfach immer nur das billigste kaufen? Vielleicht hat Greta T. eine Antwort? Das ist eben freie Marktwirtschaft. Die meisten würden wohl gerne mehr an die Umwelt denken, aber viele können sich höhere Preise einfach nicht leisten. Die Armut steigt rapide. Auch in DE. Ausserdem ist der Mensch primitiv. Lieber ein Jahr lang billig einkaufen und dann von dem ersparten nach Malle fliegen. Die Medien machen den Urlaub schliesslich schmackhaft.


Wenn man die Stückzahl erhöht, die Entwicklung einfriert und direkt ab Werk verkauft kann man durchaus günstiger anbieten.
Was haben jetzt diese Wirtschaftsweisheiten mit dem hier diskutierten Umstand zu tun?
Stückzahlen werden nicht einfach so erhöht, sondern nur wenn es sich lohnt. Das hängt von der Nachfrage ab!
 
Dollar und Euro stehen auch wieder fast 1 zu 1 nachdem der Euro vor wenigen Tagen noch bei etwas über 0,95 Dollares stand...auch eine Bewegung die untypisch schnell und weit lief. Diese Dollarstärke war vermutlich auschlaggebend für mehr neues QE...
Hi Felix, wo hast du das mit dem QE jetzt ausgegraben? Dein Bericht kommt 10 Jahre zu spät :ROFLMAO: QE hat man 2008 nach der Bankenkrise gestartet. Jetzt steigen die Zinsen seit ein paar Monaten wieder, weshalb die Aktienmärkte zittern und fallen. Weshalb auch der Bitcoin von über 60k auf 20k eingebrochen ist etc. Aber vielleicht habe ich etwas verpasst und du meinst mit QE die Hilfen für die Ukraine die die USA locker machen?

Die aktuelle Erholung von Aktien und Euro ist normal. Es ist eine Zwischenerholung. Es geht nie permanent nur in eine Richtung.

Aber wer weiss, die Amis sind immer sehr kreativ und zaubern vielleicht etwas aus dem Ärmel, das die Inflation bremst und gleichzeitig die Aktienmärkte stabilisiert, auch wenn sich beides gegenseitig ausschliesst.
 
Zitat von dort: quantitative easing definiton

Quantitative easing (QE) is a monetary policy of printing money, that is implemented by the Central Bank to energize the economy. The Central Bank creates money to buy government securities from the market in order to lower interest rates and increase the money supply. These economic conditions will then trigger financial institutions to promote increased lending and to make the money supply more liquid.

Das heißt es geht nicht nur um Zinsen sondern auch um Ankauf von z.B. Staatsanleihen. Die Zinspolitik ist das andere Werkzeug das die Zentralbanken haben. Heißt alle paar Jahre anders ist aber das gleiche.


Viele Grüße Felix
 
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