8 Spikes nach dem stacking

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Kevin1911

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Hallo Astrofreunde,

Ich habe zwei Session von einem Objekt die ich zu einem Bild zusammen gestackt habe.
Session 1: 12 Bilder 300s
Session 2: 20 Bilder 300s
Es liegt eine Drehung von wenigen Grad zwischen den beiden Sessions.

Stacke ich die beiden Sessions separat ist noch alles gut. Wenn ich aus den einzelnen Lights ein Gesamtbild Stacke, bekomme ich diese doppel Spikes.

Ich habe die beiden Sessions vorher einzeln mit den jeweiligen flats, etc. kalibriert.
Mein stacking programm ist APP, das
Teleskop ein 8" f4 Newton.

Ich habe in der Vergangenheit diverse Sessions mit Bildfelddrehung zusammen gestackt, doch so ein Problem ist dabei nie aufgetaucht.

Was mache ich falsch?

CS
Kevin
 

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Hallo Kevin,

Bildfelddrehung ist was anderes, hier hast Du die Kamera verdreht.
Bei einem Newton werden dadurch die Spikes verdreht abgebildet.
Ein Stackingprogramm kann zwar die daraus entstehende Bildfelddrehung korrigieren, aber nicht die verdrehten Spikes.
Das heißt die Kamera muss bei mehreren Sessions exakt die gleiche Position am Teleskop haben.
Bei Refraktoren tritt dieses Problem nicht auf.

VG Cl.-D.
 
Ich kann aber auch falsch liegen mit meiner Annahme....:unsure:
Wenn das verdrehte Bild auf das andere ausgerichtet wird, drehen sich die Spikes ja auch mit.
Mal sehen ob jemand noch eine andere Erklärung hat.

VG Cl.-D.
 
Moin,

wenn sich die Spikes im ansonsten gleichen Bildfeld verdreht haben, was aus den Bildern ja hervorgeht ist das Ergebnis zwangsläufig das was wir hier sehen resp. andersrum, hat das mit "Bildfelddrehung" nix zu tun.

Das würde eintreten bei einem Achsfehler der Montierung, dabei würde aber das gesamte Teleskop unter dem Sternenhimmel falsch nachgeführt. Hier hat sich das Teleskop zur Kamera verdreht, das ist mal amtlich.

Lösen kann man das m.E. nur, in dem man per EBV die Spikes aus einem der Teilstacks entfernt und diese dann wieder zusammenführt. Ein andere Lösung, außer per EBV alle Spikes zu entfernen, fällt mir da nicht ein.

CS
Jörg
 
Meist liegt es an einem Umschlag der Montierung, oder der Tubus wurde verdreht.
Wenn die Speichen vom Fangspiegel nicht 100% symmetrisch sind, merkt man das auch durch unterschiedliche Abstände der Doppelspikes...

lg
Niki
 
Guten Morgen zusammen,
Vielen Dank für eure Antworten.
"Bildfelddrehung" war da nicht die richtige Wortwahl von mir.

Zwischen den beiden Session liegen ca. 2 Wochen.
Die Kamera war auf jeden Fall mal ab.
Ausgerichtet wird sie von mir, mit einer Toleranz von einem Grad per platesolving. Es kann also eine maximale Dreheung von 2 Grad entstehen.

Aber ich verstehe noch nicht so ganz wie das passieren kann. Ich hab die Kamera zwischen zwei Sessions nicht zum ersten Mal verdreht. Teilweise liegen da ja auch Monate zwischen.

Sollte APP nicht eines der Spike-Muster per Ausreißer Statistik entfernen? Schließlich hat Session 2 doppelt so viele Bilder.
(Andererseit, selbst wenn ich 5 Bilder der Session 1 und 20 Bilder der Session 2 verwende, bleiben die Spikes schwach 8 Fach zu sehen.)

Eines muss ich noch dazu sagen. Zwischen den beiden Sessions wurde der Abstand zum Koma-Korrektor leicht verändert, sowie ein Sensor tilt versucht zu entfernen.

CS
Kevin
 
Und die Ausrichtung der Spikes zum Objekt hin müsste doch unverändert bleiben. Egal wie die Kamera verdreht wird. Hab ich einen Denkfehler?

CS
Kevin
 
Hi Kevin,
Deinen Newton hast Du nicht in den Rohrschellen gedreht?
 
Hi Kevin,
Deinen Newton hast Du nicht in den Rohrschellen gedreht?
Das würde das Phänomen erklären.
Ich habe das Teleskop aber nicht in den Schellen gedreht.

Morgen,

wäre mein Favorit.
Oder der Tilt war sehr stark. Eine größere Verkippung rechnet Dir ja der Stacker auch nicht weg.

CS
Silvio
Den Tilt Adapter musste ich an der weitesten Stelle weniger als 1mm aufspreizen.

CS
Kevin
 
Moin,

das Bild ist ja evident, da die Spikes an der Orientierung der Spinne hängen und die ist im Bezug zum Rohr fest kann muß es eine Drehung gegeben haben. Anders kommt der Effekt ja nicht zustande. also hast Du das Objekt angefahren wie zuvor, nur die Orientierung des "Imagetrains" (also Optik und Chip) war zum Himmel verdreht. Wenn Du die Camera per Platesolving ausgerichtet hast KANN ja nur das Rohr anders gestanden sein. Alles andere wäre Voodoo.

CS
Jörg
 
Und wie der Niki schon schreibt, wenn das Rohr nicht verwindungssteif genug auf der Montierung sitzt, sondern auf Trompetenblechrohrschellen, dann kann die ganze Fuhre beim Umschlag am Meridian auch 1-2 Grad kippen (und somit rotieren). Die Fangspiegelstreben vor dem Meridian sind dann nicht mehr parallel zur Lage hinter dem Meridian.
Daher habe Ich mal schnell in dein Profil geschaut und dann im Bietebereich geschnueffelt:

1668333847089.png


Vorsicht Ferndiagnose Kevin: Sieht mechanisch was deinen alten 6" Newton betrifft alles schon etwas am Limit aus (?).
Ist der 8" jetzt mechanisch aehnlich aufgestellt ...? :unsure:

Gruss & CS
 
@Defunct gut recherchiert :giggle:
Die Konstruktion war tatsächlich nicht optimal und deshalb bin ich auf OAG guiding umgestiegen. Das hat wesentlich besser funktioniert.

Jetzt habe ich den 8" von Lacerta. Ebenfalls mit OAG und ohne die zusätzliche Prismenschiene. Ich denke hier ist die Mechanik eine ganz andere Liga. Das Teleskop ist via Losmandy Schiene auf der EQ6-R befestigt.


Ich habe die Schrauben noch etwas nachgezogen. (will den Carbon Tubus nicht beschädigen)
Wahscheinlich hat es sich tatsächlich hier etwas verdreht da die Kamera momentan auch noch seitlich vom Teleskop weg steht.

CS
Kevin
 
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