Jupiter - Erste Versuche mit vorhandenem Equipment

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ChristianOL

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Moin,
gestern Abend, bevor hier im Norden der Himmel wieder zuzog, war die Luft wirklich ruhig. Hatte meinen Skywatcher 8" Dobson etwa eine Stunde bei -1° C draußen stehen gehabt und wurde mit einem knackscharfen Bild belohnt, dass sich so seitdem ich den Dobson im Sommer gekauft hatte, so noch nicht erlebt hatte. Zu der Zeit zog gerade einer der Monde vor Jupiter und warf einen schwarzen Schatten auf den Planeten.

Ich würde sehr gerne diese Eindrücke auch fotografisch festhalten. Dafür stehen mir neben dem Dobson eine 2x Barlow 2" von Explore Scientific zur Verfügung und meine Nikon D5500, die ich eigentlich für Tagesaufnahmen angeschafft hatte. Mit der Kamera habe ich auch schon Mond und Sonne fotografiert. Bei den Planeten möchte ich eigentlich Videos aufnehmen und dann stacken. Bisher habe ich die Nikon per Adapter auf 2" und dann mit der Barlowlinse verbunden. Ich hätte auch noch ein 31 mm 2" Hyperion mit Gewinde und Adapter, welches ich auch verwenden könnte. Das ganze ist dann aber auch ordentlich schwer (habe mir schon ein 400g Gegengewicht mit Magneten besorgt) und bei Objekten in Horizontnähe ist der Dobson nicht so einfach zu arretieren.

Folgende Probleme habe ich noch:
  • Scharfstellen ist noch eine Herausforderung. Helfe mir mit Einzelaufnahmen und reinzoomen dann auf dem Kameradisplay. Monde bei Jupiter geben mir dabei einen guten Anhaltspunkt.
  • Jupiter ist trotz 1200 mm Brennweite und 2x Barlow noch recht klein
  • Bei Fotoaufnahmen kann ich die Helligkeit über die Belichtungszeit steuern, bei Videos ist Jupiter aber überbelichtet

Hättet ihr noch Tipps zum Scharfstellen?
Lassen sich mit der D5500 überhaupt in der Kombination mit dem Dobson befriedigende Ergebnisse erzielen? Vor dem Kauf einer dedizierten Planetenkamera würde ich eigentlich gerne erstmal Erfahrungen sammeln mit dem Equipment, welches ich habe.
Ich habe jetzt in den Einstellungen den Menüpunkt Belichtungskorrektur gesehen, konnte leider aber noch nicht überprüfen, ob die Korrektur auch bei Videoaufnahmen ohne Objektiv greift, zog leider dann zu.

Im kommenden Jahr ist zur Ergänzung des Dobson mindestens ein 4" Apo und eine HEQ5 geplant.

PS: Die angehängte Aufnahme ist eine Einzelaufnahme, da die Videos überbelichtet waren. Ist auf jeden Fall ein Lernprozess, den ich aber bereit bin zu gehen. ;)
 

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Hallo Christian!
Erstmal Glückwunsch zum ersten Bild!
Ich nehme selbst mit einem Dobson Mond und Planeten auf, daher kann ich deine Gewichtsprobleme ganz gut nachvollziehen.
Ich habs zwar noch nicht probiert, aber ich denke, mit einer DSLR ist das Ganze ein Zitterspiel? Dann noch die Bedienung hinten an der Kamera, das hab ich mal probiert, wo ich eine (leichte) spiegellose Kamera am Dobson hatte.
Jupiter ist trotz 1200 mm Brennweite und 2x Barlow noch recht klein
Das liegt an den vergleichsweise großen Pixeln der Kamera. Eine dedizierte Planetenkamera hat viel kleinere Pixel.
Scharfstellen ist noch eine Herausforderung. Helfe mir mit Einzelaufnahmen und reinzoomen dann auf dem Kameradisplay. Monde bei Jupiter geben mir dabei einen guten Anhaltspunkt.
Scharfstellen ist immer eine Herausforderung:cool: Bei Jupiter probiere ich, möglichst genau auf die Monde zu fokussieren.
und bei Objekten in Horizontnähe ist der Dobson nicht so einfach zu arretieren.
Horizontnah ist immer schlecht, nicht nur, weil dir der Trum dann irgendwann nach vorne kippt. In Horizontnähe ist durch den längeren Weg, den das Licht durch die Atmosphäre zurücklegen muss, das Seeing viel schlechter als im Zenit. Daher flimmern die niedrig stehenden Sterne auch mehr.

Ich hoffe, etwas geholfen zu haben.
CS Micha
 
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