Gartensternwarte und der Frost / Tau ...

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pmneo85

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Hallo Zusammen,

es ist nun der erste angehende Winter meiner Rolldachhütte und es wird nun kalt feucht und Nass :(

Wie geht ihr damit um? Bzw. was habt ihr für Vorkehrungen getroffen?

Ich muss wohl noch alle Bälken etc. Verblechen, denn ich kämpfe aktuell mit dem Problem, dass sich manchmal bei offenem Dach über die Nacht eine Eisschicht auf den sonst geschützten Bälken etc. bildet und dann am Tag schmilzt und somit das Holz "schön" Nass wird.

Aktuell hatte ich in der Hütte auch noch Equipment wie meine Flat Box stehen, welche aber recht Feucht geworden ist durch den Frost und anschließendem Tau etc. ...

Daher wäre ich für weitere Tipps von euch sehr Dankbar :)

Gruß
 
Moin Philip,

ich habe alles an Holz mit Wetterschutzfarbe gestrichen.
Wenn ich morgens das Dach schließe ist natürlich auch alles nass und ggf. schon gefroren.
Ich setze einen kleinen elektrischen Entfeuchter ein, welcher dann bis nach Feierabend seine Arbeit verrichtet.

Netzteile stehen geschützt in einem Schrank, Laptop kommt jeden Nachmittag (nach dem Ausdünsten) mit ins Haus und die verschraubten Kameratrains baue ich in den Schlechtwetterphasen ab und lege sie mit Silica-Perlen in eine Kiste im Haus.

Sonstiges Equip (Gegengewichte, FLatpanel) lagere ich in verschließbaren Kunststoffkisten in der Warte.
 
Hallo Philip,
wird das Holz mal nass, ist das nicht schlimm, sofern es im Anschluss schnell wieder trocknen kann.
Bleibt das ungeschützte Holz aber mehrere Tage nass, dann geht das nicht lange gut, denn holzzerstörende Pilze werden dann ihrer Bezeichnung gerecht und ….. zerstören das Holz. Und das geht recht schnell.

In der kalten Jahreszeit, vor Allem bei hoher Luftfeuchtigkeit, hat das Holz jedoch nur sehr begrenzte Möglichkeit, zu trocknen.

Daher ist es wichtig, diese Pilze, deren Sporen sich bereits auf dem Holz in Lauerstellung befinden, abzuwehren.
Und zwar mit einer Holzschutzgrundierung mit unter Anderem fungiziden Eigenschaften. (Bläueschutz)
Nach Abtrocknen empfiehlt sich eine Holzschutzlasur, die das Holz wetterfest macht, also vor Wasser und UV-Licht schützt.

Dann spielen Tau, Nässe, Reif usw. keine große Rolle mehr.

CS

Dietmar
 
Vielen Dank schon mal!

Ja außen hab ich das Holz natürlich mit Bläueschutz etc. behandelt. Innern aber nicht :-/ Da muss ich wohl nochmal ran, klingt aber einfacher als die Teile zu Verblechen.

Auch die Idee des elektischen Entfeuchters finde ich gut, da sonst ja auch kaum Luftbewegung in der Hütte ist.

@Raumfisch kannst du mir hier einen Empfehlen?

@Orion123 Außen habe ich das Osmo Holzschutzöl verwendet

Gruß
 
Meine Sternwarte hat einfach zwei gegenüber liegende Lüftungsöffnungen (ca. 35 x 35 cm) für eine passive Durchlüftung.

Die Öffnungen sind mit Insektengitter und horizontalen Holzlamellen (ähnlich einem Fensterladen, aber die Lamellen mit mehr Abstand und größerer Tiefe) gegen Wetter und Eindringlinge geschützt. Bei Bedarf (wenn es zum Beobachten in der Sternwarte zu unangenehm windig ist, oder im Abtaumodus) können die Öffnungen mit Holzdeckeln von innen verschlossen werden.

Diese passive (Quer-) Lüftung ist praktisch das ganze Jahr ausreichend, um die Sternwarte (ca. 16 m³) gut trocken zu halten.
Im Winter wird es ja mitunter kalt genug, dass Lufttrockner nicht mehr funktionieren. Falls dennoch jede Menge Tau kondensiert ist, kann ich nach der Beobachtung die Sternwarte mit einem Heizlüfter aufheizen, so dass der Luftentfeuchter wieder effektiv arbeiten kann (Abtaumodus). Das passiert aber wenige Male pro Jahr.

Natürlich ist als erste Maßnahme auf geeigneten Holzschutz zu achten. In meinem Fall erfolgte dieser durch Blechabdeckung der Wände oben und einer Außenseite aus Lärchenholz (kein zusätzlicher Schutzanstrich erforderlich).

cs
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank, ja das mit der Belüftung muss ich mir ggf. noch überlegen :)

Konkret geht es um diese Bälken:
SernA.jpg

SternB.jpg


Auch die Steckdosenleiste welche im ersten Bild zu sehen ist, muss ich von oben schützen.

Schon spannend an was man so alles denken muss ;)

Der nächste Schritt ist nun auch noch größere Laufrollen, damit mein Dach ca. 1 cm weiter nach oben kommt, da bin ich einfach zu Dicht an den Hauptbalken und die Seitenwand des Daches kann sich so mit Schmelzwasser vollsaugen. Zudem werde ich die Seitenwand von Unten verblechen oder mit einem Bootslack bestreichen :) ...

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
ich betreibe seit 16 Jahren eine Schiebedachsternwarte. Die Holzteile sind mit Holzschutzfarbe gestrichen, aussen musste ich nach 12 Jahren erneuern, innen sieht es aus wie neu. Die Sockel sind verblecht, ebenso zwei Seitenwände auf der Oberseite. Einziges Problem bisher war ein Winkel, in dem sich Wasser ansammeln konnte. Da kam es nach ein paar Jahren, verdeckt unter der Farbe!, zu Fäulnis. Den Balken habe ich ebenfalls vor vier Jahren ersetzt und jetzt gibt es einen kleinen Spalt über den das Wasser abfliessen kann. So trocknet an dieser Stelle immer alles wieder ab. Die Sternwarte ist gut quer durchlüftet, alles trocknet ohne weitere Nachhilfe auch im Winter ab. Einziger Nachteil ist die Blütenstaub/Pollen Verschmutzung im Frühjahr. Da muss man dann danach wischen. Ein Luftentfeuchter wäre hier eine reine Energieverschwendung. Unsere Vereinssternwarte hat eine klassische, sehr dichte Spaltkuppel, da werkelt ein Luftentfeuchter mit Sinn. Das Instrument wird mit einer unten offenen Motorradplane abgedeckt, der Tau trocknet gut weg.

CS, Markus
 
Meine Sternwarte hat einfach zwei gegenüber liegende Lüftungsöffnungen
Daran hab ich garnicht mehr gedacht. Hab sie etwas kleiner dimensioniert, ca 20x10cm.
Im Herbst/Frühjahr reicht dieser passive Luftzug sogar aus, nicht aber im Winter bei Frost.

@Raumfisch kannst du mir hier einen Empfehlen?

Meine Sternwarte hat 180x180x200cm und innerhalb von 8h ist wieder alles trocken genug. Furztrocken dauert 2 Tage. Ich muss aber fairerweise erwähnen, dass ich hier im Pott nicht so extreme Feuchtigkeitsattacken habe… Feucht/Nass nicht triefend würd ichs mal beschreiben ;)
 
So, die erste Maßnahmen wurden getroffen, das Dach wurde nun um ca. 1.5cm angehoben, sodass mehr "Luft" zwischen den Trägerbalken und dem Dach ist:

20221212_145232.jpg20221212_145242.jpg20221212_145246.jpg20221212_145251.jpg20221212_145254.jpg

Den offenen Spalt muss ich nun noch abdichten, da das Dach vorher so tief war, war der Laufsteg als Schutz da.

Farbe habe ich auch da, allerdings ist es aktuell zu kalt mit -4° :-/

Danke schon mal und Gruß
 
Die üblichen Entfeuchter mit Kompressor oder Peltier haben das Problem, das sie unter 10 Grad nur noch sehr ineffizient arbeiten. Ich habe letztes Jahr für ein Ferienhaus einen speziellen Entfeuchter für niedrige Temperaturen gekauft der praktisch bis 0 Grad runter arbeitet, und das bei gleichbleibender Effizienz. War zwar etwas teuere wie die üblichen Verdächtigen, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.
 
Ich würde dort einen Kachelofen reinbauen wie es die früher gab. Mit Liegefläche.
Und Abends immer anfeuern. Mit Holz oder mit Kohle. Dann wird es da mollig warm und du willst da gar nicht mehr raus :)
 
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