Skywatcher Evostar 150 ED Apo guter Allrounder?

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pounarov

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Hallo zusammen,

seit Wochen denke ich darüber nach, wie ich am besten in das Hobby einsteige. Hierbei ist mir klar, dass ein Dobson ein vernünftiger und günstiger Einstieg ist, mit dem man visuell alles Mögliche anstellen kann. Leider bin ich aber nicht vernünftig und irgendwie reizt mich ein Apo sehr. Wenn man mal die Kosten beiseite schiebt, meint ihr ein Skywatcher Evostar 150 ED Apo könnte ein guter Einstieg sein, mit dem man nicht nur Mond und Planeten gut anschauen kann, sondern mit dem man vielleicht auch einigermaßen Deep Sky Objekte betrachten kann, etwa auf dem Niveau eines 8“ Newton vielleicht??

Grüße Bojan
 
Auf dem Niveau eines 8" würde ich die Deepsky-Fähigkeiten eines 150er Apos zwar nicht setzen (die 50mm Öffnung merkt man dann schon) aber das sollte hauptsächlich bei Objekten auffallen, an denen die Helligkeit die Hauptherausforderung ist. (vor allem Galaxien kommen mir da in den Sinn, evtl. noch die Auflösung von Kugelsternhaufen in den Kern hinein)

Nichts desto Trotz wird der Apo prinzipiell sehr viel Spaß machen. An Planeten und Mond wird er natürlich brillieren, aber auch an offenen Sternenhaufen, planetaren Nebeln und Doppelsternen wird er sicher eine sehr gute Figur machen.
Bei ausladenderen Objekten (weite, offene Sternenhaufen / große Nebelgebiete) könnte es natürlich mit dem Sehfeld etwas eng werden. Mit einem 30mm 82° kommst du beispielsweise auf 2,05° Gesichtsfeld, mit einem 40mm 68° auf 2,27°. Die Plejaden bekommst du damit zwar noch komplett ins Sichtfeld, aber es geht der Kontext mit der Umgebung verloren.

Wenn dir das nichts ausmacht, du einen gescheiten Unterbau hast und gewillt bist das Gewicht regelmäßig zu tragen, wird er dir sicher sehr viel Freude machen.
Hast du denn schon eine Montierung oder eine spezielle im Sinn?

Wie immer ist die Himmelsqualität in unseren Breiten fast wichtiger als die Öffnung. Unter einem wirklich dunklen Himmel klappt einem mit jedem Teleskop die Kinnlade runter. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man Die Verluste durch Reflexion und Obstruktion einrechnet, kommt ein 200mm Dobson von der Stange mit 50mm Fangspiegel auf eine Nettoöffnung von 175mm. Da schmilzt der Abstand schon auf die Hälfte zusammen.
Ich habe ja schon zwei von den Evostar EDs, den 80er und den 120er. Ich bin von beiden begeistert.
Dazu kommt der bekannte hervorragende Fertigungsqualität von Skywatcher mit hohen Durchschnittsweeten für den Strehl mit wenig Serienstreuung.
Ich muss aber dazu sagen, dass der 150er nicht ganz so farbrein ist wie die anderen der Reihe, er wurde mit einem RC von 2,2 gemessen und ist damit auf ähnlichem Niveau wie der APM 150 mit FPL-51 / Lanthan, was zwar im Vergleich zu einem Achromaten sehr gut isr, aber bei Apos geht mit zwei Linsen mehr.
Der Evostar 120 hat einen RC um 1 und der 80er einen von knapp unter 1,3.
Der TS SD 150/1200 hingegen hat mit FPL-53/LAK7 die potentere Glaspaarung, allerdings bekommst du dessen gute Farbkorrektur nur mit dem Glasweg eines 2" Zenithprismas wenn man dem dazu veröffentlichten LSA Diagramm glauben schenken darf, was bei Visueller Nutzung aber kein Problem ist. Dann hat er einen RC von etwa 1,5.

Das schöne an Refraktoren ist ja neben der schnellen Auskühlzeit und die geringere Seeinganfälligkeit durcg die fehlende Obstruktion, die inhärente Eignung für Bino Nutzung sowie für alle Arten der Sonnenbeobachtung.

LG
Olli
 
Vielen Dank für eure Rückmeldungen!
Hast du denn schon eine Montierung oder eine spezielle im Sinn?
Ich plane derzeit, mir eine Skywatcher AZ-EQ6 zu kaufen. Hier war mein ursprünglicher Ansatz, mir vorerst einen Skywatcher 200PDS Newton (8" 1000mm) zu holen und dann irgendwann später noch einen Apo mit ca. 100mm Öffnung dazu zu holen, um dann irgendwann den Apo für Mond und laneten zu nutzen und den 200PDS für Deep Sky Objekte. Nun ist mir der Gedanke gekommen, vielleicht beide Teleskope durch einen 150er Apo zu ersetzen, der vielleicht beide Anwendungsfälle gut beherrschen könnte.

Hmm, vielleicht ist es ja ohnehin vernünftiger eine Nummer kleiner zu gehen. Da wäre dann neben dem Evostar 120 ED auch der Explore Scientific 127er in einer seiner Varianten ein starker Kandidat denke ich, oder wie seht ihr den Vergleich?
 
Hallo Bojan

Ein 6" APO ist ein guter Einstieg, der zeigt schon einiges an Mond und Planeten.
Mit Herschelkeil und Bino an der Sonne ebenfalls sehr empfehlenswert.

Da man aber auch noch eine Montierung braucht, auch ein teurer Einstieg.
Auch ist man dann Gewichtsmäßig langsam im oberen Bereich, wo man über den Transport oder einer Stationären Aufstellung sich Gedanken machen sollte.

DeepSky mäßig ist man je nach Himmelsqualität mit 6" oder 8" grad so an der Grenze. Im 6" sehen Kugelsternhaufen oft noch wie grüne Flecken aus mit etwas sprenkel drumrum.
Im 8" offenbart sich dann schon mehr die wahre Natur bzw. werden KS schon aufgelöst.

Gruß
CS
 
Beim Skymax verschmiert das Bild, während es im Apo wabert, aber scharf bleibt.
Liegt wohl daran, dass die vom seeing gestörte Wellenfront an der innenliegenden Kante der Obstruktion genau entgegengesetzt weitergegeben wird als an der außenliegenden Kante der Optikbegrenzung, und diese überlagerung das Bild dann verschmieren lässt.
Irgendwie so war das, aber 100% sicher bin ich mir mit der Erklärung nicht, kann auch Erinnerungsmatsch sein

Sicher bin ich mir aber im Resultat.
Habs das
die geringere Seeinganfälligkeit durch die fehlende Obstruktion
immer und immer wieder in der Realität erlebt.
 
Beim Skymax verschmiert das Bild, während es im Apo wabert, aber scharf bleibt.
Die übliche Sage ist, dass eine größere Öffnung durch mehr Luft guckt ergo durch mehr Turbulenzzellen... die MTF einer obstruierten Optik zeigt sich ja frequenzabhängig anders als bei unobstruierten Teleskopen, aber nicht dramatisch, ein Teil mittlerer Frequenzen wird sogar besser aufgelöst als unobstruiert.

Hingegen zerfällt mit zunehmendem Durchmesser der Optik das Bild bei schlechter werdendem Seeing in Speckles, während es im schlankeren Refraktor länger kompakter bleibt. So hatte ich das in Erinnerung... :unsure: zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass Seeing und Obstruktion und Bild eng miteinander in Verbindung gebracht wurden, verglichen mit unobstruierten Rohren. Müsste mal bei telescope-optics nachgucken...

lg
Niki
 
Hallo Bojan,
ein 150ED ists meiner Meinung nach für einen Einsteiger vollkommen ungeeignet. Das gesamte erforderlich Equipment, um damit gute Ergebnisse zu erzielen und Freude daran zu haben, wiegt eine Menge und kostet eine Menge. Ob du als Einsteiger damit zurechtkommst ist schon ziemlich fraglich. Und wohin willst du dich entwickeln, wenn du kein Einsteiger mehr bist? Eine Remote Sternwarte auf La Palma? Das Hubble Space Teleskop?
Besuche doch erstmal eine Volkssternwarte, schau durch verschiedene Fernrohre. Danach kannst du ungefähr beurteilen, welches Fernrohr richtig für dich ist. Ich rate dazu, relativ klein anzufangen, z.B. mit einem 150mm Newton oder einem 80mm Apo. Wenn du dich vergrößerst, kannst du jedenfalls den Apo als Leitrohr weiter verwenden. Wenn du einen Haufen Geld hast, dann kauf dir ein paar gute Okulare, da wird der Haufen schon deutlich kleiner.
CS Harald
 
Im Grunde kann man anfangen, wie man will, denke ich. Alle Argumente für oder wider 150mm oder einen 80er sind gleichwertig. Sie hängen eher vom Betrachter - also Dir - ab. Wenn Du das Gefühl hast, ein 80er sei "eigentlich nix" und Du würdest Dich damit ärgern, weil Deep Sky nicht funktioniert, dann musst Du natürlich Öffnung kaufen.

Wenn Du Erfahrungen sammeln willst, ohne die künftige Kauflust zu mindern, fang mit einem 72/432 oder 80ED an, denn den kann man behalten für Reise und Grab and Go, und wenn Du das Trapez des Orionnebels als 4 Mikro-Punkte siehst, ist es auch ein Erlebnis. :cool:

Später mal einen 120er oder gar 150er zu kaufen, ist ja eine schöne Steigerung. Und Du hast einen Vergleich und 2 Teleskope. Wie @h.kothe sagt, auch gleichzeitig ein Leitrohr, falls gebraucht.

Was ich gleich für den größeren Fall kaufen würde, ist die Montierung. Auch wenn ein 72er auf einer AZ-EQ6 ein wenig unterdimensioniert wirkt: Die Monti hast Du ja länger und glaube mir, wenns Spaß macht, dann hast Du auch mal 3 oder 4 Teleskope. Irgendwann. Monti und Okulare sollen top sein. Das Teleskop ist nicht so wichtig... ;) (jetzt mal übertrieben gesagt).

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Die übliche Sage ist, dass eine größere Öffnung durch mehr Luft guckt ergo durch mehr Turbulenzzellen... die MTF einer obstruierten Optik zeigt sich ja frequenzabhängig anders als bei unobstruierten Teleskopen, aber nicht dramatisch, ein Teil mittlerer Frequenzen wird sogar besser aufgelöst als unobstruiert.

Hingegen zerfällt mit zunehmendem Durchmesser der Optik das Bild bei schlechter werdendem Seeing in Speckles, während es im schlankeren Refraktor länger kompakter bleibt. So hatte ich das in Erinnerung... :unsure: zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, dass Seeing und Obstruktion und Bild eng miteinander in Verbindung gebracht wurden, verglichen mit unobstruierten Rohren. Müsste mal bei telescope-optics nachgucken...

lg
Niki
Mein Skymax hat 102mm, der Apo 120mm Öffnung, daran liegts nicht in diesem Fall

ein 150ED ists meiner Meinung nach für einen Einsteiger vollkommen ungeeignet.
Das gesamte erforderlich Equipment, um damit gute Ergebnisse zu erzielen und Freude daran zu haben, wiegt eine Menge und kostet eine Menge.
Ob du als Einsteiger damit zurechtkommst ist schon ziemlich fraglich.
relativ klein anzufangen, z.B. mit einem 150mm Newton
Also das kapier ich jetzt nicht.
Die Okulare, die am 150mm Newton bei F/5 noch gut abbilden kosten deutlich mehr als welche, die bei F/8 gut funktionieren, und ziemlich schwer sind die gut korrigierten Okulare auch noch.
Klar, der Refraktor verlangt nach einer EQ-6, aber das ist neben dem Anschaffungspreis, den der TE offenbar bereit ist auszugeben, mE der einzige Nachteil, sonst hat der Refraktor eigentlich nur Vorteile, vor allem im Vergleich mit einem 150er Newton.
Justieren nur einmal alle paar Jahre mal, helleres Bild bei gleicher AP, bessere Kontrastübertragung, Visuell sauber abgebildetes Feld ohne Korrektor, bequeme Einblickposition, Eignung für Bino, Sonne im Weißlicht mit Keil statt Folie...

LG
Olli
 
Hallo!
ein 150ED ists meiner Meinung nach für einen Einsteiger vollkommen ungeeignet. Das gesamte erforderlich Equipment, um damit gute Ergebnisse zu erzielen und Freude daran zu haben, wiegt eine Menge und kostet eine Menge. Ob du als Einsteiger damit zurechtkommst ist schon ziemlich fraglich. Und wohin willst du dich entwickeln, wenn du kein Einsteiger mehr bist?
Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben. Warum soll man, wenn man es sich leisten kann, nicht gleich mit einem Instrument anfangen, mit dem man auch etwas sieht? Ich habe mir damals auch gleich ein C8 gekauft in einer Zeit, als Anfängern auf diesen Foren hier zu einem Fernglas oder bestenfalls einem „Lidl-Refraktor“ geraten wurde. Ich habe das keinen Moment bereut und mich übrigens auch nirgendwohin „entwickelt“, denn ich habe auch nach 20 Jahren noch längst nicht alles gesehen, was mir mein Fernrohr am Himmel zeigen kann. Eine bessere Montierung habe ich mir mal gegönnt und gelegentlich ein Okular und ein bisschen Fotokram, aber das Fernrohr ist immer das gleiche geblieben.

Daher kann ich Bojan nur sagen: Wenn Dir ein 150er Refraktor zusagt dann go for it! Spare aber nicht an der Montierung, so ein großes Fernrohr muss bombenfest stehen wenn man Freude daran haben will. Etwas aus der oben schon erwähnten EQ-6 Klasse muss es unbedingt sein.

Grüße
Maximilian
 
Hier ein ausführlicher Test des Geräts mit Diskussion:


Und eigene Erfahrungen mit einem ähnlichen Gerät:
Insgesamt zeigte unser ehemalige Meade 152 f/9 ED EMC "gefühlt" mehr am Himmel als unser ehemaliges C8.
Deep Sky mit langbrennweitigen 2" UWA Okularen war hervorragend; im nachträglichen Vergleich sogar etwas besser als in unserem high-end Triplet TMB/LZOS 130/780.
Mond und Doppelsterne mit high-end Orthos und Plössls auch hervorragend. Planeten nicht ganz messerscharf und gelbstichig, aber immer noch besser als im C8, jedoch schlechter als im TMB/LZOS.
Ich muss betonen, dass der Meade 152 f/9 ein selektiertes Exemplar mit IFG und 0.972 Strehl war, und das 3. Exemplar, das unsere Gnade fand (die zwei anderen gingen zurück zum Händler, also Serienstreung). Serienstreung könnte auch beim Evostar 150 vorhanden sein...
Letztlich war beim Meade 152 f/9 eine schwarze EQ6 visuell schon grenzwertig; d. h. auch der Evostar 150 braucht eine stabile Montierung (etwa zum Preis des OTA).

Wenn man das ausgeben und viel Gewicht schleppen will und kann, ist ein 150 ED mE ein sehr gutes Gerät, auch für Anfänger (die dann keine Umwege über Newton, Mak, etc. machen brauchen...;)).
 
z.B. mit einem 150mm Newton oder einem 80mm Apo
Einen 150mm f/5 Newton würde ich keinem Anfänger geben. Den musst du schon richtig gut justieren, je nachdem was du ausgibst jedes mal. Was anderes als f/5 kriegst du ja höchstens noch als Dobson.

Ich selbst habe einen 125mm ED. Der ist absolut pflegeleicht und vom Gewicht her noch im Rahmen. Einfach draufsetzen und los. Kein Justieren, kein Auskühlen.

Maksutor/Cassegrain? Mindestens eine Stunde warten, bis das Bild akzeptabel wird. f/5 Newton? Jedes mal justieren und dann musst du bei den Okularen aufpassen. Bino lässt sich auch nur schwer anschließen. Das System ist offen, Dreck kommt rein, Viecher nisten sich ein und man musst das Teil zum Reinigen komplett zerlegen. Nix gegen Newtons, ich habe selbst auch einen, genial für den Selbstbau, relativ günstig. Aber da sollte man eher ein Hand-on-Typ sein, der auch gerne mal rumschraubt.

Ich hab alles durchprobiert und bin nach 20 Jahren dann doch beim 5" Apo gelandet, den ich auf einer EQ6-R stehen habe. Das ist stabiler als mein Dobson. An 9 von 10 Tagen ist bei 5" an meinem Standort sowieso Feierabend an Mond und Planeten. Daher habe ich mir genaus das ausgesucht, das bei vorhanderen Öffnung das Maximum aus den Gegebenheiten heraus holt. Und das ist halt der Apo. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass ich nach all den Jahren mit dem Setup nun endlich angekommen bin.

Abgesehen davon sieht ein Apo halt wie ein Teleskop aus und nicht wie eine Mischung aus R2D2 und Mülltonne :D Bei 5k€ Einstiegsbudget käme ich allerdings auch ins Schwanken. Ist halt grad alles etwas teuer geworden.

Grüße,
Joachim
 
Insgesamt zeigte unser ehemalige Meade 152 f/9 ED EMC "gefühlt" mehr am Himmel als unser ehemaliges C8.
Ganz ähnliche Erfahrungen kann ich vom Evostar 120 aus bestätigen.
Es braucht schon verdammt gutes Seeing und konstante Temperaturen, damit das C8 seine größere Öffnung der Obstruktion und der Schmidtplatte zum Trotz mal ausspielen kann.
Die EDs liefern immer ab, und gerade der 120er ist außerordentlich farbrein, und sagenhaft leicht.

Ich muss betonen, dass der Meade 152 f/9 ein selektiertes Exemplar mit IFG und 0.972 Strehl war, und das 3. Exemplar, das unsere Gnade fand (die zwei anderen gingen zurück zum Händler, also Serienstreung). Serienstreung könnte auch beim Evostar 150 vorhanden sein...
Wenn ich an die Dutzenden Messungen von Teleskop Austria vom Tommy denke, die Serienstreuung von Skywatcher Apos spielt sich auf sehr hohem Niveau ab, da haben die schlechten Ausreißer 90 Strehlpunkte, der Schnitt liegt bei 94-95.
Nur die Okularauszüge der Evostars sind definitiv ein Schwachpunkt. Typische Skywatcher Crayfords halt, selbe Technik wie bei deren Newtons. Mit Bino rutschen die gern mal durch. Deshalb hab ich da einen Baader Steeltrack dran, ein mega Upgrade das sich lohnt.

LG
Olli
 
Wenn ich an die Dutzenden Messungen von Teleskop Austria vom Tommy denke, die Serienstreuung von Skywatcher Apos spielt sich auf sehr hohem Niveau ab, da haben die schlechten Ausreißer 90 Strehlpunkte, der Schnitt liegt bei 94-95.
Da bin ich ausnahmsweise mal anderer Meinung.
Z. B. fünf Exemplare des "Flaggschiffs" Esprit 150 wurden getestet; Strehl bescheiden; Serienstreung; (ich würde noch nicht einmal #2 akzeptieren, aber das ist persönlicher Anspruch :)):
 
Da bin ich ausnahmsweise mal anderer Meinung.
Z. B. fünf Exemplare des "Flaggschiffs" Esprit 150 wurden getestet; Strehl bescheiden; Serienstreung; (ich würde noch nicht einmal #2 akzeptieren, aber das ist persönlicher Anspruch :)):
Zweimal 94, einmal 95 und zweimal 90, wo ist das Problem?
Und das sind nur 5

Schau dir ruhig mal die anderen hier noch durch.
(ich hatte dort mal eine zusammenfassungsansicht mit wohl 40 Esprits auf einer Seite, finde das grad nicht wieder, ich hatte mir da mal die mühe gemacht einen Durchschnitt zu bilden, ich bleibe bei meiner Aussage, die Serienstreuung der Skywatcher Refraktoren spielt sich auf hohem Niveau ab)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zweimal 94, einmal 95 und zweimal 90, wo ist das Problem?
TEC: immer > 0.98
Astro Physics: immer > 0.98
TMB/LZOS: immer > 0.97
Zeiss APQ: immer > 0.97
APM/LZOS: immer > 0.96
- keine Serienstreuung -
Ich persönich sehe (und brauche) am Himmel den Unterschied zwischen 0.94 und 0.98; im Sterntest nach Suiter oder an helligkeitsdifferenten Doppelsternen, z. B. Antares oder Sirius...aber das ist meine eigene Haltung... ;).
 
TEC: immer > 0.98
Astro Physics: immer > 0.98
TMB/LZOS: immer > 0.97
Zeiss APQ: immer > 0.97
APM/LZOS: immer > 0.96
- keine Serienstreuung -
Und jetzt noch das Preisschild dazu....

Ich persönich sehe (und brauche) am Himmel den Unterschied zwischen 0.94 und 0.98;
Wenn du meinst
Beugungsgrenze3.jpg

Unter theoretisch perfekten Bedingungen, ja, man kann es sehen, grad so. Aber unter realen Bedingungen, never


...aber das ist meine eigene Haltung... ;).
Sei dir und deinem Portemonnaie gegönnt, der Glaube guckt immer mit, kenne das aber selbst XD

LG
Olli
 
...war vor einiger Zeit viel kleiner als heute...

..bin öfters in der Provence, im Alentejo, in den Alpen...:).

...weshalb ich jetzt auch weiterarbeiten und mich bis heute abend ausklinken muss...:(.

Besser zurück zum Thema Evostar (150)...
 
Zum Thema Optik: es ist fraglich ob man bei den günstigen Zweilinsern eine Serienstreuung quantifizieren kann. Mangels Test können das wohl nicht mal die Händler.
Oli´s Beitrag mit den RC Werten finde ich sehr interesseant. In dem Bereich fallen mir 4 ähnliche Geräte ein, was den RC angeht evtl. noch der APM ED152/900, der aber teurer ist.
SW Evostar 150/1200 mit 2 Zoll Crayford Auszug ~ 2365€ / 9,5kg Tubusgewicht
APM ED 152/1200 mit 2,5 Zoll Zahn&Trieb Auszug ~ 3250€ / 10,7kg Tubus, Schellen, Schiene
APM ED 140/980 mit 2,5 Zoll Zahn&Trieb Auszug ~ 3090€ / 8,8 kg Tubus+Rohrschellen
TS SD 150/1200 mit 2,5 Zoll Zahn&Trieb Auszug ~ 3190€ / 9kg ?

Persönlich kenne ich nur den APM ED 152f8, der war schon gut. Wurde dann durch einen LZOS 130/1200 und dieser durch den aktuellen 152/1200 in der APM ED Verkleidung mit großem Feather Touch ersetzt. Ich weiß nicht welche Werte der APM ED hatte, aber in Anbetracht des Preisunterschieds schlägt sich der Zweilinser schon ordentlich.

Ich finde neben der Optik ist aber auch die Mechanik wichtig. Die Okularauszüge von Skywatcher kenn ich nur von einem PDS Newton, aber da ist schon ein himmelweiter Unterschied zu den 2,5 Zoll ZTAs der anderen OTAs. Den großen 3,7 Zoll OAZ kann man auch visuell gut gebrauchen, wenn man ein Bino mit schwereren Okularen verwenden will, oder einen H-Alpha Filter.
Montieren würde ich das Ganze zeitgemäß auf einer AZEQ6 mit einem ordentlichen Stativ, z.B. Berlebach Planet (2988€)
Oder schneller und schicker auf einer ROWAN AZ100 mit dem Planet (1859€ manuell /4468€ mit GOTO)

Und dann noch ein 3 Okulare, ein Zenithprisma/Spiegel eine Tasche für den OTA (den Koffer will ja Niemand ständig schleppen) und ein Peilsucher macht noch mal ~ 1000 €. In Summe also mindestens ~6350€ und ~50kg. Das schwerste Einzelteil ist die Montierung mit 15kg.
Bei 5 Zoll wären wir bei 2135€ (AZEQ5/UNI; 27kg incl. Gegengewicht) + 1699 (TS SD125/975; 7,5kg OTA+Schellen) +1000€ Zubehör = ~ 4835€ und ~37kg.
Das schwerste Einzelteil ist das Stativ mit 9kg.

Ich persönlich würde wohl den APM ED 140/980 auf einer ROWAN 75 manuell, Baader Morpheus 4,5/9, APM UF30, Peilsucher und Baader CL ZS für ~ 5850€ bei 25kg nehmen. Das macht was her und kann auch im Wohnzimmer stehen, ist leicht zu bedienen und zeigt schon eine ganze Menge.

Oder einen 16er Spacewalk Infinity Dobson mit Paracor II und den gleichen Okularen für ~ 6K€ und 28kg

CS Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich plane derzeit, mir eine Skywatcher AZ-EQ6 zu kaufen. Hier war mein ursprünglicher Ansatz, mir vorerst einen Skywatcher 200PDS Newton (8" 1000mm) zu holen
Visuell finde ich einen Newton auf einer parallaktischen Montierung nicht optimal, da hier die Einblick Position öfters mal wechselt.
Für Planeten welche man meist eh in Meridiannähe beobachtet ist das nicht so schlimm, da bleibt der Einblick relativ konstant bzw. horizontal, aber wenn man dann zu anderen Objekten wechselt muss man immer den Tubus drehen.
Visuell ist meiner Meinung nach eine AZ-Goto Montierung für den Newton passender und meist auch deutlich stabiler.

Wenn du vom Newton nicht abgeneigt bist, dann bekommst du für die Kombination des 6" ED-APO und der EQ-6, welche bei ca. 4000€ liegt, eine top Planetenausrüstung in folgender Kombination.
- 10" Skywatcher Skyliner 250P SynScan-GoTo für ca. 1600€
- ADK/ADC von GreatStar ca. 1500€
- APM komakorrigierende 2.7x Barlow ca. 100€
- Binokularansatz zwischen 200-1200€
Also in der preiswertesten Kombi für ca. 3400€ inkl. Bino.
Evtl. könnte man noch über einen FeatherTouch-2008 und eine Tubusverlängerung mit kleinerem Fangspiegel nachdenken.

Damit bekommt man eine bessere Mond- und Planetenperformance und gleichzeitig noch ein gutes DeepSky Teleskop.
Durch den ADK hättest du die ultimative Farbreinheit für Planeten, besser als der beste Super-APO ohne ADC.
Und die komakorrigierende Barlow gleicht den Glasweg des Binos aus und beseitigt die Koma.
Durch die Nachführung und die Komakorrektur könntest du bequem einfache Orthos- und Plössl Okulare nutzen und hättest ein fehlerfreies Gesichtsfeld.
Der Newton bedarf dabei nur etwas mehr an Aufmerksamkeit, er braucht eine saugende Lüfterplatte und muss gelegentlich justiert werden.


Gruß
CS
 
Der ADK von Greatstar ist wirklich ein super Teil.
Würde dann so ähnlich sein…
Ist aber nicht ganz so leicht zu handeln. Justage kostet schon ein bisschen Zeit.
 

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