8" Dobson auf parallaktischer Montierung

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JakobG

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Hallo zusammen,

ich bin neu in Bereich der Sternenbeobachtung und möchte mir demnächst ein Teleskop anschaffen. Nach langen hin- und her fiel meine Wahl nun auf das Bresser Messier 8 zoll Dobson. Für meinen Zweck sollte es laut meiner Überlegung ziemlich gut geeignet sein, ich möchte mich natürlich auch ein bisschen in unserem Sonnensystem herumbewegen, hauptsächlich Jupiter und Saturn (Mond natürlich auch), aber später dann doch meinen Fokus eher mehr auf Deep-Sky legen, wie zum Beispiel, ganz bekannt, M13. Astrofotografie spielt für mich eigentlich keine Rolle, allerhöchstens mal ein stümperhaftes Handy-Foto durchs Okular zur Erinnerung :) Nun zu meinen Fragen:
1. Habe ich überhaupt das richtige Teleskop für meinen Zweck gewählt, beziehungsweise hat jemand schon schlechte(oder auch gute) Erfahrungen mit diesem gemacht?
2. Ein Grund für ein Dobson war bei mir das Geld. Ich bin 17 Jahre alt, hab mir das Geld angespart, bzw. per Ferienjob erarbeitet weshalb ihr euch sicherlich schon denken könnt, das der Preis sehr wichtig war. Mein Gedanke war nun jener, dass wenn ich irgendwann später dann wieder flüssig bin ich auf eine parallaktische Montierung umsteigen möchte, was ja bei dem Bresser möglich ist, dadurch dass es Rohrschellen hat. Ich hätte da an eine Exos-2 Montierung von Bresser gedacht, die mit ihrer maximalen Zuladung von 13 kg den circa 11,5 kg schweren Tubus tragen können sollte. Hier nun die eigentliche Frage, ergibt das überhaupt Sinn? Klar, vom Gewicht her alleine sollte es passen, aber wie gesagt, sollte. Hat da jemand Erfahrung, bzw eine alternative Montierung die nicht wie die EQ6R fast zwei Tausend kostet?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten schonmal,
Jakob
 
Hallo Jakob,
willkommen im Forum!
Die Entscheidung für einen 8" Dobson ist als Einstiegsteleskop völlig in Ordnung und wird oft empfohlen. (Ob der von Bresser taugt, kann ich nicht einschätzen)
Genauer gesagt, ist es ein 8" Newton auf einer Montierung nach Dobson. Den großen Newton kann man natürlich auch parallaktisch montieren. Wie du schon richtig schreibst, braucht es dann aber eine Montierung der EQ6-Klasse. Das ist teuer und wird eigentlich ausschließlich zur Fotografie gebraucht. Deshalb wäre meine Gegenfrage, warum willst du denn später auf eine parallaktische Montierung wechseln?
Ansonsten gilt wie immer: Kontakt zu anderen Astronomen mit persönlichem Austausch und am besten auch gemeinsamer Beobachtung sparen einen Haufen Geld. Und das wirst du noch brauchen, denn für Okulare und Zubehör werden noch einige Kosten auf dich zukommen.

Viele Grüße und einen guten Start ins Hobby!
Christoph
 
Hallo Jakob,

willkommen im Forum.

Gleich vorweg, auch wenn es schmerzt, dieser Standard-Dobson 200/1200 verlangt nach einer ordentlichen parallaktischen Montierung.
Es mag vielleicht noch mit einer HEQ5 gehen, was ich persönlich aber bezweifle. Da ist eine EQ6-R angesagt.
Wie Du schon angemerkt hast, ist es nicht das Gewicht alleine, sondern auch die Länge und die Dicke des Tubus.
Durch die Länge übt dieser Newton einen nicht unerheblichen Hebel aus und das dicke Rohr bietet Angriffsfläche für Wind.

Auch musst Du bedenken das Du dieses Rohr auch auf die parallaktische Montierung hoch heben musst. Da ist auch das Gewicht das geringste Problem, sondern die gesamte Unhandlichkeit des Teleskop.
So ein Tubus ist flux in die Rockerbox gehoben, maximal vielleicht 20 bis 30 cm hoch heben und nicht irgendwas um die 80 cm auf eine parallaktische Montierung.

Auf die gleiche Idee bin ich auch mal gekommen.
M.E. nicht so praktikabel, außer man montiert Standortfest.
Auch ist der Einblick relativ hoch, selbst mit eingefahrenen Stativbeinen.
Weiterhin wandert bei einem Newton parallaktisch montiert der Einblick in recht sportlich zu erreichende Positionen.
 
1. Habe ich überhaupt das richtige Teleskop für meinen Zweck gewählt, beziehungsweise hat jemand schon schlechte(oder auch gute) Erfahrungen mit diesem gemacht?

Hallo Jakob

Denn Bresser Newton kenne ich nicht.
Aber von der Öffnung her passt das für Planeten.
Für DeepSky braucht es einen dunklen Himmel und Öffnung.
Da scheiden sich oft die Geister welche Öffnung z.B. für einen selbst die Richtige ist.

Mein Gedanke war nun jener, dass wenn ich irgendwann später dann wieder flüssig bin ich auf eine parallaktische Montierung umsteigen möchte

Eine parallaktische Montierung für den Newton und für visuelle Beobachtung, dass würde ich mir nochmal gut überlegen.
Ich persönlich finde das nicht die beste Kombination.
Eine stabile Montierung für einen 8" wird ganz schön schwer und sperrig.
Auch ist das Einblickverhalten nicht optimal, bzw. dieses wechselt je nach Objekteinstellung stark ihrer Position.
Eine EQ-Plattform ist da die günstigste Nachführung welche man evtl. auch selber bauen kann.
Oder eine AZ-Montierung wie diese hier, die sind sehr stabil.

Gruß
 
Vielen Dank an alle für die schnellen Antworten, jetzt ist so manches ein wenig klarer für mich.
Es mag vielleicht noch mit einer HEQ5 gehen, was ich persönlich aber bezweifle. Da ist eine EQ6-R angesagt.
Gut, dann weiß ich jetzt dass das für mich nichts werden wird, ne EQ6-R ist nunmal zu teuer für mich.
Deshalb wäre meine Gegenfrage, warum willst du denn später auf eine parallaktische Montierung wechseln?
Nun, meine Befürchtung war irgendwie, das ich die Beobachtung mit dem Dobson nicht wirklich gut hinbekomme, wenn es darum geht ein Objekt gut im Blickfeld zu beobachten, die parallaktische Montierung muss man ja nur in einer Achse nachführen, was ich mir irgendwie entspannter vorgestellt habe. Aber du hast ja eh geschrieben, das wird eigentlich ausschließlich zur Fotografie benutzt, weshalb wenn ich nochmals drüber nachdenke es eigentlich bei mir sowieso nicht nötig wäre, da ich nicht plane in naher Zukunft mit der Astrofotografie zu beginnen.
Eine EQ-Plattform ist da die günstigste Nachführung welche man evtl. auch selber bauen kann.
Oder eine AZ-Montierung wie diese hier, die sind sehr stabil.
Werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen:y:

Abschließend nochmals danke für alle Ratschläge

Gruß,
Jakob
 
Hallo Jakob,
du liegst schon ganz richtig. Ich kenne den Bresser Dob nicht, aber grundsätzlich ist das Gerät für visuelle Beobachtung von Mond, Planeten, Sternhaufen und den hellen Galaxien und Nebeln schon ok. Parallaktisch montieren erfordert schon einen Haufen Geld, ist aber nicht nötig, solange du nur mit dem Handy Erinnerungsfotos machst. Die Dobson Montierung bietet auch den Vorteil des gleichen Einblicks, bei parallaktischer Montierung ist manchmal Akrobatik erforderlich oder Rotationsschellen, die auch nicht billig sind. Die Exos 2 ist eine Montierung der EQ5 Klasse, die je nach Hebel 5 bis 8 kg gut trägt. Dieser Montierungstyp ist sehr bewährt, gut ausbaufähig bis goto und guiding und oft im Gebrauchtforum erhältlich. Dazu ein kleiner ED Apo von 70 bis 80mm Öffnung, auch gebraucht zu bekommen, und du liegst immer noch deutlich unter dem Preis einer EQ6. Damit hast du dann eine tolle Fotomaschine. Trotzdem sollte dir klar sein, dass Astronomie ein Hobby ist, in dem man viel Geld versenken kann. Ein richtig gutes Okular kann mehr kosten als dein Dobson und die mitgelieferten taugen meist nichts.
Wenn du jetzt noch Kontakt zu einem Verein oder Volkssternwarte suchst, wirst du viel Spaß mit dem schönen Hobby haben. Schreib mal wieder hier, wie es dir ergeht.
CS Harald
 
Nun, meine Befürchtung war irgendwie, das ich die Beobachtung mit dem Dobson nicht wirklich gut hinbekomme, wenn es darum geht ein Objekt gut im Blickfeld zu beobachten, die parallaktische Montierung muss man ja nur in einer Achse nachführen, was ich mir irgendwie entspannter vorgestellt habe.
EQ Plattformen und das von Quanten verlinkte GoTo Nachrüstkit führen das eingestellte Objekt automatisch und motorisch nach, ohne den bekloppten Einblick zu machen, den eine parallaktische Monti mit einem Newton fabriziert.
Bresser hat nicht den besten Ruf was Qualität betrifft, um es mal diplomatisch zu sagen.
Wenn es für einen Skywatcher reicht, nimm den, da geht auch später das Kit problemlos dran und dann läuft der elektrisch.

LG
Olli
 
Hi Jakob,
Nun, meine Befürchtung war irgendwie, das ich die Beobachtung mit dem Dobson nicht wirklich gut hinbekomme, wenn es darum geht ein Objekt gut im Blickfeld zu beobachten, die parallaktische Montierung muss man ja nur in einer Achse nachführen, was ich mir irgendwie entspannter vorgestellt habe.
das "Nachschubsen" eines Dobsons ist mM überhaupt kein Problem. Das wirst du schnell in den Griff bekommen.
Es hängt natürlich auch von der Höhe der eingesetzten Vergrösserung/Okular ab.

Falls du doch mal ein bisschen Astrofotografie oder noch besser EAA (electronically assisted Astronomy, An Introduction to Electronically-Assisted Astronomy (EAA) | AstronomyConnect) machen willst, kannst du wie schon geschrieben beim Dobson eine EQ-Plattform einsetzen.

Die heutzutage mitgelieferten Okulare sind mM erstmal ok. Nicht verrückt machen lassen. ;)

Gruß
Peter
 
Bresser hat nicht den besten Ruf was Qualität betrifft, um es mal diplomatisch zu sagen.
Wenn es für einen Skywatcher reicht, nimm den, da geht auch später das Kit problemlos dran und dann läuft der elektrisch.
Reichen wirds auf jeden Fall, preislich liegt der 8 zoll classic dob von skywatcher ja so ziemlich gleich wie der bresser, und wenn du sagst der ist schon besser dann passt der mir auf jeden Fall auch. Wenn man sich mal bisschen im Netz umsieht dann sieht man den auch tatsächlich um ein Vielfaches öfter als den Bresser
 
Guten Morgen zusammen,

Bresser hat nicht den besten Ruf was Qualität betrifft, um es mal diplomatisch zu sagen.
das liest man (leider) immer wieder und da speziell im unteren Preissegment.

Ich besitze die angesprochene Exos-2.
An sich eine kleine feine Montierung, aber leider nichts in den Kombinationen in denen die Exos-2 teilweise angeboten wird, 120/1200 Refraktor oder 200/1000 Newton.
Für mich ist bei dieser Montierung mit einem 150/750 Newton Schluss.
Was mich allerdings am Meisten enttäuscht hat, war das Nachrüsten mit GoTo. Die Motoren sind sehr laut. Draußen auf dem Acker mag es ja vielleicht noch gehen, nervt aber trotzdem, aber für Balkonbeobachtung geht das gar nicht.
Mag vielleicht nicht so sein, wenn man die Montierung direkt mit GoTo anschafft.
Manuell kann ich nichts nachteiliges sagen und eben darauf achten das man ein passendes Teleskop drauf packt.

So etwas eben:
Dazu ein kleiner ED Apo von 70 bis 80mm Öffnung,

Aber machen wir uns nichts vor, solche windigen Kombinationen werden auch von anderen Herstellern angeboten.
Ein 150/750 Newton von Sky Watcher hat nichts auf einer EQ3-2 von Sky Watcher zu suchen.

Den Bresser Dobson kenne ich auch nicht, bin da aber bei Olli / @olli.mit.zwei.l und würde eher zum Sky Watcher greifen.
Unter anderem aus den von Dir genannten Gründen, ist weiter verbreitet.

Wie hier schon angeklungen, Newton parallaktisch montiert und ab einer gewissen Größe wird einfach teuer, mal abgesehen von den kleineren Tücken die auf einen zukommen einen Newton parallaktisch zu montieren, da speziell im visuellen Bereich.
Fotografisch ein anderes Thema. Der Kamera ist es wurscht wie sie am Teleskop hängt, solange sie ordentlich adaptiert ist.

Dobson ist ein guter Einstieg und das "schubsen" lernt man schnell, auch wenn es mich persönlich dann doch genervt hat.
Zu den Okularen
Die heutzutage mitgelieferten Okulare sind mM erstmal ok. Nicht verrückt machen lassen. ;)
jep, Du kannst beobachten, kannst Dich mit dem Teleskop vertraut machen, ..., ..., ...
Alles andere kommt dann nach und nach dazu.
Die wenigsten hier im Forum konnten sich zum Start ein ausgefeiltes und stimmiges System anschaffen.
Was man möchte, was man erreichen will, was (hauptsächlich) beobachtet werden soll, ..., entwickelt sich erst mit der Zeit.

Jetzt im beginnenden sechsten Jahr meines Beobachtens ist das erwähnte EAA meine bevorzugte Beobachtungsmethode.
Ja, ja Weichei und so... mir bereitet es aber so zu beobachten viel Freude und das ist die Hauptsache.
Irgendwie darf man das nicht zu verbissen sehen.
Und die eine Beobachtungsvariante schließt ja die Andere nicht aus.
Mit dem Dobson wärst Du mit dieser Variante schon recht gut aufgestellt. Denn was ich da so mitbekomme und sehe, werden da richtig tolle Ergebnisse erzielt.
Was da jetzt der günstigere Weg ist, entweder über EQ-Plattform oder gleich Alt/AZ GoTo mit einigermaßen Tragkraft, beschleicht mich das Gefühl, dass Plattform günstiger sein kann.
Also, einfach starten und lernen, Erfahrungen sammeln (im Sinne von selbst erfahren),... ... ...
 
Moin zusammen!
Ein Dobson ist sicher ein sehr gutes Einstiegsinstrument, allerdings sollte man da gerade im günstigeren Preissegment neben der Optik auch die Qualität der Rockerbox im Auge behalten. Wenn die Gleitlager hakeln und schleifen kann das an sich einfache Nachschubsen auch zum Frust führen. Bei meiner Rockerbox beispielsweise haben sich die Rollenlager mit der Zeit ins Blech eingedrückt und ich kenne einen Astrokollegen, wo die MDF-Platten durch Feuchtigkeit schlicht weggegammelt sind.

Beste Grüße,
Micha
 
Moin,
Ich geb nochmal meinen Senf dazu. Ich hatte sowohl 8" Newton auf einer parallaktischen (Meade Starfinder 90er Jahre), momentan einen Dobson mit EQ Plattform und zwei Maks auf parallaktisch.
Zu deiner Wahl, ich kenn das Ding auch nicht aber die großen Az Räder sehen schonmal besser aus als so manch andere Miniräder. Das a und o beim schubsen ist das es superweich geht.
Das Losbrechmoment sollte quasi nicht zu spüren sein aber wenn man es loslässt sollte es die Position halten. Das weiß man aber erst wenn man das Ding in der Hand hatte und bei hoher Vergrößerung arbeitet. Sollte das nicht der Fall sein lässt sich das mit wenig Aufwand auch verbessern. Stichwort Teflon auf rauher Oberfläche (z.b. Gerd Neumannn mal fragen) Für die korrekte Lagerflächengröße muss man halt mal ausrechnen wieviel Druck das Teleskop auf den qmc2 bringt. Ist das gegeben gehen auch Planeten bei hoher Vergrößerung gut. ABER seit dem mein wirklich schön laufender Dobson eine eq hat will ich sie da nicht mehr missen. Es ist einfach wesentlich entspannter und man kann auch mal ein paar Minuten das Teleskop verlassen ( Kontrollblick in die Sternkarte) oder andere reinschauen lassen ohne das sich was bewegt. Also klare Empfehlung dafür. Geht selbstgebaut auch günstig.
8" auf parallaktisch, ist eh raus da die dafür beste montierung dir zu teuer ist. Abgesehen vom Handling. Der Starfinder damals war knapp am Rand zum Wackeldackel. Ok ich hab damit auch 30min auf Film belichtet aber frag mich mal wo die Fotos sind. Nix berühmtes.
Also unabhängig von der Optischen Qualität. 8" Dobson nehmen und erstmal auf Okulare, vllt. einen Laser o.ä. sparen und dann sich mal mit der eq beschäftigen.
Grüße Sebastian
 
Hallo Jakob,
Es st ja schon einiges an Feedback pro Dobson-Montierung gekommen. Hier mal mein Senf dazu bzw. noch ein etwas anderer Aspekt.
ich beobachte sowohl parallaktisch als auch mit einer Dobson (= Alt-Az) Montierung, kenne also beides. Hier noch etwas Hintergrund Info (falls Du sie nicht ohnehin schon hast)

Die parallaktische Montierung arbeitet mit dem äquatorialen Koordinatensystem, in dem die Koordination der Himmelsobjekte mit Rektaszension und Deklination definiert sind. Diese sind auch die "offiziellen" Koordinaten für ein Himmelsobjekt, z. B. für Messier 81 (RA 09h 55min 33,2sek DE +69° 03′ 55″) Man muss die Montierung dafür am Polarstern orientieren, also einnorden, dann kann man für ein gesuchtes Objekt die Deklination an der Montierung einstellen und das Teleskop auf dem Rektaszensionsbogen entlang bis zum gewünschten Objekt entlangfahren. Funktioniert super.
Neptun und Uranus habe ich so gefunden, mit dem Dobson und Starhopping habe ich es leider nicht hinbekommen. Natürlich lässt sich diese persönliche Erfahrung nicht verallgemeinern, erklärt aber meine Sympathie für die parallaktische Montierung.

Vorteil: Man lernt sehr viel über den Himmel, den Lauf der Sterne über das Firmament, Abstände und Bezug der Objekte zueinander, und man findet die Objekte (wenn das System gut eingenordet ist)

Nachteil:
Könnte als lästig und zu sehr Old School empfunden werden, es erfordert eine gewisse Pingeligkeit beim Einnorden, und dann es ist Hand- und Kopfarbeit, so wie mit einem Kompass im Wald navigieren. Man muss auch immer wieder an die Montierung ran, um neue Winkel einzustellen.

Die Alt-Az Montierung, d. h. auch die Dobson Montierung bezieht sich auf das horizontale Koordinatensystem.


Vorteil:
Schnell aufgebaut und einsatzbereit, Objektsuche per Leuchtpunktsucher und Starhopping.

Nachteil:
Manchmal sucht man mehr als man findet, gerade im Zenit wird es kniffelig, ist aber natürlich auch vom Beobachter abhängig und eine Frage der Erfahrung.
Manche mögen das Hinterherschubsen nicht.
Der Umstand, dass es parallaktische Dobsonplattformen gibt, spricht für sich.

Falls es also eine Nummer kleiner und parallaktisch sein darf, gäbe es als alternatives klassisches Einsteigermodell auch den 150/750er auf einer Eq3 oder Eq5.

Neben diesen Gesichtspunkten müsstest Du Dich fragen, wo Du beobachten wirst, ob Du irgendwo hinfahren musst, ob das Teleskop drei Stockwerke hoch/runter geschleppt wird etc. und dies auch bei Deiner Kaufentscheidung berücksichtigen. Am Ende entscheiden diese Dinge mit darüber, ob und wie oft Du Dein Teleskop einsetzen wirst bzw. kannst (Stichwort Lichtverschmutzung, Transportmöglichkeit, Schweinehund)

Egal wie Du startest wünsche ich Dir viel Freude dabei

Rolf
 
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