Welchen Monitor für Astro Bildbearbeitung?

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Sky Traveler

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Ich möchte gerne auf einen grösseren (32") Monitor wechseln. Aber welchen?

- Betreffend Farbraum: Genügt sRGB, 97% DCI-P3 oder muss es 100% RGB sein?

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Quelle: Wikipedia

- Ist HDR auch wichtig? Es gibt HDR 600, HDR 1000 usw. Was muss? was darf?

Ich habe diesen hier ins Auge gefasst, weil er auch Spiele tauglich ist. Wäre das ein guter Monitor für Photoshop Bildbearbeitung? :
https://www.amazon.de/gp/product/B0...7400842001575&language=de_DE&ref_=as_li_ss_tl
 
Hallo Sebastian,
ich habe mir vor einiger Zeit den BenQ PD3200U zugelegt und bin damit extrem zufrieden. Ich habe damals mit einer Designerin, die unseren Werbekram macht gesprochen und die hat mir gesagt, man solle drauf achten, dass der Monitor 100% sRGB unterstützt. Das wäre das Wichtigste.
HDR war da noch kein Thema, aber nach meinem Verständnis willst du das für die Astrobearbeitung auf keinen Fall. Es bedeutet ja, dass der Monitor die Bilddynamik auswertet und Helligkeit und Kontrast entsprechend anpasst. Das ist ja aber das Ziel deiner Bearbeitung und da fehlt es einem ja gerade noch, wenn da der Monitor auch noch rumpfuscht.

Ich bin kein großer Experte und bestimmt kann man da mit viel Wissenschaft herangehen.
Ich komme seit dem Monitortausch jedenfalls deutlich besser zurecht und ich genieße es auch, dass ich unterschiedliche Profile auf so eine kleine Fernsteuerung legen kann. Die sRGB-Einstellung ist für mich bei der normalen Arbeit etwas zu grell und so kann ich auf Knopfdruck hin und her schalten.

Gruß
Sebastian
 
HDR war da noch kein Thema, aber nach meinem Verständnis willst du das für die Astrobearbeitung auf keinen Fall. Es bedeutet ja, dass der Monitor die Bilddynamik auswertet und Helligkeit und Kontrast entsprechend anpasst. Das ist ja aber das Ziel deiner Bearbeitung und da fehlt es einem ja gerade noch, wenn da der Monitor auch noch rumpfuscht.
Keine Sorge.
HDR muss von der Anwendung auch unterstützt und benutzt werden, damit sich da was tut, der Monitor stellt nur die Möglichkeit zur Verfügung.
Wenn die Software davon keinen aktiven Gebrauch macht, verhält sich das wie jeder normale Monitor ohne HDR.
Und wenn einem das für das Gefühl noch nicht reicht, kann man letztendlich sowohl über die Systemsteuerung die generelle Nutzung als auch im Monitor OSD die Bereitstellung deaktivieren.
Bei Nvidia kann man sogar selektiv den einzelnen Softwares das HDR entziehen bzw erlauben.

LG
Olli
 
Hallo Sebastian,

ein HDR Display hat ja den Nachteil, dass die Bilder nachher nur auf einem HDR Display gut aussehen. Von daher würde ich darauf verzichten. Ob 97% oder 100% sRGB einen (sichtbaren) Unterschied machen, kann ich nicht sagen. Ich habe einen Monitor der 10 Bit/Pixel wiedergeben kann, also feinere Farbabstufungen. Sehen kann ich das allerdings nicht :geek:.

Für wichtiger würde ich es halten, das Display zu Kalibrieren. Auch ein altes Spyder 4 macht da, zusammen mit der freien Software Displaycal eine guten Job. Auf meinem PC Monitor ist der resultierende Unterschied nicht sehr groß (was in meinen Augen für den Bildschirm spricht), auf meinem Laptop ist der Unterschied riesig.

Viele Grüße
Michael
 
In der Bildbearbeitung braucht man keinen Gamingmonitor, da braucht man Geräte die eine hohe Farbkonstanz aufweisen, die sich gut Kalibirieren lassen, die die Auflösungskriterien der Testbilder erfüllen und die über genügend Einstellmöglichkeiten verfügen. Im Druck und der Fotografie werden Mo nitore von Apple, für industrielle Zwecke, Forschung und Medizin Monitore von Eizo bevorzugt. Beruflich und für die Astronomie brauche ich selbstverständlich Eizo mit professionellen Kalibriergeräten, die durchaus 5000 € koste . Ein Kriterium in in Radiologie ist z.b die Erkennung von Mikrokalk, die ausreichende Kontrast und Detailerlennbarkeit, aber nicht die Schelligkeit. Zufriedenstellende Eizomonitore fangen bei 300 € an, ich persönlich lege Wert auf mehrere Eingänge, da bei mir 3 Rechner am Monitor hängen, dan wird es etwas teurer. Im Beruf muss der Monitor die Kriterien der BG und die Kriterien der einschlägigen Fachgesellschaften erfüllen, sonst darf man ihn nicht aufstellen.

Gruss

Andreas
 
Hallo,

in der professionellen Bildbearbeitung sind die Ansprüche natürlich deutlich höher. Aber da muss auch der Arbeitsplatz entsprechend ausgeleuchtet sein, die Farbtemperatur des Umgebungslichts passen etc. Aber um 100% farbverbindliches arbeiten geht es hier, denke ich, nicht.

In den von Dir erwähnten Preisklassen gibt es ja inzwischen auch schon OLED Monitore mit natürlich überragendem Kontrast. Ich habe einen OLED Fernseher (G1) und drauf Astrofotos zu schauen ist ein Träumchen. Und fürs zocken gibt es eh nichts schnelleres.

Viele Grüße
Michael
 
Wuhaha. Superduper-Monitor auf 5.600K oder 6.500K... super farbkalibriert... und dann den Sättigungsregler bei M42 auf 100. :ROFLMAO::y:

Und das Ergebnis wird natürlich kurz am Handy betrachtet - iPhone oder Samsung oder oder oder... auch super farbkalibriert auf vivid colour... :whistle:

lg
Niki
 
Kontrastumfang und Stufungsumfand sind entscheidend, nicht das schöne Bild, siehe professionell völlig unbrauchbares Win Foto, nur Nichtexperten erfreuen sich am kräftigen Kontrast!

Andreas
 
Na ja, ein Monitor ist ja auch nur ein Werkzeug. Und selbstverständlich kann man auch mit gutem Werkzeug Schrott machen. Und ob nun Experte oder Nichtexperte... ich mache meine Bilder für mich. Das sie anderen gefallen ist optional.

Viele Grüße
Michael
 
Leider hat der Alienware AW3423DW ein massives Problem (min 5:04)
Du denkst du hast chromatic aberration am Stern, und dann war es der Monitor :ROFLMAO:
Also aufpassen bei Samsung OLED..
 
Ach ja! Die blöde Subpixel Anordnung bei den Samsung OLEDs, stimmt. Hatte ich total vergessen o_O. Dazu gab es einen (vernichtenden) Bericht bei heise.de. Die Dinger disqualifizieren sich in der Tat selbst.
 
Und sollte es ein 10 bit native Monitor sein oder sind 8 bit auch ok?
Sieht man den Unterschied?

..ich frage mich auch warum wir unsere Bilder immer mindestens mit 16bit stacken und bearbeiten, wenn so ein Monitor sowie so nur 10 bit anzeigen kann. Ist aber eine andere Frage..
 
Also, ich habe einen kalibrieren 10 Bit Monitor. Allerdings muss ich zugeben, daß ich den Unterschied zu einem guten, kalibrieren 8 Bit Monitor nicht sehe. Mag sein, daß es auffällt, wenn sie nebeneinander stehen. Aber ich habe auch eine rot/grün Schwäche, daher ist Farbe nicht meine Stärke :geek:

Bei den 16Bit geht es ja auch um den Tonwertumfang. Deshalb werden die Bilder ja gesteckt.

Viele Grüße
Michael
 
10 Bit macht Sinn wenn die Software das nützt. In sehr flachen, dunklen Farbverläufen sieht man das schon Unterschiede.

Ciao, Udo
 
Hallo Sebastian,
..ich frage mich auch warum wir unsere Bilder immer mindestens mit 16bit stacken und bearbeiten, wenn so ein Monitor sowie so nur 10 bit anzeigen kann.
Helligkeits- und Farbverläufe bestehen im digitalen Bild aus einzelnen Stufen, die nicht
zu weit auseinander sein dürfen, damit das Auge sie nicht doch als "Treppe" wahrnimmt.
Bei 8 Bit (265 Stufen pro Kanal) sind die Abstufungen gerade so weit auseinander, dass das
Auge noch nichts merkt und "kontinuierliche" Verläufe sieht, vor allem bei Farbe, wo sich
drei 256-Stufen-Kanäle mischen.
Daher reicht für Monitorwiedergabe ein 8-Bit-Bild (jpg hat 8 Bit pro Farbkanal).
Wenn ich ein 8-Bit-Bild allerdings bearbeite und es strecke, werden die Abstände der Stufen
grösser, einzelne Helligkeitsbereiche werden sozusagen gespreizt, was die Abstufungen dann sichtbar
macht in Form von Posterisierungen im Bild (Sprünge in Helligkeits- und Farbverläufen).
Ein 16-Bit-Bild dagegen hat über 65000 Stufen po Kanal, daher liegen die Helligkeitswerte der Stufen von Anfang an
viel näher beieinander, und es hat deswegen genügend Reserven auch für starke Bearbeitung:
spreize ich in ihm die Stufen durch Strecken sehr stark, sind sie immer noch nah genug beieinander,
um nicht aufzufallen, auch nach Umwandlung in 8 Bit (jpg).

Grüße
Matthias
 
Also ICH kann bei feinen Farbverläufen die nicht künstlich vertauscht werden auch bei 8-Bit noch manchmal Stufen sehen. Besonders bei dunklen Verläufen.

Und die interne Verarbeitung erfolgt bei den meisten Programmen mit mehr als 8 Bit pro Farbe - das hat mit dem Bildschirm keinen Zusammenhang.

Ciao, Udo
 
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