Welches Fett für NEQ5 Wartung?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

SkyBob

Aktives Mitglied
Habe mich nun endlich dazu durchgerungen meine NEQ5 mal zu warten.

Muss da eh mal ran, da ich nen fürchterlichen Backslash habe und beide Achsen (leer) nicht wirklich leichtgängig sind.

Lager und Laufscheiben habe ich schon geordert.

Nun stellt sich wieder die Königsfrage.

Welches Fett?
In anderen Threads kam ja meist Fett von Liqui Moly. LM47 oder so, was aber von Shagoon? CG5 montierungsservice hat dies ja mittlerweile schon wieder abgetadelt.

Was ist denn da grad aktuell empfehlenswert?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
ich habe mittlerweile schon meine NEQ6 sowie auch die EQ8 gewartet.
Als Fett kam hierbei immer LM47 zum Einsatz.
Ein Mechaniker Kollege von mir, hatte sogar mal getestet wie das Fett bei den verschiedenen Temperaturen schmiert. Er hatte es beispielsweise bei -20° im Gefrierfach, sowie bei ~100° im Ofen. Resultat top Schmiereigenschaften bei verschiedensten Temperaturen, die auch bei uns Nachts mal vorkommen könnten, kann ich auch so nur wieder spiegeln.

Hoffe das konnte dir helfen.
CS Flo
 
Erst Mal danke für die Info.

Mal sehen ob's noch andere Meldungen gibt.
 
Lithiumverseift... gibts im Bauhaus genauso. LM47 ist gut, lithiumverseiftes Fett haben wir auch in der Kuffner Sternwarte verwendet. Is nix besonderes und funktioniert gut - wurde auch vom Konservator und Restaurator verwendet.

lg
Niki
 
Nichts von beiden.
Beide sind gute Lagerfette aber kein Fett für Schnecken Antriebe. Wenn du eine Schnecke mit solchen Fett schmierst dann hast du genau das gleiche Problem wie vorher.
Sind nämlich keine Haftfette und werden durch den Druck im Antrieb rausgedrückt und haben am Ende kein Gramm Fett mehr dort wo es benötigt wird.
IMG_20230126_071413.jpg
EQ5 Schnecke mit LM47 dort wo kein Fett gebraucht wird ist welches, dort wo es gebraucht wird ist schon das Messing sichtbar.
Also ein Haftfette nehmen. Z.b LM schmierfix.


Gruß Vincent
 
Boah aye, nützliche info das ist.
Aber ich hab manchmal das Gefühl, Astrofotografie ist was für Universalgelehrte. Man muss sich auskennen mit Software und Computern, auch Firmware, Treibern, Interface und Übertragungstechnik, mit Optik sowieso, Kameras, Sensoren, Fototechnik, Mechanik ist eh klar, Metallbearbeitung, 3D Druck, Antriebs- und Steuerungstechnik, Physik und Astronomie sollte man sowieso drauf haben und und und und...
 
werden durch den Druck im Antrieb rausgedrückt
Das hat der mechanische Antrieb so an sich... die Hertz'sche Pressung an Zahnflanken bei Evolventenverzahnung, die mehr gleitende Reibung bei Schneckentrieben... wenn Du mechanisch Druck auf zwei Flächen ausübst und damit eine viskose Paste rausquetschst, kannst Du nehmen, was Du willst, irgendwann muss man nachfetten. Nichts hält an einer Oberfläche ewig, wenn man es mechanisch rausschiebt. :D

"Haftfett" heißt ja nur, dass es - meist schmierend und korrosiosschützend - so lange auf einer Oberfläche verbleibt, bis es eben durch den Betrieb abgetragen wird. Sonst müsste man alles nur einmal schmieren und dann nie wieder - was bekanntlich niemals der Fall ist. Meist enthalten diese Fette PTFE... ein Seilbahnseil bekommt zB "Haftfett", ein Getriebe - Auto - Öl. Je mehr mechanische Belastung, desto schneller muss man den Schmierfilm erneuern. Wird jeder selbst merken, wie lange welches Fett in einem Schneckengetriebe verweilt... :cool:

lg
Niki
 
Danke für die ganzen Infos.

Also wie bei jeder Mechanik.
Regelmäßige Wartung.

Dann warte ich Mal auf meine SKF Lager die ich gestern bestellt habe und schau dann mal.

Haben in der Firma noch dieses hier.
K Nate NLGI 2 Kalzium Sulfanat Hohleistungs Fett.
- hoher Druckwiederstand
- Temperaturbereich -25 bis +200°
- Schutz gegen Rost Oxidation und verwässern

Ob das jetzt Haftfett ist weiß ich nicht.
Klebt aber wie Hülle an den Händen.
Wird bei Mechaniken benutzt mit denen wir Tonnen gewichtige Materialien bearbeiten .

Haben wir Eimerweise.
Kann ich mir n Döschen abfüllen.

Aber ob's was taugt für Montierungen?

Gruß Markus
 
Wenn's an Händen klebt ist alles gut.
 
Haftfett" heißt ja nur, dass es - meist schmierend und korrosiosschützend - so lange auf einer Oberfläche verbleibt, bis es eben durch den Betrieb abgetragen wird. Sonst müsste man alles nur einmal schmieren und dann nie wieder - was bekanntlich niemals der Fall ist. Meist enthalten diese Fette PTFE... ein Seilbahnseil bekommt zB "Haftfett", ein Getriebe - Auto - Öl. Je mehr mechanische Belastung, desto schneller muss man den Schmierfilm erneuern. Wird jeder selbst merken, wie lange welches Fett in einem Schneckengetriebe verweilt... :cool:
Ja, bei normalen fetten ist dann aber gar kein Fett mehr drann. Beim Haftfette ist trotzdem ein Fettfilm drauf.
Das sieht man bei gefärbten Fett z.b wenn es schwarz ist.
Man sieht im Bild deutlich das Messing, beim Haftfette ist trotzdem alles schwarz.
 
Werde demnächst an die Celestron AVX drangehen und ebenfalls neu fetten.
Überlege gerade, welches von den vielen vorhandenen Fetten aus dem Angelbereich (Rollenwartung) zum Einsatz kommen soll.
Besitze auch einige hochwertige, total überteuerte Schmierstoffe.

Also wie bei jeder Mechanik.
Regelmäßige Wartung.

Aber nicht übertreiben, das Fett wird schnell rausgedrückt und es bleibt ein mehr oder weniger dünner Schmierfilm.
Also jedes Jahr würde ich definitiv nicht neu fetten.

Haben in der Firma noch dieses hier.
K Nate NLGI 2 Kalzium Sulfanat Hohleistungs Fett.
- hoher Druckwiederstand
- Temperaturbereich -25 bis +200°
- Schutz gegen Rost Oxidation und verwässern

Ob das jetzt Haftfett ist weiß ich nicht.
Klebt aber wie Hülle an den Händen.
Wird bei Mechaniken benutzt mit denen wir Tonnen gewichtige Materialien bearbeiten .

Ein zu klebriges Fett erscheint nicht unbedingt vorteilhaft, könnte bei Kälte zu sehr ausbremsen.
 
Ich bin durch eines meiner anderen Hobbys mal auf dieses Fett gestoßen: Waffenfett mit Mikrokeramik

Es ist sehr sparsam zu verwenden, hat einen extremen Temperaturbereich und, aufgrund der Microkeramik, auch Trockenschmiereigenschaften.

Viele Grüße,

Peter
 
Danke für die ganzen Infos.

Also wie bei jeder Mechanik.
Regelmäßige Wartung.

Dann warte ich Mal auf meine SKF Lager die ich gestern bestellt habe und schau dann mal.

Haben in der Firma noch dieses hier.
K Nate NLGI 2 Kalzium Sulfanat Hohleistungs Fett.
- hoher Druckwiederstand
- Temperaturbereich -25 bis +200°
- Schutz gegen Rost Oxidation und verwässern

Ob das jetzt Haftfett ist weiß ich nicht.
Klebt aber wie Hülle an den Händen.
Wird bei Mechaniken benutzt mit denen wir Tonnen gewichtige Materialien bearbeiten .

Haben wir Eimerweise.
Kann ich mir n Döschen abfüllen.

Aber ob's was taugt für Montierungen?

Gruß Markus
Moin,

ich denke schon, das hört sich nach einem Fett für langsam bewegte Lager an, das würde ja passen. Wenn die Korrosionsschutzeigenschaften gut sind könnte das etwas sein, wenn es gut haftet wird es auch nicht so schnell vom Schneckenrad verdrängt. Probieren.

CS
Jörg
 
Ich bin durch eines meiner anderen Hobbys mal auf dieses Fett gestoßen: Waffenfett mit Mikrokeramik

Es ist sehr sparsam zu verwenden, hat einen extremen Temperaturbereich und, aufgrund der Microkeramik, auch Trockenschmiereigenschaften.

Viele Grüße,

Peter
Ich wage zu bezweifeln, ob Keramikpartikel fürs Getriebe vorteilhaft sind. Für Waffen und in ähnlichen Bereichen sicher nicht verkehrt.
ZPI Medium (wieder aus dem Angelbereich) hatte sogar Diamantenstaub im Fett :ROFLMAO: Aber das aktuelle ZPI Master Grease ist wirklich gut und das werde ich wohl für die Montierung verwenden. Hätte noch IOS Gear Grease und MTCW MTGG-SW, die ebenfalls gut passen könnten, IOS eventuell schon ein wenig zu klebrig. Wie weiter oben geschrieben, sind diese Fette total überteuert (man bekommt so um die 8g :rolleyes:), extra für die Montierung würde ich sie nicht kaufen.
 
Wie erwähnt könnte ich das K-Nate in der Firma abzwacken.
Mehr wie eine Tupperdose in der Größe einer Zigarettenbox voll braucht man eh nicht.

Aber das K-Nate gibt's auch als Kartusche in Silikonkartuschen größe.

Hab's noch nicht umgesetzt.
Aber das Fett schon da.

Gruß Markus
 
Hallo, womit entfettet Ihr denn? Das Thema stellt sich bei mir noch nicht, aber ich lese hier schon am interessiert mit.

LG Olaf
 
... Bremsenreiniger,

das geht m.E. am besten und es bleibt nix zurück. Nur macht man damit Sauerei, d.h. entsprechende Unterlage ist erforderlich.

CS
Jörg
 
Bei Fett und Öl ist Waschbenzin super. WD40 soll auch einiges davon enthalten, hinterlässt aber einen dünnen Schmierfilm.
 
Ich hätte jetzt aceton versucht und eine babyzahnbürste.
 
Ich wage zu bezweifeln, ob Keramikpartikel fürs Getriebe vorteilhaft sind. Für Waffen und in ähnlichen Bereichen sicher nicht verkehrt.
ZPI Medium (wieder aus dem Angelbereich) hatte sogar Diamantenstaub im Fett :ROFLMAO:
Wahrscheinlich führen gerade diese Partikel durch das Anlagern auf den Oberflächen zu den Trockenschmiereigenschaften. Es läuft dann eben Keramik auf Keramik. Das würde auch mit Diamanten funktionieren, weil bei beiden die Oberflächenhärte stark zunimmt. Also so lachhaft ist das nicht. Aber sei's drum...
 
Wahrscheinlich führen gerade diese Partikel durch das Anlagern auf den Oberflächen zu den Trockenschmiereigenschaften. Es läuft dann eben Keramik auf Keramik. Das würde auch mit Diamanten funktionieren, weil bei beiden die Oberflächenhärte stark zunimmt. Also so lachhaft ist das nicht. Aber sei's drum...
Über das Ostermayer Fett und Öl wurde nicht gelacht. Die Keramikpartikel bei Ostermayer scheinen deutlich gröber zu sein, wie damals von ZPI beworbener Diamantenstaub. Hatte weiter oben schon geschrieben, dass Keramik bei Waffen wohl durchaus positiv ist, aber für nicht besonders große Zahnräder mMn nicht.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben