Skywatcher 120 ED justieren

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

TaurusM45

Aktives Mitglied
Hallo zusammen

Ich habe mir einen Skywatcher 120 ED gebraucht gekauft und wollte mal fragen, ob man das Objektiv irgendwie justieren kann.

Bei der Überprüfung mit einem justierokular habe ich festgestellt, dass die beiden reflektierenden Kreise sich nicht decken.

Wie kann ich das nun korrigieren?

Viele Grüße Andreas
 
Hallo Andreas,

ich vermute mal, dass der SW 120 ED analog zu meinem Equinox 120 keine justierbare Fassung hat (?) Dann wird's schwierig aber nicht unmöglich.

Frage, passt die Justage des OAZ ? Sprich zielt dieser auf die optische Achse resp. exakt auf den Objektivmittelpunkt ? Bei meinem Equinox war der OAZ verkippt und schielte ein paar Millimeter daneben, nachdem das korrigiert war musste ich am Objektiv gar nichts mehr machen, die Gesamtjustage war dann praktisch perfekt. Ich würde empfehlen das zuerst zu prüfen bevor es ans Objektiv geht.

CS, Heiko
 
Hallo Heiko.

Danke für den Tipp. Das kann ich doch bestimmt mit einem normalen Newton justierlaser machen oder?

Viele Grüße Andreas
 
Da brauchste noch was um die Mitte vom objektiv zu markieren, und du brauchst 100%ige Sicherheit, dass der Laser selbst achstreu ist (selten der Fall).
Ein Concenter wäre nice an der Stelle.
Oder eich Cheshire mit Fadenkreuz. Dessen Fadenkreuz kann man mit dem OAZ in die Mitte der Reflexionen stellen, da dadurch auch die Lichtquelle der Reflexion, also das Cheshire selbst, wieder in die Mitte der optischen Achse kommt, sind die Reflexionen dann meist auch wieder okay.
Die müssen übrigens gar nicht konzentrisch sein, dieser Test ist ectrem feinfühlig. Es reicht völlig, wenn sie sich überlappen.

LG
Olli
 
Hallo Andreas,

ja, das geht mit dem Laser, den Du hast.
Markieren braucht man die Objektivmitte aber nicht, das geht auch mit messen (Geodreiecke sind da ganz gut)
Ggf. am OAZ Gewinde oder Steckanschluss dann kleine Schnipsel aus Alufolie unterlegen, bis er genau in die Mitte
zielt; oder bei Crayfordauszügen mit den Rollenlagern justieren.
Gruß Michael
 
Hallo Andreas,

ja, ich habe auch den Justierlaser meines Newtons verwendet.

Ein wenig tricky ist den exakten Objektivmittelpunkt zu finden und zu 'markieren' auf den der Laser treffen soll. Mit einem transparenten Lineal vor dem Objektiv habe ich das nicht genau genug geschafft, daher hatte ich mir aus einem Blatt Papier einen Kreis (Zirkel) der Größe der Objektivfassung ausgeschnitten, die Mitte auf dem kreisförmigen Papier markiert und das Papier auf der Fassung vor dem Objektiv fixiert. Wenn man da genau genug arbeitet liegt die Mittenmarkierung auf dem Papier exakt auf der optischen Achse, der Laser ist gut zu sehen durch das Papier.

Aufpassen musst du auch auf die Justage des Lasers, die sind zuweilen auch nicht perfekt. Prüfen kannst du das indem du den Laser in den OAZ steckst und fixierst, den Laserpunkt auf dem Papier beobachtest und dann den Laser um seine eigene Achse im OAZ drehst, dabei den Laser immer wieder löst (zum Drehen) und fixierst zum Schauen wo der Punkt vorne ist. Wenn dann der Laserpunkt auf dem Papier einen mehr oder weniger kleinen/großen Kreis/Ellipse vollführt ist der Laser nicht sauber justiert. Wenn die Abweichung gering ist kann man das noch kompensieren, wenn die Abweichung zu groß ist kann man den Laser wohl eher entsorgen.

CS, Heiko
 
Dachte jetzt eher an eine Pappschablone vorn am Objektiv zur mittenmarkierung.
Wichtig ist, dass der Laserpunkt beim drehen des Lasers im OAZ nicht wandert, und nicht klemmen, die originale klemmung verursacht auch verkippung.
Am besten den Tubus senkrecht nach unten in die Montierung einspannen, dann kann der Laser auf der Steckaufnahme stehen und auch gedreht werden.
Wie gesagt, mit Cheshire und/oder Concenter ist das alles wesentlich einfacher.

Der OAZ ist sowieso der große Schwachpunkt des Evostars. Entweder man lebt dami, diesen ständig einstellen und nachspannen zu müssen (vor allem bei schwerem Zubehör) oder man tauscht dieses furchtbare Ding einfach aus.

LG
Olli
 
Hallo,

ich habe damals bei meinem Triplett das Objektiv abgebaut und eine Maske aus Papier am Tubusende montiert. Wichtig ist, dass die Mitte der Maske sauber markiert ist, dann kann man mit einem gut justierten Laser den Okularauszug relativ leicht justieren. Anschließend die Maske wieder entfernen und das Objektiv montieren. Mit einem Cheshire lässt sich dann das Objektiv recht einfach ausrichten. Eigentlich, denn an vielen Refraktoren fehlen die Justageschrauben. Das Problem habe ich mit einem speziell angefertigten Justierflansch behoben. Klar, das hat auch einen Hunni (oder doch etwas weniger?) gekostet, aber seit dem habe ich einen wirklich guten Refraktor.

Was den Okularauszug angeht, so kann ich nicht sagen wie gut der ist. Der bei meinem Triplett mitgelieferte Auszug war jedenfalls suboptimal. Ich habe daher zu einem 3" Steeltrack gewechselt. Der ist zwar auch nicht perfekt, aber sehr viel besser und für mich gut genug.


MfG

Rainmaker
 
...es liegt doch tatsächlich am OAZ. Habe mir heute mal eine Schablone gedruckt, um genau die Mitte des Objektives zu finden und siehe hat der Laser zeit in alle Richtungen in die ich ihn drehe eine Verschiebung nach Recht um etwa 4mm von der Mitte.
Da muss ich wohl mal ran....
 
...stellt sich nur die Frage wie ich das jetzt korrigiert bekomme. Da sind nur drei Kreuzschrauben zum Entfernen des OAZ aber damit kann ich nix justieren.
 
Lockere mal mit eingestecktem Laser die Schrauben und wackele mit dem OAZ ein bisschen hin und her.
4 mm aus der Achse sind nicht viel. Du kannst dann versuchen, an der Seite, an der der OAZ vom Tubus ein bisschen weg muss,
Alufolie zwischen den OAZ und den Adapterrand zu klemmen. Danach wieder festziehen und gucken, ob es reicht.
Wenn nicht, da capo al fine :)

Gruß Michael
 
Lockere mal mit eingestecktem und eingeschaltetem Laser die Schrauben und wackele mit dem OAZ ein bisschen hin und her.
4 mm aus der Achse sind nicht viel. Du kannst dann versuchen, an der Seite, an der der OAZ vom Tubus ein bisschen weg muss,
Alufolie zwischen den OAZ und den Adapterrand zu klemmen. Danach wieder festziehen und gucken, ob es reicht.
Wenn nicht, da capo al fine :)

Gruß Michael
 
Hallo,

ich habe den Auszug nicht, aber einmal sollte schon das hin- und herschieben in den drei Befestigungslöchern eine gewisse Verstellung bewirken. Dann wäre da auch noch die Befestigung der Kugellager. Mit etwas Unterlegmaterial sollte auch da was zu machen sein.
Wobei ich glaube, dass die vier Millimeter "Missweisung" des Okularauszuges noch keine sehr deutliche Sichtbarkeit bewirken werden.


MfG

Rainmaker
 
der Laser zeit in alle Richtungen in die ich ihn drehe eine Verschiebung nach Recht um etwa 4mm von der Mitte.
Wenn der Laserpunkt beim drehen des Lasers wandert, dann ist der Laser verstellt und du kannst kaum wissen, ob und wie der OAZ verstellt ist.
Egal wie, du musst den Laser justieren, bis der Laserpunkt beim drehen des Lasers stationär bleibt, erst dann siehst du, wo die Achse des OAZ wirklich hin zeigt.

LG
Olli
 
...der Laser ist werkseitig von TS justiert gewesen und passt genau. Wenn ich den laser im OAZ drehe bleibt der Punkt an Ort und Stelle. Der ist wirklich sehr genau justiert worden.
Stellt sich nur die Frage, in wie weit sich die 4mm überhaupt negativ auf das Bild welches man sieht auswirken.
 
Stellt sich nur die Frage, in wie weit sich die 4mm überhaupt negativ auf das Bild welches man sieht auswirken.
Kommt darauf an würde ich sagen. Ich konnte auch eine noch stärkere Verkippung provozieren bei meinem Equinox, dann wurden die Sterne defokussiert sehr deutlich eiförmig, sprich das geht in Richtung Asti. Bei kleinen Abweichungen muss man schon stark vergrößern/genau schauen um diese Abweichung sehen zu können. Meinen Equinox habe ich Jahre mit dieser Abweichung von ~4 mm genutzt. Korrigiert habe ich das erst im Rahmen einer größeren Revision des OTAs.
CS, Heiko
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben