Einstieg Astriofotografie

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SRUastro

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Hallo in die Runde,
ich brauche mal den Rat der erfahrenen Astrofotografen. Ich habe schon ein wenig mit einem SkyWatcher von Star adventure und meiner Sony A7 mit Teleobjektiv herumgespielt. Nun möchte ich mir ein Setup für anständige DeepSky Fotos, also vorwiegend Nebel und Galaxien, kaufen. Die Montierung sollte robust sein und eine sehr gute GoTo Funktionalität aufweisen. Auch sollte sie künftige, ggf. dann auch schwerere Teleskope tragen können.
Dann kommt natürlich die Frage nach dem Teleskop. Da bin ich total lost. Klar, meine Sony Kamera sollte da gut integrierbar sein. Aber welches Teleskop?, welche Brennweite?, was ist noch alles wichtig?... ach ja, ein Laptop sollte zur Steuerung des ganzen Setups abschließbar sein.
Ich hatte hier im Raum Köln / Bonn versucht, einen guten Fachhändler zu finden. Gefunden habe ich einen Laden, wo die Teleskope und Montierungen zwar herum stehen, aber nichts vorgeführt wird...
Kann jemand einen guten Händler empfehlen, der auch Einsteiger professionell berät? Oder gibt es da auch ein gutes Komplett-Setup?

Ich freue mich auf jede gute Info.
Thx
Stefan
 
Aus dem Kölner Raum kommst Du vielleicht am ehesten nach Gelsenkirchen zum Astrogarten:


Besuche allerdings "nur nach Vereinbarung" und was da so vorgeführt werden kann müsste man abstimmen. Und je nach dem von wo Du kommst sind das auch schon ein paar Kilometer.

Aber jeder andere Shop wird in der Lage sein Dir eine Ausrüstung zusammenzustellen mit der Du gut einsteigen kannst. Im Wesentlichen brauchst Du:

* Montierung
* Teleskop
* Adapter für die Kamera
* Als Steuerung halt den Laptop. Oder einen Raspberry Pi mit Astroberry oder Stellarmate oder eine ASIAir.

Optional:
* Guidescope + Guidekamera
* Je nach Interessenlage ggf. einen Dual-Schmalbandfilter für Emissionsnebel und PNs
* Ggf. ein zweites Laptop um das Teil an der Montierung zu kontrollieren. Kann aber auch ein Handy oder Tablet sein, je nach gewählter Lösung

Was man so empfehlen kann hängt natürlich stark vom Budget ab.... Und von den Interessen. Nebel sind teils eher großflächig, Galaxien häufig sehr klein - entsprechend sind dafür unterschiedliche Teleskope geeignet. Interessant wäre auch zu wissen unter welchem Himmel Du aufnehmen möchtest.

Ciao, Udo
 
Hallo Udo,
danke für Deine Info. Gelsenkirchen ist ja fast vor der Haustür. Aufnahmen will ich natürlich von zuhause aus machen, werde aber auch in den Sternenpark Eifel fahren. Das ist nur etwas mehr als 100 km von mir weg.
Mit dem Größenthema Nebel / Galaxien hast du natürlich Recht. Zu was würdest Du am Anfang raten? - also was für ein Teleskop? So dass eine Galaxie gut abgebildet wird, aber ein Neben auch noch ins Bild passt?
Ja ich weiß... das ist die Frage nach der Eierlegenden Wollmichsau ;-)
 
Hallo Stefan,

Was man so empfehlen kann hängt natürlich stark vom Budget ab.... Und von den Interessen. Nebel sind teils eher großflächig, Galaxien häufig sehr klein - entsprechend sind dafür unterschiedliche Teleskope geeignet. Interessant wäre auch zu wissen unter welchem Himmel Du aufnehmen möchtest.
ebenso wäre gut zu erfahren was Du bereit bist zu schleppen, sprich Transport.
Und halt, wie schon gefragt, das Budget.
Blöd wenn Vorschläge gemacht werden die in sich stimmig sind, aber dann nicht zum Budget passen.
 
Sorry, Budget hätte ich nennen müssen. Ich denke da so an 2.500 - 4.000 EUR. Ich möchte auf alle Fälle keinen Billigkram kaufen, der nur herumwackelt und schnell kaputt geht. mit gutem Werkzeug macht es einfach mehr Spaß zu arbeiten.
Gewicht ist mir eigentlich egal. Der Kofferraum ist groß und ich noch nicht 90 ;-)
 
Über folgendes Tool kannst Du Dir mal ein paar bekannte Objekt raussuchen, dann Teleskopöffnung, Brennweite, Chip-Größe und Pixelgröße eintragen.
Unten in der Ansicht siehst Du dann, wie groß die Objekte in der jeweiligen Konfiguration abgebildet werden:

M13.jpg

In Stellarium (Stellarium Astronomy Software) kannst Du Dir ebenso Teleksope (Brennweite, Öffnung) sowie Chipgrößen (Pixelgröße, Pixelanzahl) definieren (oben rechts).
Damit kannst Dir Dir auch mal ein paar Objekte anschauen.

M81.jpg

Beim Teleskop darauf achten, dass diese ein schnelles Öffnungsverhältnis haben, damit Du kurze Gesamtbelichtungszeiten bekommst.
Bei Newtons ist z.B. f/5 empfehlenswert, während f/4 schon weit höhere Ansprüche an die Justage stellt.
Bei Refraktoren würde ich auf f/6 bis maximal f/8 setzen, ggf. + Flattener und Reducer.

Spiel mal in den Programmen mit der Brennweite und Du siehst, wie groß die Objekte abgebildet werden.

Grüße
Hartmut
 
Bei dem Budget kann man schon Einiges machen. Ein Teleskop welches gleichzeitig für große Nebel und - meist - kleine Galaxien gut geeignet ist gibt es aber eigentlich nicht. Für Galaxien machen >1000 mm Brennweite Sinn, für Nebel je nach Objekt auch mal 300-400 mm. Man kann natürlich auch Mosaike machen, aber das ist halt deutlich mehr zeitlicher Aufwand.

Die wichtige Basis ist immer die Montierung. Je nach dem was man schleppen kann/will kann eine Montierung eigentlich gar nicht "zu groß" sein. Klassiker sind halt die Skywatcher. HEQ5 (mit Zahnriemen-Modifikation) oder EQ6-R Pro sollte da preislich in Dein Budget passen. Ähnliche Montierungen gibt es natürlich auch von anderen Herstellern, aber die beiden Genannten haben halt die größte Verbreitung - womit man entsprechend leicht Hilfe findet wenn mal was nicht so läuft wie man möchte.

Wenn man einigermaßen ernsthaft lange Belichtungszeiten machen möchte, wird man um Autoguiding nicht herum kommen. Am billigsten fährt man da mit einer kleinen USB-Kamera im Bereich knapp über 200 € und einem passenden Guidescope (welches je nach Teleskop ggf. schon dabei ist und eventuell nur einen passenden Adapter braucht). ZWO ASI 120 in Mono oder Farbe wäre da eine brauchbare Kamera (mit der man ggf. auch mal auf Planeten halten kann wenn man sie ans Hauptteleskop anschließt).

Als Teleskop für Galaxien kann es dann z.B. ein Skywatcher 200 PDS Newton sein (wenn man die EQ6 als Montierung nimmt).

Oder ein Edge HD 800. Das hat viel Brennweite für Galaxien, kann aber auch mit einem Hyperstar umgerüstet werden und ist dann ein sehr "schnelles" Teleskop mit f/2 und knapp 400 mm Brennweite (der Hyperstar kostet aber nochmal eine ordentliche Stange Geld und mit der DSLR wird das auch schwierig). Wäre aber ein Weg "für später".

Ciao, Udo
 
Hi Udo,
danke für die ausführliche Info. Ich hatte neben der Skywatcher EQ6-R Pro Sync Scan GoTo auch die Celestron Advances VX AVX GoTo ins Auge gefasst. Sind die beide vergleichbar bzw. welche ist die "Bessere"? Wichtig ist mir hier, dass ich auch meinen Laptop anschließen kann (im Idealfall einen Mac), um gerade die Einnordung gut machen zu können.

Als Kamera möchte ich eigentlich am Anfang meine Sony a7 IV verwenden und später ggf. auf "echte" Astro Kameras umsteigen.
Als Teleskop hatte mit mein "ich will dich nicht gut beraten" Laden tatsächlich das Celestron Edge HD 800 empfohlen. Zusammen mit dem VX AVX Goto zusammen für rund 3.500 EUR.

Für meine Sony brauche ich ja eh ein Adapterset. Wenn ich dich richtig verstehe, eäre ich mit dem HD800 gut für Galaxien ausgestattet und wenn ich dann Neben fotografieren möchte, hänge ich in den Kameraadapter einen Hyperstar rein?!

LG
Stefan
 
Die AVX ist eher in der Kategorie HEQ5 anzusiedeln. Die EQ6 ist schon deutlich stabiler.

Die Sony a7 solltest Du problemlos (mit dem entsprechenden Adapter) an das HD800 bekommen. Die Brennweite ist für Galaxien ziemlich brauchbar - wobei es schon sehr gute Bedingungen braucht um die mögliche Auflösung dann auch tatsächlich ausnutzen zu können. Man findet aber z.B. auf Astrobin reichlich Beispiele was mit so einem Teleskop möglich ist. PNs wären auch ein lohnendes Ziel - gerade unter dunklerem Himmel.

Der Hyperstar hat halt das "Problem", dass die Kamera dann vor der Öffnung sitzt. Das bewirkt natürlich eine relativ große Abschattung und eine DSLR ist da einfach zu ausladend und auch "unregelmäßig geformt", was zu eher unschönen Sternen im Bild führt. Da braucht man eigentlich zwingend eine - möglichst schlanke - runde Astrokamera. Hyperstar + (gekühlte) Astrokamera liegen dann zusammen aber preislich auch bei 2500 €+. Da kann man auch überlegen sich einen kleinen APO als "Zweitteleskop" anzuschaffen. Der ist dann zwar nicht f/2 und hat keine 8" Öffnung, aber dafür einfacher handhabbar und die A7 passt auch problemlos dahinter. Aber der Hyperstar hat durchaus eine "Fangemeinde" - gerade weil er mit f/2 ein extrem schnelles Öffnungsverhältnis bietet.

Eines möchte ich aber nicht verschweigen: Mit der Brennweite steigen die Anforderungen z.B. an die Nachführung. Das kann man natürlich alles in den Griff bekommen, aber es macht die Sache natürlich nicht einfacher. Ggf. sollte man dann statt des Guidescopes auch auf einen Off-Axis-Guider umsteigen. Das könnte aber eng werden mit der DSLR - ich weiß jetzt nicht aus dem Kopf ob am Edge noch genug Platz zwischen Fokusposition und Tubus ist um da einen OAG zwischen zu bauen.

Ciao, Udo

P.S.: Man kann die A7 auch auf die Montierung schnallen und mit ggf. vorhandenen Objektiven größere Bildfelder ablichten. Es muss nicht zwingend ein Teleskop sein.
 
Uff...jetzt steige ich aus :-) Ich versuche mal den Astrogarten Händler. Mal sehen, was der so hat. Aber vielen Dank für die Infos. Das hat mich schon mal schlauer gemacht!!!
 
Uff...jetzt steige ich aus :) Ich versuche mal den Astrogarten Händler. Mal sehen, was der so hat. Aber vielen Dank für die Infos. Das hat mich schon mal schlauer gemacht!!!
Nicht Bange machen lassen. Astrofotografie ist zwar relativ komplex und man kann gefühlt unendlich viele Fehler machen, aber das kann man Alles in den Griff bekommen.

Aber grundsätzlich gilt halt:

1. Je mehr Brennweite, desto genauer muss die Nachführung bzw. das Guiding laufen, sonst gibt es "Eiersterne".
2. Je schneller ein Teleskop ist, desto schwieriger wird z.B. die Justierung

So ein Edge 800 HD vereint beide Schwierigkeiten in einem Gerät ;-) Im "Urzustand" ist es mit f/10 relativ unkritisch - auch wenn man es z.B. visuell nutzt - aber es ist halt auch nicht wirklich "lichtstark". Entsprechend braucht man relativ viel Aufnahmezeit für gute Ergebnisse (außer bei wirklich sehr hellen Objekten). Dafür eignet sich die hohe Brennweite auch sehr gut z.B. für Jupiter, Mars, Saturn und den Mond.

Es gibt auch noch einen 0,7x Reducer. Der verbessert das Öffnungsverhältnis auf f/7 indem er die Brennweite auf 1400 mm reduziert. Damit bleibt das Teleskop immer noch "gutmütig" und die Ansprüche an Nachführung/Guiding sinken ein wenig. Man bekommt damit auch mit weniger Belichtungszeit zu guten Ergebnissen und hat ein etwas größeres Feld. Immer noch "zu wenig" für großflächige Nebel, aber halt deutlich mehr als mit den gut 2000 mm ohne Reducer.

"Königsklasse" ist dann halt der Hyperstar. Damit wird das Öffnungsverhältnis halt zu f/1.9 und die Brennweite sinkt auf ca. 390 mm.

Die Auswirkungen bei unterschiedlichen Objekten kannst Du Dir z.B. in Stellarium wunderbar anschauen. Da kannst Du Teleskope mit unterschiedlichen Brennweiten anlegen und die Daten Deiner Kamera eingeben. Stellarium zeigt Dir dann das jeweilige Bildfeld an. Oder halt die schon erwähnten astronomy.tools.

Wie das mit dem Hyperstar funktioniert kannst Du Dir z.B. auch hier anschauen (allerdings am 6-Zöller):


Ansonsten: Das alte AEG-Prinzip (auspacken, einschalten, geht...) hat man bei der Astrofotografie eher nicht. Man muss sich einarbeiten und ggf. einlesen. Es gibt auch einige gute YouTube-Kanäle, z.B. den von astrophotocologne:


Da werden die wichtigsten Grundlagen vermittelt und auch wenn das eigene "Wunschteleskop" vielleicht nicht vorkommt, kann man trotzdem einen guten Eindruck bekommen wie Astrofotografie in der Praxis so abläuft bzw. ein paar Grundlagen lernen (auch zur Bildbearbeitung).

Zur Bildbearbeitung: Die Bilder purzeln auch nicht fix und fertig aus der Kamera. Bis zu beeindruckenden Bildern wie man sie auf Astrobin oder hier im Forum ständig sieht, ist es ein langer und steiniger Weg. Aber nicht entmutigen lassen - das ist durchaus machbar. Und auch die ersten "unvollkommenen" Ergebnisse die man selbst erreicht sind schon durchaus sehenswert und es ist wirklich erstaunlich welche Vielfalt an Phänomenen man mit der Astrofotografie am Nachthimmel abbilden kann. Schon die ersten Versuche werden farbige Nebel und großartige Details zeigen. Auch wenn ggf. der Fokus nicht perfekt sitzt, die Sterne eher Eiern gleichen und man am Anfang auch sonst jeden möglichen Fehler mindestens einmal selbst ausprobieren wird. Und selbst die "Profis" hier im Forum sind mit ihren Ergebnissen eher selten völlig zufrieden. Je mehr man lernt, desto sensibler wird man auch für "kleinere Fehler". Besser geht immer... Was aber auch für eine gute Langzeitmotivation sorgt. Erste Ergebnisse sind durchaus relativ schnell erreichbar und der Rest kommt dann mit der Zeit.

Ciao, Udo

P.S.: Wie gesagt: Wenn AVX drauf steht, ist es eine Nummer kleiner als eine EQ6. Und fotografisch, gerade mit der großen Brennweite, kann es eigentlich nicht stabil genug sein. Wenn eine Montierung mit 14 kg angegeben ist, trägt sie fotografisch maximal 60% davon. Und mit Teleskop, Kamera, Guiding-Equipment, ggf. weiteren "Anbauteilen" sprengt man die Fähigkeiten solcher Montierungen sehr schnell.
 
Nachtrag: Wenn es unbedingt eine AVX sein soll, würde ich persönlich keinen C8/800 drauf schnallen für fotografische Zwecke. Dann eher ein C6. Aber meiner Meinung nach ist der 6-Zöller für das Hyperstar "zu klein". Da geht einfach zu viel von der Öffnung durch den Hyperstar "verloren". Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Man kann ganz offensichtlich auch mit dieser Zusammenstellung beeindruckende Aufnahmen machen, verschenkt aber halt einen Teil des schnellen Öffnungsverhältnisses wieder durch die hohe Obstruktion.

Ciao, Udo
 
Schönes Teleskop. Da reicht dann aber fotografisch auch eine EQ6 nicht mehr wirklich... Das Teleskop wiegt 23 kg. Unhandlich und es braucht eine Montierung die mindestens 35 kg als angegebene Maximallast hat. Also typischerweise eine EQ8. Und glaub' mir: Du willst sowas NICHT nachts alleine aufbauen....

Ciao, Udo
 
Ja. Für das Vixen reicht eine EQ6 ;-) Aber ein "Universalteleskop" ist das halt auch nicht. Mit 800 mm Brennweite hat man für die meisten Galaxien eigentlich zu wenig Brennweite und für großflächige Nebel ist die Brennweite schon etwas zu lang.
Wie gesagt: Überleg' Dir, WAS Du aufnehmen möchtest und ob Du mobil sein möchtest bzw. wie weit Du den Kram tragen muss um beobachten zu können. Davon abhängig machst Du dann die Montierung. So groß wie möglich und für Dich handhabbar. Der Kopf einer EQ6 wiegt ca. 17 kg. Die muss man durch die Gegend schleppen. Wenn man sich das zutraut: Nimm eine EQ6 als Basis. Wenn nicht: Dann halt kleiner.

Von der gewählten Montierung und den angestrebten Motiven hängt dann das Teleskop ab. Auch das Teleskop muss man tragen und sicher auf die Montierung setzen können wenn man das Zeug nicht fest installiert z.B. in einer Astrohütte/Kuppel montiert. Das schränkt die Auswahl aber nur unwesentlich ein. Nimm 2/3tel der angegebenen Tragfähigkeit der gewählten Montierung und schau was es in diesem Gewichtsbereich gibt. Newton ist günstig und relativ einfach. Fotografisch braucht man zusätzlich einen Komakorrektor. APO ist noch einfacher - fotografisch braucht man je nach Modell einen Flattener oder Reducer damit die Sterne am Rand "rund" werden.
Andere Bauformen sind teilweise etwas tricky bei der Justage und es sind meist "Spezialisten" z.B. für hohe Brennweiten (Galaxien, PNs). Mit Reducern (oder halt Hyperstar am C6/C8/C9.25/C11 kann man den Einsatzbereich bei vielen Teleskopen etwas aufbohren.

Ciao, Udo
 
Mmm, da lande ich dann bei:

Explore scientific Maksutov-Newton Teleskop MN 152/740 OTA​

oder
MEADE Teleskop N 200/800 LX85 OTA
 
Neeeeiiiin, kein Maksutov. ;)

Ich weiss nicht warum Beginner immer bei den Maksutovs landen.
Das sind spezielle Teleskope für Planeten oder wenn man halt lange Brennweite extrem kompakt haben will.
Die sind für AF viel zu langsam.

Die Maksutovs haben natürlich schon auch ihre Fans.

Nimm den Standard 150/750mm Newton und eine entsprechende Montierung und (optional, obligatorisch? ;) ) Komma Korrektor, gibt's auch mit Reducer, dazu und gut ist. ;)

Für kleine Galaxien wegen mir dann noch eine gute Barlow dazu.


Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommt drauf an ;-) Kleinere Nebel und PNs gehen auch mit 800mm oder 1000mm. Hängt natürlich auch von der Sensorgröße der Kamera ab. Du kannst das z.B. in Stellarium wunderbar simulieren und einschätzen ob die Objekte für die Du Dich interessierst gut ins Bildfeld passen.

Mit einem 800 mm oder 1000 mm Newton kann man schon eine Menge machen. 8 Zoll, wenn das Budget es zulässt, sonst 6 Zoll. Das Ganze auf eine STABILE Montierung, dann hat man eigentlich ein sehr gutes Einsteiger-Setup. Für großflächige Nebel kommt dann irgendwann ein zweites Teleskop dazu. Muss ja nicht sofort sein. Meist "lernt" man ohnehin erst mit der Zeit welche Motive einen wirklich interessieren. Lange Brennweiten mit "langsamen" Teleskopen (C8 und Co) brauchen halt auch viel Geduld bei der Aufnahme, weil man sehr lange belichten muss. Mit f/5 oder f/4 kommt man da deutlich schneller zu guten Bildern. Hängt aber auch vom Himmel ab. Viel Lichtverschmutzung/heller Himmel => längere Belichtungszeiten. Viel länger....

"Gutes" Einsteigersetup:

EQ6-R Pro
Skywatcher 200 quattro
Komakorrektor Baader MPCC
Omegon VETEC 571 Kamera
ZWO ASI 120 MC (oder Mono) als Guidecam (oder ähnliche "kleine" Kamera)
Das Ganze dann gesteuert über ein Notebook. Oder ein ASIAIR (Dann muss man die Omegon gegen eine ZWO-Kamera tauschen). Oder einen Mini-PC (<300 €).
Dazu noch ein paar Adapter (Guidecam an Sucher, ggf. Verschraubung des MPCC im Okularauszug), Justierhilfe (Cheshire und/oder Laser).

Günstiger wird es, wenn man die 571 gegen eine Kamera mit IMX533-Sensor tauscht. Noch günstiger, wenn man den 150 quattro von Skywatcher nimmt - da ist dann der Komakorrektor schon dabei.

Damit kann man dann sehr gut loslegen und anfangen zu "lernen" wie Alles funktioniert. Wie gesagt: Einfach mal in Stellarium die Werte eintragen und schauen welchen Ausschnitt man dann jeweils aufnehmen kann und das mit den eigenen Interessen abgleichen. Dabei daran denken, dass man durch das Seeing begrenzt selten mehr als 1 Bogensekunde Auflösung bekommt. Kleinere Pixel/mehr Brennweite enden dann meist als "tote Vergrößerung" - man hat nur bei sehr guten Bedingungen wirklich ein besseres Ergebnis. Dazu ist die Auflösung natürlich auch noch von der Öffnung abhängig. Mit 50 mm schafft man keine Bogensekunde. Mit 200 mm schon....

Ciao, Udo
 
So, Setup ist zusammen gestellt:

Sky-Watcher QUATTRO-8S Optik/Tubus 200/800
Sky-Watcher EQ6-R Pro SkyScan GoTo
Sky-Watcher SynScan Wi-Fi Modul
Sky-Watcher 2" Aplanatischer f/4 Koma Korrektor
Baader Wide-T-Ring Sony E/NEX Bajonett
ZWO ASI 120MM mini (mono) Nachführ-/Kamera
Sky-Watcher EVOGUIDE-50ED
Vixen/JCC Auslösekabel S für Sony
Baader Okular Hyperion 8-24mm Zoom MARK IV

Bin gespannt, wenn alles da ist ;-)
 
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