Tips für f/10 SCT

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DarkroomDuck

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Robin und ich bin ein absoluter Frischling im Hobby.
Ich habe seit gestern ein Celestron mit 6“.

Nun habe ich mich ausgiebig informiert und as es für Zubehör gibt, doch bin ich sehr verunsichert bei der Brennweite f/10.
Ich habe gehört, dass eine große Vergrößerung damit keinen Sinn macht und mehr als 10mm verschwendet sind, da es zu dunkel wird.
Ist das korrekt?
Welche Nachteile habe ich mit einen f/10 außer das Astrophotografie keinen Sinn macht ( habe ich nicht vor)?
Welche Okulare machen Sinn?

Vielen Dank für die Hilfe.

MfG
der Frischling
 
Hallo,

f/10 ist eigentlich ein gutmütiges Öffnungsverhältnis. Natürlich ist SC nicht das ideale Gerät für weite Felder. Offene Sternhaufen und ähnliches beobachtet man besser mit dem Fernglas oder einem kleinen Linsenteleskop mit kurzer Brennweite.
Sonst kann so ein C6 aber eigentlich alles, nicht so gut wie die Spezialisten aber hinreichend gut. Das ist so wie bei einem Kombi bei den Autos.
Mond und Planeten kannst du mit viel Freude beobachten. Bei einer Brennweite von 1 Meter 50 kommst du mit einem 10mm Okular schon auf 150fache Vergrößerung. Bei guten Bedingungen kannst du sicher bis über 200fach gehen. Diese Bedingungen sind bei uns aber sehr selten. Mit einem Okular langer Brennweite (40mm oder 32mm) passt noch schön der ganze Mond ins Gesichtsfeld. Ich beobachte deutlich öfter mit schwacher Vergrößerung und habe seit 60 Jahren viel Spaß dabei. Die bei mir theoretisch möglichen hohen Vergrößerungen über 200x kommen vielleicht 5 mal im Jahr zum Einsatz.

Arbeite dich mit deinem Gerät ordentlich ein. Beschaffe dir VIELLEICHT ein paar zusätzliche Okulare je nach Bedarf; f/10 ist in Bezug auf Okulare sehr gutmütig. Normale Plössl oder RK Okulare tun es erst mal völlig. Du wirst viele Jahre zu tun habe, um das Gerät halbwegs auszuschöpfen.

CS Gerhard
 
Hallo,
ich habe Celestrons mit 5, 6 und 8 Zoll. An allen funktionieren Okulare von 4 bis 40mm wunderbar. Mit dem C6 kann man in hoher Vergrösserung sehr gut Planeten, Mond und auch Objekte wie Kugelsternhaufen sehen, es ist überhaupt nicht zu dunkel dafür! Sogar mit einem Binokularsnsatz kann man damit gut beobachten.
viele Grüße
Maximilian
 
Vielen Dank für die Hinweise.

@Gerhard was sind RK Okulare, Plössel kenne ich schon. Ein 40mm von Celestron war dabei und ein Kellner 25mm.
Leider ist es hier im Norden aktuell wolkig deshalb konnte ich noch nichts konkret ermitteln.
Ich hatte Explorer Scientifc zu Erweiterung im Auge, weil die nicht zu teuer und nicht zu günstig sind.

@maximilian Vielen Dank für den Hinweis, das ich mir da keine Sorgen machen muss.
Welche Okulare empfiehlst du? Ich habe gehört, man sollte ein Set von 5 Okularen haben für die unterschiedlichen Situationen.

Ich freue mich schon, wenn das Wetter mitspielt.

Dankbare Grüße
Robin
 
Hallo Robin,

willkommen im Forum :y:.

Ich besitze selbst einen C8 und habe auch vor dem Kauf gelesen das so ein SC alles kann, aber nichts g'scheit.
M.E. alles Blödsinn.
Wie hier schon geschrieben, habe ich auch keinerlei Probleme mit den Okularen.
So ein SC ist halt nix für Weitfeld, aber dafür schafft man sich solch ein Teil auch nicht an.
Dafür nehme ich halt, wie schon erwähnt, einen Refraktor, 120/600 oder 120/1000.
DeepSky im Detail geht da schon gut mit solch einem SC. Ebenso Planeten und nicht all zu große DeepSky-Objekte.

Mit einem guten Reducer extra für den SC gerechnet bringt Dir auch mehr DeepSky.
Da bitte wirklich auf Qualität achten und passend für Deinen SC gerechnet.

Astrofotografie und/oder EAA werden dann schon etwas kniffeliger. Aber es geht auch.

Lass Dich nicht beirren, SCs sind feine Teleskope.
Ein paar Dinge muss man halt beachten.
An die Auskühlzeit denken und ich würde zu einer Taukappe raten. Erstmal als Tauschutz für die Schmidt-Platte und eben auch als Streulichtschutz.
Was eventuell auftreten kann ist das Spiegelshifting, verkippen des Hauptspiegels. Aber so weit ich weiß, ist das bei den neueren Modellen kaum noch ein Thema. Da ist viel in den letzten Jahren an der Mechanik und Führung des Hauptspiegels beim Fokussieren bei den Herstellern getan worden.
Was schön ist bei den SCs, die brauchen keine exorbitant große Montierungen. Dadurch wird die Montierung nicht so schwer, der Tubus eines SC ist schön kurzbauend. Ich packe den auf eine Alt/AZ GoTo Montierung. Kein Einnorden, intuitiv zu bedienen.
Alles in allem gut transportabel.

Du wirst viele Jahre zu tun habe, um das Gerät halbwegs auszuschöpfen.
:y:
so ist es!

Für den Start würde ich ein Okular für die Übersicht/Finden anschaffen (32mm und >), eines für die mittlere Vergrößerung (17mm bis 24mm) und eines für die hohe Vergrößerung (8mm bis 14mm). Dann nach bedarf die Lücken dazwischen auffüllen.
Ich nutze, wenn ich kein EAA mache, Hyperions und Omegon RedLine Serie.
Unter 8mm bis 6mm würde ich nicht gehen. Dafür sind es einfach zu wenig passende Abende/Nächte in D'land. Das Geld für diese höchst Vergrößerungen sparen und in Höherwertige anderen darüber liegenden Brennweiten investieren.

In diesem Sinne viel Spaß mit Deinem SC :coffee:.
 
Hallo Robin,

RK Okulare sind reversed Kellner. Bei den Kellner Okularen (früher in einfacheren Ferngläsern sehr gebräuchlich) handelt es sich um eine achromatische Weiterentwicklung des Ramsden Okulars. Zuerst kommt im Strahlengang (vom Objektiv aus gesehen) eine Plankonvex Linse, die Augen Linse ist ein verkitteter Achromat. Beim RK ist das umgekehrt, der Achromat ist dem Objektiv zugewandt. Während Kellner Okulare bei der Verwendung von Zenit Prismen oft Reflexe geben, weil zwei Planflächen (Prisma und Feldlinse) einander zugewandt sind, wird dies bei den RK vermieden. Oft werden die RK auch als "Super" vermarktet. Sie sind preiswert und für das CS gut geeignet. An 10mm Brennweite könntest du sicher viel Freude haben.

CS Gerhard
 
@ Linsensuppe
Vielen Dank für den ausführlichen Text.
Das der leicht zu transportieren ist war für mich klar ein Kaufkriterium, da wir relativ viel verreisen, auch an abgeschiedene Orte.
Ich werde erstmal die beiliegenden Okulare probieren. Einen Mondfilter habe ich schon mal bestellt und den Rest wie Okulare, Reducer und Taukappe (guter Tipp) werden Stück für Stück kommen.

@Gerhard vielen Dank für die sehr ausführliche Erklärung. Ich fühle mich wirklich gut beraten und werde mich auf jeden Fall noch genauer mit den Pkularen befassen.
 
Bis so 6,5mm Okularbrennweite kann man dem C6 schon zutrauen, und 200x gehen noch recht regelmäßig.
Was extrem was bringt ist ein Binokularansatz.
Wichtig, auch beim SC einen GWK nutzen, obwohl der Backfokus reicht, denn sonst vignettiert die Öffnung.
Bei F/10 funktioniert ausnahmslos jedes Okulardesign am Markt ohne Probleme, du hast also freie Auswahl.
Achte nur auf einen guten Augenabstand.

LG
Olli
 
Wie wäre es mit dem APM Super Zoom?
Ja, sind 400€, ABER du ersetzt damit ganze 3 Okulare. Am C6 hast du damit einen Zoom Bereich von 100x bis 200x, perfekt match würde ich sagen.
Und es ist das einzige Zoom welches konstant 70° hat, es hat bei 15,4mm mehr wahres Feld am Himmel als das Hyperion Zoom bei 24mm.

LG
Olli
 
Von den Zoom Okulare. Habe ich schon gehört. Dachte aber immer das die wie Ganzjahresreifen sind. Kompromisse in allen Bereichen. Ich schaue mir das aber gerne mal an.
Ein Bino steht erstmal nicht ins Haus, das ist etwas früh ;)

Was ist ein GWK?
Vielen Dank für die Tips.
 
N'abend zusammen,

scheinbares Feld bei 7,7 mm 67° und bei 15,4 mm 66°

Eigengesichtsfeld in ° = 24mm = 48°; 8mm = 68°.

Das Hyperion Zoom ist bei uns im Fundus.
Allerdings noch nicht am C8 ausprobiert, nur am kleinen 80/400 FH. Da hat es mich schon überzeugt. War bis dahin immer etwas skeptisch gegenüber Zoom's.
Aber, OK, Okulare sind nicht (mehr) so mein Thema, da hauptsächlich die Kamera am OAZ hängt.
 
Von den Zoom Okulare. Habe ich schon gehört. Dachte aber immer das die wie Ganzjahresreifen sind. Kompromisse in allen Bereichen.
Das dachte ich früher auch, bis das APM kam...
scheinbares Feld bei 7,7 mm 67° und bei 15,4 mm 66°
Das galt wohl für das Test sample bzw vor-serien Exemplare.
Es hat bei 15,4 einen hauch weniger SGF als bei allen anderen Brennweiten, ja.
Es hat bei 15,4 sehr viel mehr als das UFF 24 (65°) und immernoch einen Tick mehr als Hyperion 24 und Panoptic 35 (beide 68°).
Es hat etwa deckungsgleiches Feld mit dem Hyperion Aspheric 36, welches mal mit 69° gemessen wurde und mit 72° angegeben ist.
von 14-7,7 hat es genauso viel wie Omegon SWA und William Optics SWAN, also 70°.
Eigengesichtsfeld in ° = 24mm = 48°; 8mm = 68°.
Das Baader wurde bei CN mit 43° bei 24mm gemessen, außerdem hat das Baader Kissenförmige Verzeichnung, das APM nicht.
Hatte beide nebeneinander, glaub mir, das APM zeigt mehr wahres Feld.

Die Randschärfe des APM ist schon bei F/7,5 super.

LG
Olli
 
Hatte beide nebeneinander, glaub mir, das APM zeigt mehr wahres Feld.
glaube es Dir ja :D.
Die Daten habe ich von den Herstellerseiten.
48° ist nicht gerade üppig, das stimmt wohl.
Wollte auch nur zum Ausdruck bringen, wie bei Dir wohl auch mal so gewesen,
Das dachte ich früher auch, bis das APM kam...
das meine Skeptis zu Zoom's mittlerweile gemindert ist.
Aber wie gesagt, mein linkes Auge schaut selten durch ein Okular.
 
Hallo,

ob das APM Zoom ein oder zwei Grad SGF mehr oder weniger hat ist ein Streit um des Kaisers Bart.

Wenn man schon vergleicht, dann muß man auch die gleichen Okularbrennweiten vergleichen , also beim Baader 8 - 16mm. Bei 16mm sind 58° sGF angegeben. Natürlich hat das APM Zoom mehr SGF, kostet auch das 1,5 fache. Die 20mm und 24mm beim Baader betrachte ich als kostenlose Zugabe.;)

Gruß Uwe
 
Hallo!
@maximilian Vielen Dank für den Hinweis, das ich mir da keine Sorgen machen muss.
Welche Okulare empfiehlst du? Ich habe gehört, man sollte ein Set von 5 Okularen haben für die unterschiedlichen Situationen.
Hier bin ich noch eine Antwort schuldig! Für den Anfang würde ich eine Reihe von einfachen Plössl Okularen empfehlen in der Abstufung 5, 10, 20 und 40mm (plus/minus ein paar Millimeter). Das gibt es auch von Celestron in einem Köfferchen, die Preise dafür sind inzwischen leider explodiert. Manchmal findet man diese Sets noch bei eBay für einigermaßen vernünftige Preise. Ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis haben die Okulare von Svbony, von denen es ein kleines Set für 67 Euro gibt (Svbony Teleskop Okular Set 1,25 Zoll – 62° Asphärisch & Leichtgewichtig : 4 mm 10 mm 23 mm – Germany SvBony).

Wenn Du dann herausgefunden hast, in welchen Brennweitenbereichen Du besonders gerne beobachtest, kannst Du Dir dafür bessere Okulare kaufen. Bei mir ist das z.B. ein Celestron Luminos in 10mm, ein Satz Baader Eudiaskopische Okulare in 30mm für den Binokularansatz (die gibt es allerrdings nicht mehr neu, alternativ sind auch die Hyperions sehr gut) und ein Televue Nagler in 4,8mm für hohe Vergrösserungen. Solche Vergrößerungen sind selbstverständlich auch mit dem C6 gut möglich, das Nagler braucht aber schon eine besonders dunkle Umgebung dafür. Relativ häufig verwende ich auch auch „FlatField EF“ Okulare aus China, die es unter diversen Herstellernamen gibt. Meine heissen „Orbinar“ es gibt sie aber auch z.B. von TS. Das mit 19mm verwende ich häufig. Das Gesichtsfeld ist nicht sehr groß, aber das Bild ist hell und absoltut scharf bis zum Rand.

Auch mit einem Hyperion Zoom machst Du nichts falsch. Könnte eine Alternative zu einer abgestuften Serie von Einzelbrennweiten sein. Wir haben eines am Sonnerfernrohr in unserer Sternwarte das ich bei öffentlichen Führungen auch schon an meinem C8 und C6 verwendet habe. Funktioniert prima!

Viele Grüße
Maximilian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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