Seeing Vorhersage

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praktikant

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Hallo,

Gestern war laut meteoblue die Seeingvorhersage sehr schlecht, Index 2/1 und 2-3 Bogensekunden.

Tatsächlich war es hervorragend ruhig und stabil bei wechselnder Transparenz. Auflösung besser als 1.2 Bogensekunden was ich aus der Beobachtung verschiedener Doppelsterne schließe.

Es war aber auch schon oft umgekehrt sehr gute Bedingungen vorhergesagt und dann oft hochfrequentes Seeing.

Wenn ich Zeit zum Beobachten habe hole ich meinen Vierzöller auf die Terrasse und teste erstmal das Seeing. Wenn das schon nix is und Deep Sky wegen Mond etc. auch nix geht lass ich es dann für den Abend.

Wie macht ihr das?

cs Alex
 
Hallo Alex,

ja ich finde auch, dass sie Prognosen eher Glücksspiel als Vorhersagen sind.
Ich nutze noch Skippysky aber nichts geht über die eigene Kontrolle.

Zum Glück lagere ich meine Teleskope kühl, sofort einsatzbereit.

Gruß,
Holger
 
Ich hatte gestern sogar Tagsüber regelrechtes Standbildseeing an der Sonne.
Lag wohl am Schnee, wenn einfach das Licht reflektiert wird statt die Oberflächen zu erwärmen.

LG
Olli
 
Meteblue hatte gestern für meinen Standort Seeingkatastrophe vorausorakelt, 7timer ein durchschnittliches Seeing. In der Dämmerung war es tatsächlich schlecht, nach Sonnenuntergang noch schlechter. Wenn die Sterne im Zenit flimmern, fang ich gar nicht erst an.

Beste Grüße,
Micha
 
Hi Leute, ich verwende fürs Seeing Meteoblue, aber nicht mal die Betreiber konnten mir wirklich darlegen was die Indici bedeuten sollen, eher halt ich mich an die Bogensekunden und an den Jetstream, stimmt aber oft nicht mit dem Seeing zusammen. Zusätzlich schau ich mir den Strömungsfilm für Europa an.
CS Mike
 
Danke für eure Antworten.
@ Mike: auf was achtest du bei dem Strömungsfilm?

cs Alex
 
Je dichter und schneller die Pfeilchen über das Murtal in den Alpen ziehen, desto mieser das Seeing bei mir.
CS Mike
 
Bei uns in Norddeutschland haben wir meistens bei viel Wind schlechtes Seeing aber da es dann ohnehin viel wackeln würde bleibe ich meisten zu Hause.
Neulich wollte ich meine neue IOptron Montierung mit Ipolar einnorden. Laut Meteoblue keine Wolken für den Abend angesagt . Kaum alles aufgebaut , da wurden es immer weniger Sterne aufgrund von Bewölkung . Ein erneuter Blick auf die Apps ergab eine dünne Wolkendecke von ca. 1 Stunde Dauer; es wurden aber 4 Stunden….Abends um 23.00 Uhr dann endlich clear sky und schnell wieder die dicken Sachen angezogen und alles feinjustiert wieder aufgebaut . Als letztes dann noch den Laptop wieder hochfahren und : Akku leer !!
Auf Kachelmannwetter.com gibt es ja eine Vorschau auf den Wolkenfilm aber die liegt leider genauso oft daneben wie Meteoblue oder Ähnliche Prognosen!
 
Eine Wolke am Abend verdirbt meist die ganze Nacht. Wolkenauflösung im Zuge der Dämmerung ist immer ein Garant für gute Nächte. Das Flimmern der Sterne zeigt das seeing auch sofort, ohne eine App bemühen zu müssen. Wind und schnell sinkende Temperaturen ebenso.
VG Frank
 
Ohne das empirisch festgehalten zu haben, habe ich auch das Gefühl, dass das Seeing besser ist wenn es über den Tag / Nacht wenig Temperaturschwankungen gibt.

Die Beobachtungen vom Wochenende spricht aber dagegen und es war auch relativ windig, trotzdem gutes Seeing.

Ob und wie sich Luftfeuchtigkeit auswirkt kann ich auch nicht sagen bzw. keine klare Tendenz erkennen. Ich hatte zum Beispiel bei sehr wenig Transparenz, fast schon Nebel, bestes Seeing. Es war aber auch schon genauso gutes Seeing und klarer Himmel und trockene Luft.

Was sich tatsächlich immer als schlecht erwiesen hat waren durchziehende Wolken, seien es auch nur hohe Cirren.

cs Alex
 
Ja richtig, dünner aufkommender Nebel ist meist ein Indikator für gutes Seeing bei mir im hocliegenden Alpental. Das ist oft auch Bangkok das Problem schildern Kollegen: Seeing bis S7-S10, aber man kann es nicht immer gut nutzen wenn die Transparenz durch Nebel nicht mitspielt.
CS Mike
 
ja ich finde auch, dass sie Prognosen eher Glücksspiel als Vorhersagen sind.
Tja, das Charakteristikum einer Vorhersage ist, das es immer nur eine Prognose ist. :giggle::sneaky:

Ich gleiche gerne verschiedene Vorhersagen ab, gucke dann auch mal raus, welche Wolkenarten grade da sind und wie sich verhalten. Wenn ich dann eine Diskrepanz zw. Vorhersage und eigenem Eindruck habe, kommen folgende Helferlein zum Einsatz:
CS (selten war es passender als jetzt)
Uwe
 
Wobei die eine oder andere Bauernregel gute Vorhersagen und treffend formuliert und einprägsam ist.....ganz ohne Äpp!

"Reif und Tau macht den Himmel blau."
VG Frank
 
Auf Kachelmannwetter.com gibt es ja eine Vorschau auf den Wolkenfilm aber die liegt leider genauso oft daneben wie Meteoblue oder Ähnliche Prognosen!
Bei den Wolken habe ich für mich gute Dienste gefunden. Am Tag hift der ARD Wolkenfilm. Dann später ca. 1 bis 2 Stunden vorher wird es genauer mit dem Wetterradar von Wetteronline. Für mich ist das in Sachen Bewölkung die beste Seite.

Gruß,
Holger
 
Hallo in die Runde!

Aus Erfahrung heraus halte ich Seeing-Vorhersagen nur für beschränkt verwendbar, weil hier immer wieder lokale Faktoren hereinspielen, ganz anders als bei der Bewölkung. Klar, es gibt bestimmte Wetterlagen, die immer mit wabernder Luft einhergehen, aber immer wieder fällt mir bei andauernder Beobachtung auf, wie sich das Seeing innerhalb von wenigen Minuten drastisch verbessern oder verschlechtern kann.

Besten Gruß,
Stefan Korth
 
Zwei Dinge noch zum Thema:

1. Unter https://youtu.be/w-ynvIFREWg habe ich ein Video geparkt, bei ich einmal über ca. 15 Minuten hinweg im nächtlichen Sauerland sich verändernde Bodentemperaturen per Wärmebildkamera abbilden konnte. Das ist natürlich nicht direkt die Temperatur der darüberliegenden Luft, aber ihren Einfluss auf die Bodentemperatur kann man klar erkennen. Ganz sicher hat das einen Einfluss auf Luftunruhe. Der Standort nahe Winterberg ist lange nach Dämmerungsende erfasst worden, als Hiimmelsbeobachter hätte man da schon "ausgewogene" Verhältnisse erwarten können.
2. Diesem Beitrag hänge ich exemplarisch einmal den Bodentemperaturgang über 45 Minuten an, das habe ich während einer klaren Nacht vermessen (ohne, dass ich im Garten gestanden bin ;-) ). An dem (parallelen) Temperaturverlauf an drei verschiedenen Messpunkten kann man erkennen, dass die Änderungen schon auf einer Skala von mehreren Metern abgelaufen sind und eben den gesamten Beobachtungsort = Garten beeinflusst haben.

CS,
Stefan
 

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Bei mir in Österreich unmittelbar nördlich der Alpen ist im Winter Fön ein sicherer Garant für grottiges seeing. Blinkende Sterne bis weit rauf sind für mich auch gleich ein KO-Kriterium. Insgesamt finde ich meteoblue ganz gut. Ich schaue nicht auf die Bogensekunden sondern vor allem auf den Jetstream und die Bad layers. Das in Zusammenschau mit einer Satbild-Animation bzw einem Strömungsfilm ergibt schon ein gutes Gesamtbild für die Einschätzung.
 
Hi, das mit dem Fön ist auf der Deutschen Seite genauso. Brim Studium war ich in München und Fön war immer gut für Biergarten und Lange draußen sitzen aber nicht fürs Seeing.

cs Alex
 
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