Skywatcher Heritage 150/750

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Bernie09

Neues Mitglied
Hallo Leute
Bin neu hier und ein absoluter Anfänger was die Astronomie anbelangt.
Zu meiner Person, bin seit einiger Zeit Rentner und habe daher mehr Freizeit zur Verfügung .
So dachte ich mir, leg dir doch ein neues Hobby zu, die Astronomie.
Um nicht gleich als Anfänger Unsummen an Geld auszugeben, habe ich mir ein gebrauchtes
Skywatcher Dobson Heritage 150/750 zugelegt.
So, nun zu meinen Anfängerfragen:
Bei meinen ersten Himmelsbetrachtungen mit den beiden 10 und 25 mm Okulare konnte ich den Mond mit seinen Kratern
gut erkennen, was mich auch erfreut hat.
Aber, nun zu meinem Problem.
Die Venus und auch Jupiter stehen in den letzten Nächten schön am westlichen Himmel.
Venus und Jupiter mit meinem Skywatcher angepeilt, doch was ich bisher zu sehen bekommen habe , war für mich enttäuschend. Die Venus war nur ein runder, heller , flackernder Planet, keine Venus wie ich sie mir vorstelle.
Als absoluter Anfänger frage ich mich natürlich, erwarte ich zuviel , was mache ich falsch, kann es an dem Skywatcher liegen oder an den Okularen, kann man mit dem vorhandenem Material nicht mehr erwarten.
Es war klarer Himmel , Skywatcher war lange ausgekühlt.
Ich wäre dankbar für Eure Antworten.
Gruß Bernd
 
Hallo Bernd,
Du beobachtest Visuell. Dein Fehler ist, das du dich an Astrofotos von Planeten ranziehst, die mit viel Technik zur Astrofotografie erstellt wurden. Visuell darfst du nicht zu viel erwarten, keine schöne bunten Nebel und Galaxien.
 
Hallo Bernie,

nein, bestimmt nicht.

Mit einem 150/750 Newton habe ich auch angefangen.
Da ist für den Start ein schönes Instrument und zeigt Dir schon einiges an Planeten und auch Deep Sky.

Wie Klaus / @Heliklaus schon schreibt, verabschiede Dich von den schönen bunten Bildern die Du so kennst und im Kopf hast. Da oben ist alles schwarz/weiß/gräulich im rein visuellen Bereich.
Im visuellen Bereich liefern Mars, Jupiter und Saturn Farbe und mit Übung auch die anderen.
Mit Übung und Erfahrung gehen auch der ein oder andere Nebel, aber wirklich nur mit viel Übung.

Alles andere, also fast alles ist schwarz/weiß.
Schau Dir mal hier im Forum die Zeichnungen an, da bekommst Du ein Gefühl dafür was Dich erwartet.

Für Planeten brauchst Du auch mehr Brennweite, dabei aber die Öffnung nicht vernachlässigen.
Oder Du arbeitest mit einer Barlow-Linse, g'scheit kosten aber.

Schau mal au diese Seite:
astronomy.tools
dort kannst Du mit den Daten deines Teleskop und der Okulare ein Gefühl dafür bekommen was so geht.
Da kannst Du auch Barlow-Linsen eingeben.
Und eben die erwähnten Zeichnungen hier im Forum, da aber auf die Angaben mit welchem Teleskop beobachtet wurde achten.
 
Nee, du verstehst nicht richtig.
Du betreibst visuelle Astronomie. Die bunten Bilder von Planeten, Nebel, Galaxien sind das Ergebnis von Astrofotografie.
Du kannst mit deinen Augen nachts nicht farblich sehen.
Galaxien wirst du durchs Okular nur als Wattebausch sehen.
 
Hallo Bernd, nein, das ist ein super Instrument für den Anfang!

Ungeeignet sind die menschlichen Augen als "Detektor"

Planeten im Teleskop: Erwartung & Realität

DeepSky im Teleskop: Erwartung & Realität

Lass Dich nicht entmutigen, geerdet haben wir Dich nun erstmal, jetzt geht das echte Entdecken los und ich kann Dir versprechen es wird großartig!
Ich habe ein Heritage 130/650 als Teleskop für "Einfach und Unkompliziert" und liebe es mich mit dem Instrument im Sommer nachts auf die Decke auf die Wiese zu setzen und durch die Milchstraße zu schnarchen auch wenn meine Präferenzen mittlerweile fast ausschließlich Richtung Fotografie gehen.

CS, Ralf
 
Ein Newton muss schon mehr oder weniger regelmäßig justiert werden. Wenn er recht häufig transportiert wird erst recht.
Die Kollimation.
Hier im Forum mal stöbern wie das funktioniert.
 
Erstmal danke für Eure Antworten.
Werde dranbleiben und weiter üben.
Könnte es aber auch sein , dass die Spiegel verstellt sind ?
Befasse dich auch mal mit Seeing und Fokus.
Wie gesagt, visielle Beobachtung iss ne andere Welt, wie Astrofotografie.
Das Hauptproblem sind deine/unsre Augen. Die können nachts nicht viel.
Da fällt mir noch was ganz wichtiges, oder besser gesagt, das wichtigste bei der visuellen Beobachtung ein:
Nachtadaption.
Wenn das nicht gegeben ist, dann kannste alles vergessen.
 
Hallo Bernd,
herzlich willkommen beim schönsten Hobby der Welt und hier im Forum. Dass du mit einem kleinen Dobson anfängst, ist erstmal vernünftig. Dass du allein anfängst ist definitiv nicht vernünftig. Ich rate dringend dazu, eine Volkssternwarte/Astroverein in der Nähe zu besuchen. Dort triffst du Astrokollegen, die sind alle hilfsbereit, und du kannst mit verschiedenen Fernrohren beobachten. Dann siehst du selbst, was geht und wie die Planeten in sehr guten und größeren Fernrohren aussehen. Gemeinsam macht Astronomie mehr Spaß und du musst doch nicht alle Fehler selbst machen, die andere auch schon gemacht haben. Ich wünsche dir einen guten Einstieg.
CS Harald
 
Hallo Harald,
auch Dir danke ich für deine Antwort.
Ich wohne auf dem Land , 30 KM von Bremen entfernt,
mal schauen was sich da machen lässt.
CS Bernd
 
Hallo Bernd,

herzlich Willkommen und Glückwunsch zu deinem Teleskop.
Das Problem bei dir ist, dass die Vergrößerung der mitgelieferten Okulare zu gering ist.
Dadurch sind die Planeten oder der Mond sehr hell und du kannst nur wenige oder keine Strukturen erkennen. Zu viel Licht auf der Netzhaut.
Üblicherweise nutzt man für Planeten und Mond Okulare mit höherer Vergrößerung, um dadurch auch die Helligkeit zu reduzieren. In deinem Fall und mit deinem Teleskop wären das dann Okulare mit 4, 5 oder 6 mm Brennweite.

(Brennweite Teleskop/Brennweite Okular
750/25 = 30x
750/10 = 75x
750/5 = 150x)


Was du ausprobieren kannst, wenn es in deinem Zubehör dabei ist, ist den "Mondfilter" vor das 10 mm Okular zu schrauben. Im Idealfall dämpft er die Helligkeit, erhöht den Kontrast und eventuell werden Strukturen sichtbar. Allerdings ist der Filter von unterirdischer Qualität.
Es ist eher eine Notlösung, sollte also keine Dauerlösung werden. Mit Qualität ist die Abbildung sehr viel besser.
Auch die Zeit für Jupiterbeobachtungen ist vorerst leider vorbei. Er steht abends schon sehr nah am Horizont, was die Abbildung zusätzlich negativ beeinflusst.


Wenn dein Teleskop per Post zu dir gekommen ist, kann es wahrscheinlich dejustiert sein.

Für die Justage gibt es verschiedene Anleitungen im Internet.
Bevor du justieren möchtest, kannst du zunächst ein Foto mit dem Schlautelefon durch die Justierkappe machen und hier hochladen. Wie das Foto aussehen sollte, kannst du unter dem Link unten nachlesen/sehen.
Vielleicht ist es noch nicht so schlimm. Wenn das Teleskop vorher vom Händler ordentlich justiert wurde.

Anleitung

Für die Justage
Der Tubus (das Rohr) sollte waagerecht stehen, damit kein Werkzeug auf den Hauptspiegel fallen kann.
Werkzeuge
- Justierkappe
- Schraubendreher
- 2,5 mm Innensechskantschlüssel oder Bit (Inbus)
- weißes Blatt Papier
- beim ersten Mal, Geduld und Ruhe (◕‿◕)

Den Vorschlag von Harald empfehle ich dir auch.


Viele Grüße und einen klaren Himmel

Thomas
 
Die Venus war nur ein runder, heller , flackernder Planet, keine Venus wie ich sie mir vorstelle.
Die Venus ist am Nachthimmel sehr hell und überstrahlt dann bei der Beobachtung.

Starte da früher, wenn es noch hell ist, dann wirst du die Sichel viel besser erkennen können.

Zum Auffinden und Planung hilft die Freeware Stellarium.
Dort kannsst du auch dein Teleskop und die Okulare eingeben und die Objekte dann in der Okularansicht ansehen, sehr nützlich.

Ein Okular für höhere Vergrößerung mit ca. 5-6mm solltest du einplanen. Vielleicht auch vom Gebrauchtmarkt.
Preis-Leistung finde ich da die Planetarys oder Gold / Blaukante nicht schlecht.

Gruß,
Holger
 
Moin,

ich weiß jetzt nicht was die anderen so beobachten, aber bei mir ist der Mars orange bis rot, der Jupiter hat braune Streifen und einen großen roten Fleck, Sterne sind schonmal orange, gelb oder blau und Gasnebel meistens grün. Letzteres zugegebenermaßen durch den Einsatz eines OIII-Filters. Am Ringnebel sehe ich außen manchmal ohne Filter noch einen roten Bereich, eindeutige blau-grünliche Farben geben helle, kleinere planetarische Nebel bei geringer Vergrößerung her.

Also völlig schwarz-weiß ist das nicht. Den Detailreichtum von Fotografien kann man aber mit den Augen nicht erreichen, weil Auge und Hirn so entscheidende Funktionen wie Langzeitbelichtung, Stacking und Stretching nicht einprogrammiert wurden. Was man immerhin trainieren kann, ist dem Gesehenen zu glauben. Wir sind eher darauf geübt, schwachen Kontrasten und Dingen, die nur kurz auftauchen und dann wieder verschwinden oder undeutlich werden, nicht zu trauen bzw sie zu ignorieren. Wenn man das abgestellt hat, nennt man das dann teleskopisches Sehen.

Die Venus ist im Moment noch etwas klein zur Beobachtung, da braucht man auch Glück mit dem Seeing und ich würde da schon auf 150x oder mehr vergrößern. Die Zeit für Jupiter ist erstmal vorbei würde ich sagen. Dafür kommt er im Herbst um so schöner wieder.

VG Klaus
 
Hallo Bernd,

Willkommen im Forum.

Der Heritage 150/750 war auch mein erstes Teleskop und es ist ein Allround-Teleskop, d.h. man kann es für vieles einsetzen,
aber in keiner Disziplin belegt es den Spitzenplatz.
Für den Anfang also genau richtig !

Neben Planeten und Mond solltest du auch mal nach (farbigen) Sternen (manche flackern), Doppelsternen (da gibt es auch farbige) und Sternhaufen Ausschau halten.
Bei 92x Vergrößerung konnte ich mit dem 150/750 den Saturn-Ring gut vom Planeten trennen und beim Jupiter konnte ich neben den Monden auch die Querringe von Jupiter selbst erkennen.

Ein Newton am besten immer vorher justieren.
Mit einer Justierkappe (Filmdose mit Loch oder bei TS kaufen) und danach am Stern intra- und extrafokal nachjustieren.
Hast du nachgeprüft ob der Fangspiegel richtig justiert ist ?

Viele Grüße

Alexander
 
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