Trapez im Orion: Sichtbarkeit der Komponenten E und F

spaceWolfi

Aktives Mitglied
Für die Profis unter euch wohl keine grosse Neuigkeit, für manch Anfänger/leicht Forteschrittenen visuellen Beobachter könnte die Frage interessant sein: "Ab wann sieht man die Komponente E und F der Trapezsterne im Orionnebel?"

Nun, ein unterstes Limit kann ich auch nicht angeben, allerdings mit folgendem Equipement/Bedingungen geht es:

12" Gitterrohrdobson, 10mm Ethos, recht "gutes" Seeing (hab kein objektiven Messungen dazu), 1300m Seehöhe.

Ich hatte diese beiden Komponenten noch nie gesehen, erst als mich ein Sternfreund aktiv darauf aufmerksam gemacht hat. Die Komponente F war noch ein bisschen schwieriger: also mit 143x facher Vergrösserung sehr schön sichtbar , dann noch mit 286x (2x Barlow) gings auch, die Bildästhetik gefällt mir mir 143 besser.

Derzeit sind die Bedingungen für das Trapez ja sehr gut.

Falls noch nie probiert, lohnt es sich schon ....

CS, SpaceWolfi
 
Hallo SpaceWolfi,

Das Seeing ist der entscheidende Faktor. Bei Idealbedingungen habe ich E und F im TSA 120 sicher und im 92er E sicher und F blickweise gesehen. Neulich bei durchschnittlichen Bedingungen im 115er Bino war E zu sehen. F hat sich versteckt.

CS Jochen
 
Moin! Ich konnte sie mit einem 4" Apo sehen. Gutes Seeing ist Pflicht!
Gruß, Michael
 
Hallo "Wolfi",
mir ist eine Sichtung mit dem C11, plus UHC-Filter, bei Vergrößerungen >230x erinnerlich (12mm, bzw. 9mm OR-Okulare). Allerdings kann ich keine Angaben zu den Seeing-Bedingungen machen, da ich seinerzeit (Jan. 2022) keine Notizen dazu machte.
Ich denke, unobstruierte Teleskope sind da im Vorteil und...
...macht aber Freude, wenn man's mal gesehen hat:giggle:.

Grüße
Uwe
 
Hallo SpaceWolfi,
ist zwar nicht visuell, aber mit 6" ging es fotografisch letztes Jahr bei gutem Seeing mal echt gut.
TMB LZOS 152/1200 mit Riccardi 0.75x Reducer, HA Filter und QHY 600, nachgeschärfter Roh-Stack.

r_m42_stacked_center.jpg


LG Michael

EDIT: Wenn ich mich recht erinnere, war das sogar schon ne ganze Ecke nach dem Meridiandurchgang, aber echt ruhige Luft.
 
Hallo Michael,

das ist eine gute Idee... wie lange war da die Einzelbelichtungszeit bzw. wieviele Bilder... hab mir schon mal überlegt vom Dobson aus direkt bilder zu machen...

hier sieht man gleich so viel mehr und interessante Strukturen!
lg, Wolfi
 
Hallo Wolfi,

musste erst noch mal nachschauen, bevor ich Quatsch schreibe...
- Aufgenommen habe ich am 07.03.2022 um 20:30 herum, das war dann etwa 1,5h nach dem Meridiandurchgang, Höhe etwas über 30°
- Ich habe Subs mit 30s aufgenommen, habe aber mit sehr geringem Gain und hoher Fullwell gearbeitet.
- Gestackt hier waren ca. 50 Bilder

Wenn Du mit dem Dobson Deepsky fotografieren möchtest, würdest Du sicher mit kürzeren Einzelbelichtungen und höherem Gain arbeiten, also mehr Richtung Lucky Imaging. Das wäre bei einem Target wie dem Core von M42 sicher kein Nachteil, da könnte man dann sogar noch etwas mehr an Detail rausholen.

Zu dem Thema DS am Dobson könnte Dir sicher Holger (@komposer ) etwas mehr sagen, er benutzt eine manuell nachgeführte Equatorialplatform. Und er hat (wenn ich mich nicht irre) auch schon mal eine richtig gut aufgelöste Aufnahme des Trapezes damit gemacht.

LG Michael
 
Hallo Wolfi,

ja dafür braucht es nicht mal viel Einzelbelichtungszeit. Hier mein Thread dazu, interessant auch weiter unten, das Aussehen im IR Bereich.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

die Öffnung spielt da weniger die Rolle, entscheidend ist das Seeing. Mit dem Vixen 90M Refraktor haben die E+F Komponente schon trennen können. Weiß allerdings nicht mehr, ob mir das auch mit dem 70mm Lidl-Scope gelungen ist.

cs
Lothar
 
Hallo,

das habe ich gersten Abend, ca. 20:00 Uhr, auch mal probiert, die E- und F-Komponenten im Orion zu sehen.
Aufgebaut hatte ich meinen TeleVue NP101-Refraktor. Mit dem Fujiyama 5mm HD-OR (112x) das Trapez wunderschön getrennt. Die Komponente E konnte ich gerade so erahnen, in Bruchteilen von Sekunden meinte ich die E-Komponente sehen zu können, richtig deutlich sichtbar war sie aber nicht. Komponete F war nicht auszumachen.
Allerdings steht Orion jetzt schon relativ tief im Westen, der Meridiandurchgang ist lange vorbei.
Habe dann noch mit der 2x-TeleVue Barlow probiert. In Kombination mit dem 5mm HD Ortho jede Menge Raum zwischen den Sternen im Trapez, die E-und F-Komponenten blieben aber hier im Schleier des recht hellen Abendhimmels verborgen.
Deswegen bin ich weiter zu Jupiter. Dieser war mit dieser "Übervergrößerung" 224x ein toller Anblick. Die Luftruhe trotz leichtem Wind in Bodennähe sehr gut.
GRF war aber auch keiner da.
 
Hallo Wolfi,

je besser das Seeing umso eher gelingt die Trennung auch in kleineren Geräten. Irgendwo in der Größe ca. 4 Zoll dürfte jedoch die Grenze sein um bei besten Bedingungen Erfolg zu haben. Bei größerer (großer) Öffnung sieht man beide Komponenten relativ einfach auch bei deutlich schlechterem Seeing.

Viele Grüße
Werner
 
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