Ist "sehr gute Näherung" und "ERSCHEINT als" nicht vom Sinn her das gleiche?
Ja. Natürlich. Wir meinen sicher beide das Gleiche, aber für mich ist immer wichtig, es so genau wie möglich auszudrücken, wenn man es genau wissen will...

- manche nennen das jetzt Rechthaberei, manche nennen mich pingelig.
Ein Stern IST eben
an seinem Ort keine Punktlichtquelle, auch wenn wir vereinfacht sagen, ein Stern ist eine Punktlichtquelle und ein Nebel ein flächenhaftes Objekt, aber wenn man sich im Kopf Modelle zurechtlegt, dann sollte man alle Fakten irgendwie so einbauen, dass es zusammenpasst.
Ich habe eben mit manchen Modellen Schwierigkeiten, wenn Erklärungen FÜR MICH nicht zusammenpassen. Andere mögen sie als völlig logisch empfinden.
Wenn ich Nebel und Stern betrachte, dann heißt es ja, flächenhafte Objekte haben eine Ausdehnung, ein Stern nicht. Das stimmt ja so pauschal auch nicht, auch wenn wir sicher wieder dasselbe meinen. Ich kann mir jeden Punkt eines Nebels als Punktlichtquelle vorstellen, und dann muss ich feststellen, dass ein Nebel aus Milliarden kleinen "Sternen" besteht, die dann auch keine Helligkeit "verlieren" dürften.
Aber Nebel werden auch flächig abgebildet, und je größer (Brennweite) sie dargestellt werden, um so weiter sind die einzelnen Bildpunkte (wieder Airy-Scheibchen) voneinander entfernt und so treffen weniger Photonen pro Flächeneinheit in der Bildebene auf. Ich brauche bildliche Vorstellungen solcher Vorgänge und Erklärungen, die mir stimmig erscheinen. Letztlich sind alle diese Dinge verkürzt.
Wir landen dann beim Photon, dem Ding, dass uns all das Sternenlicht bringt. Und das ich auch nicht verstehe. Viele denken sich Photonen als Teilchen, die in Sinuskurven schwingend durch das All schwirren. Aber haben Photonen eine "physikalische" Amplitude? Lenken diese "Punkte" oder Wellenzüge aus der axialen Bewegung aus? Auch hier endet meist unsere Vorstellung von der "Wirklichkeit", weil sie Dinge enthält wie Lichtgeschwindigkeit, Raum und Zeit, Wahrscheinlichkeitswellen, Quantenfelder...
Und spätestens da kann sich
@P_E_T_E_R ein besseres mathematisches und theoretisches Bild machen, als ich. Ohne etwas von Maxwell über Feynmann bis zur Quantenfeldtheorie und mehr zu verstehen geht es nicht, und das ist meist formal und nicht philosophisch und anschaulich.
Wir nehmen auch die Beugung am Tubuseingang hin, ohne uns das gut vorstellen zu können, außer mit ein paar Linien und Wellen, dem Doppelspaltexperiment, dem Darstellungsmodell von Huygens und all den schönen Skizzen, die allesamt nur statische Krücken von Vorgängen sind, die sich dem Begreifen letztlich entziehen.
Daher mein verzweifelter Versuch, die Fehler wie auch die Stärken unserer Modelle von der Welt und dem Universum so zusammen zu bringen, dass ICH sie verstehe. Und meist klingen dann unsere einfachen Sätze falsch. Sterne sind Punkte, Nebel sind Flächen. Nun ja. Sehr grob gesprochen.
Physikalisch gesehen kann ich den Photonen-Fluss betrachten, der aus einem bestimmten Raumgebiet kommt, von einem Stern, einem Planeten, einem Nebel... und der durch eine bestimmte Fläche tritt... da wirds halt sehr physikalisch, und für mich kompliziert, aber stimmiger und technisch präziser, als kurze, vereinfachte Betrachtungen, die aber für uns stets hilfreicher und verständlicher sind. Aber eben auch deshalb nicht immer ganz richtig.
lg
Niki