Preise PST

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serpens

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Also ich dachte mir jetzt schon des öfteren, daß so ein PST schon eventuell ein Investment hätte sein können.
Wie ich darauf komme.
Es werden des öfteren auf eBay Kleinanzeigen und anderen Plattformen alte PST angeboten für mehr als sie damals gekostet haben.
Ich weiß man muss ja nicht kaufen.
Hätte man damals nur investiert.
Grüße
Thomas
 
Hast du den heutigen Preis mal zurück nach damals inflationsbereinigt?
Ist es wirklich mehr oder ist nur die Zahl eine größere, aber der Wert dieser Geldmenge dennoch weniger als damals?

LG
Olli
 
Würdest Du ein Haus, was vor 30Jahren gekauft wurde für den selben Preis verkaufen?

In einem Punkt gebe ich Dir aber recht. Die Preise in Der Astroszene sind weit über Inflationslevel explodiert.
Vermute das liegt an der deutlich gestiegenen Popularität unseres Hobbies und der damit verbundenen hohen Nachfrage in den Corona Jahren.
 
Ein gutes Beispiel ist meines Erachtens der MGEN III
Das gute Stück ist ja zwecks Chip Mangel auf horente 1000 Euro gestiegen im Preis. So war damals die Aussage.
Mittlerweile gibt es wieder Chips in Hülle und Fülle.
Aber das Gute Stück kostet immer noch 1000 Euro
 
Auch China hat einen Mindestlohn, und dieser hat 2010 angefangen recht rapide zu steigen, bis heute. Zu Recht, den Menschen sei es gegönnt. Das zahlen wir mit dem Kauf der zum Löwenanteil in China produzierten Ausrüstung natürlich mit.
Die Containerpreise sind auch regelrecht explodiert, steigende Zölle kommen hinzu, auch das zahlen wir alles mit.
Solche Entwicklungen kommen natürlich zusätzlich auf die Inflation noch mit oben drauf.
Die Inflation selbst beträgt übrigens von der Einführung des Euro bis heute bei uns in Deutschland knapp 50%.
Aber trotz gestiegener Preise können sich viel mehr Deutsche heute definitiv umfangreichere und hochwertigere Ausrüstung leisten als noch vor 20 Jahren.
Und letztendlich bleibt es halt ein Hobby.
Ich sehe da für mich keinen Anlass zu Sorge oder Jammer.

LG
Olli
 
Es ist eigentlich normal, typisch und ökonomisch auch richtig wenn in Phasen der Teuerung (ob inflationsbedingt oder anderweitige Kostensteigerungen) die Gebrauchtwarenpreise mit steigen. Geld kann man ja auch in Güter investieren so wie das auch Unternehmen machen.
Wenn die Teuerung 10 Prozent beträgt kann man sich schnell ausrechnen was das in zwei Jahren ausmacht. Damals kostete lange Zeit ein PST neu 800 EUR und fand sich auf dem Gebrauchtmarkt für 450...600 EUR. Heute kostet das PST neu 1200 EUR und gebraucht 700...850 EUR, also unverändert ca. 60...75 Prozent vom Neupreis.

In Zeiten von Teuerung überlege ich kürzer und kaufe Waren schneller wenn ich sie brauche und reduziere meine zur Verfügung stehende Geldmenge. Irgendwann kommt vielleicht ein Kipppunkt und das Ganze schwenkt um in die Deflation mit all ihren Konsequenzen.

VG Oliver
 
Der Punkt ist ganz einfach, Inflation und CORONA hin oder her. Wenn die Nachfrage sinkt, weil der Preis zu hoch gegriffen ist, dann wird auch der Preis wieder sinken, Thema Gleichgewichtspreis. Wie viel Marge zwischen Einkauf und Verkauf drinnen sind, das wissen nur die Händler. Ich habe als Kunde genau so meine Schmerzgrenze, ab der ich eben nach Alternativen suche oder verzichte, unabhängig von der Astronomie. Svbony und Co freuen sich derweil ungestört neuer Beliebtheit im Niedrig und Mittelpreissegment über Amazon und Co. Das läuft dann an den deutschen Astronomie Händlern alles vorbei. Ob das so gewünscht ist bleibt fraglich...

Lieber würde ich mich mal wieder in einer Rabattaktion oder einem Event sehen, wo man auf 3,50€ verzichtet als Händler, aber dafür wieder 'neue Kaufimpulse' setzt für Kunden auf dem deutschen Markt, sofern das irgendwie vertretbar ist. Dafür belohne ich die Händler dann gerne wieder mit Kundentreuheit ;)

Der geteuerte Ladenhüter wird dadurch nicht "begehrter" und nicht gemachter Umsatz nicht besser. Das müssen die Händler einschätzen, ob sie sich das leisten können beim aktuellen Umsatz an dem Preismodell+ festzuhalten. Bei vielen Kunden sinkt die Kaufkraft auch aktuell, weil andere Dinge halt wichtiger zum Leben sind als Hobbies. Sparmanier und Prioritätenwechsel.

In letzter Konsequenz werden die Leute ihr Zeug länger halten, manche gar "pflegen", als es unter anderen Umständen Früher der Fall gewesen wäre. Der Gebrauchtmarkt wird dadurch ebenfalls teurer, auch wenn die Ware nicht jüngerer wird. 10-20 Jahre genutzte Hardware sehe ich auch jetzt schon regelmäßig bei vielen Geräten und Zubehör in der Bucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe nichts schlimmes dabei, sich seine Astronomieausrüstung sorgsam auszusuchen und länger zu halten. Ich sehe in den Foren aber auch Leute, die gleich mit High End Ausrüstung einsteigen, kurze Zeit sehr aktiv sind und dann liest und sieht man nichts mehr.
Den Preis legt doch Angebot und Nachfrage fest und ich wundere mich seit Jahren, wie die Astrohändler so durchkommen. Immerhin sind die Astrhändler seit Jahrzehnten am wachsen und es muss schön eine Menge an Gerätschaften unters Volk gebracht werden, um den vielen Händlern ein Auskommen zu bieten.
Inflation hin oder her, wenn ich sehe, wieviele Caravan und große Busse so vor den Häusern parken, scheint genug Geld da zu sein und da geht es nicht um den 15 Jahre alten Hymerkarren, sonder um modernste Fahrzeuge im gehobenen Preissegment. Urlaubsreisen mit Flug kosten gleich mal das Doppelte und trotzdem sind die Flieger voll. Also Geld ist vorhanden und nicht jeder höhere Preis entsteht durch die böse Inflation, manchmal ist es eben auch nur Gewinnoptimierung, um es mal vorsichtig auszudrücken.
So ein Teleskop für H-Alpha Sonnenbeobachtung ist eben auch was sehr spezielles und leider teures. Früher mal eine Seltenheit und heute fragt jeder Einsteiger gleich danach, wenn es sich mit dem Thema beschäftigt. Vielleicht führen ja die höheren Preise auch dazu, das man sich intensiver mit dem Kauf und der Auswahl beschäftigt und Fehlkäufe minimiert bis man seine Traumausrüstung hat und somit weniger in der Bucht als Resterampe landet.

Gruß Thomas
 
Hallo,

seit Corona kennen die Preise bei vielen Astroartikeln wirklich nur eine Richtung. Mein Nagler Okular, welches ich mir vor 15 Jahren gekauft habe, würde heute mehr als das doppelte kosten. Für den aktuellen Preis würde ich es nicht mehr holen.

Aber: Als vor 20 Jahren die Chinesen auf den Markt gedrängt sind und manche Teleskope auf einmal neu nur noch die Hälfte gekostet haben, kann ich mich an ähnliche Diskussionen erinnern. Damals aber eher in der Art: "Mein Teleskop war so teuer, warum bekomme ich jetzt gebraucht nur noch so wenig dafür". Die Antworten gingen dann so in die Richtung: "Ist halt Pech, aber die Teile sind neu so günstig, warum soll ich gebraucht dann noch so viel bezahlen".

Das Problem ist dabei, dass, wenn die Produkte einmal teuer sind, der Preis meistens auch nicht mehr gesenkt wird, wenn die Produktionskosten wieder sinken, da man den Profit einfach oft mitnimmt, da der Kunde ja bereit ist, die hohen Preise zu zahlen. Das würde sich wahrscheinlich nur ändern, wenn auf einmal gleichwertige Produkte anderer Hersteller auf den Markt kämen.

Trotz allem glaube ich, dass der Einstieg in die Astronomie heute im Vergleich immer noch günstiger zu haben ist als in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Gruß

Carsten
 
Hallo Carsten,

Mein Nagler Okular, welches ich mir vor 15 Jahren gekauft habe, würde heute mehr als das doppelte kosten. Für den aktuellen Preis würde ich es nicht mehr holen.

bei den Televue-Okularen betrachte ich es für eigenartig, dass die High-End-Gläser (Nagler, Ethos) in der Schweiz 400 bis 500 € günstiger angeboten werden als in Deutschland...

Und Sorry für Offtopic bezüglich PST...

Viele Grüsse

Markus
 
also ich bekomm bei Naglern zB die selben Preise angezeigt.
Hast du da ein Beispiel?

Ich meine auch, dass das Nagler 31 zB seit schon sehr vielen Jahren konstant knapp 1K€ kostet.

LG
Olli
 
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