ärgerliches Geschäftsgebaren bei Privatverkäufen

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Gottfried

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Servus im Forum,

in letzter Zeit habe ich auf private Angebote reagiert, z.B. eine Montierung, oder eine andere Montierung. Folgendes Verhalten macht sich breit, das ich für wenig seriös halte:

Dinge, die zum Angebot gehören, werden auf einmal aufpreispflichtig, so einmal ein Stativ (EQ6), ein andermal eine Säule (WAM). Oder der angebotene Preis ist auf einmal höher. So berichtete mir ein Freund, ein 20" Dobson, der bei etwa 4,5 k€ im Angebot stand. koste plötzlich wieder 5k€.

Das Käufer nervige Angewohnheiten (letzter Preis) an den Tag legen, regt mich fast schon nicht mehr auf, ich reagiere einfach nicht mehr. Aber das privat Verkäufe auf einmal mit Kampfpreisen, die der Verkäufer nicht einhalten will, beworben werden, nervt gewaltig. Bald hab ich keine Lust mehr, noch auf privat-Angebote einzugehen.

Leute, denkt mal drüber nach!

Nix für ungut, klare Nächte wünscht

Gottfried
 
Hallo Gottfried,

Dinge, die zum Angebot gehören, werden auf einmal aufpreispflichtig, so einmal ein Stativ (EQ6), ein andermal eine Säule (WAM).
Waren die im Angebot als "im Preis enthalten" angegeben oder einfach nur auf dem Bild zu sehen? Kann ja durchaus sein, dass der Verkäufer einfach nicht dran gedacht hat zu erwähnen, dass nur die Montierung ohne Stativ verkauft werden soll.

CS, Daniel
 
Hallo,

ich nehme an, dies ist so eine Unart, wie sie in anderen, größeren Internetmarktplätzen entsteht.

Gerade bei Angeboten, die jetzt 500 € kosten und nach 3 Tagen plötzlich 600 €, ist jegliches Interesse daran bei mir verschwunden.

Es ist an der Zeit, dass der Marktplatz erst wieder nach 6 Monaten Mitgliedschaft und 50 vernünftigen Beiträgen freigeschaltet wird.

Gruß

Carsten
 
Hallo,
Bisher hab ich diesbezüglich keine negativen Erfahrungen in diesem Forum gemacht.
Wohl aber ein großen onlineportalen. Auch beim Buchen von Ferienhäuser ist es oft so, dass beim 2.ten Klick der Preis plötzlich gestiegen ist. Scheint der Zeitgeist zu sein.
Respekt, Ehrlichkeit, oder Moral gibt es heute bei vielen nicht mehr.
Das ist auch eine Erkenntnis aus 40 Jahren Beruferfahrung.
Von Beschränkungen (6 Monate Migliedschaft und 50 Beiträgen) halte ich nicht viel.
Damit verschiebt man nur was.
Wie z.B: Dann warte ich halt 6 Monate und schreib 50 mal: "finde ich auch so" oder so ähnlich.


Nein, nur konsequentes Nichtantworten hilft - zumindest einem selber.

Jeder sollte daranarbeiten
Tschau
Markus
 
Ich kann auch nichts schlechtes berichten. Beide EQ5 gebraucht für sachliche Preise hier gekauft und eine ASIAIR Pro ebenfalls.
 
Hallo Gottfried,
das ist natürlich ärgerlich so etwas. Mir ist das so hier noch nicht begegnet zum Glück. Ich vermute, dass es daran liegt. dass ein Verkäufer bemerkt, dass er mehr verlangen könnte aufgrund vieler Anfragen. Umgekehrt gibt es das ja auch, aber viel häufiger, die sog. "Auktion rückwärts". Der Verkäufer setzt den Preis zu hoch an und es meldet sich kaum Jemand. Also setzt der den Kaufpreis kontinuierlich nach unten bis sich ein Käufer findet. So etwas sehe ich hier recht häufig, teilweise über Wochen ja sogar Monate. Dann ist es aber transparent da jeder die Preisanpassungen mitbekommt. Bei der anderen Variante ist es intransparent da man die Preisanpassung nach oben erst erfährt wenn man anfragt. Deshalb ist es ärgerlich da Zeitverschwendung für die potentiellen Käufer.
Viele Grüsse, Thomas
 
Ich habe bisher keine Probleme gehabt, wie hier beschrieben. Ganz im Gegenteil. Besonders hier im Forum ist spürbar, dass sich die meisten Anbieter sehr viel Mühe geben, einen fairen und respektvollen Umgang beim Verkaufen zu pflegen.
Einzelne schlechte Erfahrungen, mit sich unseriös verhaltenden Forumskollegen, sollten nicht auf andere übertragen werden.
Das größte Vertrauen habe ich immer noch zu Verkäufern hier im Forum.

CS

Dietmar
 
sowas kommt bei mir aber auch nicht gut an. Für mich heißt das, die Gier war zu groß.
Hallo Uwe,
unrealistische Preisvorstellung muss nicht von Gier getrieben sein.
Manchmal sieht man eben in seinen Sachen einen höheren Wert, als der Preis, der auf dem Gebrauchtmarkt in dem Augenblick bezahlt wird. Auch bei Gebrauchtem bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.

Die Preise schwanken auch hier im Forum oft gewaltig.

So ist es doch legitim, es zunächst mit den üblichen Formeln (z.B. 60-65% des Neupreises) zu versuchen. + -……
Und wenn es in dem Moment niemand zu dem Preis haben möchte, reduziert man solange, bis einer anbeißt.

Es ist doch nicht zu erwarten, dass jeder Anbieter mit seiner Preisvorstellung von Anfang an auf dem Punkt landet, oder?

CS

Dietmar
 
Hallo,

sowas kommt bei mir aber auch nicht gut an. Für mich heißt das, die Gier war zu groß.

Gruß Uwe
Ist mir etwas zu pauschal. Für mache Produkte findet man recht schwer Käufer und der Verkäufer will die Sachen natürlich nicht fast verschenken.
Da denke ich zum Beispiel an alte, damals hochwertige CCD oder CMOS Astrokameras und einiges mehr.
Den Marktplatz sehe ich sehr positiv, negative Einzelfälle können natürlich schonmal passieren.
 
Hallo,

sowas kommt bei mir aber auch nicht gut an. Für mich heißt das, die Gier war zu groß.

Das würde ich so nicht sagen.
Bei irgend einen Preis muss man nun mal starten. Was setzt man dann als Startpreis an. Zwei drittel vom derzeitigen Neupreis, oder vielleicht die Hälfte? Wenn der Startpreis eben zu hoch angesetzt ist, und sich damit kein Käufer findet, dann geht man eben mit dem Preis nach und nach runter. Das sehe ich problemlos.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,
Für mache Produkte findet man recht schwer Käufer und der Verkäufer will die Sachen natürlich nicht fast verschenken.
Natürlich ist das nicht angenehm.
Da denke ich zum Beispiel an alte, damals hochwertige CCD oder CMOS Astrokameras und einiges mehr.
Ich hatte eine analoge Mittelformatkamera mit 7 Objektiven und habe alles nach und nach verkauft, teils über Ebay, teils an meinen Fotohändler. Erzielt habe ca. 15% des Neupreises. Bedeutete 5-stelliger " Verlust ". Das Gehäuse mit einem Objektiv wollte ich behalten. Kommentar des Händlers : " Wollen sie das jetzt noch 10 Jahre im Schrank liegen lassen ?" Recht hat er. Alles verkauft. Basta.
und sich damit kein Käufer findet, dann geht man eben mit dem Preis nach und nach runter. Das sehe ich problemlos.
Ein Problem ist das für mich nicht. Ich kaufe dann aber auch nach der 5. Preisreduzierung bei demjenigen nicht.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

Kaufst du dann bei denen, die nur „Preis VHB“ oder „Macht mir ein Angebot“ ohne Zahlen schreiben, weil sie nicht wissen, was der Markt hergibt?

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Uwe,

Kaufst du dann bei denen, die nur „Preis VHB“ oder „Macht mir ein Angebot“ ohne Zahlen schreiben, weil sie nicht wissen, was der Markt hergibt?
Hallo Alex,

manche wissen vielleicht wirklich nicht was der Markt hergibt, einige wollen aber das Maximale rausholen.
Dieses "Macht mir ein Angebot" hatte ich 1x, Preisvorschlag gemacht dann kam als Antwort XY hat mir aber soviel geboten, dass war es für mich.

Ein Preis sollte schon dabei stehen, kann ruhig etwas höher sein, kann man ja VHB. dazuschreiben, zumindest hat man ein Rahmen ob es überhaupt Sinn macht.
Auf nur VHB. und "Macht mir ein Angebot" habe ich keine Lust mehr.

Natürlich gibt es aber auch "Käufer" die den Preis fast unverschämt nach unten drücken wollen, dass ist für mich genauso indiskutabel, es sollte schon im fairen Rahmen bleiben,.

Andreas
 
Was ich persönlich äußerst mies finde, sind Angebote, die teurer als der Neupreis sind, weil der Artikel neu eine gewisse Lieferzeit hat.
Bei solchen Gierschlunden kaufe ich dann generell nicht mehr.

LG
Olli
 
Wenn ich ein Produkt schon mehrere Jahre genutzt habe und es nicht mehr benötige, wird es in der Regel von mir verschenkt, da es auch meistens schon längere Zeit im Schrank "verstaubt". Aus meiner Sicht ist es dann abgeschrieben.
Der Erwerber geht ja auch ein gewisses Risiko ein, wenn das Produkt in Kürze seine Funktion einstellt, hat er das Problem.
Nehmen wir mal eine gebrauchte Montierung. Die lief bis zum letzten Tag. Der Käufer muss nach wenigen Einsetzen feststellen, dass z.B. ein Motor ausgefallen ist. Wenn der Preis niedrig war, ist eine Reparatur zu verschmerzen. Lag der Preis aber hoch, fühlt er sich definitiv hintergangen.

Ich finde es auch nicht so prickelnd wenn sich immer auf den Neupreis berufen wird, sei denn es gibt noch Restgarantie, dann sind es neuwertige Produkte.

Es liegt aber viel an uns Käufern, wie wir uns verhalten. Wenn es nicht richtig passt, dann einfach verzichten und warten.
 
Hallo Alex,
Kaufst du dann bei denen, die nur „Preis VHB“ oder „Macht mir ein Angebot“ ohne Zahlen schreiben, weil sie nicht wissen, was der Markt hergibt?
ja, mach.
Ein Preis sollte schon dabei stehen, kann ruhig etwas höher sein, kann man ja VHB. dazuschreiben, zumindest hat man ein Rahmen ob es überhaupt Sinn macht.
Das wäre mir natürlich auch lieber.

Gruß Uwe
 
Hallo,

es geht auch anders herum:
ich biete einen Artikel an, der neu 115,-€ kostet, für 65,-€ incl. vers. Versand in Deutschland.
Kommt ein Angebot: Ich nehme ihn für 40,-€ incl. vers. Versand nach Frankreich. Versand nach Frankreich kostet aktuell 19,-€ ?????

Gruß Harald
 
Was ich persönlich äußerst mies finde, sind Angebote, die teurer als der Neupreis sind, weil der Artikel neu eine gewisse Lieferzeit hat.
Bei solchen Gierschlunden kaufe ich dann generell nicht mehr.
Das ist aber auch der Ungeduld des Käufers zuzuschreiben der jetzt und gleich alles zur Verfügung haben muss, der ist dann selber Schuld.

Schwieriger finde ich es bei längst eingestellten, hochwertigen und seltenen Artikeln ein passendes Maß zu finden, diese Artikel werden häufig deutlich über den Neupreis angeboten, einfach weil es dafür einen Markt gibt, hier würde ich den Verkäufer per se keine Gier vorwerfen, ist halt Angebot und Nachfrage.

Sofern ein Artikel gebraucht ist und keine optisch relevanten Mängel aufweist halte ich einen 2/3 Preis eigentlich für angemessen, rund um diese Basis sollte man sich einigen können.

Andreas
 
Wenn ich ein Produkt schon mehrere Jahre genutzt habe und es nicht mehr benötige, wird es in der Regel von mir verschenkt, da es auch meistens schon längere Zeit im Schrank "verstaubt". Aus meiner Sicht ist es dann abgeschrieben.

Ich finde es auch nicht so prickelnd wenn sich immer auf den Neupreis berufen wird, sei denn es gibt noch Restgarantie, dann sind es neuwertige Produkte.
Ja, so mache ich es auch. Ich verschenke an Jugendliche oder sozial schwächere. Manchmal auch an öffentliche Einrichtungen.
Eine Sache die bei mir nur im Schrank verstaubt, erfreut Andere wennsie als Geschenk weiter gegeben wird,

Harald
 
Hallo!

Das ist aber auch der Ungeduld des Käufers zuzuschreiben der jetzt und gleich alles zur Verfügung haben muss, der ist dann selber Schuld.
Tja, da greift das "Gesetz von der Minderschätzung künftiger Bedürfnisse". Etwas schon heute zu haben ist besser, als es erst morgen zu bekommen. Es ist ausdrücklich ein "Gesetz" und gilt für uns alle. Fraglich ist im Einzelfall nur, wie viel wir für die frühere Verfügbarkeit zu zahlen bereit sind.

Ich muss zugeben, dass ich - ohne böse Absicht - auch bei einem Privatverkauf erst mal kurz nachsehe, was denn so übliche Preise sind und daran orientiere ich mich. Wenn das Angebot dann nicht angenommen wird, gehe ich im Preis runter. Ich komme mir dabei gar nicht böse vor.
Etwas zu verschenken ist natürlich Edel und im Einzelfall auch völlig ok, aber das kann ich mir nicht immer leisten. Meistens ist es so, dass ich das Verkaufte durch etwas Ähnliches ersetzen möchte und dafür ist ein Zuschuss oft nicht schlecht. Ich sehe auch daran nichts völlig Verwerfliches.
Früher habe ich gelegentlich Dinge versteigert und war überrascht, dass die Preise normalerweise knapp unter Neupreis weg gingen. Einmal habe ich ein Zubehörteil eines Schachcomputers versteigert. Gibt es natürlich längst nicht mehr. Ich habe dafür gut doppelt soviel bekommen, als ich damals neu bezahlt habe. Der Käufer war außer sich vor Freude und ich war auch nicht unglücklich.
Wenn denn alle Zufrieden sind, kann ich nicht sehen, wo hier der böse Teufel am Werk ist.

Gruß
Sebastian
 
Es ist ausdrücklich ein "Gesetz" und gilt für uns alle. Fraglich ist im Einzelfall nur, wie viel wir für die frühere Verfügbarkeit zu zahlen bereit sind.
Moin,

wie viel "wir" bereit sind für frühere Verfügbarkeit zu zahlen weiß ich nicht, ich bin dazu nicht bereit!
Eine etwas längere Wartezeit kann unter Umständen die Vorfreude erhöhen und somit den emotionalen Wert steigern.
Dein "Gesetz" ist nur bedingt gültig, ansonsten gäbe es auch keine "Traumerfüllung".

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andreas!

wie viel "wir" bereit sind für frühere Verfügbarkeit zu zahlen weiß ich nicht, ich bin dazu nicht bereit!
Warum nicht?

Eine etwas längere Wartezeit kann unter Umständen die Vorfreude erhöhen und somit den emotionalen Wert steigern.
Dein "Gesetz" ist nur bedingt gültig, ansonsten gäbe es auch keine "Traumerfüllung".
Kalle verdient nicht so irre viel. Er hat aber einen Traum. Er möchte sich ein neues Auto kaufen. Dieses Auto kostet 70.000,- Euro. Er spart jedes Jahr 5.000,- Euro und kann sich sein Auto also in 14 Jahren kaufen.
Im 2. Jahr erbt er von einem entfernten Verwandten plötzlich 70.000,- Euro. Kalle sagt sich aber: "Neee, ich freue mich so sehr auf das Auto - ich kaufe das jetzt nicht, sondern warte noch 12 Jahre. Dann ist mir mein Auto auch noch mehr wert."
Nicht sehr plausibel. Wenn der Wert des Autos für Kalle jedes Jahr steigen würde, in dem er darauf verzichtet, dann würde er es nie kaufen. Dann gäbe es wirklich keine Traumerfüllung.
Also geht Kalle doch lieber direkt zu seinem Händler. Der sagt ihm aber, das Auto wäre gerade schwer lieferbar. Er könne eines bekommen, das gerade geliefert wurde, aber es kostet 70.100,- Euro. Im Folgejahr würde er es wieder für 70.000,- Euro bekommen. Kalle hat 80.000,- Euro. Würde er jetzt wegen 100,- Euro wirklich wieder nach Hause gehen, statt sich direkt hinters Steuer zu klemmen?

Nee. Da kann man Anführungsstriche setzen, wie man will. Menschen ticken schon so.

Gruß
Sebastian
 
Auf solche Verkäufer einfach genauso reagieren wie auf die „was is letzte Preis“-Käufer: Nämlich gar nicht. Dann hört solches Verhalten schnell auf. Und wenn nicht, bekommt man wenigstens selbst nichts mehr davon mit...
Wenn jemand mit "was is letzter Preis" ankommt und mir langweilig ist mach ich mir einen Spaß draus und fange an den Verkaufspreis zu erhöhen :D.

Viele Grüße und CS,
Matthias
 
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