ROBUSTES Fernglas mit 12-16 facher Vergrößerung / Pentekarem Alternativen

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Martin-C

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Hallo Zusammen,

mittlerweile habe ich durch einige alte Zeiss Jena Ferngläser durchgeschaut, und die waren auch alle super kristallklar usw, aber was mich stört: alle waren dejustiert.
Seit meiner küzlichen Suche nach einem Pentekarem wird es nur noch schlimmer.

Ich suche ein Fernglas, mit dem ich meine Objekte am Himmel aufsuchen kann, bevor ich meinen Dobson darauf richte.

Klar sollen die optischen Eigenschaften einigermaßen stimmen, aber ich möchte mittlerweile einfach nur ein Fernglas, das funktioniert. Deswegen muss es diesbezüglich nicht ganz an die CZJ heran kommen. Wichtig ist mir neben der Vergrößerung und dem scheinbaren Gesichtsfeld vor allem auch, dass es nicht gleich verstellt ist, wenn es mal runter fliegt. Was bringen mir die schönsten Optiken, wenn sie ständig hinüber sind?
Dummerweise wird das Thema "Robustheit" in den anderen Threads nicht besprochen. Daher meine Bitte um Eure Erfahrungen.

Danke schonmal im Voraus. :)

Bester Gruß

Martin
 
Hi Martin,
Nehmerqualitäten und Robustheit sind für mich auch relevante Faktoren wenn Optiken draußen im Einsatz sind.
Habe drei FG von Steiner, wovon zwei aus der M-Serie sind (M2080R & M2080 LPF). Bei der M-Serie ist eines der Merkmale die Art wie die Prismen befestigt sind.
Alle FG haben ihre optische Qualität wie am ersten Tag - keine Verschlechterung erfahren. Konkrete Stürze habe ich aber auch nicht provoziert.

Floating Prism System
uses flexible silicone lens mount to absorb severe shock, impact and abuse without damage
 
Hallo Martin,

man sollte seine Ferngläser nicht fallen lassen. Vor vielen Jahren ist mir ein nicht teures Meade 7x50 auf der Terrasse der Sternwarte aus der Hand gerutscht und etwas 4 Meter tiefer ins Gras gefallen. Zu meiner Überraschung hat es das überlebt. Ziemlich robust sind auch meine russischen Militär Gläser (Tento 7x35). Mein amerikanische M17 Fernglas (7x50) aus dem 2. Weltkrieg hält auch leichtem Beschuss stand, hat eine sagenhafte Streulicht Unterdrückung, wiegt aber auch 2,5 kg.

Stabilität wiegt und kostet, zumindest wenn sie neu sein soll.

CS Gerhard
 
Meiner Erfahrung nach dejustieren Porro Ferngläser schneller als Dachkanten.
Vielleicht kommt ein Nikon Monarch 12x56 DCF für Dich in Frage. Das hatte ich mal eine längere Zeit und war ganz zufrieden damit. Leider war es nicht ganz farbrein., vermutlich muss man dafür preislich in das oberste Regal greifen.
 
Vielen lieben Dank für Eure vielen Anregungen. Ihr habt mich jetzt mal ein paar Tage zum Lesen gebracht. Das sind wirklich alles sehr schöne Gläser.
Neben den technischen Erkennissen bringen mich Eure Beispiele zu folgender Einsicht in Bezug auf mein konkretes Problem:

Budgettechnisch könnte ich sie mir wohl alle leisten, aber wenn ich so in mich rein fühle, werde ich wohl auch nicht glücklich, so etwas wertvolles zu verschraddeln. Zudem wäre es mir wohl zu viel Geld für einen "Klopper" den ich nie mitschleppe, außer im Astrokoffer.

Dann würde ich also wohl doch eher was billigeres nehmen und einfach mit Gummi ummanteln. Klingt vielleicht etwas verrückt, aber ich will einfach nur Sterne gucken, und mich nicht darüber ärgern, wenn die Optik kaputt geht, geklaut wird, oder ich sie einfach irgendwo liegen lasse. Insofern löst ein niedriger Preis wohl doch mein Problem ein Stück weit.

Neben dem Lesen über Eure Vorschläge, habe ich jetzt viel Zeit damit verbracht, auf dem Rücken liegend freihändig durch das Pentekarem zu schielen, was mir abgesehen vom Schielen (durch die dejustierte Optik) gut gefiel.

Ich brauche das Fernglas ausschließlich für freihändige Astro-Beobachtungen. Insbesondere zum kurzen Aufsuchen. Details schaue ich mit dem Dobson an. (Motto: Fernglas statt Go-To)

Wichtig sind mir (mit absteigender Priorität):
* Großes Gesichtsfeld (deutlich über 60°)
* Schärfe in der Mitte (Sterne sollen möglichst nadelfein sein)
* Einigermaßen korrekte Farben bei den Astro Objekten
* Idealerweise ein größerer Augenabstand als die Jenoptems/Pentekarems, da ich auch Freunde mit Brille habe.

Egal ist mir (mit absteigender Gleichgültigkeit):
* Ob es ein "tolles Fernglas" ist
* Randschärfe
* Größe
* Optik am Tage

Jetzt habe ich nochmal ein paar Fäden durchsucht, und bin dabei aufs TS Optics 15x70 LE gestoßen. Es soll besser sein, als das gleich große Skymaster von Celestron. Könnt Ihr in Bezug auf meine Anforderugen dazu etwas sagen? Und habt Ihr vielleicht bessere Alternativen? Weiß zufällig jemand, wie die Fertigungsvarianz ist? Bekomme ich da dejustiere Gläser, die ich retourniere, bis eins passt?

Und noch eine weitere Frage zum NIKON Monarch: Warum wird so oft das Nikon Monarch 12x56 DCF empfohlen? (wie auch von Dir Orionsieben). Für meine Zwecke würde mir von der Größe her eher das 16x56 passen.

Und jetzt mal der direkte Vergleich dazu: Sehe ich Deep Sky mit einem billigen 15x70 mehr, als mit einem 16x56 Monarch? Bzw: Ist meine Annahme richtig, dass mehr Öffnung die geringere Qualität ein Stück weit kompensiert, was das reine Auffinden angeht?

(P.S. Sorry für meine geistige Wendung. Und Danke für Eure Hilfe)
 
Hallo Martin,

zunächst ein mal will ich dir recht geben, dass es nicht schön ist Angst zu haben, dass etwas wertvolles (teures) kaputt geht. Deshalb habe ich auch Ferngläser, die ich an unsichere Orte mitnehme. Da muss ich mich nicht wirklich ärgern, wenn etwas passiert und kann mich trauen, es unbewacht in der Unterkunft liegen zu lassen.
Deshalb habe ich auch Okulare zweiter Wahl, die wir mit in Schulen oder zum Astronomie Tag nehmen. Bei den gängigen Objekten merkt das breite Publikum den Unterschied nicht und man den Leuten Sachen erklären und zeigen, statt sich um sein Geraffel zu sorgen.

Als Orientierung zum Aufsuchen bevorzuge ich aber eher kleinere Gläser - weniger Gewicht, größeres Gesichtsfeld, ruhiger Einblick. Da kommt bei mir meistens 7x35 Weitwinkel (10° am Himmel), 8x40 Weitwinkel (Apollo Optik 1970er Jahre, 9°) oder der Vision King 5x25 zum Einsatz. Ich habe auch ein 15x70, das benutze ich aber wirklich nur mit Stativ und dann echt zum Beobachten.

CS Gerhard
 
Dann würde ich also wohl doch eher was billigeres nehmen und einfach mit Gummi ummanteln. Klingt vielleicht etwas verrückt, aber ich will einfach nur Sterne gucken, und mich nicht darüber ärgern, wenn die Optik kaputt geht, geklaut wird, oder ich sie einfach irgendwo liegen lasse.
Empfinde ich nicht im Geringsten als verrückt. Eine pragmatische und wirtschaftliche Lösung für deinen Einsatzzweck. Nicht ausgeschlossen dass ein kleines Heizband für die Okulare zugleich Schutz bei Stürzen als auch längere Beobachtungen bei kühler Witterung bietet.
Bei einem FG habe ich die Wabenfilter (Anti Reflection Device) für die Frontlinsen getestet. Genaugenommen sind es keine Waben sondern kreisrunde Röhrchen.
Bei hellen Objekten wie Jupiter sind deutlich die Spikes ersichtlich, bei anderen Objekten fällt der Effekt mir kaum mehr auf.
Eine großzügige Taukappe und bequem als auch schnell bedienbare Abdeckungen für die Frontlinsen, werden ihre Schutzaufgabe auch erfüllen können.
Vorausgesetzt man möchte den Aufwand betreiben und mehr als eine Gummierung ergänzen.
Alternativ Opferlinsen in Erwägung ziehen.
 
Als Orientierung zum Aufsuchen bevorzuge ich aber eher kleinere Gläser - weniger Gewicht, größeres Gesichtsfeld, ruhiger Einblick. Da kommt bei mir meistens 7x35 Weitwinkel (10° am Himmel), 8x40 Weitwinkel (Apollo Optik 1970er Jahre, 9°) oder der Vision King 5x25 zum Einsatz. Ich habe auch ein 15x70, das benutze ich aber wirklich nur mit Stativ und dann echt zum Beobachten.

Bei mir ist es so, dass ich von CZJ sowohl 8x30 Gläschen wie auch das Pentekarem getestet habe. Die 8x30er fliegen schon seit eh und je im Okularkoffer rum, das Pentekarem habe ich jetzt neu zum Test da. Gerade steige ich nach ca. 15 Jahren Pause erst richtig ein und entdecke so ziemlich jede klare Nacht ein neues Deepspaceobjekt für mich. Die 8x30er helfen mir nur dabei, (wenn man Ojekte wie Andromeda Galaxie und Orionnebel mal aussen vor lässt), Objekte zu finden, die ich mir vorher im "Deep Space Reiseatlas" rausgesucht habe.

Was ich jetzt am 15x50 so genieße ist, dass ich einfach so über den Himmel streifen kann, und tatsächlich über neue Galaxien und Sternenhaufen stolpere, ohne diese vorher rausgesucht zu haben. Ich weiß, dass ist eine spezielle Anwendung. Für mich ist das so eine kleine Entdeckungsreise und geradezu ein Abenteuer im Vergleich zum vorherigen Nachschlagen in Verbindung mit dem 8x30. Natürlich könnte ich auch nur was lichtstärkeres mit geringer Vergrößerung nehmen, aber gerade die hohe Vergrößerung macht mir auch Spaß, weil ich damit einfach mehr sehe und entdecke.

Und natürlich freue ich mich auch total, dass die Chinesen uns mittlerweile die großen Spiegel, brauchbare Okulare und Ferngläser günstig herstellen. Meinen kleinen Vixen Refraktor aus der 70ern, und die keinen 8x30er die seit 2005 allesamt jeden Umzug mitgemacht haben, behalte ich natürlich trotzdem. ;-)

Eine großzügige Taukappe und bequem als auch schnell bedienbare Abdeckungen für die Frontlinsen, werden ihre Schutzaufgabe auch erfüllen können.
Vorausgesetzt man möchte den Aufwand betreiben und mehr als eine Gummierung ergänzen.

Ich hatte da an Moosgummi gedacht. Einfach doppelseitiges Klebeband auf das Fernglas und dann Moosgummi drauf pappen. Vielleicht 3-5 mm stark auf der Fernglas-Außenhaut und an den Frontlinsen einen ordentlichen Überstand als Streulichtschutz (bzw Taukappe, wie Du schreibst) welche auch Stütze abfedert. Zusätzlich dickere Puffer an exponierten Stellen, die beim Fernglas herausragen. Hier und da werde ich schauen, ob Einzelbereiche wie die übergroßen Taukappen mit Klettband sinnvoll abnehmbar gestaltet werden können.

Die Idee, gleich ein kleines Heizband zu integrieren, ist natürlich klasse. Hast Du da ein konkretes Beispielbauteil / Produkt im Sinn? Ich habe auf Anhieb noch nichts dafür gefunden.

Bester Gruß

Martin
 
Hi Schmitti
ich habe in 16x80 ein Orion ED seit 3 4 Jahren.
Es macht viel Spaß und ist rechtfarbtreu.
Auf einem 3 Wege Neiger von Benro ist es gut montiert. Freihand geht mit etwas goodwill auch.
Robust ist es bisher und das Budget ist nicht so belastet.
Ich rede von diesem hier: https://www.amazon.com/Orion-51854-Giant-Waterproof-Binocular/dp/B07B8P478R
evtl ist das ja ein Kompromiß für Dich.
CS
 
Jetzt habe ich nochmal ein paar Fäden durchsucht, und bin dabei aufs TS Optics 15x70 LE gestoßen.
Hallo Martin,

erstmal Willkommen hier... ;)

Apropos "gestoßen", ich hatte das LE 15x70 mal, hatte es um den Hals hängen und bin wirklich nur ganz leicht gegen eine Tischkante gestoßen...Plopp schon flog ein Prisma im Gehäuse herum.
Habe das Glas dann aufgemacht und untersucht, die Prismen waren tatsächlich mit Zeitungspapier verklebt, vermutlich weil sie nicht bündig waren, totaler Murks, seitdem sind Chinagläser nur noch zweite Wahl.

Wenn Dir das Pentekarem gefällt würde ich es zum justieren schicken, sollte auch nicht kostspieliger sein als so'n Chinaglas und insgesamt dürfte die Qualität merklich höher sein.

Andreas
 
...
Apropos "gestoßen", ich hatte das LE 15x70 mal, hatte es um den Hals hängen und bin wirklich nur ganz leicht gegen eine Tischkante gestoßen...Plopp schon flog ein Prisma im Gehäuse herum.
Habe das Glas dann aufgemacht und untersucht, die Prismen waren tatsächlich mit Zeitungspapier verklebt, vermutlich weil sie nicht bündig waren, totaler Murks, seitdem sind Chinagläser nur noch zweite Wahl.
...
Andreas
Hallo Andreas,
danke für die Willkommensgrüße und cool, dass Du Dich meldest. Dieses "Tischkantenerlebnis" von Dir hatte ich über die Suchfunktion schon gefunden, daher erinnere ich Dich. Zur Justierung des Pentekarems: die kann ich wirklich nur machen lassen und keinesfalls selbst durchführen (Frontlinsen sind mit Pech verklebt). Die Pentekarem-Justierung allein kostet schon mehr als ein Neukauf des 15x70 von TS Optics. Wenn das Pentekarem dann wieder runterplumpst, zahle ich das gleiche Geld nochmal.

Das schielende Pentekarem geht übrigens nach eingehenden Tests wieder zurück an den Verkäufer, da ich beim Kauf auf Rückgaberecht geachtet habe. Kaufpreis + Justierung würden mich auf über 400 Euro bringen. Das ist nicht marktgerecht für gerade dieses Modell und ich würde in dem Preisbereich eher zum NIKON Monarch greifen.

Das was Du schilderst ist aber natürlich der Knaller. Was mich bisher davon abgehalten hat, das TS Glas aufgrund Deiner Schilderung komplett zu verwerfen ist, dass alle anderen Berichte hier im Forum zu gerade diesem Modell positiv waren. Insbesondere Gamma_7 mit ähnlichen Bedürfnissen wie ich, hat dieses Glas anscheinend nach zweijährigen Tests unterschiedlichster Gläser für sich als Astroglas gewählt (ich erwähne ihn, weil sein Bericht unter den von mir gelesenen am fundiertesten klingt).

Darüber hinaus wird dieses Modell bei teleskop-express und auf astroshop.de angeboten. Ich würde erwarten, dass diese beiden Anbieter ein Produkt sofort aus dem Sortiment nehmen, wenn es sich generell als Schrott erweist. (Und das was Du da schilderst ist ja zweifelsohne absoluter Schrott).

War es denn wirklich genau das 15x70LE von TS Optics, und bist Du Dir da ganz sicher? Oder war es vielleicht irgendein anderer 15x70 China Müll? Wann war das denn in etwa? Und wo hatte Dein Bekannter das Fernglas her, das Du da um den Hals hattest?


Hi Schmitti
ich habe in 16x80 ein Orion ED seit 3 4 Jahren.
...
Ich rede von diesem hier: https://www.amazon.com/Orion-51854-Giant-Waterproof-Binocular/dp/B07B8P478R
evtl ist das ja ein Kompromiß für Dich.
CS
Danke für den Tipp. Das wäre natürlich eine Alternative, das gebraucht zu schießen. Neu habe ich es weder auf Amazon noch auf der Bucht oder auf die Schnelle über Google finden können. Wasserdichtigkeit ist natürlch nett. Und gebraucht wäre es auch so billig, dass es im Astrokoffer schmoren darf, bis ich es irgendwann kaputt mache. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
War es denn wirklich genau das 15x70LE von TS Optics, und bist Du Dir da ganz sicher? Oder war es vielleicht irgendein anderer 15x70 China Müll? Wann war das denn in etwa? Und wo hatte Dein Bekannter das Fernglas her, das Du da um den Hals hattest?
Hallo Martin,

es war genau dieses Fernglas... Teleskop-Express: TS-Optics LE 15x70 Porro Weitwinkel Fernglas mit besserer Vergütung

Das Glas wurde direkt von Wolfi gekauft, TS hat diese LE schon sehr lange im Angebot, der Bruch mit dem Prisma ist locker 10 Jahre her!

Martin, das LE ist ein Großfernglas und kostet 115,- Euro, normalerweise sind Großferngläser um einiges teurer als die herkömmlichen Handferngläser, mal ehrlich, soll man für den Preis wirklich ein robustes und solides Fernglas erwarten?
Wenn Du ein gut justiertes und mit gleichmäßig verschiebenden Tuben erwischt dürfte das O.K. sein, viel "rumwerfen" würde ich das Glas aber nicht, zumal gerade Porros hier wesentlich anfälliger für Dejustierung oder Bruch sind.

Andreas
 
Danke Andreas, für die schnelle Antwort. Ich habe Wolfi mal angeschrieben, ob er sicherstellen kann, dass ich gleich ein justiertes bekomme. Deiner Argumentation bezüglich Komplexität des Zusammenspiels zweier Einzeltuben kann ich gut folgen. Zwei 70er Einzelfernrohre plus Abstimmmechanik in guter Qualität für 115 Euro zu erwarten wäre wirklich etwas vermessen. Das war genau der Gedankengang, der dazu geführt hat, dass ich jetzt das Zeiss-Glas schiele, welches ja einmal viel teurer war.

Auf Youtube habe ich herausgefunden, dass das Bild im TS15x70 deutliche Verzeichnung und auch Farbsäume aufweist. Man bekommt das wofür bezahlt. Es ist zwar lichtstärker als das Pentekarem, aber in der Abbildungsqualität hinkt es deutlich hinterher.

Das Glas bietet halt viel Öffnung. Zitat Wolfi: "70 mm Öffnung sammeln bereits doppelt so viel Licht wie 50mm." Oder wo wir gerade bei den kommunistischen Chinesen sind mal ein Zitat von Stalin: "Quantität ist eine Qualität an sich". Wenn die Schlacht also gewonnen wäre, wenn ich ein Objekt erfolgreich aufgesucht habe, dann wäre das Glas wohl das Richtige für mich.

Nach der Tischkantenerfahrung müsste die Moosgummischicht dann extra dick gewählt werden. Ein großer Vorteil ist aber, dass ich dieses Fernglas im Gegensatz zum Pentekarem auch selbst justieren könnte.

Ich habe das Gefühl, dass das TS 15x70 dann wohl doch noch nicht ganz das Richtige für mich ist. Es stimmt zwar, dass ich das Glas zum aufsuchen benutze. Dabei habe ich es aber lange an den Augen, und genieße den Ausblick dabei. Ich weiß nicht, ob mich die Farbfehler und die Verzerrung dabei nicht zu sehr stören würden.

Gibt es hier vielleicht jemanden, wer das TS 15x70 wirklich nutzt / genutzt hat?

@Antares: wie ist denn die Abbildungsqualität von Deinem Orion?

Und noch eine Frage an alle: Gerhard, Du hattest ja sowieso geschrieben, dass Du lieber Ferngläser mit geringerer Vergrößerung und größerem Gesichtsfeld einsetzt. Was sagt Ihr denn zum Zeis Dekarem / 10x50 Jenoptem? Das ist für mich einfacher in gutem Zustand zu beschaffen als das Pentekarem und gleichzeitig nicht viel teurer als das TS15x70.

Kompensiert die 5mm AP die geringere Vergrößerung im Vergleich zum Pentekarem, wenn es darum geht, über Deepskyobjekte zu stolpern, ohne diese vorher nachzuschlagen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es hier vielleicht jemanden, wer das TS 15x70 wirklich nutzt / genutzt hat?
Hallo Martin,
meine Erfahrung zu dem Glas waren positiv (für den Preis!).
Zieht man die Mehrwertsteuer, die Frachtkosten sowie den Gewinn ab, ahnt man was für Produktionsstandards hier gelten müssen.
Das Glas hat deutlich CA, deutliche Randunschärfe und selbst auf der Achse keine schöne Sternenabbildung. Jedoch eine große Öffnung. Wenn es um das erkennen geht und weniger um den abbildungstechnischen Genuß, dann ist das Glas sein Geld wert.

Viele Grüße
Johannes
 
Hallo Martin,

das Dekarem 10x50 ist ein sehr ordentliches Glas. Ich habe ein umgelabletes von Foto Porst, das sich auch astronomisch schön einsetzen lässt. Für mich klapprigen Alten ist die 10fache Vergrößerung freihändig am Himmel aber schon keine Freude mehr.
Wenn mir auf Flohmärkten mal ein Zeiss 10x50 begegnet, dann verlangen die Gestalten aber regelmäßig Mondpreise oder mit dem Glas ist oft etwas nicht in Ordnung. Das Risiko ist beim Kauf via Internet natürlich noch größer, du hattest das Glas ja nicht vorher in der Hand. Also eine Rückabwicklung des Kaufes bei Mangel vorbehalten!

CS Gerhard
 
Danke für die Erfahrungsbeichte zu den beiden Gläsern. Ich habe gerade eine Bestellung für ein generalüberholtes 10x50 Jenoptem aufgegeben. Das ist nicht viel teurer als das TS 15x50LE aber genauso einfach zu bekommen. Das Glas packe ich dann in alle käuflich erwerbbaren Gummischutzkappen ein und auf diese klebe ich dann mein Moosgummi. Ich hoffe, so bleibt es kollimiert, auch wenn es in der Dunkelheit mal ins Gras fallen sollte.

Wieder eine kleine Wende bei mir, aber ich bin halt doch "Anfänger" und Dein Post Gerhard, hat mich inspiriert, mit etwas niedrigerer Vergrößerung und dafür größerem Gesichtsfeld aufzusuchen:
Als Orientierung zum Aufsuchen bevorzuge ich aber eher kleinere Gläser - weniger Gewicht, größeres Gesichtsfeld, ruhiger Einblick. Da kommt bei mir meistens 7x35 Weitwinkel (10° am Himmel), 8x40 Weitwinkel (Apollo Optik 1970er Jahre, 9°) oder der Vision King 5x25 zum Einsatz. Ich habe auch ein 15x70, das benutze ich aber wirklich nur mit Stativ und dann echt zum Beobachten.
CS Gerhard

Wolfi hat mich noch aufs TS-Optics 15x70MX hingewiesen. So bin ich dann auf den Thread zu Großferngläsern gestoßen, wo auch das oben erwähnte Orion ED thematisiert wird. Wenn bei mir mit 10x Vergrößerung der Wunsch nach "mehr" bleibt, dann werde ich mich mit dem Thema der großen APOs nochmal eingehender beschäftigen.

Am Ende gibts nichts Gutes, ausser man tut es... insofern einfach mal machen und dann schauen wir weiter. Ich wäre sicher nicht der Erste, der am Ende eine riesen Gerätesammlung besitzt. :D
 
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