Optikheini
Mitglied
Moin zusammen,
Vor einer ganzen Weile ist mir mal ein Spiegelrohling mit Bohrung in der Mitte in die Hände gefallen, welcher eigentlich hätte entsorgt werden sollen.
Ich habe es aber nicht übers Herz gebracht, stattdessen kam mir die Idee, daraus ein Cassegrain Teleskop zu basteln.
Glücklicherweise bin ich selber in der Optik zuhause und habe dadurch auch erweiterte Möglichkeiten hinsichtlich der Fertigung und Beschichtung von Linsen und Spiegeln.
Ich habe mich also ans Werk gemacht und das ganze mit Optalix (Optikrechenprogramm) kalkuliert.
Heraus kam ein Design mit D=150mm und f=2500mm. Die lange Brennweite war notwendig, damit die Flächen sphärische bleiben konnten. Asphärische Flächen hätten meine Möglichkeiten dann doch überstiegen. Und natürlich wäre bei der Brennweite ein größerer Durchmesser wünschenswert, aber wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was, sondern bei So-isses.
Entsprechend des Designs wurde dann der Hauptspiegel umgeschliffen, der Fangspiegel neu gefertigt und beide Teile anschließend verspiegelt.
Soweit der einfache Teil, aktuell sitze ich an der Mechanik.
Für die Spiegelzelle werde ich eine 6-Punkt-Auflage verwenden, angelehnt an diese Spiegelzelle hier:
Die Zelle wird aus einer Mischung aus Alu-Fräs-, und 3D-Druckteilen bestehen.
Ein 18-Punkt-Support war eigentlich mein Ziel, aber ich habe hinterm HS nicht wahnsinnig viel Platz zum Brennpunkt und muss dementsprechend kurz aufbauen.
Nun aber zu meiner Frage an euch:
Wie fasse ich den Fangspiegel möglichst sinnvoll und aus welchem Material sollte das Rohr bestehen?
Ich hatte stumpf an ein 160er KG-Rohr aus dem Baumarkt gedacht. Aber ist das Stabil genug? Oder lieber ein Metallrohr? Und wenn letzteres, welche Materialstärke Sollte das haben?
Um die Obstruktion zu verringern, wollte ich eigentlich den FS auf eine dünne Glasplatte aufkitten (kleben), damit ich auf die Spinne verzichten kann und die Obstruktion kleiner wird. Also quasi eine Schmidt-Platte, nur ohne den Schmidt.... also Planparallel statt asphärisch.
Die breitband AR auf der Glasscheibe sollte kein Problem sein, das Kitten auch nicht.
Aber: wie zum Geier richte ich dann FS zum HS aus?!
Bei einer Lösung mit Spinne wäre es einfacher. Oder müsste ich in die Glasscheibe ein Loch bohren und dann da einen justierbaren Spiegelträger einschreiben, der dann den FS aufnimmt?
Damit könnte ich aber immer noch nicht die optische Achse vom HS zum FS ausrichten. Also die seitliche Dezentrierung korrigieren.
Hättet ihr da Ideen?
Besten Dank schonmal!
Vor einer ganzen Weile ist mir mal ein Spiegelrohling mit Bohrung in der Mitte in die Hände gefallen, welcher eigentlich hätte entsorgt werden sollen.
Ich habe es aber nicht übers Herz gebracht, stattdessen kam mir die Idee, daraus ein Cassegrain Teleskop zu basteln.
Glücklicherweise bin ich selber in der Optik zuhause und habe dadurch auch erweiterte Möglichkeiten hinsichtlich der Fertigung und Beschichtung von Linsen und Spiegeln.
Ich habe mich also ans Werk gemacht und das ganze mit Optalix (Optikrechenprogramm) kalkuliert.
Heraus kam ein Design mit D=150mm und f=2500mm. Die lange Brennweite war notwendig, damit die Flächen sphärische bleiben konnten. Asphärische Flächen hätten meine Möglichkeiten dann doch überstiegen. Und natürlich wäre bei der Brennweite ein größerer Durchmesser wünschenswert, aber wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was, sondern bei So-isses.
Entsprechend des Designs wurde dann der Hauptspiegel umgeschliffen, der Fangspiegel neu gefertigt und beide Teile anschließend verspiegelt.
Soweit der einfache Teil, aktuell sitze ich an der Mechanik.
Für die Spiegelzelle werde ich eine 6-Punkt-Auflage verwenden, angelehnt an diese Spiegelzelle hier:
Die Zelle wird aus einer Mischung aus Alu-Fräs-, und 3D-Druckteilen bestehen.
Ein 18-Punkt-Support war eigentlich mein Ziel, aber ich habe hinterm HS nicht wahnsinnig viel Platz zum Brennpunkt und muss dementsprechend kurz aufbauen.
Nun aber zu meiner Frage an euch:
Wie fasse ich den Fangspiegel möglichst sinnvoll und aus welchem Material sollte das Rohr bestehen?
Ich hatte stumpf an ein 160er KG-Rohr aus dem Baumarkt gedacht. Aber ist das Stabil genug? Oder lieber ein Metallrohr? Und wenn letzteres, welche Materialstärke Sollte das haben?
Um die Obstruktion zu verringern, wollte ich eigentlich den FS auf eine dünne Glasplatte aufkitten (kleben), damit ich auf die Spinne verzichten kann und die Obstruktion kleiner wird. Also quasi eine Schmidt-Platte, nur ohne den Schmidt.... also Planparallel statt asphärisch.
Die breitband AR auf der Glasscheibe sollte kein Problem sein, das Kitten auch nicht.
Aber: wie zum Geier richte ich dann FS zum HS aus?!
Bei einer Lösung mit Spinne wäre es einfacher. Oder müsste ich in die Glasscheibe ein Loch bohren und dann da einen justierbaren Spiegelträger einschreiben, der dann den FS aufnimmt?
Damit könnte ich aber immer noch nicht die optische Achse vom HS zum FS ausrichten. Also die seitliche Dezentrierung korrigieren.
Hättet ihr da Ideen?
Besten Dank schonmal!