Apo vs Swarovski Spektiv

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Thiel

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Hallo zusammen,

da es kein spezielles Spektiv Unterforum gibt, stelle ich hier mal meine Frage :)

Ich plane etwas mehr Zeit mit der Naturbeobachtung zu verbringen und überlege diesbezüglich wegen Equipment. Derzeit habe ich einen 104mm Apo und diverse hochwertige Okulare. Nun stellt sich die Frage, wie sich dieser mit einem 45° Prisma + Hyperion Zoomokular im Vergleich zu einem Highend Spektiv z.B. dem Swarovski ATX 95 schlägt. Geht dabei rein um die Abbildung/Farbreinheit (die technischen Daten sind ja nachzulesen). Das Swaro hat leider kein Händler vor Ort da, um mal durchzusehen. Hat evtl. jemand Erfahrung damit und kann sagen, ob sich die 5K€ lohnen, oder ob man da nur den Namen zahlt? (Ein Swaro 8x56 hab ich trotz hohem Preis gekauft, nachdem es beim Vorortvergleich alle Mittelklasse Gläser um Längen und auch diverse Zeiss/Leica geschlagen hat)

VG, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich mach seit mehr als zwanzig Jahren diesen Ornikram, und hab daher auch eine gewisse Erfahrung mit monokularen Erdfernrohren. Seit mehr als einem Jahrzehnt gucke ich mit Zeiss, ergänzt als leicht eVariante ein Opticron. Ein Swaro war nie dabei, weil ich es nicht wollte;sie sind optisch Spitze, und gefühlt jeder zweite Orni (der er sich leisten kann) guckt mit dem Habicht. Daher sag ich auch nur mal was pauschal zu dem Thema: ahgefangen hab ich auch mit nem kleinen Refri plus Amici (William Optics). Das ging ganz gut, war günstig, und natürlich konnte man damit auch 'alles' sehen. War aber schwer, und kopflastig, und ich wollte damit ja auch durch die Pampa. Wasserdicht war die Kombi natülich nicht, aber eben robust. Aber eben auch kein dediziertes Erdfernrohr (Spektiv), also eine spezielle geschlossene Konstruktion. Spektive sind vgw. leicht, wasserdicht und eben auf die Bedürfnisse von Vogelguckern ausgelegt, zumindest in den meisten Parametern. Und ein für höhere V geeignets Amici muss man schon suchen. Btw. wie kommt man beim ATX auf 5k? Berichte zu den Geräten gibt's im Jülich-Forum und natürlich auf dem birdnet.

Daher plädiere ich zum Umhertragen und erfülltem Schauen für ein Spektiv - auch neben Swaro gibt's absolut brauchbare und praxistaugliche Geräte. Aber vergessen Sie den Unterbau nicht, der ist essentiell.

csm
 
.... Btw. wie kommt man beim ATX auf 5k? Berichte zu den Geräten gibt's im Jülich-Forum und natürlich auf dem birdnet.

Aber vergessen Sie den Unterbau nicht, der ist essentiell.
Danke für die ausführliche Antwort.

Nun die UVP für ATX 95 + Okularmodul sind. 4.700€ laut Website.

Unterbau wäre alles da (Manfrotto Carbon-Dreibeinstativ MT057C3-G 4 sowie Manfrotto Nitrotech 612)
 
Ok, ist halt auch erstmal ne verständliche Überlegung, bei den UVP nach Möglichkeiten der Verwendung eigenen Equipments zu suchen. Da drängt sich natürlich die Frage nach der Vorstellung von 'Naturbeobachtung' auf: den sicherlich schwereren, unhandlicheren, empfindlicheren, feuchtigkeitsaffinen und sonstwie ungeeigneten Tubus durch die Gegend karren oder eine geschlossene bewährte Konstruktion einsetzen. Muss man halt mögen, die Natur ist da rigoros. Ich hab den Unterbau angeschaut, und das wäre für mich nix - stabil, aber Overkill. Ich würde mir für die praktische Nutzung vllt. mal Gedanken manchen, ob es für die Natur nicht sinnvoller wäre, hinsichtlich der Mobilität ein etwas kleineres Spektiv (85mm) mit geeignetem Zoomokular auf einem anderen adäquaten Unterbau zu holen. Das kostete samt nem sagen wir mal Kowa 88, 3er-Gitzo plus Neiger auch unter 4k€, wäre aber absolut freilandtauglich.

csm
 
Optisch kann man mit Astronomischen Teleskopen bei geeigneter Zusammenstellung der Zutaten absolut mit den Edelmarken Fertigspektiven mithalten.
Innenfokussierung und Wasserdichtigkeit wird so aber niemals möglich sein
Ein 4" Apo ist als Spektiv mE viel zu groß.
Ich hab mich schrittweise nach unten entwickelt, hab beim Skywatcher ED72, nun das Finale gefunden, einfach weil er so sehr leicht und visuell im sinnvollen Vergrößerungsbereich farbrein ist.
Das Amici erzeugt einen eigenen Farbfehler, vor allem bei F/6 indiskutabel viel, da muss ein GWK dran. Dann ein Zoom Okular, da Okularwechsel im Feldeinsatz vollkommen unpraktikabel ist. Bis man das nächste Okular drin hat, ist der Vogel weg.
Außerdem nutzen die allermeisten Amicis am Astromarkt einfach die Totalreflexion an den Dachflächen, das Kostet Kontrast und Auflösung entlang der Dachkante durch die Bildmitte, bei hoher Vergrößerung sieht man, dass es sogar eine Verdopplung ist.
Entweder man nutzt ein Prisma mit Aluverspiegelung (Edmund Optics, komplett selbstbau da loses Prisma) und lebt mit dem damit verbundenen deutlichen Lichtverlust, oder man nimmt das gerade brandneue 2" Amoci von Skywatcher mit Phasenkorrektur.
In beiden Fällen wird man aber bei hohen Ansprüchen um etwas Selbstbau nicht drumrum kommen, da man den GWK da irgendwie noch vor das Prisma bekommen muss.
Der sinnvolle Vergrößerungsbereich liegt bei 20-60x, die ganzen Hersteller wählen diesen Bereich nicht umsonst.
Ich selbst nutze das APM Zoom, das ist in eigentlich allen Belangen besser als das Baader, und es zeigt trotz höherer Minimalvergrößerung mehr wahres Feld.

LG
Olli
 
Ich habe das Swarovski AT80 mit Originalzoomokular 20x - 60x schon viele Jahre. Bin voll zufrieden damit. Tolle Schärfe und keine Farbsäume. Habe auch einen Okularadapter dabei um es mit dem Astrozubehör zu verwenden, ist aber immer das Zoomokular darauf weil es damit super funktioniert. Kann nichts negatives darüber sagen, würde es auch nicht hergeben. Was ich sehr selten verwende ist allerdings der Fotoadapter, da wird es durch die Brennweitenverlängerung ziemlich düster und das Spektiv sehr hecklastig.
 
Ich betreibe sowohl visuelle Astronomie als auch Naturbeobachtung. Ich habe genau ein Mal meinem 80er Apo für die Vogelbeobachtung herumgeschleppt. Das war so unpraktisch, dass ich mir daraufhin ein ordentliches Spektiv (Kowa) zugelegt habe. Das ist leichter, handlicher und das Wetter kann dem nichts anhaben. Ich habe mit dem Gerät jüngst im Oktober bei Regen und Wind an der Nordsee Zugvögel beobachtet. Undenkbar, das mit einem Teleskop zu machen. Ich plädiere auf jeden Fall dafür, sich für die Naturebeobachtung ein eigenes Gerät anzuschaffen. Je nachdem, wie mobil man unterwegs ist, braucht es auch gar nicht so ein großes Gerät zu sein.

VG
Hermann
 
Mein erstes sehr ordentliches Gerät, ein 90mm Refraktor mit tollen Okularen, gebraucht zu einem m.E. guten Preis gekauft, verdanke ich auch einem eher Vogel-/Naturbeobachter, dem das Ganze schnell viel zu umständlich und schwer wurde, und danach eben auf ein Spektiv umgestiegen ist.

Gut für mich, für ihn waren es wohl auch eher nur Spesen gewesen ...

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Einzige was meinen Selbstbau noch von einem dedizierten Spektiv unterscheidet ist der Okularauszug, welcher (noch?) nicht Wasserdicht ist und eben keine Innenfokussierung.
Es geht, aber da steckt auch viel Eigeninitiative drin. Mir persönlich hat es Spaß gemacht mich Schritt für Schritt diesem Ziel zu nähern.
Jetzt brauch er sich auch neben einem Zeiss oder Swaro nicht mehr verstecken.
Aber man muss das auch wollen.

LG
Olli
 
Ich besitze ja kein Spektiv und hatte auch noch nie eines.
Dennoch interessiert mich das Thema, weil ich den Sinn der Geräte noch nie so ganz verstanden habe.
Das meine ich in keinster Weise ketzerisch oder provozierend, sondern möchte es wirklich gerne verstehen.

An meinem Arbeitsplatz gibt es eine recht große Storchenkolonie, jedes Jahr werden die Jungtiere beringt und mehrmals im Jahr kommen Onrhithologen mit Ihrem Leica Apo Televid um die Ringnummern der Tiere in den Nestern abzulesen.
Da es mich interessierte habe ich einmal mein Canon 15x50 IS mitgenommen um es mit dem Leica Spektiv zu vergleichen.
Das Spektiv hatte natürlich eine höhere Vergrößerung, aber dafür war es auch groß, schwer, unhandlich und brauchte ein Stativ.
Das Canon war klein und handlich und hatte den Zugewinn des beidäugigen Sehens, also auch eine virtuelle Zusatzvergrößerung von Faktor 1.2 dazu besseren Kontrast und Detailerkennung.

In diesem Fall, Ablesen der Ringnummern, war die Vergrößerung des Spektives entscheidend, aber die Ornithologen waren vom Canon sichtlich beeindruckt, so etwas kannten sie damals noch nicht (war in den frühen 2000er Jahren)

Würde ich jetzt selbst durch unwegsames Gelände krabbeln um Vögeln (oder auch anderen Tieren) nachzustellen, würde ich niemals nicht so ein Geraffel mit Stativ etc. mit mir herumschleppen wollen.
Zur Identifizierung und auch Erkennung von Gefiederdetails denke ich ist ein stabilisiertes Fernglas mit hoher Vergrößerung (20x) mindestens ausreichend, wenn nicht sogar besser geeignet.
Und durch den schnelleren Einsatz ohne Stativaufbau kann man auch Tiere beobachten, die sonst schon wieder weggeflogen sind.

Klar bleibt die Vergrößerung, mit dem Spektiv kann ich größere Distanzen überbrücken.
Aber wenn schon, wäre dann nicht ein APM 82mm oder 100mm SD Fernglas, gerne auch mit fest verbauten Zoomokularen, jedem Spektiv überlegen?
Wasserdicht sollte das dann auch sein.
OK, es wird noch etwas schwerer als das Spektiv sein, aber meiner Meinung nach auch deutlich leistungsfähiger, nicht zuletzt weil binokular.

Danke für die Aufklärung

Jochen
 
Bevor ich so richtig in die Hobby Ornithologie eingestiegen bin, hab ich das auch nicht verstanden.
Klar wäre ein APM optisch überlegen.
Aber willst du das kilometerweise auf deiner Schulter tragen?
Spektive haben ihren Einsatzzweck da, wo die Distanzen größer werden, weil man nicht rankommt, und wo man vorher etwas Fußmarsch vor sich hat. Wasserschutzgebiete, Feuchtwiesen, Seen, oder auch das Nest auf dem Baum, so ein großes Doppelteleskop ist da zu schwer und sperrig.
Ich komme inklusive Stativ auf gerademal 5kg.
Für eine genaue Artbestimmung kommt es gerade bei ähnlichen Unterarten auf Details an, dafür braucht es die Vergrößerung eines Spektivs.
Ich persönlich habe immer ein 10x42 Fernglas UND ein Spektiv dabei. Keines von Beidem empfinde ich als Verzichtbar. Aber ich hätte auch absolut keine Lust, so ein 82er APM durch Feuchtwiesen und Wälder herumzuschleppen.
Mit dem Auto darf und/oder kann man fast nie dahin gelangen, wo es lohnend was zu sehen gibt.

LG
Olli
 
Dennoch interessiert mich das Thema, weil ich den Sinn der Geräte noch nie so ganz verstanden habe.
Das meine ich in keinster Weise ketzerisch oder provozierend, sondern möchte es wirklich gerne verstehen.
Hi!

Das kommt auf das Spektiv an.

Ich habe einen ED80/600, der auch mal tagsüber zur Naturbeobachtung eingesetzt wird, wenn ich mit dem Gerät in den Alpen bin – das Amici-Prisma ist eh im Okularkoffer. Trotzdem verwende ich für den Blick in die Natur – wenn ich nicht den ganzen Astrokram mitschleppen will – eher das 80mm-Spektiv, das leichter, wetterfester und robuster ist, auch wenn es nur bis 60x vergrößert und dann schon Farbfehler zeigt. Dafür passt es in einen größeren Rucksack und auf ein besseres Fotostativ, was mit dem ED80 keinen Spaß macht – zu schwer. Zugegeben tut es mir da auch nicht so weh, wenn dem günstigen Spektiv auf Touren was passiert.

Und zur Papageitaucher-Beobachtung auf der letzten Schottland-Tour kam ein Hummingbird 7-21x50 zum Einsatz – passt ebenfalls auf das ohnehin im Reisegepäck vorhandene Fotostativ und zeigt mehr als ein Fernglas (wobei der Winzling mit 7x auch noch freihändig geht, ähnlich wie Fernglas/Monokular).

Wenn das Gerät einen festen Standort hat, kann man über 100mm Großferngläser reden...

Beste Grüße,
Alex
 
Oder halt ein Bino Spektiv :)

153248172.4IAKF8nM.jpg

(immer noch ein Traum von mir...)

Grüße Jochen
 
Bevor ich so richtig in die Hobby Ornithologie eingestiegen bin, hab ich das auch nicht verstanden.
Klar wäre ein APM optisch überlegen.
Aber willst du das kilometerweise auf deiner Schulter tragen?
Spektive haben ihren Einsatzzweck da, wo die Distanzen größer werden, weil man nicht rankommt, und wo man vorher etwas Fußmarsch vor sich hat. Wasserschutzgebiete, Feuchtwiesen, Seen, oder auch das Nest auf dem Baum, so ein großes Doppelteleskop ist da zu schwer und sperrig.
Ich komme inklusive Stativ auf gerademal 5kg.
Für eine genaue Artbestimmung kommt es gerade bei ähnlichen Unterarten auf Details an, dafür braucht es die Vergrößerung eines Spektivs.
Ich persönlich habe immer ein 10x42 Fernglas UND ein Spektiv dabei. Keines von Beidem empfinde ich als Verzichtbar. Aber ich hätte auch absolut keine Lust, so ein 82er APM durch Feuchtwiesen und Wälder herumzuschleppen.
Mit dem Auto darf und/oder kann man fast nie dahin gelangen, wo es lohnend was zu sehen gibt.

LG
Olli

Genauso ist es bei mir auch. Es ist hauptsächlich ein Gewicht-/Handlung-Thema. Bei einer meiner typischen 10-20 km Tagestouren durchs Gelände muss das bequem genug sein, sonst landen die Sachen nur in der Vitrine und werden nicht genutzt. Mein häufig genutztes Spektiv ist das kleine 55er Kowa. Das hat eine schöne Fluorit-Optik und wiegt mit Tasche und Stativ ca. 2,5 kg. Dazu noch ein 8x32 FG und es kann losgehen.

VG
Hermann
 
Danke Euch allen für die rege Beteiligung. Ich werde mal versuchen irgendwo einen Händler zu finden, das das ZEISS und SWARO jeweils in 95 da hat, um mich zu entscheiden.

VG, Peter
 
Ich plane etwas mehr Zeit mit der Naturbeobachtung zu verbringen und überlege diesbezüglich wegen Equipment.
Ich werde jetzt nicht den Versuch unternehmen, so einige seltsame Spektivperspektiven gerade zu rücken, aber eine Frage an den Fragesteller:

Warum eigentlich ein 95er, wenn in der Eröffnungsfrage in keiner Hinsicht erläutert wurde, welcher Charakter in der Beobachtung angestrebt wird?
Und was ist Natur im engeren Sinne? Landschaft oder Tier oder egal, in Summe alles?
Welches Gelände, welche Art und Weise? Mobil oder stationär? Halb und Halb? Im sitzen oder im stehen?
Wegstreckenlänge?
Allein die herstellerabhängigen Fokussierprinzipien Zentralfokus (berrelfokus) oder Dualfokus (Kombifokus) können im A-B Vergleich und je nach Vorliebe evtl. das Swaro raus kicken.

Nur so viel, das falsche Spektiv und das Ansinnen verliert schnell seinen Sinn im Zweck. Da ist es erst einmal egal ob das Swaro - KOWA - Zeiss oder Teekanne drauf steht.

Nicht ohne Grund haben z.B. Birder nicht nur ein Spektiv.
 
Warum eigentlich ein 95er, wenn in der Eröffnungsfrage in keiner Hinsicht erläutert wurde, welcher Charakter in der Beobachtung angestrebt wird?
Und was ist Natur im engeren Sinne?
Hallo Dominique,

ganz berechtigte Fragen :).

Das 95er weil ich gern beste Performance haben will und das 115er doch etwas zu groß ist ;)

Wir haben einen schönen Garten mit viel Federvieh (besonders jetzt im Winter).

Das mit den Fokusprinzipien ist mir auch in den Beschreibungen aufgefallen. Da wollte ich besonders drauf achten, wenn ich mal beide irgendwo vergleichen kann.

VG, Peter
 
Hallo Peter,

interessant. Ich bin jetzt in die andere Richtung gegangen. Ich hatte bis vor kurzem ein ATX 85, 65 und ein BTX Modul.
Das ATX 85 habe ich letzte Woche verkauft. Ich bin nie so recht mit der einäugigen Beobachtung zurechtgekommen. Hatte
auch mal über eine Vergrößerung 95/115 nachgedacht, aber die haben wieder ein kleineres Gesichtsfeld und am Tag sind
die Unterschiede von 85 zu 95 nicht besonders groß (habe ich bei Swarovski getestet). Für Dämmerung/Nacht sieht es
wieder anders aus. Ich würde unbedingt vorher testen - die Zahlen alleine sagen nicht alles aus. Am Fokus bei Swaro
vermisse ich nichts.

SG Hans-Peter
 
AOK Swiss hat ein "1.25" Kantenfreies Dachkantprisma, 90° Dachkant-Umkehrsystem für ein seiten- und höhenrichtiges Bild ohne Qualitätsverschlechterung durch eine Kante im Strahlengang." im Angebot. Problem: 660 g schwer.
 
Das Problem bei den ganzen 45° Amicis ist nicht die Präzision der Kante, sindern die Tatsache, dass dort Totalreflexion genutzt wird. Dann kann man tatsächlich so präzise fertigen, wie man will, das Bild auf der Kante vleibt schlecht.
Man kann Alternativ auch einfach die Dachkante Phasenkorrigieren oder Aluminiumverspiegeln, den 90° Winkel auf max 5" präzise schleifen, und gut ist. Dann sieht man die Dachkante selbst im Sterntest nicht mehr.

LG
Olli
 
Das hab ich schon verstanden, ist aber unnötig, wenn man andere Dinge als Hersteller berücksichtigt.
Der ganze Glasweg muss ja auch korrigiert werden, sinst tauscht man einen Fehler gegen einen anderen.

LG
Olli
 
Glasweg erzeugt Farbfehler, und viel Glasweg erzeugt viel Farbfehler.
Ist nix neues.
Bissl SA kommt Streng genommen auch noch dazu.

LG
Olli
 
Na gut, ich weiss dass Zeiss (und ich glaube auch Takahashi bei den frühen Apos mit der außen liegenden FL-Linse) seinerzeit den Glasweg bei seinen Objektiven eingerechnet hat. Aber hier in diesem Fall dürfte der Effekt sehr gering sein, es geht lediglich um terrestrische Beochtungen im geringen Vergrößerungsbereich. Da dürfte das Fehlen der Dachkante eine größeren Effekt haben. Die Diskussion ging ja darum ein vorhandenes Astrorohr für terrestrische Beobachtungen zu nutzen. Da reden wir über V=60 bis 80 maximal. In dem Zuge schlug ich das kantenfreie Dachkantprisma von Beat Kohler vor.
Optisch dürfte das die beste Lösung sein einen vorhandenen Refraktor terrestrisch zu nutzen, wenn man mit den Einschränkungen 1 1/4" plus Gewicht leben kann.
 
Na gut, ich weiss dass Zeiss (und ich glaube auch Takahashi bei den frühen Apos mit der außen liegenden FL-Linse) seinerzeit den Glasweg bei seinen Objektiven eingerechnet hat.
Machen sie selbstverständlich auch heute noch
Aber hier in diesem Fall dürfte der Effekt sehr gering sein, es geht lediglich um terrestrische Beochtungen im geringen Vergrößerungsbereich. Da dürfte das Fehlen der Dachkante eine größeren Effekt haben.
Ganz im Gegenteil.
Die Dachkante bei normalen Amicis stört, aber sie stört wenig, den Farbfehler von so viel Glas finde ich hingegen völlig inakzeptabel
Die Diskussion ging ja darum ein vorhandenes Astrorohr für terrestrische Beobachtungen zu nutzen. Da reden wir über V=60 bis 80 maximal.
Ja, schon klar.
Und 80x ist schon sehr hoch gegriffen


In dem Zuge schlug ich das kantenfreie Dachkantprisma von Beat Kohler vor.
Wie gesagt, man kann den störenden Effekt der Dachkante auch durch Phasenkorrektur beseitigen. Denn die Phasenverschiebung ist der Hauptgrund für die Verluste an der Dachkante, nicht die Präzision des Schliffs.
Man muss sich nicht so einen riesen Glasklotz dran hängen.
Optisch dürfte das die beste Lösung sein einen vorhandenen Refraktor terrestrisch zu nutzen, wenn man mit den Einschränkungen 1 1/4" plus Gewicht leben kann.
Mit 90° Einblick?
Auf gar keinen Fall, das Teil ist nicht für terrestrische Nutzung gedacht.

LG
Olli
 
Ob 90° eine gute oder schlechte Lösung für terrestrische Beobtung ist, darüber lässt sich diskutieren. Ich habe bei meinen Großferngläsern immer die 90° Variante bevorzugt, d.h. niedriges Stativ und Einblick von oben. Aber natürlich auch für den Grenznutzen Astro.

Wie groß ist denn der Glaswegeffekt bei dem von mir verlinklen Prisma?

Dachkante duch Phako beseitigen geht natürlich nicht, nur reduzieren.

 
Ob 90° eine gute oder schlechte Lösung für terrestrische Beobtung ist, darüber lässt sich diskutieren. Ich habe bei meinen Großferngläsern immer die 90° Variante bevorzugt, d.h. niedriges Stativ und Einblick von oben. Aber natürlich auch für den Grenznutzen Astro.
Klar, Geschmackssache. Für Vogelbeobachtung tendiere ich persönlich eher zur Mehrheit und bevorzuge 45°
Wie groß ist denn der Glaswegeffekt bei dem von mir verlinklen Prisma?
Ich vermute aufgrund der optischen Weglänge ähnlich viel wie bei einem Bino, und das finde ich selbst bei F/7,5 ganz erheblich.
Die normalen Amicis mit 80mm Glasweg finde ich bei F/7,5 gerade noch okay, bei F/6 aber schon völlig inakzeptabel

Dachkante duch Phako beseitigen geht natürlich nicht, nur reduzieren.
Beseitigen geht natürlich nicht, aber es lässt sich zusammen mit ausreichend präzisem Schliff tatsächlich so weit redutmzieren, dass man von der Dachkante selbst im Sterntest nichts mehr sieht.
Ein I-gramm würde das natürlich trotzdem noch detektieren, keine Frage, aber es reicht für visuelle Beobachtung selbst bei hoher Vergrößerung aus.
EO zB schleift auf L/8 und den Winkel auf unter 5" Toleranz, verspiegelt mit Aluminium als Phasenkorrektur.
Tadellos am Planeten das Teil, aber durch das Alu leider nur 72% Transmission.
Richtige PhaKo kann das deutlich besser, und ein erster Test mit dem neuen Skywatcher 2" Amici, welches PhaKo hat, war sehr vielversprechend.

LG
Olli
 
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