Wenn man sich mit Siril relativ gut auskennt... lohnt sich das Geld für PixInsight???

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Mir gefällt die Farb-Balance in SiriL übrigens besser, da da auch noch leichte Brauntöne auftauchen. In PI ist das irgendwie überbügelt.
Ja, das ist mir auch aufgefallen. Das PI Bild besteht genau aus zwei Farbtönen. Einem Rotton und einem Blauton. Das liegt aber nicht an PI sondern am Autor. Der Vorteil von PI ist nur, dass es das wohl relativ einfach kann. Ob man das braucht, ist wieder eine andere Frage.

Ich sehe für mich keinen Grund, Siril plus LR und Graxpert und Topaz Denoise gegen PI einzutauschen, um dann zwar ein anderes, aber nicht zwingend besseres Ergebnis bei deutlich mehr Zeitaufwand zu erhalten. Hieße ich Frank Sackenheim oder Daniel Nimmervoll, würde ich mich auslachen und weiter PI nutzen. Ich bin aber Amateur und werde es bleiben. Ich bin auch kein Pixelpeeper und auch kein Perfektionist. Ich hab in meinem Workflow noch mindestens 75% Verbesserungspotenzial. Erst wenn ich da durch bin, denke ich über andere Software nach
Ich glaube nicht, dass man mit PI so viel bessere Ergebnisse erzielen kann, wie mit Siril plus TD AI und AP/Gimp/etc. Wenn die Tools bestimmte Vorraussetzungen wie z.B. Ebenenmaskierung können, kann man damit gute Bilder machen. In Gimp muss man sich allerdings mehr oder weniger alles manuell erarbeiten. Es gibt so gut wie keine Tutorials. Für PI gibt es viel mehr Guides und Tutorials. Für mich ist es tatsächlich ausschließlich eine Geldfrage, ob ich mir das für ein paar % bessere Bilder leisten will.

Ich persönlich glaube, die Qualität der Bilder hängt im wesentlichen davon ab, wie gut man seine Tools einsetzen kann und nicht welche Tools das sind. PI wird es einem als dezidierte Lösung ab einem bestimmten Punkt sicher einfacher machen, da es für den Zweck gemacht wurde.

Hier ist ein Beispiel von einem 100% crop aus einem HaLRGB, was ich gestern mit Siril, TD AI und Gimp erstellt habe. GraXpert AI hat da übrigens kläglich versagt. Ich habe es mit der in Siril integrierten Version manuell geebnet. Die Sterne habe ich ganz ohne KI ausschließlich in Gimp bearbeitet. Alles manuell, keine Skripte, kein Sterne verkleinern. Das Bild ist nicht mal photometrisch kalibriert. Das geht also schon. Ob man das mit PI so viel besser hinbekommen würde? Keine Ahnung, ich kanns mir aber nicht vorstellen.
1700417568870.png
 
Das Bild ist sehr gut und man muss nichts verbessern, nur ein Beispiel:
BTX AI3
Sharpen Stars: 0,12 (leicht verkleinert)
manuell PSF Diameter: 2,4
Sharpen Nonstellar: 0,6 (für mich schon zu sehr geschärft)

1700417568870b.png
 
@joetaiga

aber an deinem Bild sieht man auch, dass gute Rohdaten die wichtigste Voraussetzung sind - dann kann man tatsächlich seine EBV auf rudimentäre Bearbeitungsschritte reduzieren und erhält ein natürlich und ästhetisch wirkendes Ergebnis. Und TPDN dosiert(!) eingesetzt zerstört diesen Eindruck auch nicht.

viele Grüße - Ronald
 
Bietet PI aber letztlich dann wirklich soooo viel mehr, dass es 250€ wert ist?

Ich möchte 'mal kurz nachrechnen anhand der Geräte in der Signatur:

WO Redcat 51: €1190,-
ZWO ASI 2600 MC Pro: €2590,-
StarAdventurer GTI: €629,-
ZWO AsiAir Plus, ZWO ASI 120mini, 30F4: €783,-

Also ohne irgendwelche Adapter, Filter, Stativ komme ich bereits auf €5192,-

Die €250 für PI sind dann weniger als 5% der Hardwareaufwendungen. Wenn man berücksichtigt, dass >50% des finalen Ergebnisses in der Bildbearbeitung streckt, dann halte ich die 5% für sehr gut investiert.

CS - Oliver
 
Der Unterschied: Falls man die Lust am Hobby verliert oder z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kann, bekommt man für die Ausrüstung einen großen Teil der Investition zurück, wenn man den Kram verkauft. Die PI-Lizenz ist meines Wissens noch übertragbar.
Plus ggf. nötige Aufrüstung des PCs.
Also ganz so klein sind die Kosten nicht. Und wenn die PI-Mannen sich entschließen eine neue Hauptversion zu bringen (was sie bisher wohl vermieden haben) darf man nochmal zahlen, wenn man aktuell bleiben möchte.

Aber klar: Fürdas Equipment geben wir sicherlich mehr Geld aus als für Software. Da muss dann jeder selbst entscheiden ob ihm kostenlose Software genügt oder ob der (nach langer Einarbeitung...) Komfort und die eventuell etwas besseren Ergebnisse es wert sind. Jeder Jeck ist anders...

Ciao, Udo
 
Die €250 für PI sind dann weniger als 5% der Hardwareaufwendungen. Wenn man berücksichtigt, dass >50% des finalen Ergebnisses in der Bildbearbeitung streckt, dann halte ich die 5% für sehr gut investiert.
Meine Rechnung sieht anders aus. Denn es ist ja nicht so, dass es keine günstigeren Alternativen in Sachen Software gibt.

Lizenz für PS und LT scheint er der TE ja zu haben 144€/Jahr
NXT, SXT, BXT 200€
Wenn schon denn schon die restlichen Croman Tools 100€
Der Rechner vom TE ist ordentlich, ist aber trotzdem ziemlich langsam gut 1000€, wenn er selbst einen Upgrade machen kann, locker 2000€ von der Stange
PixInsight on top 250€

Wenn ich das nur auf 5 Jahre rechne komme ich auf etwa 1000€ alleine für die Software und dazu nochmal mindestens 1000€ für Hardware. Und das obwohl er für 120€ mit Affinity Photo plus TD AI 90% des Ergebnisses hinbekommt. Mit TD AI und Gimp sogar für 50€. Da reicht die Hardware des TE locker für. TD AI läuft für Bilder der ASI2600 sogar ohne weiteres mit einer 10 Jahre alten Mainstream Grafikkarte.

Also vierstellige Beträge für 10% bessere Bilder? Da würde ich mir eher eine vernünftige Montierung holen. Die holen die 10% auch raus und man hat für später sogar eine Option auf mehr Brennweite und visuelle Beobachtung.

Ich hab ja nichts gegen PixInsight. Ich halte das tatsächlich für die beste Software auf dem Markt. Aber für den Rattenschwanz, den das hinter sich herzieht, wäre mir das als Anfänger echt zu heftig. Man darf ja nicht vergessen, dass der TE noch am Anfang steht.

Da kannst du jetzt natürlich hergehen und sagen, dass man die rechenintensiven Features einfach abschaltet. Aber das ganze Software Paket alleine kommt ja schon vierstellig. Es geht garantiert niemand her, holt sich PI plus *XT und macht sein Feintuning dann in Gimp. Und wozu dann noch PI, wenn der Rechner die guten Features erst am Tag darauf abliefert? Nur für BXT? Weil wenn wir mal ehrlich sind, die 10% kommen eher von BXT und nicht von PI. So gefühlsmäßig setzen die meisten, die hier mit PI erzeugte Bilder in die Gallerie posten, PI nur deshalb ein, weil es der einzige Weg zu BXT ist.
 
@joetaiga

aber an deinem Bild sieht man auch, dass gute Rohdaten die wichtigste Voraussetzung sind - dann kann man tatsächlich seine EBV auf rudimentäre Bearbeitungsschritte reduzieren und erhält ein natürlich und ästhetisch wirkendes Ergebnis. Und TPDN dosiert(!) eingesetzt zerstört diesen Eindruck auch nicht.

viele Grüße - Ronald
Die Rohdaten waren tatsächlich durchwachsen, da ich alles bei einem gewissen Bewölkungsgrad aufgenommen habe. Ich schätze ich habe so 60% rum wegen Wolken weggeworfen. Dafür war das SNR aber ganz ok, da ich mit Binning aufgenommen habe. Auch Probleme durch unrunden Sterne durch die vielen Wolken habe ich mit dem groben Sampling vermieden.

Am Ende waren das in Gimp ca. 20 Ebenen. Also die EBV war schon komplex. Das Hauptproblem war der große Dynamikumfang. Unter 10 Ebenen komme ich allerdings nie aus.

Hast aber Recht. Am Ende war das Material ganz gut. Das sind Erfahrungswerte bei der Aufnahme und weniger die EBV Software. Vor 5 Jahren hätte ich die Aufnahme vermutlich in die Tonne treten können.
 
Zu den Kosten der diversen Software, die ich nutze:
Lr & PS nutze ich seid Jahren - in erster Linie photographiere ich ja sehr viel bei Tageslicht, daher gesetzt! Käme niemals auf die Idee Affinity oder Gimp stattdessen zu nutzen! Ich hab tatsächlich auch die entsprechenden Topaz AI Tools - welche bei normalen Photos wirlklich toll sind, aber IMHO bei DeepSky versagen. Egal wie sehr ich mit den Werten runter geh, und egal welche Basis ich nehm, entstehen sehr unangenehme Artefakte wenn man sich die Bilder genauer ansieht.
NXT & SXT hab ich mir gekauft und nutze ich seit ner Weile sehr erfolgreich in PS. Da muss ich halt aus Siril raus, und mal "zwischendurch" rüberspringen. IMHO arbeitet SXT deutlich besser als Starnet ++ (das Nebelbild wird weniger "fleckig"), weshalb mir das wirklich das Geld wert war. Lustigerweise entsteht ja innerhalb PS bei SXT kein Sternbild (dieses muss man dann über Masken und Ebenen selber basteln was echt lästig ist!) - daher nutze ich gern Starnet in Siril um ein Sternbild zu generieren. Und dann mach ich aber in PS mit SXT das reine Nebelbild. Ziemlich umständlich, ich weiß... LACH
BXT hab ich aktuell als Testversion in meiner PI-Trial laufen. Ich muss sagen, dass das schon ne ganz andere Hausnummer ist, als die AstroSharp Freeware! Vielleicht bin ich zu doof für letztere, aber irgendwie kam da bei mir immer eher Murks raus leider...
Meinen Rechner (der ein Laptop ist) werde ich nicht weiter aufrüsten, oder mir einen neuen kaufen! Mal abgesehen vom Stacking - wo mich mal die Zeiten anderer zum Vergleich interessieren würde - läuft ja alles nahezu in Echtzeit... somit alles fein!
250-300€ plus das Geld für den BXT sind natürlich eine Summe, die weh tut. Einige habe vielleicht verfolgt, wie intensiv ich in die Sache in den letzten Wochen eingestiegen bin, was natürlich echt VIEL Geld gekostet hat! Zum Glück verdien ich ganz gut - aber auch nicht so, dass dies alles "Porto-Kasse" ist. Ich hab vieles verkauft, um zumindest die Kosten grob zu halbieren... Nur um ein paar Bilder zu machen, die eh kaum jemand interessieren - und dies auch nur alle paar Wochen mal, wenn's in dunklen Nächten aufklart. Deswegen frag ich mich schon, ob ich weitere 350€ für Software in die Hand nehmen werde! Ich bin froh um die Testversionen, und dankbar um die offene Diskussion hier!!! Auch bin ich sehr dankbar für die Tips und Hilfe, welche ich in den einzelnen Themen bekomme - als Einsteiger wird man überrollt von 1000 Fragen und Themen. Allein die Sache mit der Sternzusammensetzung im anderen Thread - wie soll man da von allein drauf kommen????
DANKE EUCH ALLEN!!!!
 
Auch bin ich sehr dankbar für die Tips und Hilfe, welche ich in den einzelnen Themen bekomme - als Einsteiger wird man überrollt von 1000 Fragen und Themen.
Der Grund für mich, PI zu nutzen war, dass es Unmengen von Tutorials gibt. Einerseits gibt es direkt vom Hersteller so einige Tutorials. Andererseits auch Unmengen Tutorials auf Youtube. Da findet man eigentlich zu allem mehr als eine Vorgehensweise.
 
Egal wie sehr ich mit den Werten runter geh, und egal welche Basis ich nehm, entstehen sehr unangenehme Artefakte wenn man sich die Bilder genauer ansieht.
Das ist eigentlich ganz einfach. Je heller der Hintergrund, desto weniger Artefakte und Schärfung produziert TD AI in Astrofotos. So ab 30% kann man überhaupt keine Schärfung mehr erreichen. Man kann alternativ auch das Bild hochsampeln. Wenn das Bild auf 300% gesampelt wurde, kann man TD AI auch auf Bilder mit Sternen anwenden, ohne dass es die Sterne verunstaltet.

Die *XT Tools sind zugegebenermaßen aber besser für Astrofotos. Die wurden dafür halt gemacht. Schon alleine dass man das auf linearen Daten machen kann, ist ein riesen Vorteil. Man kann damit natürlich genauso Unfug treiben wie mit TD AI...
 
Lustigerweise entsteht ja innerhalb PS bei SXT kein Sternbild (dieses muss man dann über Masken und Ebenen selber basteln was echt lästig ist!)
Denke über diesen Satz nochmal nach.
Wenn Du das Originalbild hast, und dazu das sternlose Bild, dann hast Du auch mit wenigen Klicks das Sternbild.
Stichworte Differenz, Subtraktion, oder Unscreen.

Dieser Punkt geht in die Richtung, die auch Frank angedeutet hat: prinzipiell kann man für die Astro-Bildbearbeitung jedes Tool nehmen. Es kommt mehr darauf an, zu verstehen WAS man da eigentlich gerade macht, und wie diese Operation im Tool der Wahl implementiert ist.
Aus meiner Sicht gibt es kaum etwas in PI was man nicht auch mit komplett freier Software hinbekommen kann.
Teilweise wird es dann etwas umständlicher, oder man muss häufiger zwischen mehreren Programmen hin- und herwechseln. Manche Dinge finde ich aber in freier Software sogar deutlich besser gelöst als in PI.
Für BXT gibt es meines Wissens noch kein ähnlich gutes Pendant in freier Software. Da fordern vergleichbar gute Ergebnisse dann doch erheblich mehr Arbeitsaufwand. Das ist aber auch kein Verdienst, den sich PI auf die Fahnen schreiben kann.

Grüße und CS,
Steffen
 
Denke über diesen Satz nochmal nach.
Wenn Du das Originalbild hast, und dazu das sternlose Bild, dann hast Du auch mit wenigen Klicks das Sternbild.
Stichworte Differenz, Subtraktion, oder Unscreen.
Dass stimmt schon - allerdings muss ich zugeben, dass ich Lr-Kind bin, und mir mit PS echt schwer tu. Ja, ich weiss, auch DAS kann und muss man mal lernen. Aber ich hab echt Probleme, mir alle Schritte zu merken. Heute erlerne ich vielleicht wie es geht mit PS dieses reine Sternbild zu erzeugen, bekomme das auch mehrmals über Wochen hinweg hin. Wenn ich dann die Software aber mal 4 Wochen ruhen lasse, ist alles wieder weg! Geht mir auch so beim Überblenden von Sternenhimmel und Landschaft mt Masken und Ebenen. Ich vergesse echt JEDES Mal nach kurzer Zeit wieder, wie es in PS geht. Ich steh leider mit der Software echt auf Kriegsfuss, und konnte in der normalen Photographie halt easy alles mit Lr bislang lösen....
 
Am Ende waren das in Gimp ca. 20 Ebenen. Also die EBV war schon komplex. Das Hauptproblem war der große Dynamikumfang. Unter 10 Ebenen komme ich allerdings nie aus.
ich mache ja auch bescheidenere Astro-EBV und für mich hat sich sofort herausgestellt, dass die Ebenen/Layer Verarbeitung (Photoshop, Affinity Photo, Gimp (?) ) einfach am besten zu verstehen, zu handhaben und anschaulichsten ist. Super ist es dann auch noch, wenn die Layer durch Live-Prozesse erzeugt werden, weil man dann an der ganze Kette gleichzeitig herum schrauben kann.

So funktioniert das aber in PI nicht, oder?
Da hat man doch nur diese Prozessobjekte, die man dann in bestimmten Schritten anwenden muss.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das dann der Punkt der für mich komplett gegen PI spricht.

Und nocheinmal der Hinweis in AP gibt es die James Ritson Astro-Macros (mM eine komplette Suite mit allen Astro-Verarbeitungsmöglicheiten). D.h. man kann die komplette Verarbeitungs-Kette mit Ebenen/Layer machen, zum teil auch Live.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ein Ebenenkonzept gibt es in PI nicht. Allerdings finde ich es auch nicht sehr sinnvoll, 20 Ebenen zu haben und dann in der zweituntersten Ebene nochmal "schnell" eine Anpassung machen zu wollen. In PI kannst du dir halt jeden einzelnen Schritt inkl. aller Einstellungen speichern. Aber wenn du halt 5 Schritte zürick willst, musst du die letzten 4 Schritte dann nochmal neu berechnen. Ja nachdem, was du da machst, kann das recht schnell oder sehr langsam sein ;-)
Für PI sollte man sich am besten einen Workflow erarbeiten, an den man sich dann hält.

CS, Daniel
 
Deswegen hatte ich an anderer Stelle auch gefragt, ob mein Worklflow so passt - aber leider noch keine Antwort bekommen...
 
Deswegen hatte ich an anderer Stelle auch gefragt, ob mein Worklflow so passt - aber leider noch keine Antwort bekommen...
Es gibt nicht DEN richtigen oder falschen Workflow. Am Ende kommt es darauf an, wie es für dich am besten funktioniert. Ich hab mir meinen eigenen Worflow basierend auf diversen Youtube-Videos zusammengebaut, probiert und aufgeschrieben. Aber wenn man dann an einer Stelle etwas ändert, muss man ggf. auch sonst nochmal ein paar Sachen umstellen. Z.B. glaube ich, dass ich mit GHS die Farbsättigung in den Sternen nicht mehr vorab erhöhen muss. Aber da muss ich auch erstmal noch experimentieren.
 
Ich möchte 'mal kurz nachrechnen anhand der Geräte in der Signatur:

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Also ohne irgendwelche Adapter, Filter, Stativ komme ich bereits auf €5192,-

Die €250 für PI sind dann weniger als 5% der Hardwareaufwendungen. Wenn man berücksichtigt, dass >50% des finalen Ergebnisses in der Bildbearbeitung streckt, dann halte ich die 5% für sehr gut investiert.

CS - Oliver
Bei dem Post wollte ich eigentlich noch schreiben, kannst auch die AM3/AM5 mit reinrechnen, dürfte nicht mehr lange dauern.
 
Da ich jedesmal mit dem Auto los muss, und dann nur begrenzt belichten kann, reizt mich Mono nicht im geringsten
 
hi,

.... , kann ich gut verstehen , ich auch nicht.

Ob dein Worklflow passt ? Da wurde doch schon mal geschrieben das jeder es irgendwie anders macht und zum Ziel kommt, deswegen denke ich das es im groben hinhaut , aben der ein oder andere hätte das Bild dunkler, heller, gesättigter, sterne weniger und und und .
Für mich fehlt bischen Blau und tick grün dabei . So zeigt es mein Grafikmonitor . Bild zwei ist schon schön scharf.

achso , wollt ich noch schreiben, nun haste aber ordentlich Werbung für PI gemacht . :LOL::ROFLMAO:
 
Hallo Peter,



Da bin ich beruhigt.



Das passiert aber unabhängig von KI. Die Bilder werden immer überdrehter.



Aber bei den mir bekannten KI Tools in der Astrofotografie wird nichts dazu erfunden. Es gibt verschieden KI Tools. Sehr in Mode sind eben die generativen, also die, die tatsächlich Dinge dazu dichten. Im neusten Update von Photoshop gibt es solche Funktionen. Die mir bekannten Astro Tools machen das aber nicht. Aus der Entwicklung des Gradienten Tools Graxpert und des (hoffentlich bald) erscheinenden Denoise Tools, haben wir die KI mit vorher nachher Bildern trainiert. Also bei der Gradienten Methode haben wir z.Bsp. Bilder mit Gradienten von diesen befreit mit herkömmlichen Algorithmen. Die Ki wurde dann lediglich trainiert das zu tun ohne Einwirkung des Users. Ganz klassische Denkweise eines Programmierers, die Arbeit den Computer machen lassen.
Beim Entrausch Tool haben wir sehr gute Bilder, die unter exzellenten Bedingungen aufgenommen wurde verglichen, mit einem Stack aus nur einem Bruchteil der Einzelbilder, die dementsprechend verrauscht waren.

Das einzige Tool, welches etwas fragwürdig ist, ist BlurXterminator. Zwar haben einige Leute durch Versuche beweisen wollen, dass dieses KI Tool nichts dazu erfindet, aber es gibt auch Leute die haben da Anzeichen gefunden, dass das unter Umständen doch passiert. Es ist aber sehr komplex das zu untersuchen, die Versuche die man da in verschiedenen Beitragen sehen konnte, sind meines Erachtens vom Versuchsaufbau nicht sehr belastbar.



Ja das stimmt, aber es gibt gewisse Grenzen die nicht überschritten werden können. Was nicht da ist, kann nicht hergestellt werden. Es sei denn, man nutzt eben generative KIs. Das wäre in der Tat Hexenwerk und da würde ich dir auch zustimmen, das wäre fatal.
Und dann wäre ja auch die Frage, mit was trainiert man die KI? Was wären die Kriterien? Bilder von Hubble, vom Besten Astrofotografen aller Zeiten? Wer ist das dann?
Man sollte in jedem Fall weiter drüber diskutieren und dem Ganzen auch kritisch gegenüber stehen. Ich finde es aber auch wichtig sich damit auseinander zu setzen, damit man diese Dinge auch objektiv betrachten kann.

CS Frank


Alle Bildverarbeitungsverfahren haben mind. 2 Informationsquellen: Die eigenen Rohaufnahmen und die Parameter des Bildverarbeitungsverfahrens.
Die Information über die Natur des Verfahrens vernachlässige ich hier.

Konkret: Stellen wir 2 Fragen, A) und B):

A) Welche Information fließt in eines der klassischen Bildverarbeitungsverfahren, z.B. Entrauschen mittels FFT oder Gradientenentfernung mittels Polygonen?
1. Die Rohaufnahmen
Ein SW-Bild von 3000x3000 px bei einer Auflösung von 14 bit hat 1.5*10^11 bits.
Nun hat man 100 oder 1000 Bilder und erhält dementsprechend mehr Bits.
Die Handvoll Parameter aus der Bildverarbeitung sind also im mathematischen Sinne "vernachlässigbar".
2. Einfache invariable Filterfunktionen und einfache Polynome oder Splines mit festem Ordnungsgrad und z.B. 3-5 Koeffizienten.
Fazit: Der hinzugefügte Informationsgehalt von 2. ist wesentlich kleiner als in 1. Die Information des Resultatbildes kommt ganz überwiegend aus den eigenen Aufnahmen.

I(Eigene Rohaufnahmen) + I(Parameter des Verfahrens, z.B. Gewichte des Polynoms) = I(Resultat)


B) Wie siehts bei KI aus?
1. Die Rohaufnahmen, Informationsgehalt wie oben
2. Unzähliche Parameter, die durch den Lernprozess von unzähligen Fremdaufnahmen generiert werden.
Kennt jemand die genaue Zahl der Gewichte und deren Auflösung der KI-Bildverarbeitung?
Fazit: Der hinzugefügte Informationsgehalt von 2. ist größer(!) oder in der Größenordnung im Vergleich zur Information in 1.

Backpropagation @ I(Fremdaufnahmen, z.B. Hubble) = I(Gewichte des Neur. Netzes)
I(Eigene Rohaufnahmen) + I(Gewichte des Neur. Netzes) = I(Resultat)


Im Vergleich mit A) stellt sich bei B) die Frage, ob die Information, die das Gehirn des Betrachters bekommt, nicht überwiegend aus den Fremdaufnahmen und den Gewichten kommt.

Die Frage ist dann: Ab wann ist es überhaupt noch eine eigene Aufnahme oder nicht eher ein Hubble-Bild?

Der Übergang zwischen dem eigenen Bild und den fremden Bildern ist durch KI fließend geworden, vielleicht kann man das mit Morphing zwischen verschiedenen Gesichtern oder zwischen Äpfeln und Birnen vergleichen.

Auch rechtlich stellt sich die Frage, ab wann es eben keine eigene Aufnahme mehr ist und man das Copyright beachten sollte, d.h. die Quelle/der Urheber, z.B. NASA/ESA bei Hubble-Bildern, muss dann eigentlich auf dem Bild deutlich lesbar sein, falls man es veröffentlichen möchte.

Es wäre weiterhin auch durchaus denkbar, dass man ein total verpixeltes Bild mit einer Webcam aus den 90ern (310x100 px) mit KI zu einer Aufnahme mit Hubble-Qualität pushen kann. Vielleicht probiert das jemand, der die KI kennt?

Doch ist das dann eine eigene Arbeit?
Wo fängt es an ein Plagiat zu werden?

Astrogrüße,
Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
Und nocheinmal der Hinweis in AP gibt es die James Ritson Astro-Macros (mM eine komplette Suite mit allen Astro-Verarbeitungsmöglicheiten). D.h. man kann die komplette Verarbeitungs-Kette mit Ebenen/Layer machen
Die habe ich mir auch mal vorgenommen die Macros in AffinityPhoto2(kein Bock auf Ratenzahlen bei Lizensen bei Photoshop☝️), bin aber nur seit kurzem dabei(...), leider muss ich sagen auch wenn sie sehr ausführlich wie Umfangreich sind, funktionieren sie sicher(+/-), aber die Farbwiedergabe/Balance habe ich nicht in den Griff gekriegt momentan. :(
Bin es wahrscheinlich eher gewöhnt mit Siril, AstroArt und GradXpert(und nen bissl Lightroom). Vielleicht krieg ich noch den Dreh raus, aber gut bei Mono wie OSC?
Gegenüber Siril sehe ich die Lernkurve auch bei den sehr willkommen Arbeiten mit den Layern eher sehr sanft und zögernd ansteigend. Die Kurve will irgendwie nicht mit mir.

Ein bissl Off topic: Gleiche gilt irgendwie auch für mich mit Affinity Designer, mit Krita von Null an auf Vollgas nach oben:y:, komplett funktionell und intuitiv, und hatte vorher nur ProPaint auf nem iPad.

Pixinsight lasse ich erst mal fast beiseite, habe noch ein par Hürden erfolgreich zu meistern in Siril, leider hatte ich auch schon ein par Sachen die nicht wollten in Sirilic, was mich dann interessiert für mehrere Nächte, und das Programm gab mir da ein par solche Meldungen am Ende das es seine eigenen geschaffenen Files nicht finden konnte :oops:?‍♂️

Clear skies,
- Martin
 
Habe gerade geschaut, mein PC hat den Intel i7-2600K und dürfte damit um die 11 Jahre alt sein
Legendäre cpu. Falls du da einiges an mehleistung haben möchtest - diese generation lässt sich sehr gut übertakten.
Ohne die spannung großartig anheben zu müssen läuft der mit 4,5-5ghz und mit glück beim binning auch mit 5+ ghz!

Da ich bei siril gerade einsteige und hier das geballte wissen in verschiedensten programm am start ist...
In einer der 100 anleitungen die ich mir in den letzten wochen angeschaut habe, konnte man in einem programm sehen wie die "güte" der einzelnen lights ist
und auswählen "nutze nur die besten 80% der bilder zum stacken". Bietet siril diese funktionalität (oder war das ein anderes programm)?
Wenn ich das script nutze kann ich nicht so weit ins detail gehen mit den einstellungen.
 
Wenn man die Scripte selbst erstellt/bearbeitet, dann kann man im Rahmen der Registrierung in Siril solche Grenzen festlegen. Als Kriterien stehen FWHM, Rundheit der Sterne und Helligkeit des Hintergrunds zur Verfügung. Man kann dabei wahlweise konkrete Grenzwerte oder einen Anteil der Bilder in %. Außerdem kann man beim Stacking eine Gewichtung nutzen, z.B. um Bilder mit kleinem FWHM zu verstärken und Bilder mit großem FWHM mit geringerer Gewichtung einzubeziehen.
Wie das in den fertigen Skripten umgesetzt ist weiß ich nicht. Die Scripte sind aber ja nur Textdateien die man ggf. auch selbst kopieren und anpassen kann. Es geht dabei um die Befehle REGISTER und STACK.

https://siril.readthedocs.io/en/latest/Commands.html

Ich empfehle aber immer sich mit dem manuellen Workflow zu beschäftigen... Da weiß man wenigstens was das Programm macht ;-)
Dabei kann man nach der Registrierung im Tab "Grafischer Plot" die Bilder nachverschiedenen Kriterien filtern und grafisch die "schlechten" Bilder aussortieren. Beim Stacking hat man auch manuell die Möglichkeit mit Gewichtungen zu arbeiten.

https://siril.org/tutorials/tuto-manual/

Einfach mal ausprobieren. Ist gar nicht so kompliziert wie es auf den ersten Blick scheint. Man kann sich dann einen kleinen Spickzettel machen wenn man "seinen Workflow" einmal herausgefunden hat und dann geht die Verarbeitung eigentlich auch manuell sehr schnell und einfach.

Ciao, Udo
 
Wenn ich das script nutze kann ich nicht so weit ins detail gehen mit den einstellungen.
Wenn man das beste aus seinem Material herausholen will, benutzt man besser keine Skripte. Da gibt man seine komplette Kontrolle über den Workflow ab. Man kann die Zwischenergebnisse nicht kontrollieren, kann keine Ausreißer rauswerfen und selbst die Parameter, die man anpassen kann, nutzen nicht viel, da man nie sieht wo ein Problem in den Workflow gekommen ist.

Man kann auch nicht einfach pauschal sagen, 80% stacke ich, fertig. In einer Session kannst du 100% deiner Bilder verwenden, in der nächste hat irgendein Kabel gewackelt und du hast 30% Ausschuss. Manchmal steigen die FWHM an den hinteren 20% parabolisch an, dann passen die 80% zufällig, manchmal hat man nur einen Ausreißer dann passt es nicht und man hat 19% seiner Bilder umsonst verworfen. Der wichtigere Parameter ist meiner Meinung zu dem auch Rundheit. Wenn man die Unrunden Bilder rausgeworfen hat, hat man runde Sterne und braucht meistens bei der FWHM gar nichts mehr machen.
 
Vielen dank das du meinen kompletten beitrag gelesen und verstanden hast - nicht...
 
Legendäre cpu. Falls du da einiges an mehleistung haben möchtest - diese generation lässt sich sehr gut übertakten.
Ohne die spannung großartig anheben zu müssen läuft der mit 4,5-5ghz und mit glück beim binning auch mit 5+ ghz!

Da ich bei siril gerade einsteige und hier das geballte wissen in verschiedensten programm am start ist...
In einer der 100 anleitungen die ich mir in den letzten wochen angeschaut habe, konnte man in einem programm sehen wie die "güte" der einzelnen lights ist
und auswählen "nutze nur die besten 80% der bilder zum stacken". Bietet siril diese funktionalität (oder war das ein anderes programm)?
Wenn ich das script nutze kann ich nicht so weit ins detail gehen mit den einstellungen.
Kenne diese Funktion in jedem Fall vom AstroPixelProcessor.
Viele Grüße Ben
 
............., brauche ich ein gutes Duzend manuelle Arbeitsschritte außerhalb von Siril. Um überhaupt etwas vergleichbares hinzubekommen, braucht man zusätzlich zu Siril plus AP/PS/Gimp noch eine konkurrenzfähige Bildbearbeitungs AI. Denn ohne das bekommt man meiner Meinung prinzipiell kein vergleichbares Ergebnis hin. Schon gar nicht mit Siril Bordmitteln.

Wenn ich einen Grund finden müsste um zu PI zu wechseln, dann wäre es tatsächlich die Paketlösung. Alles was ich brauche könnte ich mit Bordmitteln oder Plugins hinbekommen ohne wie mit Siril + Gimp dauernd hin und her springen zu müssen. Mittlerweile brauche ich nur noch drei Programme. GraXpert und Starnet wurden bereits integriert. Vorher musste ich zwischen fünf Programmen hin und her springen. Da war ich echt am überlegen. Allerdings war mir tatsächlich am Ende die Rechnung zu hoch. PI plus Croman Tools plus Hardware Aufrüstung waren schnell vierstellig. Da hört dann irgendwo der Spaß auf. Die Hardware Aufrüstung alleine war mir ehrlich gesagt schon zu viel. Wenn ich Siril und Gimp verwende, brauche ich nur 45€ für Topaz Denoise AI ausgeben und komme damit mittlerweile fast auf die gleichen Ergebnisse.

Sehe ich ähnlich. Neben den besseren und reichlich vorhandenen Tutorials ist ein weiterer Vorteil von PI nicht ständig zwischen Programmen hin und her springen zu müssen. Der Workflow ist aus einem Guss. Siril kann mittlerweile recht viel. Ich nutze es auch sehr gerne. Das hin und her springen nervt aber manchmal. Einige Sachen kann Gimp, AP oder einige andere 3rd PartyApps einfach besser. Und wer noch die Konvertierung von Videoformaten kennt der hat auch Zeit. Was ich nicht verstehe warum bezüglich der Bildbearbeitung nicht viel mehr Prozesse in PI über die GraKa verarbeitet werden. zB. wie bei CUDA > BlurX/NoiseX Terminator. Das würde die sonstige HW Anforderung ein wenig drücken und man müsste sich nur auf eine Komponente konzentrieren.

CS Dominik
 
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