BlurXterminator 2 ist jetzt verfügbar

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Deine Aussage stimmt aber definitiv nicht
Doch, man muss aber eben gelegentlich mal nachlesen, was zu den Tools veröffentlicht wird. Auf der Webseite von Russell Croman steht zum neuen BXT:
One of the most significant “under the hood” features of AI4 is that it processes linear images directly. [...] A consequence of direct linear image processing is that AI4 must be applied only to linear data. Previous AI versions allowed for simple mid-tones transfer function (MTF) stretching since this was similar to the intermediate stretch performed during processing. Processing a stretched image with AI4 is not recommended – results will be less than optimal and can not be considered to be deconvolution in any sense of the word.
Nur weil man ein Tool auf lineares Bildmaterial anwenden kann, ist das nicht zwingend die korrekte Vorgehensweise.
 
Doch, man muss aber eben gelegentlich mal nachlesen, was zu den Tools veröffentlicht wird. Auf der Webseite von Russell Croman steht zum neuen BXT:

Nur weil man ein Tool auf lineares Bildmaterial anwenden kann, ist das nicht zwingend die korrekte Vorgehensweise.
Wer schrieb denn bitte von korrekter Vorgehensweise ?
Im Gegensatz zu dir habe ich die AI4 auch mit gestreckten Bildern kurz getestet und weiß nun,
dass BXT auch weiterhin durchaus auf gestreckte Bilder angewandt werden kann.
 
Ich kann das leider nicht teilen, aber in einer privaten Pixinsight Gruppe auf FB hat jemand einen Vergleich gezeigt, bei dem eine Aufnahme mit gepinchter Optik und Out of Focus als Vergleich mit BXT bearbeitet wurde. Hier wurden die wie schon von Peter im Beispiel gezeigt, die eckigen Sterne korrigiert. Aber durch die nicht korrekte Fokussierung, vermutlich bei einem Newton, sind ansatzweise schon breitere Doppelspikes entstanden.

In dem Vergleich hat BXT die breiten Doppelspikes zu einem sauberen Spike verarbeitet. Zwar nicht 100% perfekt, aber trotzdem ziemlich beeindruckend. Also wenn ich das richtig sehe, werden hier auch Spikes mit korrigiert, und dünner gemacht. Hat das hier vielleicht auch schon jemand ausprobiert?
 
Also wenn ich das richtig sehe, werden hier auch Spikes mit korrigiert, und dünner gemacht.
Da es sich um einen Decovolutionsprozess handelt, werden die Spikes natürlich dünner. Solche Prozesse geben ja eine Antwort auf die Frage: "Wenn ein Stern eine punktförmige Lichtquelle ist und die Sterne in diesem Bild aber diese Helligkeitsverteilung haben, wie kann ich dann diese Abweichung von der Realität so verwenden, damit das Bild insgesamt der Wahrheit möglichst nahe kommt?"
Das erstreckt sich nicht nur auf die Sterne, sondern auf alles im Bild. Auch die Spikes.

Gruß
Sebastian
 
Hi,

manche wissen es vielleicht nicht, die ganze IT-Welt und das Internet wäre heute nicht so weit wie es ist, da vieles auf Open Source/Freeware beruht.
ZB ist ja auch HTTP oder TCP/IP, also der ganze Web-Kommunikations-Stack, Open Source/Freeware. Oder auch SMTP/Email.

Gruß
Peter
 
grüß euch,

habe BXT V2 auch soeben ausprobiert, und wie ich gerne sage: Möge der Mann reich und berühmt werden!
Wobei für mich die V1 der eigentliche gamechanger war, und nun noch nachgelegt wurde.
Ich habe ein Canon 300mm f/4 Objektiv, das sehr leicht ist und die Reisen auf die Südhalbkugel immer mitgemacht hat.
Bloß die Randabbildung ist so, dass es einen gar nicht freut erträgliche Sternabbildung herauszukristallisieren.
Richtig Knochenarbeit, als Software Komakorrektor sektorenweise die Sterne irgendwie kleinerzuschrumpeln.
BXT V2 macht da nicht ganz perfekte, aber wirklich hervorragende Arbeit - das rettet viel Lebenszeit und Lust auf die Bilder,
und dafür kann man gar nicht genug loben und danken. Ein Vergleich sagt mehr als tausend Worte - rechte obere Ecke vorher/nachher, Standard Einstellung:

CAnon300f4_BXT2.jpg


BXT2 kann das ganz unsymmetrisch verteilte Streulicht der Sternhalos tadellos in runde Sterne umwandeln. Nur bei den hellsten Sternen gelingt das nicht, und das wäre auch mehr als man verlangen kann bei dieser Sternform. Bisschen Retuschierarbeit bleibt also. Die Sterne werden nach meinem Geschmack etwas zu sehr geschärft, etwas weicher dürfen sie in dieser 300% Ansicht schon sein. Und hier leichte Kritik, selbst wenn man nur "correct only" anhakt, bleibt das im Wesentlichen gleich. Bei kleinen Sternen über Nebel sehe ich auch Andeutung dunkler Ringe, also Gibbs Effekt und unperfektes deringing. Adjust Star Halos als Gegengewicht hat einen viel zu weitflächigen Aspekt, hier bräuchte ich noch einen zweiten Regler für die Halokonzentration, um natürlich aussehende psf's zu bekommen. Da bleibt also noch etwas Arbeit nach Augenmaß zu tun. Dazu muss man sagen, dass die Sternabbildung dieses Objektives sicherlich extrem ist. Wie wir in den Beiträgen weiter oben sehen, schafft BXT2 auch komplett defokussierte und farbverschobene Sterne vernünftig aussehen zu lassen. Das ist schon gewaltig.

lg Tommy
 
Moin ?
Mal ne doofe Frage:
Wo finde ich denn BXT 2 AI4 ?
Finde nur, daß glaube ich zumindest, die erste Version ?‍?
LG Flo
 
Hallo Tommy, Du schreibst:
Die Sterne werden nach meinem Geschmack etwas zu sehr geschärft, etwas weicher dürfen sie in dieser 300% Ansicht schon sein. Und hier leichte Kritik, selbst wenn man nur "correct only" anhakt, bleibt das im Wesentlichen gleich. Bei kleinen Sternen über Nebel sehe ich auch Andeutung dunkler Ringe, also Gibbs Effekt und unperfektes deringing. Adjust Star Halos als Gegengewicht hat einen viel zu weitflächigen Aspekt, hier bräuchte ich noch einen zweiten Regler für die Halokonzentration, um natürlich aussehende psf's zu bekommen.
Genau denselben Eindruck habe ich ebenfalls, auch wenn das jetzt ein Jammern auf sehr hohem Niveau ist. Vlt. gibt's ja bald eine Version 3 bzw. AI5...
Nächstes Frühjahr kommt Meister Russ ja ohnehin in Linz vorbei, da werden wir ihm dann huldigen und untertänigst unsese Wünsche deponieren!
 
Hier mal ein Blick auf alte Daten von Sh2-129 mit dem Riccardi-reduzierten Esprit 100 bei F/4.1
Damals hatte ich nach stundenlagem Justieren aufgegeben, Tilt und Backfokus in den Griff zu bekommen.

Es ist einfach zum Niederknien!

squid_bxt.gif
 
Hallo Leute!

Ich bin auch sehr begeistert von der neuen BXT -Version :)

Schaut mal kurz in meinen Thread:


@tommy_nawratil Der kleine ASKAR APO ist nun doch an einer ASI 2600 MC Pro brauchbar ;)

CS Gernot
 
Ich habe mir jetzt mal alle Testversionen installiert. Läuft auf dem Mac auch anstandslos. Mit dem BlurXTerminator kann ich eine ganze Reihe meiner Fotos verbessern. Bei den meist nicht so tollen Himmelsbedingungen sind die Sterne schon ganz schön aufgebläht was mit dem BXT beseitigt wird.

Der Kauf der PixInsight plus Zubehör ist allerdings eine ganze Stange Geld.
 
Das Tool ist der Hammer, mehr kann ich nicht sagen. V1 habe ich eher selten genutzt, aber nun... Ausschnitt aus einer Ecke: Heftiger Astigmatismus gepaart mit noch nicht perfekt eingestellten Abstand:

1702923739563.png


Mit BlurX (Standardeinstellungen):

1702923800294.png


:beobachten::beobachten::beobachten:

Viele Grüße,

Ulrike

P.S. : Die Farbsäume sind ein Problem und das bekomme ich noch nicht gelöst. Farbkanäle aufeinander registrieren bringt leider keinen Effekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe nun endlich Zeit gefunden, das auch mal auszuprobieren. Das Problem ist hier hauptsächlich CA. Ganz weg habe ich das über BXT leider nicht wegbekommen. Besonders bei großen Sternen. Über was wird die Reduktion gesteuert? Über den Star Halo Regler?

1703344926015.png


M51_Siril_PI_Gimp.jpg


So ganz habe ich das Zusammenspiel von BXT und NXT noch nicht heraus. An den Sternen ist BXT unschlagbar. Was den Nebel angeht, bekomme ich mit meinen Freeware Tools aber noch bessere und vor allem natürlicher aussehende Ergebnisse hin. Muss ich mich noch etwas damit beschäftigen. Da geht sicher noch was. Diese Version habe ich mit einer Kombination aus Siril, Gimp und einer Dev Version von Astronoisenet (von den Graxpert Autoren) hinbekommen. Ich denke, das liegt daran, dass BXT die hellen Knoten in der Galaxie ähnlich den Sternen stark reduziert. Dafür ist die CA in den Sternen deutlich stärker, obwohl ich da mit einer LAB Zerlegen ziemlich grob eingegriffen habe.
denoise_net_test.jpg


Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim,

die Größe der Sterne wird in erster Linie über den Regler "Sharpen Stars" beeinflusst. Den Regler kann man bis zurück auf den Wert 0 setzen, was ich häufig mache. Es entspricht dann in der Wirkung auf Sterne und Sternhaufen in Galaxien der Option "Correct Only", jedoch wird der Hintergrund, also auch die flächige Galaxie, entsprechend der Einstellung in "Nonstellar "Adjustments" geschärft. Man kann die Sterne bzw. deren Übergang zum Hintergrund mit dem Regler "Adjust Star Halos" enger ziehen oder aufweiten, was natürlich auch wie eine Verkleinerung bzw. Vergrößerung wirkt, aber m. E. eher ein sekundäres Hilfsmittel ist. Am besten erstellt man sich einen kleinen Preview und teste an diesem welche Einstellungen das beste Ergebnis liefern.

Welche Einstellungen hattest du denn gewählt? Ich stelle mir vor, die die Strukturen der von M51 könnten mit etwas aggressiveren Einstellungen für den Hintergrund noch besser kommen. Man kann allerdings die Ergebnisse von BXT mit dezenten Einstellungen auch sehr gut nutzen, um später konventionell nachzuschärfen, wie du es in der anderen Version ja gemacht hattest.

Die mittleren und größeren Sterne in deiner BXT-Version sehen ziemlich verwaschen aus, was mich etwas wundert. Liegt das an NXT? Die Sterne in der anderen Version sind wesentlich definierter bzw. schärfer vom Hintergrund abgegrenzt. Allerdings zeigen die orangegelben Sterne ein dunkles, rotes Halo. Ist das die Folge der LAB-Zerlegung mit Hilfe einer Maske?

1703349483864.png


CS und schöne Weihnachten!

Peter
 
... bxt nimmt die Sterne schon extrem zurück. Da muss ich mich erst dran gewöhnen....
Das ist nicht grundsätzlich so. Ob und wie stark die Sterne verkleinert werden, liegt in der Hand des Benutzers. BXT kann auch ausschließlich für die Korrektur der Abbildungsfehler der Sterne benutzt werden, ohne zu verkleinern. Entweder indem man "Scharpen Stars" und "Adjust Star Halos" auf "0" stellt und optional nur den Hintergrund schärft, oder indem man "Correct Only" wählt. Hier ein 100%-Beispiel für "Correct Only":

Verwendet wurde ein unbearbeitetes, lineares Rohbild. Die 100%-Ausschnitte zeigen den automatischen Stretch (STF):

1703413837086.png

Oben: Bildmitte ohne und mit BXT
Unten: Rechte untere Bildecke ohne und mit BXT

Ich finde das Ergebnis fantastisch. Ich glaube nicht, das man das mit welchen Techniken auch immer von Hand so hinbekommt. Man sieht, dass die ordentlichen Sterne in der Bildmitte nach BXT vollkommen unverändert sind, sowohl in der Größe als auch in der Form. In den (sehr schlechten) Ecken wurden die Sterne ordentlich korrigiert, was sich natürlich auf die Größe auswirkt. Nach BXT fügen sie sich hervorragend in das Gesamtbild der anderen Sterne ein.

Was sind denn so empfehlenswerte Einstellungen bei bxt und nxt?
Das hängt total von der Bildqualität und dem jeweiligen Workflow des Benutzers ab. Indem man die Einstellungen sowohl von BXT als auch von NXT an kleinen Previews ausprobiert, findet man schnell die passenden Werte. Meine RGB Sterne korrigiere ich meist nur, denn mein Workflow basiert auf einer parallelen sternlosen Bearbeitung mit separatem Sternlayer. Die Sterne sind, wenn sie nur wenig gestreckt werden, auch ohne BXT fein genug als dass ich sie mit BXT verkleinern muss. NXT wende ich i. d. R. an Bildern mit Sternen darin gar nicht an, sondern erst am sternlosen Bild. Die Reihenfolge wäre dann:

BXT mit wenig oder gar keiner Verkleinerung der Sterne aber Schärfung des Hintergrundes
SPCC für die Farbkalibrierung
Moderat strecken
SXT mit Erzeugung Sternlayer und "Unscreen Stars"
NXT am sternlosen Bild (Werte je nach Rauschlevel zwischen 0,5 und 0,8
Weiterbearbeitung mit diversen Tools, Endbearbeitung in PS
 
Allerdings zeigen die orangegelben Sterne ein dunkles, rotes Halo. Ist das die Folge der LAB-Zerlegung mit Hilfe einer Maske?
Das ist das Resultat der LAB Zerlegung ohne Maske :)

SXT mit Erzeugung Sternlayer und "Unscreen Stars"
Was macht Unscreen Stars genau? Ich muss gestehen, dass ich noch so mit der Arbeitsweise von PI kämpfe, dass ich bisher wenig ausprobiert habe. Ich habe bisher im wesentlichen die Standardeinstellungen verwendet. Mal bisschen mit den Prozenten gespielt. Aber sonst nichts.

Ansonsten versuche ich halt herauszufinden, wie BXT auf Dinge reagiert, die ich zwar brauche, aber auf das Teil nicht unbedingt trainiert wurde. Also zum Beispiel starke CA durch eine Verkippung des Okularauszuges, das ich bei einigen alten Bildern hatte. Oder Spikes von der v-förmigen, zweiarmigen Spinne meines selbstgebauten Okularschlittens.

Das Bild hier ist z.B. ein Livestack, den ich mit Sharpcap und meinem Dobson gemacht habe. Also 2s pro Frame, keine Darks, Flats oder Bias, keine Kühlung, kein Guiding, kein Dithern, kein Koma Korrektor. Dazu kommt noch die zweiarmige, v-förmige Spinne und der Okularschlitten, dem etwas Biegesteifigkeit nichts schaden würde. Einfach 70min laufen lassen, den Livestack abgespeichert und fertig. Also ein echter Härtetest.
M51_PI_Gimp.jpg

Ist schon erstaunlich, was man mit den Tools in PI alles machen kann. Das ist ja nur ein einfaches EAA Bild. Kein richtiges Astrofoto. Das ist auch alles selbst gebaut. Sowohl Teleskop als auch Nachführung. Da kann man ganz anders an den Reglern ziehen als mit meiner Software Kombo. Das wird wohl zum Teil an der Vorbereitung durch BXT, NXT und SXT liegen. Aber man hat in den PI Tools auch ganz andere Einstellmöglichkeiten. Und die Mathematik hinter den Tools scheint mir auch etwas komplexer zu sein als z.B. in Gimp und ähnlichem.

Koma macht PI komplett weg, eigentlich schon fast egal wie stark das ist. Starke CA nur zum Teil. Die Spikes von der v-förmigen Spinne wird bei schwachen bis mittleren Sternen gut korrigiert. Helle Sterne korrigiert es schlechter als schwache bei egal welchem Problem. Die Artefakte bleiben zum Großteil und die Sterne bleiben etwas schwammig. Wenn man mit Starnet v2 arbeitet, bleiben die Artefakte großteils im sternlosen Bild und man kann sie wegstempeln. Das geht mit SXT nicht. Das räumt den Hintergrund komplett ab. Dafür ist der dann auch komplett glatt und man kann das Bild eine runde weiter strecken. NXT bügelt das Regenrauschen mehr oder weniger komplett glatt. Das ist natürlich auch super.

Unter dem Strich würde ich sagen, dass man z.B. sowas wie die Koma von kleinen Apos gut korrigieren kann, auch wenn man keinen Flattener verwendet, der diese korrigieren kann. Starke CA kriegt man sehr gut korrigiert, aber nicht vollständig. Artefakte von Sonderkonstruktionen wie die v-förmige Spinne, kriegt man nur schwer in den Griff. Kann man aber auch nicht wirklich erwarten. Hauptschwachstelle würde ich in der Korrektur von hellen Sternen sehen. Das sieht man auch bei Bildern, die andere hier gepostet haben. Da würde ich aber erwarten, dass in der nächsten Version nachgelegt werden kann.
 
BXT hat mich insgesamt so überzeugt, dass ich mir das ganze Paket PI, BXT, NXT und SXT vor ein paar Tagen gekauft habe. Ich konnte damit zahlreiche Aufnahmen von mir neu bearbeiten und die Ergebnisse sind um einiges besser.
Selbst die Aufnahmen mit meinem einfachen SW MAK 127/1500, wo man permanent mit Spiegelshifting zu kämpfen hat, werden ansehnlich.

M27.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das Ding ist schon eine Waffe. Auch meinem Hypergraphen tut das gut, denn dieser ist von der Justage schwer zu handhaben und oft bin ich faul.
Das Bild ist mit dem 150mm Hypergraphen und der 6Da.

Original, correcty only und das Dritte dann mit den default Einstellungen:

6888.gif


Gruß Markus
 
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