Hallo,
Sehe ich nicht so.
Ich bin in den 90 zigern eingestiegen. Mit einem typischen 114/900 mm Newton auf Wackelmontierung. War ein Geschenk meiner Eltern.
2006 habe ich mir den 8er Dobson gegönnt und im Nachhinein gedacht: Das wäre mein ideales Einsteiger Teleskop gewesen.
Ich weiß aber nicht ob die in den 90 zigern so verbreitet waren wie jetzt.
Auf einem kleinern engen Balkon hätte ich den aber nicht vorgeschlagen aber das kommt ja schon eher einer Terrasse nahe.

Da spielt auch die 1m hohe Brüstunng keine Rolle, der Balkon ist doch tief genug. Da kann er bei tieferen Objekten weiter nach hinten gehen.
Ok, vielleicht wird es für die Baumwipfel knapp.

In der Praxis werden die Objekte hoch genug stehen, da muss der Dobson nicht einmal aufgebockt werden.
Es wurde hier auch nicht nur der Dobson vorgeschlagen und auch die Vor und Nachteile angesprochen.
Außerdem finde ich, dass Iron sich als Einsteiger hier schon recht gut informiert hat, auch Interesse und Eigeninitiative zeigt.
Leider ist das nicht selbstverständlich. Wie häufig kommt eine zweizeilige Anfrage und dann lange nichts mehr.
Hier findet ein reger Austausch statt und nur deswegen gebe ich auch meine Ratschläge.
Ich bin aber nicht beleidigt wenn er dann keinen Dobson nimmt.
Das muss jeder selbst entscheiden was ihm da für sein Budget am wichtigsten ist.
Im Bekanntenkreis habe ich da zwei Erfahrungen machen können:
1. Eltern kaufen Kind einen kleinen Refraktor auf Wackelmontierung mit unnützem Zubehör.
Tja, einmal aufgebaut und alles eingesteckt was geht, z.B. Barlow und 4mm Okular.
Ging gar nicht, den habe ich bei meinem Besuch erst einmal den Mond mit dem 20mm Okular gezeigt.
Reaktion: WOW ! Das geht ja doch.
Aber so ist das leider häufiger. Schnell irdendwas kaufen, geht nicht auf Anhieb, ach egal, mache ich was anderes ...
Gibt ja inzwischen so viel Auswahl, alles so oberflächlich.
2. Bekannter in der Nachbarschaft mit eigenem Garten.
Der hat sogar einen 8" F6 Galaxy Dobson. Erst im Keller gelagert und verstauben lassen.
Hemmschwelle für den Aufbau zu groß, dachte ich.
Jetzt steht er auf der Terrasse aber immer noch ungenutzt.
Grund: Zu wenig Zeit oder neben der Arbeit haben andere Hobbys Vorrang.
Da fehlt es einfach an der richtigen Motivation / Interesse, da ist das Teleskop Nebensache und eigentlich war die Anschaffung wohl schon ein unbedachter Schnellschuss.
Bei Iron sehe ich aber ernsthaftes Interesse.
Vor dem Justieren musst du übrigens keine Angst haben. Ich habe das jahrelang mit der milchigen Okularkappe mit mittigem Loch gemacht.
Bei der Anschaffung des 12" Dobson kam dann aber der Concenter. Geht damit besonders bei der Fangspiegelposition genauer aber ansonsten ist das auch nicht viel anders wie das Prinzip Filmdose. Mein Dobson hält die Justage sehr gut. Hin und wieder kontrolliere ich das mal aber eigentlich muss ich da nichts nachjustieren, zumindest bei vorsichtigen Transport / Aufbau.
Gruß,
Holger