Frag mich aber nicht nach einer wissenschaftlichen Begründung.
Die gibt es auch nicht ;-) Das Problem bei LGC bei Touptek und Gain 0 bei ZWO (was einfach LGC aktiviert) ist das deutlich höhere Ausleserauschen.
Das oben verlinkte Excel-Sheet berechnet Rauschen und Dynamik anhand der Sensoreigenschaften (Rauschen, Dynamik) die ZWO veröffentlicht hat.
Positiver Nebeneffekt bei HGC: Sehr viel kürzere Einzelbelichtungszeiten und damit weniger Ausschuss.
Der einzige Haken: Du hast fünfmal so viele Einzelbilder. Das Stacken wird damit halt aufwendiger. Wer also einen schwachen Rechner hat, ist mit LGC/Gain 0 ggf. besser bedient.
Der Unterschied in der erreichbaren Dynamik zwischen Gain 0 und Gain 100 liegt bei 0.8 Blenden. Das ist jetzt nicht brutal viel. Wenn man aber halt das Maximum rausholen will, ist das auch nicht nichts.
Einfach mal das verlinkte Sheet ausprobieren. Das Ding rechnet dir zusätzlich noch die optimalen Belichtungszeiten aus, was auch ganz nett ist. Du brauchst nur den die Werte aus deinen Bias und Dark-Frames sowie die Helligkeit des Himmelshintergrundes aus einem repräsentativen Bild.
Diese sind allerdings grundsätzlich auf maximalen Dynamikbereich ausgelegt. Das klingt zwar perfekt für sehr helle Objekte, ist es aber nicht. Bei sehr hellen Objekten willst du ggf. kürzer belichten als dort berechnet. Denn bei M42 ist man nicht unbedingt dran interessiert, noch die letzten Mag 19 Sterne auf Bild zu bekommen, sondern halt eher an den hellen Sachen. Gerade auch bei einem sehr dunklen Himmel schlägt das Ding sehr lange Zeiten vor, die bei hellen Objekten dann zu lang sind.
CS, Daniel