ZWO EAF Montage - Toleranz in der Achse

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Dane Vetter

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Hallo zusammen,

aktuell bringe ich mal wieder einen EAF an einen OAZ an, und dabei lebe ich mal wieder einen Hauch von Perfektionismus aus. Und ich muss mich da gerade wieder fragen, muss das sein? :)

Diesmal kam der EAF an einen großen 3,5" Stralight Feather Touch dran, welcher eine Achse mit einem Durchmesser von 6.3 mm hat. Wie es eben sein muss, ist bei den vier Verbindungsmuffen keine ideal passende dabei, und es eiert beim Drehen. Die Verbindungsmuffe bietet ja etwas Spiel durch die Spirale, aber in meinem Fall hatte ich das Gefühl, dass es zu viel war. Mit noch nicht fest angeschraubten EAF wandert dieser beim Drehen der Achse vom OAZ fast 2 mm auf der Auflagefläche hin und her.

Ich habe daraufhin die kleinere Muffe genommen, und diese aufgebohrt. Dafür habe ich sogar extra einen 6.3 mm Bohrer angeschafft.

20240206_172502.jpg


Den Feinschliff habe ich dann noch mit einem Dremel gegeben, damit die Achse auch sauber reingepasst hat.

20240206_172946.jpg


Und daraufhin konnte ich dann die Muffe auch perfekt anbringen. Oben eiert sie leicht, da sie durch die Spirale nicht perfekt gerade ist. Aber unten am OAZ sieht man, dass sie schon recht zentriert ist.



Somit passt das für mich perfekt, und zu meiner vollsten Zufriedenheit. Und so handhabe ich das auch bei anderen Teleskopen, an denen ich den EAF angebracht habe.

Was mich jetzt interessieren würde, ob es überhaupt diese Präzision braucht, oder ob ein Eiern einfach problemlos durch die Spirale ausgeglichen wird. Oder ob vielleicht jemand schon mal Probleme beim Fokussieren mit dem Autofokus hatte, weil die beiden Achsen zu exzentrisch positioniert waren, und dadurch kein gleichmäßiger Lauf mehr möglich war?
 
Moin Dane,

musste erstmal überlegen, wie das mit dem Eiern zustande kommen mag - Ich nehme an, du meintest eine gewisse "Unwucht" des auszugsseitigen Endes der Verbindungsmuffe, die, weil Bohrung zu groß, etwas einseitig verklemmt aufsaß?
Im Zweifelsfall würde ich sagen - Muffen-Umdrehung (Motor) ist Muffen-Umdrehung (OAZ), und der Federteil ist gerade dazu da, gewisse Ungenauigkeiten in der Verbindung auszugleichen. Problematisch wäre nur Spiel auf der Achse, aber "Rundlauf" der Muffe dürfte unerheblich sein.

Klare Nächte,
Micha
 
Hi Micha,

ja richtig, diese Unwucht welche entsteht, wenn die Muffe größer als die Achse vom OAZ ist. Bisher hat das bei mir immer recht gut gepasst, diesmal war die Unwucht wirklich deutlich zu sehen. Deswegen habe ich mir die Mühe gemacht. Ich hinterfrage nur, um die Mühe überhaupt notwendig war.

Danke!
 
Moin nochmal,

ich würde mal sagen - nicht notwendig. Bin allerdings kein Mechaniker, und die Metallspezialisten hier mögen etwas anderes sagen. Ich halte es da mehr mit der Geometrie - wenn ich die vordere Seite eines Zylinders drehe, drehe ich auch die hintere Seite in gleichem Maß. Zumindest in etwa, wenn ich so kritisch auf die Feder schaue, wird sie auch ein Anlaufdrehmoment "abfedern".
Wenn du aber Perfektionist bist, ist die Arbeit zumindest für dein eigenes Wohlbefinden förderlich. Und überbrückt die Zeit an diesen trüben Tagen ...
Auf jeden Fall Daumen hoch für die saubere Ausführung!

Besten Gruß,
Micha
 
Hallo Dane,

Meiner Meinung nach sollte jede Unwucht vermieden werden. Wenn dauerhaft ein Getriebe und auch der Motor radial belastet wird, wird es Schäden geben. Ich halte Deine Vorgehensweise für richtig und zielführend.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo zusammen!

Wenn du aber Perfektionist bist, ist die Arbeit zumindest für dein eigenes Wohlbefinden förderlich. Und überbrückt die Zeit an diesen trüben Tagen ...
Auf jeden Fall Daumen hoch für die saubere Ausführung!
Ja das trifft den Punkt, was das Wohlbefinden angeht. Ich muss manchmal aber auch hinterfragen, ob ich es nicht im Wahn übertreibe. :D

Meiner Meinung nach sollte jede Unwucht vermieden werden. Wenn dauerhaft ein Getriebe und auch der Motor radial belastet wird, wird es Schäden geben. Ich halte Deine Vorgehensweise für richtig und zielführend.
Ja die Vermutung habe ich auch. Man kann es halt nicht so direkt nachprüfen, wie schwer eine gewisse Unwucht läuft, und wie diese den Motor in Anspruch nimmt.

Aber ja, ich denke, mit meiner ausgemittelten Lösung, sollte das sicher gut und ohne einen Widerstand klappen.

Danke euch!
 
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