Überkorrektur mit Flats DeepSkyPro2600 / ToupTek 2600CP

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@TriffiD Danke! Werde mich weiter herantasten ;)

Das Equipment bei #24 war nicht ganz dasselbe. Eigentlich nur die Kamera. In dem Fall hatte ich meinen 600mm Newton und auch ein Filterrad dazwischen. Erst für die letzten Aufnahmen (der 1. Post) hatte ich einen eigenen Image-Train für die OSC-Kamera ohne Filterrad zusammen gestellt.

Im Strahlengang ist aktuell: Taukappe - Hauptspiegel (200/1200) - Fangspiegel - Komakorrektor - Kamera
bei #24 (eine Nacht ohne Mond): Taukappe - Hauptspiegel (154/600) - Fangspiegel - Komakorrektor - Filterrad - Kamera
Guiding ist separat mit einem Leitrohr (kein OAG).

Letzte Nacht war bei uns einigermaßen Sicht. Habe heute Morgen Flats mit 0,9sec und 2,6sec gemacht um einen Unterschied zu prüfen. Hab aber noch die Taukappe für die Lights drauf gehabt.

Direkt neben dem Mond nehme ich auch nichts auf. Aber auch 20° daneben sieht man ihn recht deutlich. Weiter weg ist meist nur möglich, wenn es einige Tage vor oder nach Vollmond ist. Aber das kennst du ja besser als ich. Aber du hast recht, dass nicht nutzbare Flats sicher den größten "Schaden" mit sich bringen. Drum möchte ich auch endlich die helbwegs in den Griff bekommen. Seit ca. einem 3/4 Jahr konnte ich keine verwenden. Da macht die Bearbeitung oft keinen Spaß und so manche Nächte sind ohne viel Zeitaufwand trotzdem für die Tonne.

Mit und ohne Tauschutzkappe werde ich auf alle Fälle mal testen. Vielleicht sogar anders herum. Ohne aufnehmen und ein paar Aufnahmen mit. Dann sehe ich auch gleich den Moneinfluss in Echt.

@pete_xl Die schlimme Vignettierung mit den Flats hatte ich mit der Touptek 2600 eigentlich immer, wenn ich sie reinkalibriet hatte. Daher hatte ich sie meistens nicht mehr verwendet. An die ausgeprägten Donuts hätte ich mich auch nicht so erinnern können, dass die aufgetreten sind. Ich denke fast, dass ich die schlimmsten Daten zur Fehlersuche erwischt habe (Flats mit einem Versatz, der eigentlich nicht passieren kann). Interessanterweise sind die später gemachten Flats von der Donutposition genauso wie die ersten Flats, aber abweichend zu den Lights ein paar Stunden zuvor.

Heute Abend werde ich ein paar Einzel-Lights stacken um das schnelles Ergebnis von letzter Nacht zu sehen.

Danke für die Hilfestellungen bis jetzt!! LG, Roland
 
Ich meine man sollte in so einem Fall erst mal möglichst viel Equipment aus dem Strahlengang nehmen und sehen, ob es dann besser wird.
Yep, das ist sicher richtig.

@pete_xl Die schlimme Vignettierung mit den Flats hatte ich mit der Touptek 2600 eigentlich immer, wenn ich sie reinkalibriet hatte. Daher hatte ich sie meistens nicht mehr verwendet. An die ausgeprägten Donuts hätte ich mich auch nicht so erinnern können, dass die aufgetreten sind. Ich denke fast, dass ich die schlimmsten Daten zur Fehlersuche erwischt habe (Flats mit einem Versatz, der eigentlich nicht passieren kann). Interessanterweise sind die später gemachten Flats von der Donutposition genauso wie die ersten Flats, aber abweichend zu den Lights ein paar Stunden zuvor.

Die Helligkeitsverteilung in Flats und Lights ist insgesamt sehr asymmetrisch mit einer starken Abschattung auf der linken Bildseite. Hier ein gestrecktes Masterflat aus deinen hochgeladenen Daten:

1711447840526.png


Den Umstand, dass die Flats, wie du schreibst, immer so schlecht funktionieren, dass du ohne Flats arbeiten musst, würde ich nicht akzeptieren. Vielleicht müsste man erstmal die Ursache für den sehr asymmetrischen Lichteinfall diskutieren und die Ursache beseitigen. Dann ein paar Lights und Flats unter "Laborbedingungen" herstellen und verrechnen, damit sicher gestellt ist, dass der Prozess grundsätzlich so funktioniert, wie er sollte.

Kannst du nicht Trockenübungen im abgedunkelten Zimmer gegen eine monochrome Fläche machen (für Lights), Flatdarks herstellen (und auch als Bias Nutzen) und damit mal herumspielen?

CS Peter
 
Hi Roland, wie genau ist Deine Einstellung in PI für die Flat Kalibrierung und danach Integration.
CS Reinhard
Hi Reinhard,

ich habe die zur Verfügung gestellten Daten in APP verrechnet und ein vergleichbares Ergebnis erzielt. Es liegt nicht am Preprocessing, der Fehler muss vorher, in der Flaterstellung oder an Obstruktionen/Reflektionen irgendwo im Image Train liegen.

1711448718388.png


CS Peter
 
Die warhrgenommene "Verschiebung" scheint übrigens zumindest anteilig eine optische Täuschung zu sein. Wenn man die "Löcher" der Donuts in den Flats und den Lights markiert, liegen sie in den meisten Fällen nah beieinander (gelb = Flat, Rot = Light). Die visuell wahrgenommene Verschiebung scheint zumindest teilweise durch Helligkeitsveränderungen als Ergebnis des Kalibrierungsvorganges zu entstehen. Es ist aber schwierig, die Zentren der Donuts hinreichend genau zu lokalisieren.

1711449044440.png


1711449352370.png
 
Hi Roland, wie genau ist Deine Einstellung in PI für die Flat Kalibrierung und danach Integration.
Hallo Reinhard, müsste ich heute Abend genauer raussuchen. Hab mich erst Ende letzten Jahres für PixInsight entschieden. Es hat ja doch seine Hürden, bis man sich darin etwas auskennt. Mit den zusätzlichen Flat-Problemen bin ich nach dem Scheitern immer wieder zu Siril zurück geswitcht. Das Stacking-Ergebnis war zwar dasselbe, aber mit der Bearbeitung habe ich aktuell noch mehr Gefühl in Siril.

@pete_xl Ja, bei den letzten Flats ist es mir auch aufgefallen, dass die recht asymmetrisch sind. War in den letzten Monaten eher nicht so stark, aber da hatte ich auch noch nicht auf den 1200mm Newton umgerüstet. Hab einen Blendenring zuvor noch eingebaut. Könnte sein, dass der Newton von daher nch nicht sauber kollimiert ist (Hauptsiegel nicht in Tubusflucht / Auszug nicht senkrecht zum Tubus).

ohne Flats arbeiten musst, würde ich nicht akzeptieren
Ja, das ist auch mein Wunsch. War nur notgedrungenerweise, weil ich keine Zeit und keinen Kopf dafür hatte mich da sukzessive an den Fehler heran zu tasten. Das möchte ich aber jetzt hinbekommen.

Wie ich mich da etwas herantasten kann, ohne gleich alles abbauen zu müssen (Dunkelzimmer), muss ich mir überlegen. Hab alles in einer Gartensternwarte aufgebaut, die aber etwas beengt ist und auch nicht ganz Lichtdicht. Daher auch die spezielle Parkstellung der Montierung.

Danke Peter auch für die Bestimmung der möglichen Verschiebung der Flats. Das wird ja inzwischen immer "spannender". Da soll man nicht noch mehr grauen Haare bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Rolf, habe mit den zip Daten in PI gearbeitert. Ergebnis ist vergleichbar. Kannst Du noch ein par Darks (300s) als zip bereitstellen.
Glaube nicht , dass die Taukappe mit oder ohne eine Rolle spielt , mache meine Flats ohne lights mit, kein Einfluss. PDS Newton 150/750.
Du hast den Treiber sicher nicht zwischendurch gewechselt ? Passiert mir manchmal wenn ich bei NINA Start nicht aufpasse. Dann passen die Calibration Daten auch nicht.
CS Reinhard
 
Kannst Du noch ein par Darks (300s) als zip bereitstellen
Ja, stelle ich heute Aben auch welche rein. Hab sie gestern wegen der Datenmenge raus genommen.

Du hast den Treiber sicher nicht zwischendurch gewechselt ?
Nein, den habe ich nicht gewechselt. In dem Fall habe ich es wie immer durchlaufen lassen. Es wird die Montierung geparkt aber alles ander läuft weiter. Auch die Kamerakühlung. Außerdem wäre das Problem, dass der ASCOM-Treiber ein um ein paar Pixel kleineres Bild erstellt als der native Treiber. Da hatte ich ganz am Anfang das Problem, weil Siril die Bilder dadurch nicht miteinander verrechnen wollte. Wahrscheinlich wird PixInsight da auch blockieren.
 
@Reinhard65 hier der Link zu den darks:

Das sind die Einstellung die ich im WBPP für die Flats habe:
PI_flats.JPG



Ich habe nun 3 Lights von gestern auf die Schnell gestackt. Das Ergebnis ist leider nicht viel anders geworden:
M66_Stacked_F2.19s.JPG


Flat 2,19 Sekunden
M66_Flat_2.19s.JPG


Originales Einzel-Light debayert
M66_Light.JPG


Hier das Ergebnis des Stacks mit den 0,48 Sekunden Flats (der Farbgradient ist hier um gefühlt stärker ; Durch AutoStretch vielleicht etwas unterschiedlich gestreckt zum 1. Stack)
M66_Stacked_F0.48s.JPG


Hätte gehofft, dass besser wird. Interessant ist, dass jetzt die Dust-Donuts 3dimensional nach innen gedrückt aussehen. Die letzten waren optisch in die andere Richtung.
 
Hatte damals Flats probleme wie du, es lag an Nina bzw die Treiber von Touptek.

Die haben irgendwelche probleme gehabt und hatten flats unmöglich gemacht.

ggf mal updaten, vielleicht nutzt du ja noch eine alte Version.

Gruß Vincent
 
@NanteAstrophotography_274 Hat das nur die Flats selbst beeinflusst oder die Lights auch?

Wenn nur die Flats betroffen waren, dann könnte ich ja die Flats nach dem Treiberupdate neu manchen.

Update habe ich grad gemacht und Flats probiere ich auch gleich ...
 
Hatte damals Flats probleme wie du, es lag an Nina bzw die Treiber von Touptek.

Die haben irgendwelche probleme gehabt und hatten flats unmöglich gemacht.

ggf mal updaten, vielleicht nutzt du ja noch eine alte Version.
Hallo Vincent, wie es aussieht hat das den Nagel voll auf den Kopf getroffen. Neuer Treiber, Neue Flats und es klappt!!!

Mit 3,7 Sekunden Flats
Stack_M66_TreiberNeu_F3,7s.jpg


Mit 0,95 Sekunden Flats
Stack_M66_TreiberNeu_F0,9s.jpg


Der Staub-Donut rechts oben ist zwar noch zu sehen, aber all die anderen sind nun fast weg. Etwas überkorrigiert ist es links noch, aber das kann vielleicht auch an der stark einseitigen Vignettierung liegen.

Es ist zwar noch ein starker Gradient drin, aber der sieht recht linear aus. Heute Nacht nehme ich nochmal das Leo-Triplet ohne Taukappe auf. Danach wird der Image-Train mal ordentlich gesäubert und der Newton besser kollimiert, damit auch die Vignettierung zentrisch ist.

@Reinhard65 , @pete_xl , @rAppel , @MK2007 , @Spockhöveler , @TriffiD , @astro_alex80 , @franzjs , @growers , @Stathis , @NanteAstrophotography_274
Danke euch allen für eine Hilfestellungen.
 
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