Bresser 700/70

Future-Trunks

Neues Mitglied
Hallo,

Zu meinem ersten beitrag hier. Ich bin maximal unerfahren was teleskope betrifft und hatte mir vor jahren das bresser 700/70:für schnales geld zugelegt. War aber immer irgendwie andersweitig beschäftigt und hab damals damit auch nicht wirklich was ins Bild gekriegt. Nun habe ich das Teleskop wieder hervorgeholt und konnte aich direkt den Jupiter beobachten.

Ich konnte ihn auch so groß ziehen, dass er quasi das volle Bild einnahm, aber egal ob groß oder klein. Im prinzip sehe ich nur eine weiße oder hellgraue scheibe ohne alles. Nun die Frage ob dass das ist was ich mit dem werkzeug erwarten kann? Als okular habe ich H20mm.

Jupitermonde waren nicht zu sehen. Kann man die ins bild kriegen oder ist dafür die lichtverschmutzung am stadtrand einer Großstadt zu hoch?
 
Hallo Future-Trunks - Willkommen!
Das "groß ziehen" bedeutet dass du fernab von einem scharfen Bild bist. Du müsstest die Drehknöpfe am Okularauszug langsam drehen, um den Punkt zu erreichen bis Jupiter quasi am kleinsten ist.
Mit dem 20mm Okular erreichst du eine Vergrößerung von 35 fach. Je nach Stellung der Jupitermonde müssten die dann sichtbar sein.
Für Details wie Wolkenbänder brauchst du etwas mehr Vergrößerung, also andere Okulare.

Viel Erfolg
Dirk
 
Hallo Sternfreund (Name??)

Du hast das Okular noch nicht an der richtigen Stelle positioniert. Verstelle den Okularauszug in die Richtung wo Jupi kleiner wird. Da wo der Planet am kleinsten ist ist der Schärfepunkt. Dann ist der Jupiter zwar winzig klein aber Du kannst dann die Monde als Pünktchen und Details auf der Oberfläche erkennen. Wenn Du den Planeten größer sehen möchtest dann mußt Du ein Okular mit kürzerer Brennweite im Bereich von 10-6mm (5mm) reinstöpseln oder eine Barlowlinse zwischen Okularauszug und 20er Okular einfügen. Die Bildebene / Schärfepunkt wirst Du nur mit einem Zenitspiegel erreichen können. Ohne Zenitspiegel wird der Stellweg vom Okularauszug nicht reichen denn ein 1 1/4"-Zenitspiegel benötigt ca. 75mm Lichtweg.

Gruß
Peter
Sorry Dik, unsere Beiträge haben sich zeitlich überschnitten
 
Hallo,
Ich konnte ihn auch so groß ziehen, dass er quasi das volle Bild einnahm
ich vermute, du hast nicht richtig scharf gestellt. Bei deiner Vergrößerung -> 700 / 20 = 35-fach ist Jupiter ca. 1-2 mm groß.
Die sieht man selbst mit einem 12-fach Fernglas am Stadtrand.
Schau mal hier und stell den Zoom so ein, das Jupiter auf dem Bildschirm 1-2 mm groß ist. Dann hast du ein realistisches Bild.

Gruß Uwe
 
Vielen dank für die hilfreichen antworten. Ja das war mein Problem, da es in jeder Größe irgendwie gleich aussah (hellgraue scheibe) war mir nicht klar wo es dann scharf ist das Bild.

Mit dem Begrifflichkeiten bin ich auch nicht ganz klar. Ich vermute mein okular könnte ein zenitspiegel sein. Ich gucke jedenfalls zu 90 grad anders rein als ich raus gucke.

Also ein größeres okular sollte die lage verbessern. Passt da dann jedes bresser okular oder zenitspiegel?

Grüße

Jörg
 
Hallo Jörg,

willkommen im Forum.

Dein Teleskop ist ein Refraktor. Dieser hat üblicher weise einen Zenitspiegel und mindestens ein Okular im Lieferumfang.

Okular
Bildschirmfoto vom 2024-03-28 18-14-52.png


Zenitspiegel
Bildschirmfoto vom 2024-03-24 23-37-30.png


Der Zenitspiegel kommt in den Okularauszug (OAZ) und in den Zenitspiegel kommt das Okular.
Bildschirmfoto vom 2024-03-28 18-21-15.png


Je nach dem welches Okular Du einsteckst, z.B. 20mm oder z.B. 10mm oder z.B. 6mm Brennweite, musst Du neu fokussieren. An den Rädchen am Okularauszug (OAZ).
 
Hallo, Ich habe ein Bresser AC 70/900. Also recht vergleichbar.
Die Jupitermonde sehe ich aber auch schon mit meinem kleinsten Fernglas (7x30). Also gerade mal eine 7 fache Vergrößerung.
Grundsätzlich passen alle 1 1/4" Okulare bei dir.

Aufbau Montage am Teleskop:

1. Zenitspiegel oder Prisma in den Okularauszug.
2. Dann das Okular an/in den Zenitspiegel.

1000018081.jpg


Schau mal auf dem Bild hier. Zoom ran, dann siehst du es.

Zum Scharfstellen des Bildes mußt du dann den Okularauszug rein oder rausdrehen.

VG Mark

PS: Da hab ich mit Linsensuppe gleichzeitig geschrieben:)
 
Hallo,

Kurz noch etwas zur Vergrößerung. Du hast eine Brennweite von 700mm. Die Vergrößerung bei den jeweiligen Okularen errechnet sich so:
Brennweite Teleskop / Brennweite Okular.

ZB 700 / 20 = 35 fache Vergrößerung.

Du hast einen Tubusdurchmesser von 70mm. Über 140 fache Vergrößerung solltest du nicht gehen. Ich nutze max. 135 fach.

VG Mark
 
bzw noch einmal die Frgae, wenn ich von Bresser andere okulare kaufen, passen die dann auf jeden Fall da dran?

gleiche Frage zu der Barlowlinse?

oder kann ich auch von anderen marken okulare und barlow nutzen?

Edit: auch wurde ja schon beantwortet. ich kann jede 1,25er okular nutzen

und ist es dann die Frage entweder z.b. 5mm Okular oder barlolinse an das 20mm okular? Oder ist auch 5mm + Barlow sinnvoll?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich persönlich würde nur Okukare ohne Barlow nutzen. Ein 6mm Okukar und ein 10mm wären nicht schlecht.

VG
 
bzw noch einmal die Frgae, wenn ich von Bresser andere okulare kaufen, passen die dann auf jeden Fall da dran?
es gibt zwei Steckmaße:
- 1,25" und
- 2"
Da musst Du schauen was Dein Teleskop aufnehmen kann.
Grundsätzlich kannst Du die Hersteller mischen.

und ist es dann die Frage entweder z.b. 5mm Okular oder barlolinse an das 20mm okular? Oder ist auch 5mm + Barlow sinnvoll?
informiere Dich mal über minimale Vergrößerung, sinnvolle/förderliche Vergrößerung und maximale Vergrößerung.
Als Faustformel gilt, wie oben schon erwähnt, 2 x D(urchmesser) Öffnung. Bei Dir halt 140-fach. Wird aber keinen Sinn machen, an diese Grenze zu gehen.

Förderliche Vergrößerung wäre D / 0,7 = 70 / 0,7 = 100-fach.

Ich tendiere, wie @Mark F auch eher zu Okularen, um an die gewünschte Vergrößerung zu kommen.
Barlow nutze ich nur bei Planeten-Videos.
Und, gute Bralows kosten mehr als Dein ganzes Teleskop.
 
ok. dann gucke ich mich mal nach einem neuen okular im Bereich von 5-10 mm um. Da sollte im netz ja das Angebot ausreichend sein.

An dieser Stelle danke für die vielen antworten und das angenehme und hilfreiche Forumsklima. Das ist nicht in jedem Fachforum selbstverständlich, insbesondere bei Anfängerfragen.

noch eine Frage zu Mondfiltern. gibt es dort etwas zu beachten?
 
ok. dann gucke ich mich mal nach einem neuen okular im Bereich von 5-10 mm um. Da sollte im netz ja das Angebot ausreichend sein.

An dieser Stelle danke für die vielen antworten und das angenehme und hilfreiche Forumsklima. Das ist nicht in jedem Fachforum selbstverständlich, insbesondere bei Anfängerfragen.

noch eine Frage zu Mondfiltern. gibt es dort etwas zu beachten?
Hi,
Warum nicht erstmal mit dem vorhandenen 20mm Okular lernen zurecht zu kommen, bevor du was anderes kaufst? Lerne doch erst mal die Basic, in dem du dich mal befasst, in den Fokus zu kommen.
Ein Schritt nach dem anderen. Die Jupitermonde musst zu auf jeden Fall sehen können. Bedenke, das der Jupiter mit deinem Teleskop und Okular nur ein sehr kleiner Punkt von 2mm ist. Siehst du ihn größer, bist du nicht im Fokus.
 
Hallo,

Noch zum Jupiter. Bei 135 facher Vergrößerung ist der auch bei mir am Teleskop (ist ja mit deinem Vergleichbar...meins hat nur 300mm Brennweite mehr und reduziert damit den Farbfehler) ein kleiner "Ball". Aber man kann schon die Wolkenbänder und ggf auch den roten Fleck sehen. Ganz groß interessiert er mich auch weniger. Ich finde es schöner Jupiter zusammen mit seinen 4 großen Monden zu sehen. Aber die Sicht ist stark von den "Umweltbedingungen" abhängig.
Und eins ist klar -> Vergrößerung ist nicht alles!
Daher nicht die Gedult verlieren und ausprobieren.

Noch was zum Mond. Den beobachtet man am besten nicht bei Vollmond (zu hell).

Viel Spaß und viele Grüße Mark
 
mit dem vorhandenen 20mm Okular lernen zurecht zu kommen
5mm Okular = 700 / 5 = 140-fach. Da bist schon an der maximal Vergrößerung.
Und mit der Austrittspupille bei 0,5mm . Auch nicht der Knaller.
Austrittspupille ist der keine helle Lichtpunkt im Okular.
Da gilt allgemein das 0,5mm so grad noch geht. Besser 0,6, 0,7mm.

Denke mal das Du mit 6mm oder 7mm in den kurzen Brennweiten gut bedient bist.

Aber wie Klaus @Heliklaus schon schreibt, mach Dich erstmal mit Deinem System vertraut und ran an die Grundlagen.
 
Ok. ich werd mal gucken. falls ich in naher zukunft noch mal ne halbwegs wolkenfreie nacht erlebe. da konnte ich bei uns in den letzten 2 wochen nur sehr wenig probieren
 
Hallo Future-Trunks,

wenn es Dich interessiert könnte ich Dir zwei Goldkanten-Okulare zukommen lassen, sie werden nicht mehr benötigt... 6mm und 9mm... Die sind kosmetisch betrachtet nicht mehr schön, aber wen interessiert das nachts, wenn es auf die Performance ankommt... 0€ + Versand + Geduld (Ostern)...

Bei Interesse PM...

Viele Grüsse, allen Mitlesenden schöne Ostern!

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
Dank der Okulare von @markusbodensee (danke noch einmal) konnte ich nun auch mal mit 9mm und 6mm den jupiter beobachten. die Monde waren auch sichtbar, zumindest 3. Io ist glaube aktuell leicht verdeckt.

9mm finde ich am praktischsten, da mein teleskop tlw nicht immer exakt die höhe hält auf die ich ausrichte, da sind dann 6mm doch arg wackelig. finde es dennoch überraschend wie klein doch der juptier auch mit 100 ca 100 facher vergrößerung ist, wo er doch zuweilen schon mit bloßen auge manchmal riesig wirkt.

nächste challenge wäre die nahe gelegenen uranus bzw den komet finden. leider hatte ich nur einen abend im april annähern wolkenfreien (bzw saharastaubfreien) himmel. vielleicht wirds noch was bevor sie verschwinden
 
Hallo,

was durchaus noch anzuraten ist... Solltest Du Probleme mit Uranus oder dem schon tiefstehenden Kometen haben, in drei vier Monaten wird Saturn wieder erscheinen... Ich denke dieser hat beim ersten Anblick den meisten von uns den Atem verschlagen...

Viele Grüsse und weiterhin viel Erfolg!

Markus
 
Zur Zeit ist Saturn :saturn: zwischen 04:00 und 05:00 morgens vor Sonnenaufgang im Osten zu sehen. :sleep:
Es lohnt sich und den ersten Anblick durch ein (egal welches) Teleskop wirst du nicht vergessen :).

Grüße
Gabriel
 
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