Wenn du Mono fotografierst ist der Unterschird wohl noch erheblich geringer zwischen den ganzen Teleskopen da du ja auf eine Farbe fokussierst.
Grüße
Brian
Ganz so stimmt das leider nicht. Die Designs von Askar, insbesondere die "Apo"-Serie (die eher Halbapos sind), benutzen erhöhte sphärische Aberration und Sphärochromasie, um den Farblängsfehler zu reduzieren. D. h. die nach Korrektur verbleibende Bildfeldkrümmung, der Astigmatismus außerhalb der Achse und der Farblängsfehler werden von den beiden anderen Aberrationen überdeckt. Dadurch hat man runde, aber "dicke" Sterne, und die Optiken sind nichtmals auf der Achse beugungsbegrenzt. Auf Farbe fokussieren hilft da also leider nicht.
Der FRA300 ist da eine Ausnahme (wie auch die 107 und 130 PHQ), ich bin mit meinem FRA300 auch sehr zufrieden. Ich kenne auch keine Optik, die <400mm Brennweite besser abbildet (auf Achse und bis ca. 10mm neben der Achse beugungsbegrenzt). Für ein 60mm-Teleskop hat er auch einen sportlichen Preis, finde ich.
Also wenn es um Auflösung geht - ja, der Esprit ist besser, vor Allem, wenn man keine Gurke erhält. Und auch der 107PHQ ist deutlich besser als der 120Apo.
Ich finde insgesamt die Auslegung der Askar Apo Serie seltsam: Man hat so eine reduzierte Abbildungsschärfe, dass man dahin gehend besser eine kleinere, schärfere Optik nimmt, sowohl visuell als auch photographisch. Die Lichtsammelleistung (zumindest pro Pixel) leidet natürlich aufgrund der "Verschmierung" auch. Die Justageproblematik von Spiegelteleskopen zieht hier auch nicht als Nachteil, da selbst ein nur mäßig gut justierter und geschliffener 6" f/5 Newton besser abbildet als z. B. der 140Apo. Vielleicht funktioniert "viel Glas" ja als Marketingargument.