Askar 107 PHQ oder Askar 120 Apo?

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Mr.Horsehead

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Hallo allerseits,

ich interessiere mich für die beiden oben genannten Teleskope und schwanke zwischen diesen beiden.
Der 120 Apo hat etwas mehr Öffnung, ist günstiger und leichter.
Der 107 PHQ ist ein Petzval, man braucht hier also keinen genauen Arbeitsabstand zum Flattener einstellen...

Soweit so gut, aber welches Teleskop würdet ihr nehmen und warum?

CS Johannes
 
Hallo Johannes,

vor der Entscheidung stehe bzw. stand ich auch.
Ich würde die Brennweite entscheiden lassen.

mMn macht das 120er Apo nur richtig Sinn wenn man ihm mit dem Reducer nimmt.
Das 107PHQ macht mMn nur Sinn wenn man es ohne den 0,7x Reducer benutzt.
Also 740mm (PHQ) vs. 670mm (Apo)
So groß ist der Unterschied nicht...

Der 120er Apo ist mit Reducer schneller, dafür hast du beim PHQ keine Probleme mit den Abständen, was sehr schön ist wenn du Filter wechselst.


Ich persönlich würde den 120er Apo mit Reducer nehmen.
Für das übrige Geld zum 107PHQ könnte man sich anderes Zubehör kaufen.
Das ist ein tolles komplett Packet, ich werde mir es vermutlich die Tage auch kaufen.

Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

ich bin mal gespannt, wie dein Feedback dann ausfallen wird.
Ich persönlich plane den entsprechenden Apo ohne Reducer einzusetzen. Die Brennweiten 740mm oder 840mm sind ja schon recht ähnlich. Es kommt halt auch drauf an, was man fotografieren möchte. Bei mir sollen das auch ein paar Galaxien sein. Da ist Brennweite ja nicht unbedingt von Nachteil, auch wenn man dann natürlich immer noch kräftig croppen muss. Geplant ist der Einsatz bei mir übrigens mit einer APS-C-Colorkamera einmal mit Dual Narrowband und einmal ohne Filter im Wechsel.

CS Johannes
 
Dann würde ich ehr, wenn das Geld da ist, das PhQ nehmen.
 
Hallo zusammen,

der PHQ und der APO 120 von Askar unterscheiden sich schon deutlich. Der 120 APO ist eher die Einstiegskasse bei Askar und dem PHQ 107 von der Abbildungsleistung sicherlich unterlegen. Dafür ist er natürlich auch ohne Reducer rund 800 Euro günstiger, Mit Reducer sind es immer noch 450 Euro Unterschied.

Wenn es bei ASKAR bleiben soll, wäre für Astrofotografie eventuell der FRA 600 eine Alternative.
Sonst und wenn im Budget, wäre der Esprit 120 mit Reducer die Top Wahl.

Gruß
Michael
 
Ist halt die Frage welche Anforderung man hat.
Das 120er von Askar ist schon ganz gut.
Die PHQ Serie soll qualitativ drüber liegen.
ISt halt die Frage ob man das am Ende sieht.
Wenn ich in jeden Stern reinzoome um zu gucken ob der wirklich zu 100% sauber ist macht das bessere naürlich sinn.
 
Tja nicht ganz einfach die Entscheidung. Ich bin mir nämlich auch nicht sicher ob ich da einen Unterschied sehe zwischen PHQ und APO bzw ob sich das ausgleicht, da Letzterer mehr Öffnung hat. Die FRA-Serie bildet auch sauber ab bis in die Ecken? Die wären lichtstärker aber dafür ist die Brennweite auch kürzer... Ich wollte so ca in den Bereich von 750-900 gehen.
Der Esprit wäre vermutlich außerhalb meines Budgets und ist der wirklich besser, wie es oft gesagt wird?

CS Johannes
 
Der Esprit wäre vermutlich außerhalb meines Budgets und ist der wirklich besser, wie es oft gesagt wird?
Es kommt halt immer auf die Anforderungen an.

Ich bin zB mit meinem FRA300 von Askar sehr zufrieden.
Ich zoome aber auch nicht wirklich in die Bilder rein.
Mir geht es um das Gesamte.
Ein Kollege von mir guckt sich quasi jeden Stern penibel an.
Für den wäre das FRA nichts, obwohl es mMn sehr gut abbildet.
Sein Equipment kostet aber auch entsprechend...
Ein gesamtes Setup von mir kostet so viel wie seine Hauptoptik...

Das Speit kostet mit dem Flattener von SW so um die 3700€.
Mit Reducer etwas mehr.

Mir wär es das nicht wert. Da investiere ich lieber in Kamera, Filter, Mount...usw.


Fotografierst du in Farbe oder Mono?
Wenn du Mono fotografierst ist der Unterschird wohl noch erheblich geringer zwischen den ganzen Teleskopen da du ja auf eine Farbe fokussierst.

Grüße
Brian
 
Wenn du Mono fotografierst ist der Unterschird wohl noch erheblich geringer zwischen den ganzen Teleskopen da du ja auf eine Farbe fokussierst.

Grüße
Brian
Ganz so stimmt das leider nicht. Die Designs von Askar, insbesondere die "Apo"-Serie (die eher Halbapos sind), benutzen erhöhte sphärische Aberration und Sphärochromasie, um den Farblängsfehler zu reduzieren. D. h. die nach Korrektur verbleibende Bildfeldkrümmung, der Astigmatismus außerhalb der Achse und der Farblängsfehler werden von den beiden anderen Aberrationen überdeckt. Dadurch hat man runde, aber "dicke" Sterne, und die Optiken sind nichtmals auf der Achse beugungsbegrenzt. Auf Farbe fokussieren hilft da also leider nicht.

Der FRA300 ist da eine Ausnahme (wie auch die 107 und 130 PHQ), ich bin mit meinem FRA300 auch sehr zufrieden. Ich kenne auch keine Optik, die <400mm Brennweite besser abbildet (auf Achse und bis ca. 10mm neben der Achse beugungsbegrenzt). Für ein 60mm-Teleskop hat er auch einen sportlichen Preis, finde ich.

Also wenn es um Auflösung geht - ja, der Esprit ist besser, vor Allem, wenn man keine Gurke erhält. Und auch der 107PHQ ist deutlich besser als der 120Apo.

Ich finde insgesamt die Auslegung der Askar Apo Serie seltsam: Man hat so eine reduzierte Abbildungsschärfe, dass man dahin gehend besser eine kleinere, schärfere Optik nimmt, sowohl visuell als auch photographisch. Die Lichtsammelleistung (zumindest pro Pixel) leidet natürlich aufgrund der "Verschmierung" auch. Die Justageproblematik von Spiegelteleskopen zieht hier auch nicht als Nachteil, da selbst ein nur mäßig gut justierter und geschliffener 6" f/5 Newton besser abbildet als z. B. der 140Apo. Vielleicht funktioniert "viel Glas" ja als Marketingargument.
 
Seltsam ist and der APO-Serie absolut gar nichts. Man ermöglicht damit lediglich den Kunden eine günstigere Alternative mit Abstrichen und macht Konkurrenz. Aus geschäftlicher sicht absolut legitim.

Wer den dickes Budget hat, geht natürlich direkt zur PHQ Serie, einem Esprit oder anderen Geräten.

Es ist immer eine Frage, was man möchte und was man bereit ist, dafür zu bezahlen.

Da ist die APO-Serie von Askar in einem gewissen Bereich ein guter Kompromiss, wie einige andere Geräte auch. Siehe das breite Spektrum an TS Geräten, Skywatcher mit den Evolux usw.
Alles hat seine Berechtigung...mehr oder weniger.

Ich möchte keine Partei ergreifen aber die Fragen kann man sich imsgesamt bei allen Herstellern oder gelabelten Produkten stellen.

Auf Farbe fokussieren hat spätestens dann ein Ende, wenn man Luminanz aufnehmen möchte.

Schmalband mag wieder eine andere Geschichte sein. Wer aber kauf sich ein Gerät nur für Schmalband, das dürften die wenigsten sein.

CS Markus
 
Für den Preis vom z. B. 120Apo bekomme ich eine 100mm Optik, die viel schärfer besser abbildet und excellent Farb- und Feldkorrektur hat oder ein 120mm FLP-53 Doublet, das ebenfalls besser korrigiert ist. Beide sind zudem noch leichter. Es ist halt kein Vorteil da, das 120mm-Semi-Apo-Triplett zu nehmen.
 
Für den Preis vom z. B. 120Apo bekomme ich eine 100mm Optik, die viel schärfer besser abbildet und excellent Farb- und Feldkorrektur hat oder ein 120mm FLP-53 Doublet, das ebenfalls besser korrigiert ist. Beide sind zudem noch leichter. Es ist halt kein Vorteil da, das 120mm-Semi-Apo-Triplett zu nehmen.

Das wäre dann eher ein Vergleich zum Askar 103APO.

Du darfst trotzdem sagen, von welchem Gerät du sprichst.
 
Der Erste ist der selbe, wie der TSCFAPO102.

Der 2. eben ein Doublet. Ich habe bisher nur den 72er als Doublet bei mir gehabt. Da kann ich also leider nicht wirklich mitreden.
Fotografisch glaube ich aber nicht, dass der einem Askar 106 oder 120APO überlegen ist (GLAUBE, ich weiss es nicht). :)
 
Hallo Johannes, um zu deiner Eingangsfrage zurück zu kommen kann ich dir ein bisschen aus meiner Erfahrung mitteilen was die Askars angeht. Ich selber habe den FRA400 (ausgiebig seit über einem Jahr getestet mit und ohne Reducer). Mit Reducer zeigt der FRA bei f/3.9 und dem Einsatz einer OSC (IMX571) wahrnehmbare CA aus einem Farblängsfehler, zunehmend zum Rand hin. Stimmt der Abstand zum Reducer nicht exakt wird es deutlich. Mit DNB Filter nochmal deutlicher. Ohne Reducer bei immernoch recht flotten f/5,6 ist die Abbildung aber nach meinem Empfinden sehr ordentlich, wenn auch nicht mit der Esprit Klasse vergleichbar. Mein PHQ107 habe ich noch nicht lange im Einsatz, aber was ich bis Dato damit gemacht habe hat mich hinsichtlich Abbildungsleistung schon sehr überzeugt (siehe meine Gallerie). Es gab mal einen direkten Vergleich zwischen einem PHQ107 und einem 120er Esprit, der nur minimale Unterschiede aufzeigen konnte.
Zur Apo Serie kann ich nichts sagen, würde aber doch, wenn es das Budget zulässt wegen der größeren Erfahrungswerte in der Community, der doch besseren Qualität der Optik und dem Petzval Design zum PHQ greifen.
Viele Grüße
Ben
 
Ich finde die Askar Apo-Serie schon ziemlich gut, weil man da offenbar für sein Geld recht viel bekommt, auch wenn die runden Sterne durch erhöhte sphärische Aberration und die daraus resultierende Kaschierung des Farblängsfehlers entstanden sein mögen. Ist das wirklich ein Fakt oder eine Vermutung?
Grundsätzlich ist es ja wahrscheinlich schon sehr kleinlich, wenn man penibelst auf feinste Sterndetails und Perfektion achtet, aber mir ist das für den nächsten Apo wirklich wichtig. Insofern werde ich nicht in Richtung der sicherlich sehr guten FRA-Serie umschwenken. Einen Esprit werde ich auch nicht in Betracht ziehen aufgrund des höheren Preises, und weil man auch dazu Negatives finden kann. Wahrscheinlich wird es dann wohl doch PHQ... Echt nicht einfach:)

CS Johannes
 
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