Guidingsetup optimieren für AM5

Sterno3000

Aktives Mitglied
Hi,

aktuelle Guide ich mit einer 120mm Mini und einem 30mm Leitrohr eine AM5.

Das läuft auch relativ gut mit 100 Gain und 2.sec. Belichtung, bei ordentlichem Seeing sind da in der Regel 0,6" RMS drin, hat aber auch immer wieder ausreißer.

Allerdings empfehlt man ja bei der AM5 eine Belichtungszeit von 0.5 sec. um den Periodischen Fehler schnell auszugleichen.

Allerdings läuft das ganze Guiding bei 0.5sec deutlich schlechter als mit den 2 sec. Das Bild wird trotz Gain 100 relativ dunkel und es mangelt an Sternen.

Jetzt bin ich am Überlegen ob ich das Guidingsetup etwas umstellen.

Entweder ein größeres Guidescope z.b 50mm oder eine sensiblere Kamera z.b 220mm Mini.

Was würdet ihr dazu sagen ?.
 
Ich würde die Belichtungszeit etwas höher drehen als 0,5sek und Gain noch weiter erhöhen, falls möglich.
 
@markusd112

Ich belichte ja grade schon mit 2sec. und max. Gain. Da es so am besten läuft. Mit den empfohlenen 0,5sec. läuft es definitiv schlechter. Jetzt war halt die Frage ob ich ehr ein größeres Leitrohr oder eine empfindlichere Kamera nehmen soll.
 
Ich wollte damit sagen, dass es zwischen 0,5s und 2s ja auch Zwischenschritte gibt:)

Versuch doch mal, die Belichtungszeit in 0,1s Schritten etwas zu erhöhen.

Ich hatte das gleiche Problem, dass es bei den 0,5s manchmal Probleme gab, dass er die Leitsterne verloren hat.
 
Ah, entschuldige, dann hab ich das falsch verstanden. Ich nutze ein 50mm Guidingrohr mit einer ASI120MM-S
 
Hallo, ich nutze ein 32/120 Guiderohr mit der AM3 und belichte 1 Sekunde bei mittlerem Gain mit der ASi 290mm. Damit erreiche ich einen RMS-Wert zwischen 0,3 und 0,7 - je nach Seeing und Wind. Vorgestern hatte ich tatsächlich die ganze Zeit einen Wert zwischen 0,3 und 0,4, so gut lief es noch nie. Ich glaube daher nicht, dass es an der Größe des Guiderohrs liegt. Ich würde erst mal mit den Belichtungszeiten und dem Gain experimentieren.

CS Olaf
 
Letztlich hängt es, wie beim Hauptrohr, vom Verhältnis Öffnung zu Brennweite ab: 200/50 = f/4, 120/32 = f/3,75. Je kleiner die Zahl, desto „schneller“.

Welche Brennweite hat denn Dein Leitrohr? Dann kannst Du es ja mit unseren vergleichen.
 
Die ASI120mini hat den gleichen Chip wie meine ASI120MM-S verbaut und auch die übrigen techn. Daten sind identisch. Da würde ich jetzt mal behaupten, dass unsere beiden Setups mit f/4 vergleichbar sind. Ich würde an Deiner Stelle mal mit der Belichtungszeit nochmal ein wenig "spielen". Ich denke, Du solltest deutlich unter 2 Sekunden kommen können bei stabiler Sternerkennung.

Wenn man die QE der ASI120 (ca. 80%) und der ASI220 (ca. 92%) vergleicht, dann scheint die ASI220 empfindlicher zu sein. Ob das wirklich viel bringt, würde mich auch interessieren.
 
Ich hab mir jetzt mal die Svbony SV106 50mm F/3,8 gekauft, gibt es grad bei Amazon für 94€. Werd mal gucken ob ich die Belichtungszeit auf 1sec reduzieren kann ohne das sich das Guiding verschlechtert.

Ansonsten: Was wäre denn ein richtiges Upgrade zur 120mm ?. Die 220mm ist schon deutlich besser, wird aber immer ehr in Verbinung mit OAG empfohlen. Die 290mm wird nicht mehr verkauft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

bei mir läuft das Guiding der AM5 mit 290 MM Mini und 30 mm / f4.3 Guiderohr bei 1 sec Belichtung recht vernünftig (RMS 0,3 bis 0,7 bei gutem Seeing). Schlechtere RMS-Werte gehen fast ausschließlich mit schlechtem Seeing einher und waren bisher für mich ein recht sicherer Indikator für Schleierwolken und Dunst.

Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo,

mich beschäftigt aktuell auch die Frage, ob ich mein Guiding-Setup verbessern kann, um kürzere Belichtungszeiten zu ermöglichen. Aktuell habe ich einen 50mm f4 Guide-Scope und eine ASI 120mm. Meine Idee war, eine Kamera mit größerem Chip zu nehmen. Durch größeres Field of View können mehr Sterne für Multistar-Guiding verwendet werden. Einfluss des Seeing wird geringer. Dadurch kann mglw. die Belichtungszeit verringert werden.

Aktuell verwende ich eine Belichtungszeit von 1s und ich habe den Eindruck, dass mein Setup recht empfindlich auf Seeing-Änderungen reagiert.

Hat jemand Erfahrung damit, ob ein größerer Chip das Guiding wirklich verbessern kann?

Viele Grüße,
Johann
 
Ich hab mir jetzt mal die Svbony SV106 50mm F/3,8 gekauft, gibt es grad bei Amazon für 94€. Werd mal gucken ob ich die Belichtungszeit auf 1sec reduzieren kann ohne das sich das Guiding verschlechtert.

Ansonsten: Was wäre denn ein richtiges Upgrade zur 120mm ?. Die 220mm ist schon deutlich besser, wird aber immer ehr in Verbinung mit OAG empfohlen. Die 290mm wird nicht mehr verkauft.
Ich guide hin und wieder auch mit der Asi715. Die ist günstig und hat sehr kleine Pixel, ist also sehr empfindlich. Klappt auch gut. Der Sensor ist allerdings auch sehr klein. Ein etwas größerer Sensor ist für Multi-Star-Guiding natürlich besser.

CS Olaf
 
Ich hatte gerne dieses 50/200mm Röhrchen mit der Farbkamera ASI662 verwendet. Ist aber wieder mehrere Monate her, kann mich nicht mehr genau an alles erinnern. Ich meine, 0.5 Sek. waren möglich gewesen. Die Frage ist, ob man die kurze Belichtungszeit überhaupt anstreben soll. Insbesondere bei schlechtem Seeing, wenn die Sterne extrem "zappeln". Eine bis zwei Sekunden ist doch auch völlig in Ordnung. Und wie schon geschrieben wurde, bescheidene Werte bedeutet meist keine besonders guten Bedingungen.
 
Ich würde mal behaupten das die HD Montierungen, so wie die AM5 oder AM3, schon empfindlicher auf Seeing reagieren als die etwas gutmütigeren Schneckenantriebe. Das liegt an dem praktisch nicht vorhandenen Getriebespiel, wodurch Korrekturen ziemlich prompt erfolgen.
Solange das Seeing in einem günstigen Bereich liegt, laufen diese Montierungen recht ruhig. Das ironische an der Stelle ist ja das die HD Montierungen konstruktionsbedingt am besten mit recht kurzen Guidingframes 0,5-1s laufen sollten. Ich bin damit überhaupt nicht gut klargekommen und habe dann mein Guidingsystem entsprechend angepasst.
Ich verwende nun ein SW EVO Guide 50ED (besser definierte Sterne) + ASI 290MM welche a) einen etwas größeren Chip und b) deutlich höhere Empfindlichkeit gegenüber einer z.B 120er bietet. Dadurch hat man einfach mehr Spielraum für die Anpassung, zumal die PE Kurven der einzelnen Montierungen sich recht deutlich unterscheiden.
Wichtig ist auch darauf zu achten das der Leitstern nicht in die Sättigung kommt, sonst hat die Offset-Ermittlung von PHD2 ein Problem.
Und ich guide momentan mit 1.5s was eindeutig Ruhe im (meinen) Guidingverlauf reingebracht hat.

CS,
Franz
 
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